Forum: Politik
Faschismus in Europa: Die völkische Revolution

Völkisches Denken breitet sich in Europa aus, die extreme Rechte ist auf dem Vormarsch. Die Angst bahnt ihr den Weg. Der Faschismus ist kein Phänomen der Vergangenheit.

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Onkel_Fester 08.12.2015, 17:38
280.

Zitat von berndbuttke
Wir alle müssen lernen, damit zu leben, daß es in der Zukunft keine Nationalstaaten mehr geben wird, daß es nur noch Großräume geben wird, deren Populationen sich multikulturell zusammensetzen und vermischen.
Wenn es nur noch "Großräume" gibt, werden Sie sehen, wie schnell sich "Stammesgebiete" bilden. Damit wären wir dann in Europa zurück in vorrömischen Zuständen. Da ist mir, ehrlich gesagt, ein klar begrenzter Nationalstaat mit klaren gemeinsamen Regeln (früher nannte man sowas "Verfassung") aber deutlich lieber. Ich möchte mal wetten, der wäre auch wenigstens ein bisschen sicherer....

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kobra21 08.12.2015, 17:39
281. Etwas kleiner bitte!

Vielleicht sollten alle mal eine Nummer kleiner ansetzen.

Der Kommunismus ist weltweit gescheitert.

Auch der Sozialismus bietet für die Menschen keine Alternative.
Aktuellestes Beispiel ist Venezuela. Auch dort haben sich
die Menschen weg von sozialistischen Ideen hin zu
konservativer Politik gewandt.

Könnte es nicht einfach sein, dass die jüngsten Wahlergebnisse in verschiedenen europäischen Ländern, in denen durchgängig linke Ideologien abgestraft wurden, einfach nur einem Bedürfnis der Bürger nach Ruhe und Zufriedenheit entsprechen?

Antisemitismus ist heute eher im linken Spektrum zu finden, als bei sogen. rechten Parteien.

Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Politik nicht mehr ihre Sprache spricht und keine Lösungen für die aktuellen Probleme in Europa hat.

70 Jahre Frieden, wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlergehen, sehen immer mehr Menschen in Gefahr.

Diese Gefahr wird von außen nach Europa importiert.

Sie gründet aktuell hauptsächlich auf religiös fanatischen und kriegerischen Auseinandersetzung von Moslems untereinander.
U.a. werden Flüchtlingswellen ausgelöst, die sich
nicht etwa im Umland der Auseinandersetzungen bewegen, sondern Richtung Europa ziehen.

Eine völlig verfehlte Politik eines Teils der EU-Staaten unterstützt diese Fehlentwicklungen.

Radikale muslimische Kräfte tragen ihre Auseinandersetzungen zunehmend nach Europa.
Europa wird von islamistischem Terror überzogen.

Dadurch wird das friedliche Miteinander der Menschen in Europa zunehmend belastet.

Und genau das wollen die Menschen in Europa nicht.

Anstatt dass man in Europa dafür sorgt, dass die Probleme des Nahen Ostens dort bleiben, wo sie existieren, importieren gewisse Staaten die Probleme nach Europa durch falsche Anreize.

Die Bürger werden dazu nicht befragt.

Wer die Bürger nicht mitnimmt, darf sich nicht wundern, wenn sich die Bürger abwenden.

Die, die jetzt gerne die Wahlergebnisse der sogen. rechten Parteien so hoch hängen, sollten sich ein einfach Frage stellen:

Würden sie sich freiwillig Probleme im eigenen Haus aufladen, von denen sie wissen, aber zumindest aber ahnen können, dass sie die Probleme nicht mehr loswerden?

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fördeanwohner 08.12.2015, 17:39
282. -

Zitat von rochush
sie echauffieren sich, dass eine rechtspopulistische Partei in einem Nachbarland eine Wahl gewonnen hat und reden nun den Faschismus herbei? In Deutschland regiert in einem Bundesland eine Partei, deren Vorgängerorganisation, aus deren Ruinen sie auferstanden ist, Menschen hat ermorden lassen, nur weil sie es gewagt haben, das Land verlassen zu wollen, ihre eigene Bevälkerung bespitzeln hat lassen, Terroristen unterstützt hat ... Das ist ein Skandal, nicht die französische FN.
Ich halte nun wirklich nicht viel von der LINKEN, aber diejenigen, die in Thüringen regieren, sind nicht diejenigen, die die von Ihnen genannten Verbrechen begangen haben. Sie vertreten und verbreiten auch keine menschenverachtenden Thesen. Und derzeit ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mitglieder dieser Partei bespitzelt werden, größer, als dass diese Partei Schaden anrichten könnte.
Doch, die Erfolge des FN sind ein Skandal. Und ich hoffe inständig, die Franzosen kommen noch zur Vernunft. Genauso wie andere, die "sich zurück auf ihre Nation besinnen", um es mal vorsichtig zu formulieren. Das ist nicht nur moralisch gesehen falsch, sondern schlicht und ergreifend dämlich.

