Forum: Politik
Fanatismus: Unser Reich komme
REUTERS

Was haben Salafisten, die an den Gottesstaat glauben, und die Aktivisten der Tierschutzorganisation Peta gemein? Auf den ersten Blick nichts. Auf den zweiten mehr, als man meinen sollte.

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ruhepuls 10.08.2017, 16:46
60. Heute mehr?

Ich denke nicht, dass es heute mehr "Ideologen" gibt als früher (meine Jugendzeit). Nur begrenzte sich die Reichweite der Aussagen derselben auf den Stammtisch (OK, und ein paar Tische drumrum) oder auf die Mitglieder der jeweiligen K-Gruppe und evtl. ein paar Passanten, die ein Protestplakat lasen. Radikale Tierschützer gab es damals auch, ebenso wie Alt-Nazis oder religiöse Fanatiker. Aber die hatte immer nur ein kleines Publikum. Meine Nachbarin - alleinstehende Altjungfer - bekam regelmäßig Besuch ihrer verstorbenen Hunde. Nur, außer mir, erfuhr so etwas kaum jemand. Heute wäre es mit Sicherheit zumindest eine Facebook-Gruppe wert und die würde ständig wachsen. So findet heute jede Meinung ihr Publikum und der Rest der Welt wird damit beglückt. Früher hätte auch kein strenggläubiger Muslim gesehen, dass Frauen in Deutschland "nackt" rumlaufen und wilden Sex haben. Und wir hätten mehrheitlich nicht gewusst, dass man in manchen muslimischen Staaten Ehebrecherinnen steinigt. Und alle waren zufrieden, weil sie nichts voneinander wussten. Heute beglücken wir uns gegenseitig mit Aufregern in den Abendnachrichten. Und die Welt erscheint immer schlechter....

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ergo-oetken 10.08.2017, 16:46
61. Fanatische Tierschützer können nervig sein, rufen aber nicht....

....zu Morden auf. Gewaltbereite Salafisten mit Peta-AktivistInnen zu vergleichen, empfinde ich deshalb als unpassend. Treffender wäre, eine Parallele zu rechten Terrorgruppen zu ziehen. Solchen, die in den Industriestaaten immer mehr Zulauf finden. Hier ein Experte zur Genese radikalterroristischer Einstellungen http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-130630569.html

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antonia.colloni 10.08.2017, 16:46
62.

Dass man an das eine (Scientology) oder an das andere (Islam, den Sie mit Salafismus verwechseln) glaubt, liegt in beiden Fällen am Ausmaß der Gehirnwäsche. So praktizieren Scientologen auch keine "Seelenreinigung", sondern die Wäsche ihres Gehirns, und sie "glauben" auch nicht an den OT-Quatsh, sie sind davon überzeugt. Wie sie richtig konstatieren, fanatisch. Dass Salafismus nichts mit dem Islam als Glauben zu tun hat, versteht sich von selbst. (Und wenn Sie so anfangen, dann vergessen Sie nicht über Wein in Wasser-, Jungfrauen-Geburte, Auferstehungswunder etc. zu schwadronieren.

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halbtagsgott 10.08.2017, 16:47
63. P€ta kann noch viel schlimmer!

Es tät dringend Not, dass man sich viel mehr mit P€ta und der Tierrechtsideologie beschäftigen würde; insbesondere die Medien, die die immer noch als Tier"schützer" darstellen und ihnen jede noch so blöde (oder illegale) Aktion aus den Händen reissen.
Leider ist auch SPON da oft ganz vorn dabei.

P€ta ist keine Tierschutzorganisation, sie geben auch keinen einzigen euro der Spendengelder für aktive Tierschutzmaßnahmen aus. Und sind trotzdem noch als gemeinnützig anerkannt und werden so vom Steuerzahler subventioniert.

Ihr Ziel ist die rechtliche Gleichstellung von Tieren inkl. der Abschaffung jeglicher(!) Tierhaltung & -nutzung.
Dass heißt nicht nur kein Schnitzel mehr auf dem Teller, sondern auch keine Ziege im Zoo, kein Fisch im Aquarium, keine Honigbiene beim Imker (mit allen Konsequenzen für die Pflanzenblüte), kein Reitpferd unter dem Hintern, keine Miezi auf dem Sofa, kein Blinden-, Schutz- oder Suchhund an der Leine,...

Die Finanzbehörden müssen diesen verblendeten Fanatikern dringend die Gemeinnützigkeit aberkennen!

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antonia.colloni 10.08.2017, 16:49
64.

Und sollten Sie bedenken, dass Scientology die Welt nicht retten, sondern vernichten wollen. Das haben sie wiederum gemeinsam mit dem IS und dessen Schergen, den Salafisten.

