Forum: Politik
Faschismus in Europa: Die völkische Revolution

Völkisches Denken breitet sich in Europa aus, die extreme Rechte ist auf dem Vormarsch. Die Angst bahnt ihr den Weg. Der Faschismus ist kein Phänomen der Vergangenheit.

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petros t 07.12.2015, 18:42
10. Lieber Herr Forist, ist den die gegenwart nicht

Zitat von Markus Becker (MB)
Lieber Herr Augstein. Die Welt lässt sich nicht in Schwarz (Rechte) und Weiß (Linke) hier einteilen wie Ihr Beitrag uns gerne überzeugen möchte. Wir haben mit vielen Völker auf der Welt eher wenig gemein und Ihr Versuch alle Menschlein "gleich" zu machen ist gelinde gesagt eine Zumutung eines jeden normalen Verstandes. Es gibt Staaten da hat z.b. eine Steinigung eine 2000 Jahre "Kultur" und ich kann Ihnen versichern das Sie mit Ihren "Wir sind alle gleich" Argumenten mehr als nur einen Stein an Ihren Kopf geworfen bekämen. Eher ist es so das wir gut daran täten verschiedene Kulturen von einander zu trennen den dies schafft mehr Friede als Sie sich jemals erhoffen können!
die Wirkung und hat sie nicht Ihre Uhrsachen in der Vergangenheit? Und ich meine nicht die tausend Jahre die viele Deutsche gerne vergessen.

Meine Überlegungen beziehen sich mehr auf die "Kultur" die Sie anführen und als trennende Eigenschaft beschreiben.
Aber gerade die Kulturen die näher an "ihrer" Kultur sind, sind doch die, die durch jahrhunderte langen Kolonialimperialismus in die Welt geströmt sind, den dort Einheimischen ihre Werte und ihre Kultur aufgezwungen haben.

Ich darf sie daran erinern, daß Deutschland´s Verlust seiner Kolonien noch keine Einhundert Jahre her ist, und das die Unabhängigkeit der britischen und französichen Kolonien noch näher an der Gegenwart liegen.
Viele dieser Befreiungen verliefen sehr blutig, manche gefolgt von politischer Instabilität und Bürgerkriegen, die die Ausbeutung der Rohstoffe der jeweiligen Länder sogar noch bis heute ermöglichen.

Wann waren nochmal die letzten Hexenverbrennungen in Ihrer Kultur? Als es ausreichte, das jemand einen anderen beschuldigte, der das Schiksal des Angeklagten besiegelte.

"Das letzte Todesopfer der Hexenverfolgung in Brandenburg war am 17. Februar 1701 die 15-jährige Magd Dorothee Elisabeth Tretschlaff, die in Fergitz in der Uckermark wegen „Buhlerei mit dem Teufel“ enthauptet wurde." Wikipedia

Vielleicht sind sich die Kulturen der Menschen doch ählicher als sie es erfassen.

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dieter-ploetze 07.12.2015, 18:43
11. voelkisch oder national

zur fussball WM war man gluecklich,dass die deutsche
fahne wieder respektabel wurde,dass empfand ich als ziemlich unsinnig.heute nennt nicht nur augstein
nationales denken voelkisch und setzt es gleich mit
faschismus.nachdem die EU per dekret ueber den
buerger hinweg bestimmen will,dass wir das nationale ueberwinden muessen und uns dann so einen chaos wie die EU dafuer vorsetzt,besinnen sich immer mehr
menschen auf das nationale.dass nun als faschismus
zu bezeichnen ist mehr als verwegen.es ist einfach
unsinnig.

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Blindleistungsträger 07.12.2015, 18:45
12. Aus der Geschichte lernen

Aus der Geschichte zu lernen, heißt, zu lernen, dass die Menschen im Wesentlichen unfähig sind aus der Geschichte zu lernen. Das funktioniert meist nur auf oberflächliche Art und Weise, z.B. indem man spezielle Wörter aus der Nazizeit ächtet und nicht mehr verwendet. An der braunen Denkweise ändert sich dadurch überhaupt nichts. Und ein Wiedererstarken wird dadurch nicht verhindert. Dazu hätte man wirklich aus der Geschichte lernen müssen.

