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FDP-Chef gegen Schülerdemos fürs Klima: "Eine Sache für Profis"
ARMANDO BABANI/ EPA-EFE/ REX

Christian Lindner dozierte bereits als Oberklässler über "dornige Chancen". Die Wahl heutiger Schüler, für Klimaschutz zu demonstrieren, hält der FDP-Chef für keine gute Idee.

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KSHH 10.03.2019, 11:50
200. Profis und FDP?

Warum spricht ein Amateur über eine Sache für Profis?

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laurent1307 10.03.2019, 11:51
201. Lindner, der alte Fuchs!

Nachdem er weiß, daß es bis auf ein paar sonderbare junge Menschen die der FDP als Erstwähler ihre Stimme geben, sonst sehr finster aussieht, spricht er alle Kinderhasser als potentielle FDP Wähler an.
Nach der Nummer trau ich Lindner alles zu, sogar Bildungsminister!

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felix.milla 10.03.2019, 11:52
202.

Zitat von Freedom of Seech
Es ist ja grundsätzlich begrüßenswert, wenn Jugendliche sich für eine Sache engagieren. Das Problem Klimaschutz ist aber nicht primär ein Problem des fehlenden Engagments sondern ein Problem der Lösbarkeit. Das Problem ist hoch-komplex, es reicht nicht nur die ökologische Perspektive im Auge zu ehalten. Genauso muss man ökonomische Aspekte und das technisch Machbare im Blick behalten. Hierbei geht es auch nicht nur um ein paar Arbeitsplätze oder Windkraftanlagen mehr oder weniger. Tatsächlich wäre im Augenblick etwas weniger emotionales Überengagement nach dem Motto "ich will, ich will, ich will" eher hilfreich. Gefragt ist statt dessen die Entwicklung von nüchternen Lösungskonzepten mit klarem Verstand und weniger Herzrasen. Es geht um Lösungen und nicht um Selbstvergewisserung der angeblich eigenen richtigen Haltung. Pragmatismus ist das Gebot der Stunde.
Was für ein Phrasenbrei. Haben Sie beim Schreiben auf dem Balkon gesessen und das wartende Volk unter sich gesehen?

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Sysyphos unkaputtbar 10.03.2019, 11:53
203. Lang lang ist es her !

Zitat von Knödelseder
Herrn Lindner ist uneingeschränkt zuzustimmen. Die Stellungnahmen von Herr Steinmeier und Frau Merkel sind verheerend für den Rechtsstaat und das rechtsstaatliche Empfunden. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Früher demonstrierten die Schüler(oh politisch korrekt) und Schülerinnen sowie "Es" Schüler) für mehr Lehrer weil massenhaft Stunden ausfielen. Man könnte scherzhaft sagen, da Schüler nicht verbeamtet sind, dürfen sie für IHRE Rechte streiken. Das gilt aber keinesfalls für gesellschaftspolitische Anliegen, die mit der Schule nichts zu tun haben. Wenn jeder nach Lust und Laune streiken würde hätten wir bald die Anarchie.
damals hatten die Studentenvertreter noch ein politisches Mandat um gegen politische Fehlentwicklungen zu streiken. am längsten gab es die verfassten Studentenschaften mit dem politischen Mandat wohl im tief schwarzen CDU Land Baden-Württemberg unter erzkonservativen wie Filbinger und Hahn, während die SPD regierten Ländern die verfassten Studentenschaften mit ihrem politischen Mandat abgeschafft wurden. Die FDP musste ihre linkslastige Jugendorganisation Judos auflösen und durch die linientreuen Julis ersetzen. Jusos waren ohnehin erzkonservativ, bedeutungslos, da es die linken Gruppen gab.

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Aberlour A ' Bunadh 10.03.2019, 11:54
204. Das Thema ist zu ernst, um es der Politik zu überlassen

Zitat von parmenides2
Naseweise lassen sich leicht manipulieren und zu abstrusen Aktionen verleiten. Das Thema ist zu ernst, als dass man es mit Kinderaktionen löst. SPD und vor allem die Grünen wittern hier ein kurzfristiges Wählerpotential und springen da drauf. Kennen wir ja. Hendr.M Broder sagte es richtig. Man will bald 14 jährigen Reife bescheinigen, wenns ans Wählen geht, aber vor Gericht sind sie noch mit 21 (fast) unmündig. Wie passt das zusammen? Gerade die Grünen, von denen die wenigsten wirklich einen Abschluss haben, sind da ein sehr schlechtes Vorbild.
Die Schüler sind intelligenter als Sie glauben. Und natürlich Intelligenzler als Herr Broder. was auch nicht allzu schwierig ist. Die Klimaproblematik ist eine eminent langfristige. Es bedarf der Langzeitverantwortung. Im Mehrschadstofffall kommen unterschiedliche klimarelevante Gase in Frage. Ökonomisch gesehen müssen im "Klimakasino" die aufwendigsten Nutzen-Kosten-Analysen überhaupt angestrengt werden. Die Politik hingegen denkt von Wahlperiode zu Wahlperiode unter extrem kurzfristigen Opportunitätsbedingungen. Allein deswegen ist sie schon die Antithese zur Klimapolitik. Wir reden hier in Zeithorizonten von mindestens 50 Jahren. Da ist Politik raus.

