Forum: Politik
Familienpolitik: Warum Deutschland keine Lust auf Kinder hat

Berlin*zahlt Elterngeld und erfindet Vätermonate - trotzdem ist der Effekt nahe Null: Deutsche Paare sind kaum zu überzeugen, mehr Kinder zu bekommen. Denn Arbeit und Familie sind in diesem Land nur schwer vereinbar. Wie schaffen andere Länder das?*

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f.siemer 28.07.2011, 15:56
500. Krippenplätze..?

Die Betreuung..

Krippen- und Kindergartenplätze sind extrem teuer.. für Leute die arbeiten.. diejenigen die wegen h4 den ganzen Tag zu Hause sind.. bekommen den quasi geschenkt. Irgendwie nicht nachvollziehbar..

Da könnte man vielleicht mal ansetzen.. und für mehr Gerechtigkeit sorgen.

Meiner Meinung nach sollte die Kinderbetreuung insgesammt kostenfrei sein. Dafür lieber die Industriesubventionen und Kohlesubventionen stoppen.. bleibt vermutlich sogar noch was übrig..

Die Kosten..

Leider sind die Gehälter im Vergleich zu vor der Euro Einführung, nichts mehr Wert..

Die Mietpreise sind heute 1zu1 die damaligen DM Preise.. oder höher 750 € ne 2 1/2 Zimmerwohnung .. in 30km Hamburger Umkreis.. 900€ für 3 Zimmer.. und ca. das 1 1/2 - 2 fache in HH selbst..von einem Hasu will ich gar nicht reden..

Dafür hat man sich vor 10 jahren nen Haus gemietet und noch ne Auto abbezahlt...

Von einem guten durchschnittlichen Gehalt von ca. 2000€ Netto.. kann man alleine keine Familie mehr ernähren.. und mir geht es ja noch gut ..andere.. haben deutlich weniger.. Wenn die Frau Teilzeit mitarbeitet, fressen die Betreungskosten 3/4 des Zuverdienstes auf..

Deswegen bekommen in diesem Land diejenigen Kinder, die davon auch nur finanzielle Vorteile haben .. H4 Muttis .. die gibt es zu hauf und machen gefühlte 80% der Geburten aus..

Die Rechte ..
Zudem sind die Rechte der Väter in DE fürn ***** man wird nur als Zahlmeister wahrgenommen..hat nur Pflichten und NUll Rechte.. hab das in direktem Umfeld in vielfache Varianten miterlebt.. die Frau sitzt immer am längeren Hebel.. und es geht fast die ums Kindeswohl.. sondern fast immer um Macht, Geld und Rache..

Solange das so bleibt.. werde ich kein Kind in die Welt setzen.


Planbarkeit ..

Angesichts dessen das heutzutage nur noch ein Bruchteil der Arbeitnehmer einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat.. ist vielen das Risiko mangels Planbarkeit der beruflichen Zukunft zu groß...


Beziehungen..

Häufig wechselnde Beziehungen sind heute für viele Frauen und Männer normal und selbstverständlich.. Auf die schnelle Heirat folgt die schnelle Scheidung.. meist mit finanziellen Fiasko.. Kinder bedeuten hier nur zusätzlichen Streitfaktor.. deswegen verzichten viele Paare auf Kinder

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Der_Franke 28.07.2011, 15:56
501. Rückzahlung

Zitat von Hardliner 1
Und Sie könne dafür garantieren, dass die heute geborenen Kinder einmal fleißige Rentenbeitragszahler werden? Und das auch noch in Deutschland?
Und ganz gerecht wäre es, bei nicht leistungsfähigen Kindern die Kosten für deren Ausbildung von der Rente abzuziehen. Kindersubvention sollte nur noch als Kredit gegeben werden, der bei später nicht leistungsfähigen Kindern zurück zu zahlen ist

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henrywotton 28.07.2011, 15:56
502. Kinder ungleich Altersversorgung

Zitat von rabka_uhalla
Deswegen rate ich jedem Mann/Frau ohne Kind soviel Geld wie möglich für das hohe Alter oder evtl. Krankheit zu bunkern. Denn wenn es zu einem dieser Fälle kommt, dann wird jeder schön die Hand aufhalten, seis zum Einkaufen gehen, Erledigungen machen oder wie gesagt den Popo abwischen. Die Krankenschwester oder Pflegepersonal macht es aber auch, aber sie macht es nicht gerne und das spürt man dann. Der Staat oder eine enstsprechende Versicherung hat Grenzen. Der Deutsche ist dermaßen arm im Kopf, das ist eigentlich zum heulen.
Das würde ich auch Menschen MIT Kindern raten. Denn: ich z.B. würde liebend gern meinen Eltern ein schickes Altersdomizil bezahlen, sie pflegen etc., aber derartige Plätze fangen bei 4000 EUR im Monat an. Und soviel verdiene ich einfach nicht, da hilft alle Pietät nicht! Und wenn ich das Geld hätte, hätte ich gewiss keine Zeit -- irgendwann muss man für das Geld ja arbeiten, und je mehr, desto länger, es sei denn, man hat im Lotto gewonnen oder ist hauptberuflich Ehefrau m/w oder kriegt anderweitig für lau den Arsch handvergoldet. Mir persönlich geht definitiv nämlicher auf Grundeis, wenn ich an mein Alter denke, aber ohne Kinder hatte ich dann vorher wenigstens noch ein paar entspannte Jahre und muss mir nicht vorwerfen, ein paar Arbeits- und/oder Hoffnungslose für Deutschland mehr gezüchtet zu haben. P.S.: Ich finde in den meisten Fällen Kinderkriegen zutiefst egoistisch, nicht den Verzicht auf Kinder!! Wie oft höre ich: "ich kann's mir nicht leisten, will aber!" -- diese Menschen sollten lieber selbst erst erwachsen werden.

