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FDP - kann Philipp Rösler seine Partei noch aus dem Tief führen?

Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?

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matthias schwalbe 16.12.2011, 17:07
1.

Dieses "noch" ist bemerkenswert!

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Brand-Redner 16.12.2011, 17:11
2. Zur letzten Instanz

Zitat von sysop
Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?
Kaum. Doch nun geht den Spätrömisch-Dekadenten wohl langsam das Personal aus, wie es scheint. Immerhin, eine Chance haben sie noch:

Ich empfehle, Rösler & Lindner zu ersetzen durch unsere sächsischen Liberalmatadore Heinz-Peter Haustein (MdB) und Tino Günther (MdL in Sachsen). Der eine sucht allen Ernstes seit 10 Jahren am Erzgebirgskamm nach dem Bernsteinzimmer, der andere ist im Hauptberuf Spielzeughersteller und benutzt als Aushängeschild seiner Firma – keiner errät’s – einen Hampelmann! Dem er übrigens immer ähnlicher wird, wenn man seine parlamentarischen Beiträge in Wort und Schrift heranzieht.

Beide sind bestens geeignet, der FDP das zu geben, was sie jetzt am dringendsten braucht: Den Gnadenstoß.

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petrocelli 16.12.2011, 19:31
3. Am besten man holt Guido wieder

Hallo,

Rösler mag zwar ein sympathischer Mensch sein, der auch als Vorbild für eine absolut gelungene Integration steht, aber als Vorsitzender ist er m.E. (noch) ungeeignet. Überhaupt stellt sich in diesem Zusammenhang doch die Frage, warum man - den doch wohl unstrittig erfolgreichen - Guido Westerwelle überhaupt aus dem Amt gejagt hat, oder besser gesagt, warum man ihn von der Presse aus dem Amt jagen ließ.
In der Tat muss man sich doch ernsthaft die Frage stellen - und dies wird im Nachhinein immer fragwürdiger - was überhaupt der Grund für dessen Rücktritt war: Dass die Steuerentlastungen nicht in dem versprochenen Umfang durchgeführt wurden? Ein erklärbarer Umstand und bestimmt nicht von wesentlicher Bedeutung. Dass man gegen eine deutsche Beteiligung im Libyen-Krieg war? Dies dürfte im Sinne der Volksmehheit gewesen sein und war sicherlich keine verkehrte Entscheidung. Das man sich lobbyhaft für Hoteliers eingesetzt hat?
Im Grunde genommen auch kein Verbrechen und wirtschaftspolitisch nachvollziehbar. Ungeachtet dessen müssten die anderen Parteien dann aber auch in Schusslinien geraten. Die FDP und Westerwelle hätten diese Angelegenheit in Kohl'scher Manier lieber mal ausgesessen, dann wäre man jetzt garantiert wieder sicher über 5 % und häte sich den Hick-Hack der letzten Monate sparen können.
Die Liberalen müssen sich wirklich wie im falschen Film vorkommen. Immerhin hatten sie als einzigste BT-Partei den Mut, in einer für Deutschland existentiellen Frage, ihre Mitglieder zu anzuhören. Wenn man jetzt Frau Nahles von der SPD hört, die eine unsägliche Spaltung der FDP diagnostiziert, so muss man doch an der Realitätswahrnehmung der Oppositionparteien (aber auch der CDU) zweifeln. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass es in den anderen Parteien mindestens genau so viele Euro-Kritiker gibt, die - ließe man sie - sich gegen die Rettungsschirme aussprechen würden. Außer bei den GRÜNEN natürlich. Die sind bekanntlich, wenn es um die Aufgabe nationaler Interessen bzw. das Abziehen deutscher Steuergelder geht, weniger kritisch.
So bleibt nur zu hoffen, dass die FDP - trotz des aktuellen Abstimmungsergebnisses - sich weiterhin etwas eurokritisch und mehr nationalliberal profilert; hier besteht beim Wahlvolk eine große Nachfrage. Ansonsten sehe ich für die Partei in der derzeitigen Parteienlandschaft kein großes Potential mehr.
Wer soll die Partei führen? Jedenfalls niemand vom Schlage Baum und Leutheusser-Schnarrenberger.
mfg

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ObackBarama 16.12.2011, 19:42
4.

Zitat von petrocelli
Hallo, Rösler mag zwar ein sympathischer Mensch sein, der auch als Vorbild für eine absolut gelungene Integration steht, mfg
Schlechtes Beispiel dafür.
Weil, Rösler kein typischer Fall ist, also kein Einwandererkind, sondern ein Adoptivkind, großgezogen und erzogen von den deutschen Eltern.

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eisfach 16.12.2011, 19:51
5. Rösler ist nicht das Problem

Die FDP hat kein Personen-, sondern ein Inhaltsproblem, genauer gesagt, ein Inhaltslosigkeitsproblem.

Wer "liberal" fast nur noch mit Steuersenkungen und Marktgläubigkeit übersetzt, muß sich nicht wundern, wenn er vom Wähler für verzichtbar gehalten wird.

