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FDP-Bundestreffen: Die 21,6-Prozent-Partei
Roland Weihrauch/ DPA

Es geht ums Klima, um die Wirtschaft und die Wahl der Spitze. Auf dem FDP-Parteitag hat Christian Lindner die 90-Prozent-Marke im Visier. Beim Frauenanteil in der Partei sind die Ambitionen dagegen bescheiden.

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sven2016 26.04.2019, 09:11
1. Nett. Das „Vertrauen auf den technischen

Fortschritt“ durch private Unternehmen hat uns die Kernkraftwerke gebracht, deren Entsorgung noch nach jetzt 50 Jahren ungeklärt ist und als nicht wirtschaftlich zu lösen an den Staat zurückgegeben wurde.

Die Lindner-Partei sollte sich als Lobbygruppe registrieren.

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neutralfanw 26.04.2019, 09:12
2. Problem erkannt?

Solange das FDP-Programm „Lindner“ ist, wird sich am Image der Partei nichts ändern. Lindner hat geblendet, die Wähler enttäuscht und wollte mit den Grünen keine Koalition bilden. Er hat schnell gemerkt, dass die Formulierung „nicht so lange Frau Merkel ...“ günstiger ist, als gegen die Grünen zu sein. Ein Mann ohne Durchsetzungsvermögen, ohne Standhaftigkeit, ohne beruflichen Erfolg...aber trotzdem großspurig auftreten. Sollten die Mitglieder Herrn Lindner wieder mit gleicher Prozentzahl wählen, haben sie das FDP Problem nicht erkannt.

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whitewisent 26.04.2019, 09:12
3.

Man muss nur ehrlicherweise zugeben, dass es erstmal an den Frauen liegt, sich politisch zu engagieren. Und das tun sie generell mit weniger Lust als Männer, egal welche Partei oder politische Richtung.

Früher fiel das nicht so auf, weil das Thema "Frau" unter Familienpolitik mitlief. Heute sollen Frauenthemen getrennt besetzt werden. Nur merkwürdigerweise scheint bei Politikerinnen, Journalistinnen und ihren männlichen Pendats die Vorgabe Gesetz zu sein, dass sich Frauen um die Frauenthemen zu kümmern haben, weil Männer mangels Gebärmutter da keine Ahnung von haben.

Quoten schaffen keinen Ausgleich oder Gerechtigkeit, wenn damit nur Vorteile verbunden sind, wenn es keine wirklichen Nachteile gibt. Wenn ein Kreisverband nur 15 Prozent Frauenanteil hat, ist es nicht logisch, dass Frauen in einer Quote von 30 oder 50 Prozent in die Parteiämter zu wählen sind. Wesentlich ist die Beteiligung an dem gesamtgesellschaftlichen Prozess der Meinungsbildung. Und den schafft man erst, wenn man die besten Frauen wie Männer in Führungspositionen qua Leistung, und nicht wegen Geschlecht, Landesverband oder Proporz wählt.

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dgs 26.04.2019, 09:14
4. Zielvereinbarung und Selbstverpflichtung

Zielvereinbarung und Selbstverpflichtung sind Schönsprech für "ich mache was ich will, alle anderen sind mir Sch...egal". Ganz typisch eben für die FDP. Kann sich jemand an Bereiche erinnern, an denen Selbstverpflichtungen zu irgend etwas geführt haben? Ich nicht.
Liberalen Klimapolitik heißt: "Ich möchte das Recht haben, ungestört mit dem Porsche durch die Lande zu fahren".

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whitewisent 26.04.2019, 09:27
5.