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Kapustka 10.03.2019, 11:54
205. Danke Herr Lindner

Die Instrumentalisierung von Minderjährigen für politische Zwecke ist widerlich. Und zwar ganz egal, um welche Inhalte es geht.

Die Eltern und Schüler der Schulschwänzer sollten zur Rechenschaft gezogen werden.

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altonale 10.03.2019, 11:55
206.

Zitat von angelobonn
Lindner hat natürlich vollkommen recht. Die Jugendlichen sind nicht ansatzweise in der Lage, die Konsequenzen ihrer ohnehin weitestgehend abstrakten Forderungen zu überblicken. Die einzig konkrete Forderung, die ich bislang gehört habe, lautet sofort raus aus der Kohle. Das hätte halt auch den sofortigen Blackout zur Folge und ist daher eine abstruse Folge. Ohnehin wären solche Forderungen nur dann halbwegs ernst zu nehmen, wenn die Bereitschaft zu realistischen Alternativen bestünde, also den Ausstieg aus der Kernenergie rückgängig zu machen und diese Art der Stromerzeugung wieder auszubauen. Das wollen die Jugendlichen aber natürlich auch nicht. Ich halte es jedenfalls für ein sichtbares Zeichen des gesellschaftlichen Verfalls, wenn linke Politiker bis hin zu Ministern Schule Schwänzen gut heißen. Es steht nicht gut, um unsere Zukunft!
Wenn wir so weiter machen wie bisher, wird es für die nachfolgenden keine lebenswerte Zukunft mehr geben.
Und deswegen finden diese Demos auch ganz bewußt während der Schulzeit statt, eine gewollte Regelverletzung um genau auf diese Schizophrenie hinzuweisen. Und um überhaupt wahr-, bzw. ernst genommen zu werden. Und wie ernst die Kinder genommen werden sieht man dann an der Luftpumpe Lindner. Wobei die anderen
Politiker auch nicht besser sind, sonst würden sie endlich mal konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz beschließen
Und Ihre realistischen Alternativen können Sie gleich wieder in die Mottenkiste packen.
Kernenergie ist inzwischen viel zu teuer um mit den Regenerativen zu konkurrieren. Und solange wir den Braunkohlestrom, der die Netze verstopft zu Dumpingpreisen ins Ausland exportieren, brauchen wir uns über Blackouts keine Gedanken zu machen, da gibt es sinnvollere Alternativen um dem vorzubeugen.

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felix.milla 10.03.2019, 11:55
207.

Zitat von herrbasan
Es ist schon schwierig Kinder ernst zu nehmen. Kinder leben noch in einer monokausalen welt. "Wenn X dann Y". So haben wir es ihnen beigebracht seit "Wenn du ins töpfchen machst, bekommst du die Schoki" Davon ausgehend ist für Kinder natürlich klar das die Probleme der welt nur darin liegen das die alten einfach zu wenig oder nichts machen. Die forderung "jetzt macht mal endlich" ist einfach, kostet nichts .. ganz im gegenteil man bekommt sogar aufmerksamkeit und ein bisschen schulfrei. Zugegeben, das problem mit dem monokausalen Weltbild teilen sich die kinder mit dem großteil der Erwachsenen, die gehen aber wenn überhaupt nur nach Feierabend oder am Wochenende auf die Demo. Tragisch ist das die art wie die debatte geführt wurde bisher in etwa den selben grad an tiefe hat wie das was die Kinder machen, daher siehts genauso aus, riecht genauso .. is also gut genug.
Ich dagegen bin mir sicher, dass viele von den Kindern, denen Sie ein "monokausales Weltbild" pauschal unterstellen, die Kommaregeln besser beherrschen als Sie.

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teijin 10.03.2019, 11:56
208. Auch die Schüler, die jeden Freitag für mehr Klimaschutz

demonstrieren und der älteren Generation Verantwortungslosigkeit und Untätigkeit vorwerfen, sind die größten Nutznießer unseres Wohlstands. Sie sind sich dieses Wohlstands sogar so sicher, dass sie offenbar Schulbildung für nicht mehr wichtig halten. Ich glaube nicht, dass es viele Schüler gibt, die in China, Korea, Vietnam oder Japan die Schule schwänzen. Die sind sich bewusst, dass sie damit ein hohes Risiko eingehen und sehr schnell alles verlieren können. Hoffen wir, dass unser Jugend nicht diese Erfahrung machen muss.

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koelnrio 10.03.2019, 11:56
209. Lindner....

wer war das nochmal?
Ist es nicht so, dass Unterrichtsstunden ausfallen, weil es keine Lehrer gibt? Da finde ich politisch motivierten Ausfall durchaus sinnvoller!

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