Forum: Politik
FDP beendet Jamaika-Gespräche: Aus dem Staub gemacht
DPA

Christian Lindner hat mit seinem abrupten Abbruch der Sondierungsgespräche Union und Grüne vor den Kopf gestoßen. Der Verdacht liegt nahe, dass er die Jamaika-Regierung nie ernsthaft wollte.

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Nasenrübe 20.11.2017, 14:02
470.

Zitat von Entsetzen
ist ein anderes: eine Groko aus FDP und AFD unter seiner Führung. Das Großkapital und die akademische Elite. Da wächst zusammen, was zusammen gehört...
Ihr Versuch, die FDP in die Nähe der AFD zu rücken, ist ebenso durchsichtig wie schäbig.

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kajoter 20.11.2017, 14:02
471. Politisch Völlig Inkorrekt

.. ausgedrückt: Ich halte Lindner und Kubicki für rhetorisch sehr schlagfertig, aber letztlich doch für Großmäuler. Es ist mir ein Rätsel, wie jemand bei der FDP ein stringent durchgängiges Parteiprogramm entdecken und sie auch noch wählen kann.
Eine mögliche Antwort darauf wäre eine Denkzettel-/Protestwahl.
Aber diejenigen, deren Wahlabsicht nur darin bestand, kann ich nur als schwachköpfig bezeichnen. Hier geht es nicht um eine Elternvertretungswahl in einer Schule, sondern um die Geschicke eines gesamten Landes! Wie kann man dieses mit einer idiotisch-läppischen Protestentscheidung auf´s Spiel setzen.
Und da selbiges natürlich auch für die AfD zutrifft, muss sich doch jeder Protestwähler fragen, ob er es denn zulassen möchte, dass Deutschland wegen irrsinniger Regierungskoalitionen zum Stillstand kommt oder allmählich in Weimarer Verhältnisse abgleitet.
Tatsächlich ist jeder Protestwähler ein unverbesserlicher Dummkopf, der sich der Realität verschließt und die Konsequenzen seiner Wahl völlig ignoriert.
Daher - unverehrte Dummköpfe: Wir leben in einer Demokratie und können unsere Verdrossenheit und unseren Protest in einen demokratischen Diskurs einbringen. Der Wege dafür gibt es viele. Wir können in Parteien eintreten oder eigene Parteien gründen. Wir können bloggen und aufmerksam machen. Aber das wäre halt ein konstruktiver Beitrag. Euer Beitrag ist lediglich destruktiv und das Ergebnis wird uns gerade vor Augen geführt.

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deSelby 20.11.2017, 14:02
472. .

Zitat von lazarus.beutelmoser
Das Land braucht zwar den Herrn Lindner nicht, eine wirklich freiheitlich-bürgerliche FDP (Genscher, Lambsdorff mitte der 80er) wäre aber tatsächlich ein Segen für unser Land!
Die FDP der 1980er war vieles, aber von bürgerlicher Liberalität hatte sie sich mit der "geistig moralischen Wende" von 1982 allerdings bis heute endgültig nach Rechts verabschiedet...

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Olaf 20.11.2017, 14:03
473. Was kann wichtiger sein als die Welt zu retten?

Zitat von 780
"Grüne und CDU haben sich gedacht, die stecken wir in die Tasche und haben sich verzockt." Das stimmt für die Grünen jedenfalls nicht, die haben Papiere vorgelegt, jede Menge Kompromisse und Lösungen angeboten, zur CDU kann man nichts sagen, Merkel hielt sich ja zurück. Dann, wie die FDP, zu erklären, das reicht ihnen nicht und einfach abzuspringen, ohne nennenswerte Konzepte selbst zu bieten, ist ja wohl das Letzte, das in der Politik passieren kann, und das immerhin haben sie geschafft: So unverantwortlich hat sich noch nie eine Partei verhalten.
Das ist doch die Frage, oder?

Wenn man wirklich an den bevorstehenden Weltuntergang glaubt und meint in abwenden zu können, warum streitet man dann bis aufs Messer um den Soli oder den Abzug aus Afghanistan?

Hätte sich die Grünen auf das besonnen, wofür sie gewählt wurden, wäre das nicht passiert, aber da kamen eben die kommunistischen Kanalarbeiter um Trittin wieder durch und denen sind System- und Wirtschaftsfragen wichtiger als die Welt.

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Geopolitik 20.11.2017, 14:06
474. Die bessere Entscheidung

In den vergangenen Wochen war das wichtigste Diskussionsthema der Sondierungen, ob Familienmitglieder von nicht anerkannten Asylbewerbern und Flüchtlingen nach Deutschland nachgeholt werden dürfen. Bildung, Infrastruktur und Wirtschaft waren untergeordnete Themen. Da ist der Abbruch der Sondierungen wohl die bessere Wahl für unser Land. Respekt den Liberalen die nicht nur der Macht und der Positionen willen weiterverhandeln wollen.

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archi47 20.11.2017, 14:07
475. ein Wahlversprechen brechen,

Zitat von lynx2
... ist die CSU. Vor ihr hat Lindner kapituliert, weil er nicht gekämpft hat. Eine Steilvorlage für die CSU. Die kann sich jetzt hinstellen und sagen, der .....
das wäre der Tod der SPD.
Schulz hat immer wieder versprochen, dass er als Kanzler kandidiert. Das heisst, es gibt einen Kanzlerwahltermin und da treten mindestens Merkel und Schulz an.
Ganz so, wie sie es den Wählern versprochen haben.

Dann sehen wir , wer die relative Mehrheit bekommt. Dann sucht der Gewinner sein Kabinett zusammen und geht zu Steinmeier. Ganz nebenbei sei gesagt, dass das Kabinett nichtnur aus Parlaments- und Parteimitgliedern bestehen muß.
Danach wird mit und im Parlament regiert - endlich mal in offener Debatte und nicht im geheimen Koalitionsausschuß.
Diesmal mit wechselnden Mehrheiten, aber so geht Demokratie. Da muß man doch nicht nach Neuwahlen rufen. Wo steht denn, dass man nur mit Mehrheitskoaltionen regieren darf, oder dass man überhaupt eine Koalition zum Kanzlerwahtermin braucht?

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