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FDP-Chef gegen Schülerdemos fürs Klima: "Eine Sache für Profis"
ARMANDO BABANI/ EPA-EFE/ REX

Christian Lindner dozierte bereits als Oberklässler über "dornige Chancen". Die Wahl heutiger Schüler, für Klimaschutz zu demonstrieren, hält der FDP-Chef für keine gute Idee.

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spon_12 10.03.2019, 11:35
180.

Zitat von Freedom of Seech
"Herr Lindner könnte einfach mal etwas bescheidener aufttreten. Lediglich rumpoltern aber keine eigenen Vorschläge bringen ist eben peinlich." Wieso? Er macht doch einen konkreten Vorschlag: nämlich die Sache Profis zu überlassen und nicht den professionellen Drama Queens aus den Reihen dder Grünen mit Abschluss in Theologie oder Germanstik.
Was passiert, wenn man die Sache "Profis überlässt" hat man doch in jüngster Zeit gesehen:
- Bankenkrise
- Dieselkrise
- Energiekrise
- ...
Sind das die Profis, die Lindner meint?

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von_oz 10.03.2019, 11:35
181.

Zitat von Freedom of Seech
... Gefragt ist statt dessen die Entwicklung von nüchternen Lösungskonzepten mit klarem Verstand und weniger Herzrasen. Es geht um Lösungen und nicht um Selbstvergewisserung der angeblich eigenen richtigen Haltung. Pragmatismus ist das Gebot der Stunde.
Wieviel klaren Verstand haben denn unsere Wirtschaftsbosse, wenn sie in ihrer Gier, oder gerne auch in ihrer Verantwortung für ihr Unternehmen, immer höhere Gewinne erzielen wollen, und dieses dringende Bedürfnis per Lobbyismus ins Kanzleramt tragen? Natürlich mit dem Hinweis auf die vielen Arbeitsplätze, die es zu erhalten gilt.
Es gibt aber kaum eine größere Bremse für den nötigen Wandel einer Volkswirtschaft, als das ständige Schielen auf den Erhalt der aktuellen Arbeitsplätze. Dies behindert nämlich allzu oft das Schaffen neuer Arbeitsplätze in ganz anderen Branchen.

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bernteone 10.03.2019, 11:36
182. So ein arroganter Schnösel

Den Profis , das sind genau die Leute die die Kiste an die Wand fahren weil alles dem Proit untergeordnet wird . Bleibt zu hoffen das die

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Witzlos2018 10.03.2019, 11:37
183. Das nenne ich mal Arroganz Herr Lindner

Die Jugendlichen, die jetzt für einen lebenswerten Lebensraum kämpfen, haben mehr sinnvolles getan, als viele Politiker in diesem Land.

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jj2005 10.03.2019, 11:37
184. Eine gesellschaftspolitische Aufgabe

Zitat von kajoter
Wer sagt denn, dass sie auf Demos nichts lernen würden? Sie müssen sie organisieren, sie müssen Konsens mit den anderen Schülern schaffen, sie müssen sie in ihren Alltag integrieren und vor allem nehmen sie damit eine gesellschaftspolitische Aufgabe wahr. Das könnte mehr sein als das, was sie in der Schule lernen würden.
Und sie haben Spass dabei! Im Ernst, ich bin entzückt, dass es heute noch Schüler und Studenten gibt, die eine eigene Meinung haben und dafür auf die Strasse gehen. Wie Pegida aber ohne Hass.

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charlybird 10.03.2019, 11:37
185. Mit Sicherheit

wird der ausgefallene Unterricht aber noch zum Lesen dieser ''lindnerschen'' Belehrung ausreichen und seine Bewertung hoffentlich entsprechend von den jungen Menschen an den Wahlurnen berücksichtigt werden.
Der alte Lobbyist hält sich ja selbst noch für jung. Für einen Parteivorsitzenden mag das am Alter gemessen ja zutreffen, aber geistig scheint er schon länger in der politischen Scheintotenwelt herumzugeistern, wenn man anderen vermeintlich altersweisen Beiträgen lauscht.
Der ''junge Mann'' erinnert mich immer an die 80er Jahre Popper, die zwischen Gas-ich-will-Spaß und Schnell-Reich-werden-Ideen herumsprangen.