Da spielt es kaum eine Rolle, ob Rösler oder jemand anders an der Spitze steht.

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Morotti 16.12.2011, 19:56
6.

Zitat von petrocelli
Hallo, Rösler mag zwar ein sympathischer Mensch sein, der auch als Vorbild für eine absolut gelungene Integration steht, aber als Vorsitzender ist er m.E. (noch) ungeeignet. Überhaupt stellt sich in diesem Zusammenhang doch die Frage, warum man - den doch wohl unstrittig erfolgreichen - Guido Westerwelle überhaupt aus dem Amt gejagt hat, oder besser gesagt, warum man ihn von der Presse aus dem Amt jagen ließ. In der Tat muss man sich doch ernsthaft die Frage stellen - und dies wird im Nachhinein immer fragwürdiger - was überhaupt der Grund für dessen Rücktritt war: Dass die Steuerentlastungen nicht in dem versprochenen Umfang durchgeführt wurden? Ein erklärbarer Umstand und bestimmt nicht von wesentlicher Bedeutung. Dass man gegen eine deutsche Beteiligung im Libyen-Krieg war? Dies dürfte im Sinne der Volksmehheit gewesen sein und war sicherlich keine verkehrte Entscheidung. Das man sich lobbyhaft für Hoteliers eingesetzt hat? Im Grunde genommen auch kein Verbrechen und wirtschaftspolitisch nachvollziehbar. Ungeachtet dessen müssten die anderen Parteien dann aber auch in Schusslinien geraten. Die FDP und Westerwelle hätten diese Angelegenheit in Kohl'scher Manier lieber mal ausgesessen, dann wäre man jetzt garantiert wieder sicher über 5 % und häte sich den Hick-Hack der letzten Monate sparen können. Die Liberalen müssen sich wirklich wie im falschen Film vorkommen. Immerhin hatten sie als einzigste BT-Partei den Mut, in einer für Deutschland existentiellen Frage, ihre Mitglieder zu anzuhören. Wenn man jetzt Frau Nahles von der SPD hört, die eine unsägliche Spaltung der FDP diagnostiziert, so muss man doch an der Realitätswahrnehmung der Oppositionparteien (aber auch der CDU) zweifeln. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass es in den anderen Parteien mindestens genau so viele Euro-Kritiker gibt, die - ließe man sie - sich gegen die Rettungsschirme aussprechen würden. Außer bei den GRÜNEN natürlich. Die sind bekanntlich, wenn es um die Aufgabe nationaler Interessen bzw. das Abziehen deutscher Steuergelder geht, weniger kritisch. So bleibt nur zu hoffen, dass die FDP - trotz des aktuellen Abstimmungsergebnisses - sich weiterhin etwas eurokritisch und mehr nationalliberal profilert; hier besteht beim Wahlvolk eine große Nachfrage. Ansonsten sehe ich für die Partei in der derzeitigen Parteienlandschaft kein großes Potential mehr. Wer soll die Partei führen? Jedenfalls niemand vom Schlage Baum und Leutheusser-Schnarrenberger. mfg
In keiner Partei ist seit der letzten BTW der Widerspruch zwischen Wort und Tat ( eigentlich Gepöbel und Gepolter ), so offen zutage getreten.
Westerwelle: Steuersenkung wären besser als Konjunkturpaket - YouTube

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spitzbube 16.12.2011, 20:11
7.

Zitat von sysop
Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?
Falsche Fragestellung. Richtig wäre: ist die FDP noch zu retten?

Meine Antwort: hoffentlich nicht!

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petrocelli 16.12.2011, 22:18
8.

Zitat von ObackBarama
Schlechtes Beispiel dafür. Weil, Rösler kein typischer Fall ist, also kein Einwandererkind, sondern ein Adoptivkind, großgezogen und erzogen von den deutschen Eltern.
Stimmt natürlich, sorry.

Jedenfalls finde ich die Biographie dieses Menschen toll und interessant. Aber - wie gesagt - als Parteivorsitzender wirkt er mir zu brav. Man hat irgendwie den Eindruck, er wird von seinen Polit-Kollegen nicht richtig ernst genommen.
mfg

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Berg 17.12.2011, 09:51
9.

Zitat von petrocelli
Stimmt natürlich, sorry. Jedenfalls finde ich die Biographie dieses Menschen toll und interessant. Aber - wie gesagt - als Parteivorsitzender wirkt er mir zu brav. Man hat irgendwie den Eindruck, er wird von seinen Polit-Kollegen nicht richtig ernst genommen. mfg
Und mir kommt es langsam so vor, als wäre hier eine Verschwörung im Gang. Meine Verschwörungstheorie: die FDP wird unterwandert von unfähigen inkompetenten Leuten, die kommen und gehen und einen Scherbenhaufen hinterlassen. Und die Drahtzieher sind im Dunkeln und stammen aus ....nee, das schreib ich doch nicht auf. :-(

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