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ruhepuls 10.08.2017, 16:51
65. Öffentliche Aufmerksamkeit

Zitat von swnf
Über das Selfie Thema mit dem Schopfmakaken und dem ruinierten Fotografen habe ich auch vor kurzem in der SZ wieder gelesen. Dieses knallharte Vorgehen von Peta hat mich wieder sehr erstaunt, um es milde auszudrücken - vor allem weil mir nicht ganz einleuchten wollte, welche Motivation Peta dabei hatte (außer sich selbst zu bereichern, als "rechtlicher" Vertreter des Affens). Jedenfalls frage ich mich seitdem, ob man nicht mit der selben abstrusen Logik jetzt auch Peta in unzählige Klagen verstricken könnte, da diese Organisation auf vielen Werbeplakaten Tiere als Fotomodelle missbraucht hat und sicher keine schriftliche Einverständniserklärung dieser "Modelle" vorweisen kann? Hier wurden dann doch vorsätzlich "Persönlichkeitsrechte" missbraucht, oder?
PETA geht es um Publicity. Dafür ist jedes Mittel recht, denn der "gute Zweck" rechtfertigt alles. Das ist ja das Kennzeichen eines Fanatikers, dass er alles opfert, weil es um die "bessere Welt" geht. Ich zitiere mal Doris Lessing, die mal sagte: "Idealisten? Verschonen Sie mich mit Idealisten. Bei den Nazis gab es ganz viele Idealisten.."

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istvanfred 10.08.2017, 16:52
66.

Vermutlich gilt es als Meinungsfreiheit, Redefreiheit, "Denkfreiheit", sonstwas... Ihr Versuch, den Fantismus, einer menschenverachtenden Mörder-Organisation hinterherzulaufen mit dem Fanatismus, sich für das Tierwohl einzusetzen auf eine Stufe zu stellen.
Man möchte brechen.

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Worldwatch 10.08.2017, 16:55
67. Dogmen vs. Irren ist Menschlich

In den Naturwissenschaften irrt sich der -neugierige, Annahmen aufstellende- Mensch nach vorn. Stellen sich die Annahmen in den Versuchsreihen und -immer genaueren- Messungen als falsch heraus ... ?Was interessiert mich mein wissenschaftliche Geschreibsel und theoretische Geschwätz von gestern!?; die Annahmen, Modelle, Theorien, etc., gelten sodann als ?falsches Zeugs von gestern?.
Damit haben -die allermeisten- Naturwissenschaftler kein Problem mit.
Weil, was 'Natur' und deren (erfahr-, wie erkennbaren) Gesetzmäßigkeiten anbelangt, keine Interpretationen inne wohnen.
Sobald der naturgegebene Gesetzesweg verlassen ist, oder scheint, kommen die Interpretationen.
Am Ende der Interpretationen, stehen die Ideologen, danach kommt die Sackgasse, die der logischen, Vernunft zugänglichen Argumentation entzogene Dogmatik.

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Revolutscher 10.08.2017, 16:55
68. Urheberrechte indonesischer Schopfmakaken - ich lach mich schlapp.

Mit Peta-Aktivisten zu diskutieren ist genauso lustig wie mit den Zeugen Jehovas. Verbohrt sind beide, aber die Peta-Leute sind weitaus aggressiver. Das wirklich interessante an dem Artikel ist die Information, dass es Richter gibt, die ernsthaft diesen komplett bescheuerten Fall annehmen!

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ruhepuls 10.08.2017, 16:56
69. Gute Analyse!

Zitat von AchimVosa
es geht fast immer ums Fuehlen ...ein gutes Gefuehl haben, den richtigen Kick. In vielen Diskussionversuchen im Internet merkt man, das gar nicht gedacht wird, sondern einfach nur gefuehlt. Wenn man versucht sachlich zu bleiben, sind einige Beleidigt, andere beleidigen. Es so als ob .....
In der Tat geht es um "Gefühl". Ein Fanatiker denkt, er hat die richtige Lösung für ein Problem gefunden, das ihn schwer um treibt. Er hat jetzt nur noch das Problem, die anderen dazu zu zwingen, seine Lösung zu akzeptieren. Der radikale Tierschützer leidet unter den Bildern (kann ich verstehen) aus Mastbetrieben - und denkt, wenn das alles abgeschafft wird, dann werden keine Tiere mehr leiden. (Mag sein, es werden aber auch keine mehr leben, weil man sie dann nicht mehr braucht). Der Mensch mit Todesangst findet in Gott seine Ruhe - hat aber nun das Problem, dass jeder Zweifler diese Ruhe wieder in Gefahr bringt. Daher müssen die Zweifler weg...
Hinter jedem Fanatiker steht ein dringendes emotionales Bedürfnis (Schuld, Gier, Neid, Angst usw.).

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