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herr_melin 08.12.2015, 17:40
283. Immer wieder schön, weil es das Problem auf den Punkt bringt

Ein Großindustrieller, ein Arbeiter und ein Flüchtling sitzen vor einem Kuchen, bestehend aus 12 Stücken. Der Industrielle nimmt sich schon mal 11 Stücke und sagt zum Arbeiter: "Pass auf, der Flüchtling schielt nach deinem Stück."

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pygmy-twylyte 08.12.2015, 17:45
284. Nichts hinzuzufügen

Zitat von Tacitus73
Soll man annehmen, Augstein merkt es erst jetzt? Nachdem die meisten Politiker und Medienvertreter seit Monaten gewisse Tatsachen nicht wahrnehmen können oder wahrhaben wollen? Ich habe im Forum wiederholt vor einem Rechtsruck gewarnt. Meine Folgerung war allerdings, dass man die Menschen bei der Flüchtlingspolitik mitnehmen müsse, wenn man nicht Verhältnisse wie in Polen oder Frankreich haben möchte. Dafür habe ich eine offenere Debatte jenseits der üblichen Schuldzuweisungen gefordert, die reflexhaft erhoben wurden, um eine unbequeme Diskussion von vornherein zu ersticken. Aber Schuldzuweisungen und Pauschalisierungen sind ja einfacher als eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Argumenten, vor allem mit dem Hauptargument des einfachen Rechnens: Dass nämlich zu viele kommen und Deutschland es bald NICHT mehr schaffen wird. All das verklang ungehört, und die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien wuchs - und wächst. Augstein beschreibt es ja selbst: Das Fremdfühlen im eigenen Land, die nur geringe Partizipation der Bevölkerungsmehrheit an den Früchten der Globalisierung, das Gefühl der Menschen, ihre Fragen verklingen ungehört, ihre Bedenken bleiben unbeachtet. Diese Leute als "Wut-" oder "Angstbürger" zu diffamieren und alles jenseits der Willkommenskultur als "Dunkeldeutschland" zu brandmarken, zeigt im besonderen Maße die Arroganz der Eliten- oder jener, die sich dafür halten. Sie fördern mit diesem stark vereinfachenden fehlerhaften Gegensatz, dass immer mehr Bürger komplexe Probleme ebenfalls auf einen verhängnisvollen Gegensatz reduzieren: "Die da oben- die Profiteure der Globalisierung, die Wirtschaft, die Freunde Europas - wir da unten, die das alles bezahlen müssen und nichts vom Kuchen abbekommen". Ja, es sieht düster aus. Die Befürworter der Willkommenskultur ,um jeden Preis´bewirken durch ihr ungeschicktes Agieren genau das, was sie vermeiden wollen und wovor Augstein hier auf einmal warnt, obwohl er das Gefahrenpotential doch längst erkannt haben dürfte: Einen starken Rechtsruck in Deutschland im Rahmen ähnlicher Entwicklungen in vielen anderen europäischen Staaten - und damit dunkle Zeiten für Europa.
Ihren Worten ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer: Augstein spricht nicht von einem starken Rechtsruck in Deutschland, er spricht von "völkischer Revolution" und "Faschismus". Er tut dies wohl ganz bewusst, in der irrigen Meinung, nur durch Überspitzung Gehör zu finden. Würde er weniger dick auftragen, würde er zwar weniger Zuschriften bekommen, dafür aber zur Entschärfung der Diskussion beitragen.

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togral 08.12.2015, 17:46
285.

