Forum: Politik
FDP beendet Jamaika-Gespräche: Aus dem Staub gemacht
DPA

Christian Lindner hat mit seinem abrupten Abbruch der Sondierungsgespräche Union und Grüne vor den Kopf gestoßen. Der Verdacht liegt nahe, dass er die Jamaika-Regierung nie ernsthaft wollte.

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juppi-o 20.11.2017, 13:36
440. Lindner drückt sich immer...

...wenn es darauf ankommt. Er hat damals ja auch schon diesen Augenarzt ins offene Messer laufen lassen um sich anschließend wieder als Retter aufspielen zu können. Wieso durchschauen eigentlich so wenige, wie fies der Typ ist. Kubicki ist ja ähnlich, hat aber wesentlich mehr Substanz.

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theodtiger 20.11.2017, 13:39
441. Die Alternativen betrachten

Zitat von Claes Elfszoon
... denn ernsthaft, dass eine Jamaika-Konstellation stabil und verlässlich sein könnte und reichen Stabilität und Verlässlichkeit heute schon aus .....
Eine Regierung ohne FDP ist sicherlich stabiler (weniger kurzfristiges Kalkül) und wohl auch besser. Leider gibt das Wahlerergebnis dieses nicht her, solange die SPD meint, der Wähler habe sie auf alle Fälle in die Opposition geschickt. Eine nur geschäftsführende Regierung oder eine Minderheitsregierung sind sicherlich weniger reformfähig als eine Jamaika Koalition bei gutem Willen der Beiteiligten. Die Verfassung macht Neuwahlen nicht einfach. Und keiner weiss, ob die Koalitionsbildung danach einfacher wird. Jedenfalls wird zwischenzeitlich viel liegenbleiben, obwohl die Chancen für Reformen derzeit günstig sind.

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lazarus.beutelmoser 20.11.2017, 13:40
442. Entweder will die FDP ...

den Preis in die Höhe treiben oder bei Neuwahlen nochmal ordentlich zulegen (als die Partei, die die Sozialdemokratisierung und Vergrünung der CDU-geführten Regierung verhindern kann; das könnte ihr sogar Stimmen von CSU- und AFD-Wählern einbringen). Das Land braucht zwar den Herrn Lindner nicht, eine wirklich freiheitlich-bürgerliche FDP (Genscher, Lambsdorff mitte der 80er) wäre aber tatsächlich ein Segen für unser Land!

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xxbigj 20.11.2017, 13:41
443. Wow!

Wenn die FDP dies nach 2 Wochen getan hätte, dann hätte man vielleicht noch glauben können, dass dies nicht von Anfang an so geplant war. Aber so wie es jetzt ist, hat die FDP einfach die Chance genutzt und sich als Beender der Koalitionsverhandlung positioniert. Auch erbärmlich jetzt so zu tun, als ob dies irgendetwas positives wäre. Typisch.

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Jetzt ich 20.11.2017, 13:42
444.

Ich weiss manchmal nicht, woher viele Foristen
ihre Kenntnisse herhaben. Vielleicht von der Bildzeitung. Ich bitte um Aufklärung. Vielleicht ist Spon keine seriöse Quelle mehr.
Es ist doch so, dass in allen Meldungen die Hauptstreitpunkte zwischen Grünen und CSU verortet
wurden. Von der CDU war doch nie die die Rede.
Klar die Merkelsche Politik zeigte sich hier.
Selbst abwarten und die Anderen sich totverhandelnlassen. Aber wenn man den Aussagen der Grünen und
CSU glauben darf, dass man doch sehr nahe beieinander gewesen sei, werden innerhalb der Verhandlungen der FDP alle Alarmglocken geläutet haben. Angedenk der Erfahrungen der FDP mit Frau Merkel, wollte man sich nicht ausgerechnet von
den Grünen und CSU zerreiben lassen. Das Verhaltenist logisch und konsequent.
Warten wir es ab, ob sich diese Haltung auszahlt.

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MiniDragon 20.11.2017, 13:42
445. Ja ganz richtig

Zitat von ckarlmarx
"Lindner hätte schneidige Ansprachen halten können, und es wäre dabei niemandem groß aufgefallen, dass seine Partei mit Ausnahme seiner Person und Wolfgang Kubickis keinerlei nennenswertes Personal aufzuweisen hat." trifft den Nagel auf den Kopf.
welch Unterschied verglichen mit Merkels CDU !

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herbert.huber 20.11.2017, 13:43
446. wichtiges Problem der FDP

von den meisten wird das entscheidende Problem der FDP nicht gesehen. Für diese sogenannte Partei sind doch andere Fragen entscheidend: Kubicki hatte keine Hemden. Da mussten die Sondierungsgespräche einfach beendet werden. Das ist das Niveau der FDP.

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bandelier 20.11.2017, 13:44
447. Möglicherweise ist der Grund für den FDP-Rückzug ein

sehr banaler: Personalmangel. Nach aussen hin besteht die FDP aus Lindner und Kubicki, mehr nicht. Das ist an sich recht armselig. Lindners Wissen um den Personalmangel stärkt natürlich den Verdacht, dass die FDP Jamaika ohnehin nie wollte. Die Art und Weise, wie sich dieser Selbstdarsteller im Alleingang profilieren wollte, ist schäbig und offenbart, wes Geistes Kind er ist. Eloquenz stand noch nie für politisches Verantwortungsgefühl, wenngleich ich mich an einige sehr eloquente Politiker erinnere, die durchaus verantwortungsvoll handelten. Ist aber schon länger her. Vielleicht sollkten die Jamaika-Parteien auch einmal darüber nachdenken, ob sie nicht an sich selbst scheiterten, indem sie Parteiinteressen über ihre Auftrag stellten. Die derzeitige Verfassung aller Parteien ist morbid aus verschiedenen Gründen. Auch deshalb war Jamaika zum Scheitern verurteilt.

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780 20.11.2017, 13:47
448.

Zitat von Olaf
sollte Herr Lindner denn da verfolgt haben? 8 Wochen so zu tun, als ob man verhandelt und dann doch abbrechen? Die FDP ist die ......
"Grüne und CDU haben sich gedacht, die stecken wir in die Tasche und haben sich verzockt."

Das stimmt für die Grünen jedenfalls nicht, die haben Papiere vorgelegt, jede Menge Kompromisse und Lösungen angeboten, zur CDU kann man nichts sagen, Merkel hielt sich ja zurück.
Dann, wie die FDP, zu erklären, das reicht ihnen nicht und einfach abzuspringen, ohne nennenswerte Konzepte selbst zu bieten, ist ja wohl das Letzte, das in der Politik passieren kann, und das immerhin haben sie geschafft:

So unverantwortlich hat sich noch nie eine Partei verhalten.

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christine.sendele 20.11.2017, 13:48
449.

"Abrupter Abbruch" nach 5 Wochen dauernden Verhandlungen? Wie hätte er es denn sonst machen sollen? Verhandlungen noch eine Woche lang langsam auslaufen lassen?

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