Zitat von dgs
Liberalen Klimapolitik heißt: "Ich möchte das Recht haben, ungestört mit dem Porsche durch die Lande zu fahren".
Was ist daran falsch, wenn die FDP sich für Porschefahrer einsetzt? Der ist ggf. ökologischer als wenn die SPD sich für VW; CSU für AUDI und CDU für Mercedes einsetzt. Solange der Staat, also Bund, Länder und Kommunen, es nicht schafft, einen funktionierenden bedarfsgerechten ÖPNV zu schaffen, ist dem Porschefahrer seine Auswahl zu gönnen. Denn es kann nicht "Klimaschutz" sein, die Menschen in der Mobilität auf den Umkreis ihres Gehwegs zu beschränken. Und nein, auch Fahrräder sind keine Alternative, wer mal versucht hat, im Berufsverkehr dieses in der Bahn mitzunehmen wird das Scheitern kennen, wenn 10 Andere Klimaschützer auf die selbe Idee kamen. Es gibt vor den meisten Bahnhöfen nichtmal ausreichend Abstellmöglichkeiten für Räder. Darum sind eben Porsche, VW und Audi noch auf Jahrzehnte nötig.

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amerlogk 26.04.2019, 09:35
6.

FDP, die Lösungen von Gestern für die Probleme von Heute.

Digitaler Wandel?
FDP = Weniger Regulierung
Silicon Valley = Ja wir brauchen mehr Regulierung

Umweltschutz?
FDP = Freiwillige Verpflichtungen
Welt = Seit 30 Jahren Klimakonferenzen und das Problem wird größer.

Arm-Reich Schere?
FDP = Bloß keine Regulierungen
Mittelschicht = Sanitäter sonst verblute ich.

Sorry, es wäre schön wenn die FDP mal in der Realität des 21. Jahrhunderts ankommt.

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claus7447 26.04.2019, 09:35
7.

Zitat von whitewisent
Was ist daran falsch, wenn die FDP sich für Porschefahrer einsetzt? Der ist ggf. ökologischer als wenn die SPD sich für VW; CSU für AUDI und CDU für Mercedes einsetzt. Solange der Staat, also Bund, Länder und Kommunen, es nicht schafft, einen funktionierenden bedarfsgerechten ÖPNV zu schaffen, ist dem Porschefahrer seine Auswahl zu gönnen. Denn es kann nicht "Klimaschutz" sein, die Menschen in der Mobilität auf den Umkreis ihres Gehwegs zu beschränken. Und nein, auch Fahrräder sind keine Alternative, wer mal versucht hat, im Berufsverkehr dieses in der Bahn mitzunehmen wird das Scheitern kennen, wenn 10 Andere Klimaschützer auf die selbe Idee kamen. Es gibt vor den meisten Bahnhöfen nichtmal ausreichend Abstellmöglichkeiten für Räder. Darum sind eben Porsche, VW und Audi noch auf Jahrzehnte nötig.
Kommen sie jetzt nicht mit FDP und Klima. Lesen Sie das Programm. Durchgehend blabla.

Aber ok, dann dürfen die porschefahrer FDP wählen, wobei über 3/4 sicher für CDU ist. Vielleicht haben sie ein Problem mit fahrradabstellplatz. Wo ich wohne sind sogar abschließbare fahradgaragen noch frei.

Klima bei der FDP heisst: findet woanders statt.

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robbie.mcguire 26.04.2019, 09:40
8. sven2016 - völlig einverstanden - Lindner ...

ist nur daran interssiert die Marke Lindner zu verkaufen - seine oberste Zielsetzung

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rosinenzuechterin 26.04.2019, 09:42
9.

Zitat von sven2016
Fortschritt“ durch private Unternehmen hat uns die Kernkraftwerke gebracht, deren Entsorgung noch nach jetzt 50 Jahren ungeklärt ist und als nicht wirtschaftlich zu lösen an den Staat zurückgegeben wurde. Die Lindner-Partei sollte sich als Lobbygruppe registrieren.
Kleine Korrektur: Die privaten Energieversorgungsunternehmen wollten die Kernkraft seinerzeit erst gar nicht haben. Das hat denen die damalige Politik aufs Auge gedrückt, namentlich Franz-Josef Strauß als damaliger Bundesminister für Atomfragen. Erst mit massiver staatlicher Intervention und Unterstützung waren die privaten Unternehmen bereit, sich auf das Abenteuer Kernkraft einzulassen. Dass sie daran irgendwann ziemlich viel Geld verdienten, steht auf einem anderen Blatt.

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