"Die Eliten ernten die Früchte der Globalisierung, der Rest der Leute soll zusehen, wo er bleibt." Das ist der entscheidende Satz. Ich werde AfD wählen. Danke Herr Augstein, endlich weis ich wen ich bei der nächsten Bundestagswahl wählen muss. Wähle ich diese Partei aus Überzeugung? Nein, ihr Götter bewahrt mich. Aber was hat denn Frau Merkel vorzuweisen? Was wurde unternommen um diese Gesellschaft gerechter und zukunftsfähig zu machen? Nur mit Mühe konnte man sich zum Mindestlohn durchringen, in einem Land, dass über genug Barvermögen verfügt um die Staatsschulden gleich mehrfach zu begleichen. Die Parteien kümmern sich nicht um die Menschen. Also gehen die Menschen zu denen, die es tun. Und wenn wir demnächst wieder teile der Bevölkerung mit Sternen am Arm versehen.... naja vielleicht lernen die Eliten dann, dass man nur dann eine gute Gesellschaft aufbauen und erhalten kann, wenn man ALLE Menschen mit einbezieht. Alle anderen Modelle gehen in der Regel nicht so gut aus. Also dann: AfD vor!

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faserland 08.12.2015, 17:48
286.

Herr Augstein wirft hier mal wieder mit den üblichen Reizvokabeln, z.B. Faschismus, Völkisch, Antisemitisch und Rechts, um sich, die sämtlich Synonyme für "Böse" im Sinne der BRD-Linken sind. Naturgemäß gerät Herrn Augstein dabei alles durcheinander. Da muss man wohl mal die Begriffe klären:

Der Faschismus war nichts weiter als Sozialismus mit nationalem statt internationalem Anspruch. Es ist eine linke Ideologie in martialischen Gewand. Rechts im besten Sinne ist daran höchstens die Rückbindung an ein gefundes Volk, statt der Ausrichtung auf ein neu zu schaffendes sozialistissches Kollektiv. Mit völkischen Vorstellungen hat diese Art rechten Denkens aber auch nicht direkt zu tun, jedenfalls ist die Volksdefinition nicht notwendig ethnisch grundiert. Antisemitismus ist erst recht kein rechtes oder faschistisches Charakteristikum.

Der FN mag wegen seiner sozialistischen Elemente als faschistisch angesehen werden. Die AfD dagegen ist keineswegs faschistisch oder antisemitisch und nur insoweit völkisch, wie das Volk die Grundlage nationaler Politik sein sollte. Die AfD ist rechts und das ist gut so.

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Nikkitarian 08.12.2015, 17:52
287. Faschismus und brgl. Ordnung

Der Faschismus ist die schärfste Variante der brgl. Ordnung. Sofern wir eine brgl. Ordnung haben, ist der Faschismus also stets latent vorhanden. Kernstück der brgl. Ordnung ist der individuelle Konkurrenzkampf um die zügellose Expropriation der Ressourcen mit dem Ziel der Vermehrung des privaten Geldvermögens. Wird die brgl. Ordnung massiv bedroht, -der Islam z.B. gewichtet die Dinge anders , ein Dilemma für alle Linken- treten Elemente des Faschismus immer häufiger in Erscheinung. Faschismus als Staatsform bedingt die Herrschaft einer Diktatur und die offene Gewalt gegen Oppositionelle und Andersdenkende. So weit ist es ja noch nicht.

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Bondurant 08.12.2015, 17:53
288.

EUROPA hat so ziemlich fertig. Nicht zuletzt die schwer durchschaubare Flüchtlingspolitik der erklärten Nicht-Patriotin Merkel wirkt da wie ein Katalysator, der die anderen europäischen Länder zur Selbstbesinnung bringt. Klar wird jetzt, dass die "alten Nationen" wie GB, Frankreich, aber auch Polen, in absehbarer Zeit nicht in EUROPA aufgehen wollen. Da ist Le Pen nur ein Symptom.

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PerIngwar 08.12.2015, 17:56
289. Jakobs Seite!

Zitat von Edelstoffl
Jede Form von Kritik wird zensiert...und wen man als Geschichtswissenschaftler nur auf die falsche Verwendung von Kampfbegriffen wie "Faschismus", "Islamkritik" u.ä. hinweisen will. Passt 1:1 zum derzeitigen Diskurs, nach dem Motto: "Wir sind keine Chauvinisten - aber die Sch****-Anderen!"
Sie haben zu verstehen:
das ist nun Mal Jakobs Seite und gefährlich wird's immer, wenn mehr als 30 % seinen verqueren Schlussfolgerungen widersprechen - dann ist man beleidigt - und weg damit.

Ich hab's heute 3 (jetzt 4) Mal vergeblich versucht, das reicht. Meinungsfaschismus....

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