Forum: Politik
FDP beendet Jamaika-Gespräche: Aus dem Staub gemacht
DPA

Christian Lindner hat mit seinem abrupten Abbruch der Sondierungsgespräche Union und Grüne vor den Kopf gestoßen. Der Verdacht liegt nahe, dass er die Jamaika-Regierung nie ernsthaft wollte.

Seite 23 von 48
uksubs 20.11.2017, 11:48
220. gewinner:die grünen

zumindest hoffe ich nicht, dass die fdp für dieses verhalten belohnt wird, so wie es ganz offensichtlich das kalkühl herrn lindners ist. übrigens hoffe ich natürlich auch nicht, dass die afd davon profitiert.
die grünen jedoch haben nicht nur ein solides verhalten an den tag gelegt und den ohnehin guten kontakt zur union verfestigt. vor allem müssen sie zunächst aber ihrer basis keine wirklich fetten kröten zu schlucken geben. die quadratur des kreises geht eben nicht, allein die vorstellung, dass sich grüne und csu näher kommen, kommt in meiner gedankenwelt irgendwie nicht vor, die grünen hätten sich meiner meinung nach in dieser koalition abgeschafft, sie hätten sich verbiegen müssen bis zum glatten bruch.

Beitrag melden
klausbrause 20.11.2017, 11:49
221.

Die lambsdorffsche Wende der fdp hat dieser für Jahrzehnte jegliche andere Koalitionsmöglichkeit als die mit den Schwarzen genommen.
Der lindnersche Eskapismus schreibt für die nächsten Jahrzehnte die Vertragsunfähigkeit der fdp fest.

Es ist also frühestens im Jahr 2045 mit einer neuen Chance zur Regierungsbeteiligung für die gelbe Neidpartei zu rechnen.
Und das ist auch gut so.

Beitrag melden
kayakclc 20.11.2017, 11:49
222. Die FDP hat das richtige getan.

Wenn es nach 4 Wochen sondieren und nach zwei Monaten nach der Bundestagswahl keine Kompromisse gab, wenn Grüne und CSU bis an die Schmerzgrenze gegangen sind, muss irgendjemand die Reißleine ziehen. Die CDU ist zu schwach, hat schon die Sondierungen 4 Wochen verschleppt. sie hat zu wenig Kompromisse gemacht und glaubte die FDP wie 2009 mürbe zu verhandel, ohne aber selbst was Substantielles auf den Tisch zu legen. Hut ab für die FDD, die klar bei ihren Prinzipen geblieben sind: es kommt auf die Inhalte an und nicht ein zweites mal zu Merkels Steigbügelhalter degaradiert zu werden. Wer inhaltlich zu wenig bietet wie Merkel muss sich nicht wundern. Die FDP hat aus 2009-2013 gelernt.

Beitrag melden
jla.owl 20.11.2017, 11:50
223. ach

Das Scheitern hat einen Namen, Christian Lindner!

Beitrag melden
gldek 20.11.2017, 11:50
224. Bravo FDP

Mag ja sein, dass bei den Sondierungen ein verwaschenes Koalitionspapier heraus kommen hätte können.
Für eine vernünftige Regierungsarbeit über 4 Jahre hinweg reicht das aber nicht. In der realen Tagespolitik treten im Verlauf viele Unwägsamkeiten und unvorhersehbare Situationen auf, die neue Entscheidungen erfordern. Sonst könnte man ja vollständig durchplante Fünfjahrespläne nach altem sowjetischem Vorbild aufstellen und das Parlament für den Rest der Legislaturperiode in den Urlaub schicken. Der erste Knatsch, vor allem mit den Grünen hätte nicht lange auf sich warten lassen. Deren ursprüngliche Ideale - Umwelt und Ökologie - in allen Ehren, aber mit ihrer alt-68er Ideologie haben sie schon längst "Die Linke" links überholt.

Beitrag melden
woiza 20.11.2017, 11:50
225. Unfug

Zitat von Nikodemus
Zumindest setzt er die FDP-Tradition als Umfallerpartei konsequent fort. Mal sehen, was der FDP das bei der nächsten Wahl einbringt...
Umfallerpartei wäre sie gewesen, wenn die FDP wieder nur um des Regierens Willens eingeknickt wäre. Lindner bleibt konsequent und verzichtet auf einen Ministerposten. Ich werde jedenfalls bei einer möglichen Neuwahl diesmal FDP wählen.

Beitrag melden
bella68.54 20.11.2017, 11:50
226. FDP wird AfD Stimmen abjagen

....aber zu den einst legendären 18% wird es nicht reichen.
Deutschland ist unregierbar geworden, wie viele andere Länder auch. Willkommen im Chaosclub...

Beitrag melden
fundador 20.11.2017, 11:51
227. Da würd' ich noch mal überlegen,

Zitat von PublicTender
"Aus dem Staub gemacht" Falsch, Lindner hat getan was richtig und nötig war. Ich bin zwar in der CDU, werde aber FDP wählen wenn es zu Neuwahlen kommen sollte.
ob Sie ihre Stimme tatsächlich einer Partei geben wollen, deren prominenteste Vertreter ein Bankrotteur (Lindner) und ein Steuertrickser (Kubicki) sind, von denen einer in einer neuen Regierung womöglich sogar Finanzminister hätte werden können. Das wäre der Super-GAU gewesen und nicht das Scheitern von Jamaica...

Beitrag melden
geschädigter5 20.11.2017, 11:51
228. Was heißt falsch regieren?

Meint Herr Lindner, wenn der Soli nicht abgeschafft wird, springen nicht genügend zusätzliche Gewinne für seine schon überreiche Klientel heraus. Der Sozialstaat ist ihm so etwas von egal. Diese rein kapitalistisch orientierte Partei gehört wirklich unter 5% .

Beitrag melden
wurmfortsatz 20.11.2017, 11:51
229.

Es passte halt nicht in Ego der FDP oder ihres Vorsitzenden, dass die letzte Woche, wenn nicht Wochen immer Grüne und CSU als die relevanten Parteien genannt wurden. Da hat die "böse Presse" ihn zu wenig beachtet.

Beitrag melden
Seite 23 von 48
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!