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timepiece123 28.07.2011, 15:56
503. Wie ich vorhin schon geschrieben habe...

Zitat von Greta Pan
...soll dann schon von diesen für sie fremden Kindern späer finanziert werden, oder? Übrigens, mit Kind (keine 10 Monate alt) war ich bis jetzt in Japan und in den USA. Soviel zum Fernreiseluxus. Wir gehen auch gerne essen und genießen das Leben als Kleinfamilie, erlauben uns aber auch gegenseitige Pausen mit Freunden. Was braucht es also für ein schönes Familienleben? Zwei gesunde erwachsene Menschen, die sich nicht nur lieben, sondern gemeinsam das Lebensprojekt "Ehe und Familie" ernst nehmen. Sich gegenseitig respektieren, Freiheiten einräumen, ehrliche Rücksichtnahme leisten, in der jeweiligen Zukuftsplanung unterstützen und erkennen, dass die eigene Familie einem näher ist, als jeder Bekanntenkreis der Welt. Ich schätze mich glücklich, dass ich das erreicht habe. Und je mehr verbitterte Beiträge über das "ach so tolle kinderlose Singledasein" ich hier lesen, desto deutlicher wird mir mein Glück vor Augen geführt.
immer dieselbe Argumentationskette, eigentlich auch schlimm.

Meine Rente wird nur von den (wenigen) Menschen finanziert, die im Lande Hessen zugelassene Rechtsanwälte sind, sonst von niemandem...

Single bin ich auch nicht, neide Ihnen auch Ihr Familienglück nicht, Hauptsache, ich muss den Lärm Ihrer Kinder nicht ertragen.

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lauterbachheiner 28.07.2011, 15:57
504. manchem kann man doch was positives abgewinnen

manchem kann man doch was positives abgewinnen...

Zitat von bodo77
Des Pudels Kern der deutschen Kinderarmut ist der fehlende Wille, Kinder zu zeugen. Dieser Trend wird sich in einer vergreisenden Gesellschaft verhärten. Dass unsere Kanzlerin keine Kinder hat, ist ein Symptom für unser Land. Familie ist normalerweise die kleinste Keimzelle einer Gesellschaft, in Deutschland ist die kleinste Keimzelle: ICH.
Also das unsere Kanzlerin keine Kinder hat... das ist ja mal nicht so schlecht... ;-) und das wird von Frau vdL ja kompensiert... *hust*

Nein, im Ernst. Wir bekommen das ja von den Leuten vorgelebt die es sich eigentlich leisten könnten. Keine Kinder aber labern. Und die Bundesgebärmaschine Frau vdL hat ja wohl auch nur aufgrund Aufzucht-Outsourcing diese stattliche Anzahl von Kindern.

Sie haben vollkommen recht. Kinder zu haben bedeutet eine komplette Änderung des Lebensstils und das wird auch noch bestraft. Der Gesellschaft liegt nichts daran sich zu erhalten. Eltern müssen wegen der Betreuung des Kinder auf Gehalt verzichten weil die Betreuung der Kinder in KiTas Grenzen hat und haben muss. Kinderkrippe, Kindergarten, Bekleidung, Spielzeug, Unterrichtsmaterialen, Urlaub in den Ferienzeiten usw. sind alles Kosten welche Singles und DINKs nicht haben.

In den meisten Firmen sitzen in den Entscheidungsebenen eben auch Leute die entweder keine Kinder haben oder sich nicht selber kümmern müssen weil man das mit genug Geld erledigen kann...
Beispiel in unserer Firma war vor ein paar Jahren die Weihnachtsfeier die für die kompletten Familien geplant werden sollte. Soweit eine super Idee die auch ankam. Allein in der Planung scheiterte das Ganze erstmal daran das die kinderlose Planungsebene eine Bescherung ab 20 Uhr ansetzte wobei der größte Teil der Kinder jünger als 5 Jahre alt war... Also selbst bei gutem Willen scheitert es manchmal einfach daran das die Verantwortlichen keine Ahnung haben. Heute hat die Dame selber ihr erstes Kind und deutlich ausgebaute Kompetenzen ;-)

Ohne eine wirkliche Entlastung berufstätiger Eltern wird sich aber das alles nicht ändern. Sowohl die Politik als auch die Wirtschaft muss ein Interesse daran haben. Wir sehen heute das der demographische Wandel unsere Wirtschaft vor Probleme stellt und die Politik ebenso. Nur macht es eben noch nicht "Klick".
Selbst in den Kommunen klappt das noch nicht. Spielplatzquoten sind nicht einmal zu 50% erfüllt und man ruht sich dann darauf aus das die Nachbarkommune nicht besser ist. Für Kinder unter 6 Jahren muss die Kommune gar keine Spielplätze bereit stellen... Das wird auf Immobilienbesitzer abgewältzt. Einfach schon wegen der Aufsichtpflichten. Toll.