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gedoens 10.03.2019, 11:38
186. Tja lieber Herr Lindner,

"Ich bin für Realitätssinn. Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis"
Dieses Zitat fällt in Gänze auf Sie zurück. Sie müssen nur "Kindern und Jugendlichen" durch "mir" ersetzen. Bei der Klimadebatte geht es nicht nur um Ökonomie und Technik, sondern um die Grundlagen unserer Existenz. Es geht nicht um unsere nächsten Dividenden und welche schönen Dinge wir uns davon kaufen können - bis dahin reicht Ihr Horizont. Es geht darum, dass in 100 oder 200 Jahren ein würdevolles Leben auf diesem Planeten überhaupt noch möglich ist, und das für alle Menschen auf dieser Erde; ein Zustand, der nicht einmal heute realisiert ist. Jeder Tag, der durch das inkompetente Gefasel selbsternannter "Profis" vergeudet wird, erhöht die "Kosten" für einen wirksamen Klimaschutz. Sie haben keine Ahnung Herr Lindner. Ihre Äußerung ist an Arroganz und Anmaßung nicht zu überbieten; eine Beleidigung für jeden intelligenten Menschen, egal ob jung oder alt..

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wanderer8 10.03.2019, 11:39
187. Vertrauen

Tja Herr Lindner, so sieht Majestätsbeleidigung nun mal aus! Die existenzbedrohenden Entwicklungen sind seit Jahren bekannt; gerade Ihre Partei hat das Thema Ökologie immer verächtlich gemacht. Tagtäglich beweist uns doch das Klein-Klein der Lobbypolitik (aktuell die neuen Bienengifte von Frau Klöckner) dass viele der aktuell handelnden Profis mit der Aufgabe, der nächsten Generation einen funktionsfähigen Lebensraum zu hinterlassen überfordert sind. Mag sein, dass man in der von Ihnen erträumten Zukunft von Konzernen Platz in einer managed ecosphere mieten kann, während die Bestäubungsdrohnen im Frühling ausschwärmen. Gestehen Sie jedoch der Jugend zu, dass diese sich ihre Zukunft anders vorstellt.

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Knödelseder 10.03.2019, 11:39
188. Schulpflicht heißt Schulpflicht

Herrn Lindner ist uneingeschränkt zuzustimmen.
Die Stellungnahmen von Herr Steinmeier und Frau Merkel sind verheerend für den Rechtsstaat und das rechtsstaatliche Empfunden.
Der Zweck heiligt nicht die Mittel.
Früher demonstrierten die Schüler(oh politisch korrekt) und Schülerinnen sowie "Es" Schüler) für mehr Lehrer weil massenhaft Stunden ausfielen.
Man könnte scherzhaft sagen, da Schüler nicht verbeamtet sind,
dürfen sie für IHRE Rechte streiken.
Das gilt aber keinesfalls für gesellschaftspolitische Anliegen, die mit der Schule nichts zu tun haben.
Wenn jeder nach Lust und Laune streiken würde hätten wir bald die Anarchie.

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nadennmallos 10.03.2019, 11:40
189. Wo er Recht hat, der Lindner, da hat er recht!

Die Freitagsdemos werden vermutlich verpuffen. Im Moment noch schick, ist der Drops nach ein paar Monaten gelutscht und die Schüler und Schülerinnen wenden sich in der Mehrzahl wieder dem Alltag zu. Wenn ich meine mittlerweile großen Sprößlinge und heranwachsenden Enkel betrachte, sehe dort durchaus die Sorge um die zunehmende Umweltbelastung, nur: Der berufliche und schulische Alltag und die Freizeit dienen in erster Linie dem Erfolg und der Entspannung. Weitere Umweltaktivitäten (außer bewusst Einkaufen, Müllvermeidung, etc.) finden ansonsten kaum statt. Es wird geflogen und autogefahren (Beruflich und privat). Und genau dasselbe werden fast alle der derzeitigen Umweltaktivisten in Zukunft wieder machen!

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