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Tacitus73 07.12.2015, 18:52
13. dunkle Zeiten für Europa

Soll man annehmen, Augstein merkt es erst jetzt? Nachdem die meisten Politiker und Medienvertreter seit Monaten gewisse Tatsachen nicht wahrnehmen können oder wahrhaben wollen? Ich habe im Forum wiederholt vor einem Rechtsruck gewarnt. Meine Folgerung war allerdings, dass man die Menschen bei der Flüchtlingspolitik mitnehmen müsse, wenn man nicht Verhältnisse wie in Polen oder Frankreich haben möchte. Dafür habe ich eine offenere Debatte jenseits der üblichen Schuldzuweisungen gefordert, die reflexhaft erhoben wurden, um eine unbequeme Diskussion von vornherein zu ersticken. Aber Schuldzuweisungen und Pauschalisierungen sind ja einfacher als eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Argumenten, vor allem mit dem Hauptargument des einfachen Rechnens: Dass nämlich zu viele kommen und Deutschland es bald NICHT mehr schaffen wird. All das verklang ungehört, und die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien wuchs - und wächst. Augstein beschreibt es ja selbst: Das Fremdfühlen im eigenen Land, die nur geringe Partizipation der Bevölkerungsmehrheit an den Früchten der Globalisierung, das Gefühl der Menschen, ihre Fragen verklingen ungehört, ihre Bedenken bleiben unbeachtet. Diese Leute als "Wut-" oder "Angstbürger" zu diffamieren und alles jenseits der Willkommenskultur als "Dunkeldeutschland" zu brandmarken, zeigt im besonderen Maße die Arroganz der Eliten- oder jener, die sich dafür halten. Sie fördern mit diesem stark vereinfachenden fehlerhaften Gegensatz, dass immer mehr Bürger komplexe Probleme ebenfalls auf einen verhängnisvollen Gegensatz reduzieren: "Die da oben- die Profiteure der Globalisierung, die Wirtschaft, die Freunde Europas - wir da unten, die das alles bezahlen müssen und nichts vom Kuchen abbekommen".
Ja, es sieht düster aus. Die Befürworter der Willkommenskultur ,um jeden Preis´bewirken durch ihr ungeschicktes Agieren genau das, was sie vermeiden wollen und wovor Augstein hier auf einmal warnt, obwohl er das Gefahrenpotential doch längst erkannt haben dürfte: Einen starken Rechtsruck in Deutschland im Rahmen ähnlicher Entwicklungen in vielen anderen europäischen Staaten - und damit dunkle Zeiten für Europa.

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luny 07.12.2015, 18:57
14. Schubladendenken

Zitat von Jasro
...von Dieter E. Zimmer in der "Zeit" 30/1993: (...) „Jeder ist fast überall ein Ausländer“? Ja, aber eben nur „fast“ – und es ist kein verächtlicher Wunsch, sich nicht auch zu Hause als Ausländer vorkommen zu müssen. Er ist nur menschlich und noch lange nicht dasselbe wie nationalistischer Taumel; darum sollte er auch nicht als solcher diffamiert werden. (...) http://www.zeit.de/1993/30/wer-ist-d...omplettansicht Ist da nicht irgendwie was dran?
Hallo Jasro,

ja, da ist etwas dran.

Die ganzen politischen und ideologischen Schubladen
passen nicht mehr.

Die fein säuberliche Trennung zwischen LINKS/RECHTS
und GRÜN/SOZIAL/KONSERVATIV/LIBERAL führt ins
politische Nirvana, wo wir in Deutschland ja mittler-
weile angekommen sind.

Diese Attribute passen nicht mehr zu den Parteien, die
diese Attribute vertreten sollen.

Der gemeine Wähler denkt sich: Ist doch sowieso egal,
dann wähle ich eben die Partei, die durch das ganze
Regierungsklüngel noch nicht verschlissen ist!

Wer kann es dem Wähler verdenken?

Die etablierten Parteien samt der selbsternannten
politischen "Elite" bekommen jetzt eben die Quittung
dafür, daß sie wenig zum "Wohle des Volkes" getan
haben.

Das halte ich für normal und voraussehbar.

LUNY

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michel28 07.12.2015, 18:58
15. Eine Bitte

"Die Menschen haben das Gefühl, ihre Fragen verklingen ungehört."
Lieber Herr Augstein, bitte erklären Sie mir, wieso Fragen der Bürger ungehört verklingen können, wenn sie garnicht gestellt werden dürfen. Sind Sie etwa der Annahme, dass Frau Merkel in einer Runde von 60 Auserwählten die Fragen "der Bürger" beantwortet oder die ellenlangen Monologe des Herrn Altmeier & Co. im TV-Studio die Fragen "der Bürger" beantworten. Fragen beantworten bedeutet Dialog mit "den Bürgern"

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nobody_incognito 07.12.2015, 19:05
16. Klischees

Diese Links-Rechts Faschismus-Klischees greifen schon lang nicht mehr. "Rechts" definiert sich über Obrigkeitshörigkeit, während Links eine egalitäre, direktdemokratische Zielsetzung hat. Wenn sich National-SOZIALISTEN^^ mehr über Heimatverbundenheit und kulturelle Selbstbestimmung als über Fremdenfeindlichkeit und Supremacissmus definieren würden, dann wäre eine Art der Völkerverständigung und friedlicher Koexistenz möglich und das was "Rechts" erscheint wäre mehr "Links" als alles was sich hier als Links schimpfen darf. Ich würde dieses eher als "Faschistisch-Plutokratisch-Imperialistische-Einheitspartei" sehen.