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elster2 28.07.2011, 15:57
505. Gegen Titelzwang

Zitat von Kalaharry
Veranlagungen sind nicht zwangsläufig Krankheiten. Sie bezeichnen doch "blondes Haar" nicht auch als Krankheit, oder? Was mich wirklich stört ist eigentlich vor allem die Tatsache, dass viele Leute immer wieder anderen ins Leben pfuschen und ihnen sagen, oder gar vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben.
Es gibt sehr wohl genügend Veranlagungen, die zu den Krankheiten zählen, oder etwa nicht ? Blondes Haar natürlich nicht.

Was mich stört, Schwule zahlen wie wir alle in die Rentenversicherung ein für die heutigen Rentner, unsere Eltern (Generationenvertrag). Damit tun wir nichts für unsere Rente.

Unsere Rente bezahlen unsere Kinder. Und hier beginnt die Benachteiligung derjenigen, die Kinder in die Welt setzen und dafür noch oft auf Einkommen verzichten. Die ohne Kinder bekommen i.d.R. höhere Renten ohne auch nur etwas dafür getan zu haben. Diese Ungerechtigkeiten müssen abgeschafft werden.

Im Bett können Sie machen, was sie wollen, aber nicht provokativ auf der Straße !

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prolet20.4 28.07.2011, 15:57
506. P

Zitat von Meinungsmarktbeiträger
Und das Allerwichtigste: Wir sind zufrieden!!
Punkt!!!

Zufriedenheit, ist für die meisten Menschen ein Fremdwort.

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Schäfer 28.07.2011, 15:57
507. Lobbyismus

Praktisch jeder kann im Zeitalter der Geburtenkontrolle darüber entscheiden, ob Kinder für ihn einen Gewinn darstellen oder nicht. Es ist anmassend, wenn die Autorin etwas anderes vorgibt, als dass sie mit der Bewertung "zu" (zu wenige Kinder) nur bestimmte Interessengruppen vertritt. Das apodiktische "Demographen halten die Entwicklung für schlecht" ist eben eine eine andere Meinung als die der meisten (potentiellen) Eltern.

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Foul Breitner 28.07.2011, 15:58
508. Warum

Zitat von tomkra
Der hat keine Kinder! Wer Kinderhat ist selber schuld.
nicht. Vielleicht stehen diese Berufsgruppen vor ähnlilchen Problemen. Bei Spiegel geht es nur um Ärzte und Kommunikationsabteilungen.

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muunoy 28.07.2011, 15:58
509. Komische Diskussion

Irgendwie ist die ganze Diskussion komisch. Ich bin selbst unverheiratet und habe leider keine Kinder. Gerne hätte ich Kinder. Es mangelte jedoch bisher an einer passenden Partnerin, bei der ich das nötige Verantwortungsbewusstsein sehen würde. Und nun frage ich mich, wer bei der Realisierung eines Kinderwunsches wirklich ökonomischen Kriterien höchste Priorität einräumt. Das ist doch Quatsch. Ich bin z. B. inzwischen in der glücklichen Lage, dass Kinder mit nicht-verdienender Frau dermassen an Steuern sparen würden (sorry, unser Steuersystem geht noch vom alten Rollenbild aus), dass ich zumindest in DE, wo die Familie max. subventioniert wird, eigentlich mehrere Familien durchfüttern könnte. So ergeht es auch einigen meiner Arbeitskollegen. Trotzdem sind trotz Kinderwunsches keine Kinder da. Also, am Finanziellen kann es doch gar nicht liegen, dass insbes. Akademiker weniger Kinder bekommen. Problematisch ist vielmehr, dass man i. d. R. in der gleichen gesellschaftlichen Schicht heiratet und die individuellen Lebenswege von Akademikerinnen und Akademikern sich kaum noch zur Deckung bringen lassen.
Ansonsten sollte das Thema Familie und Kinder Privatsache sein und nicht vom Staat gesteuert werden. Kinder sind eben kein ökonomischer Faktor. Und wegen eines nicht-nachhaltigen Sozialsystems nach dem Schneeballsystem, welches besser heute als morgen zusammen bricht, nach mehr Kindern zu rufen, halte ich schon fast für pervers. Wir züchten aus ökonomischen Gründen Haustiere, keine Kinder. Im Übrigen ist die Weltbevölkerung inzwischen sowieso schon hart am Anschlag.

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