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FDP-Chef Lindner: "Es kann nicht sein, dass die Grünen zu Chefverteidigern von Angela
DPA

FDP-Chef Lindner will die Asyl-Affäre beim Bamf und die Flüchtlingspolitik der letzten Jahre in einem Untersuchungsausschuss aufarbeiten lassen. Er fordert die Grünen auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben.

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du_darfst 25.05.2018, 12:11
1. Natürlich kann das so sein!

Lieber Herr Lindner, Ende 2017 hatte ich einen ähnlichen Gedanken. Seinerzeit haben Sie die Jamaika Gespräch platzen lassen und ich dachte: Das kann die FDP jetzt nicht ernsthaft machen! Aber so war es. Und das die Grünen unserer Kanzlerin den Rücken freihalten, rechne ich der Partei durchaus als honorig an.
Vielmehr sind mir Ihre Winkelzüge nur allzu suspekt. Das fing auch nicht erst beim platzen von Jamaika an und hört beim Bremer Bamf Skandal noch lange nicht auf. Ich bin überzeugt es gibt eine intelligentere und vor allen Dingen nachhaltigere Aufarbeitung der Unzulänglickeiten in Bremen als in dem von der FDP geforderten Untersuchungsausschuss.

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0Kugelfang0 25.05.2018, 12:17
2. Wahrscheinlich ...

Zitat von Phil2302
Warum sind die Grünen gegen eine Aufarbeitung? Ich verstehe es nicht. Warum ist das in deren Interesse? Kann mir das jemand erklären?
weil sie neben der SPD auch ihre Finger da mit drin haben! Weshalb sonst, diese ablehnende Haltung?

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lathea 25.05.2018, 12:18
3. Es gibt momentan wichtigere Dinge in der Politik, als.....

...... sich mit einem hohen Arbeitseinsatz darum zu kümmern und darüber zu jammern, was beim BAMF in einer Zeit totaler Arbeitsüberlastung alles schief gegangen ist - wo gehobelt wird, fallen Späne. Außerdem gilt da immer noch der schöne Spruch aus jeder Arbeitswelt: wer viel arbeitet, macht viele Fehler, wer wenig arbeitet, macht wenig Fehler, nur wer gar nicht arbeitet, macht keine Fehler. Lindner scheint da eher ein fehlerloser Schwätzer zu sein. Bei einer Jamaika-Koalition wollte er nicht dabei sein, weil es Verantwortung bedeutet hätte und jetzt will er sich am Mist aus vor 3 Jahren profilieren, an denen man rechtlich nur Stück für Stück und unter Wahrung des Verhältnisbarkeitsgrundsatzes etwas ändern kann. Und das in einer Zeit, in der Energie und Manpower für wesentlich dringendere politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungen gebraucht werden? Da sieht man wenigstens, dass die Grünen nicht nur etwas mehr von Politik verstehen, sondern ihre Arbeitszeit etwas effizienter einsetzen können. Lieber Lindner, such Dir eine andere Plattform für Deine Profilierungsneurose.

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Mistkaefer 25.05.2018, 12:18
4. Ja, Herr Lindner, nun erleben Sie ...

... die Ohnmacht in Ihrer selbst gewählten Rolle als Oppositionspartei. Sie hätten die Flüchtlingspolitik als Teil der Regierung selbst in Ihrem Sinne beeinflussen können. Nun sind Sie dazu verurtelt, mit Medienauftritten für irgendwelche Spektakel zu sorgen, damit Ihre FDP nicht schon wieder aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit gerät. Sie müssen nun alles immer besser wissen als die Regierung, sonst merkt niemand, dass es die FDP noch gibt. Pech nur, dass die Wähler keine Selbstdarsteller in der Opposition mögen (Lindner, Wagenknecht), sondern Macher in der Regierung.

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Neapolitaner 25.05.2018, 12:20
5. Weil GRÜN als (Fast-)Regierungspartei

Zitat von Phil2302
Warum sind die Grünen gegen eine Aufarbeitung? Ich verstehe es nicht. Warum ist das in deren Interesse? Kann mir das jemand erklären?
das größte Verständnis für Merkel haben. Die Opposition aus Sicht von GRÜN findet im Kampf "gegen rechts" statt, d.h. gegen die AfD, aber auch gegen die FDP - sofern diese mit der AfD gemeinsam agieren möchte. Sollte die CSU unter Söder künftig einen regierungskritischen Kurs fahren und damit die gemeinsame CDU/CSU Fraktion ihr Ende finden, dürfen Sie raten, welche Koalition dann in Berlin entstehen würde: Schwarz/'Rot/Grün (ohne CSU) . Bei diesen Perspektiven wäre es für die Grünen töricht, sich gegen Merkel aufzustellen.

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Rosenhag 25.05.2018, 12:21
6. @phil2302

Aus ideologischen Gründen sind die Grünen gegen eine Aufarbeitung. Warum verstehen sie das nicht. Sind sie etwa Grünenwähler?

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biesi61 25.05.2018, 12:22
7. Lindner bereitet mit seiner unsinnigen Forderung

eines Untersuchungsausschusses der AfD ein gemütliches Bett, in das sich die Rechtsextremen dann nur noch hineinlegen brauchen. Und auch er selbst marschiert immer weiter ins populistische Rechtsaußen, was auch sein Umgang mit Macrons Vorschlägen zur Reform der EU zeigt. Die von ihm beklagte "Vergemeinschaftung der Schulden privater Krisenbanken zulasten von Kunden der Sparkassen und Volksbanken in Deutschland" steht da nirgendwo zur Debatte und ist eine reichlich böswillige Erfindung von Herrn Lindner!

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henry kaspar 25.05.2018, 12:25
8. Bankenunion

Richtig ist genau das Gegenteil: nur mit einer Bankenunion kann ein Staat wie Italien jemals in die Pleite geschickt werden, ohne dass es zur Schockstarre des Finanzsystems kommt. Ohne Bankenunion bleiben nur Rettungspakete a la Griechenland, und dafür ist Italien zu groß.

Man fragt sich wie uniformiert bzw. beratungsresistent ein Parteichef sich anstellen kann. Unter Lindner ist die FDP zur anti-Europapartei Par excellence verkommen.

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hagebe 25.05.2018, 12:26
9. Durchschaubar

Ach Herr Lindner, bei welchem Thema zerren Sie Angela Merkel eigentlich nicht in die Ringmitte? „Merkel muss weg!“ Das müsste eigentlich auf Ihren Fahnen und im Parteiprogramm ihrer? FDP stehen. Ihre „Immer-Angela-Merkel-mit-verantwortlich-machen-Strategie“ ist do offensichtlich wie simpel. Durchschaubar und ohne (wieder-) erkennbares Profil. Ja, das sind Sie.
6, setzten Lindner.

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