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Ultras 07.12.2015, 19:06
17. @lövgren

Nun, erst letzte Woche hat Herr Fleischhauer - auf den ich in der Tat anspielte - den Vorschlag gemacht, dem zunehmend importierten Antisemitismus könne man beispielsweise mit einer Verschärfung derjeniger Gesetze entgegentreten, die bereits existieren, oder auch, wo diese noch fehlen, neue zu schaffen. Das gefiel mir als "Jünger des Geschäfts-Rechten" (ein Wort, das mir im Übrigen sehr gefällt) doch besser und schien mir auch konstruktiver als ein Augstein-Beitrag.

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localpatriot 07.12.2015, 19:07
18. Die Vergangenheit ist ein fremdes Land

Zitat von petros t
die Wirkung und hat sie nicht Ihre Uhrsachen in der Vergangenheit? Und ich meine nicht die tausend Jahre die viele Deutsche gerne vergessen. Meine Überlegungen beziehen sich mehr auf die "Kultur" die Sie anführen und als trennende Eigenschaft beschreiben. Aber gerade die Kulturen die näher an "ihrer" Kultur sind, sind doch die, die durch jahrhunderte langen Kolonialimperialismus in die Welt geströmt sind, den dort Einheimischen ihre Werte und ihre Kultur aufgezwungen haben. Ich darf sie daran erinern, daß Deutschland´s Verlust seiner Kolonien noch keine Einhundert Jahre her ist, und das die Unabhängigkeit der britischen und französichen Kolonien noch näher an der Gegenwart liegen. Viele dieser Befreiungen verliefen sehr blutig, manche gefolgt von politischer Instabilität und Bürgerkriegen, die die Ausbeutung der Rohstoffe der jeweiligen Länder sogar noch bis heute ermöglichen. Wann waren nochmal die letzten Hexenverbrennungen in Ihrer Kultur? Als es ausreichte, das jemand einen anderen beschuldigte, der das Schiksal des Angeklagten besiegelte. "Das letzte Todesopfer der Hexenverfolgung in Brandenburg war am 17. Februar 1701 die 15-jährige Magd Dorothee Elisabeth Tretschlaff, die in Fergitz in der Uckermark wegen „Buhlerei mit dem Teufel“ enthauptet wurde." Wikipedia Vielleicht sind sich die Kulturen der Menschen doch ählicher als sie es erfassen.
Als Menschen teilen wir die Geschichte der Menschheit. Und ihr Beispiel sagt alles: Hexenverbrennung gab es vieler Orten, einschließlich in der Kolonialzeit der USA. Auch ist Kolonialismus ein Weltweites und historisches Ereignis. Die Roemer in Nordeuropa, Engländer in Irland, die Kreuzzüge usw.

Die Gemeinsamkeit der Menschlichen Geschichte erklärt jedoch nicht den Drang der Nationen und Regionen auf das Recht sich selbst zu sein. Wie z B die Katalanen, die Basken, einige der Iren in Nordirland und wer sich heute die Mühe macht die Geschichtsschulbücher in den westlichsten aller westlichen und liberalen Staaten durchzuackern, erkennt schnell dass die Lehre des Regionalismus, der eigenen Identität stark fortgetrieben wird.

Solange es in Europa kein gemeinsames Geschichtsbuch fuer den Unterricht in allen Mitgliedsstaaten gibt, bleibt das Phänomen der eigenen Identität eine überwältigende Wirklichkeit.

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luny 07.12.2015, 19:08
19. Nationale Identität

Zitat von hapeschmidt2
Bis jetzt gefährdet doch eher zu viel europäisches Denken Europa. Die Folge daraus ist doch die Sehnsucht der Menschen nach mehr völkischen denken. Sieht man doch an den Wahlergebnissen.
Hallo Hapeschmidt2,

das große Ziel der EU- und EUR-Gläubiger ist es, die
nationale Identität aufzulösen.

Die selbsternannte politische "Elite" schreitet forsch
voran, nur die gemeine Bevölkerung hinkt hoffnungslos
hinterher. Sie WILL das wohl nicht, anders lassen sich
die Wahlergebnisse nicht interpretieren.

Herr Augstein nennt diesen Unwillen, die eigene
nationale Identität aufgeben zu wollen, faschistisch
und rechtsextrem.

Im übrigen scheint es ein deutsches "Phänomen" zu
sein, die nationale Identität möglichst schnell aufgeben
zu wollen und demnächst komplett von Brüssel aus re-
giert zu werden.

Die anderen EU- und EUR-Länder versuchen hingegen,
ihre nationale Identität zu wahren.

Nach meiner persönlichen Meinung ist es höchste Zeit,
den ganzen EU- und EUR-Irrsinn neu zu überdenken.

LUNY

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