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FDP - kann Philipp Rösler seine Partei noch aus dem Tief führen?

Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?

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zarathustra-4 08.04.2012, 00:25
340. Macht alles keinen Sinn

Zitat von sysop
Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?
Es gibt nur eines, das Sinn macht: Die FDP muss durch die Wähler zum Verschwinden gebracht werden, in den Länderparlamenten und natürlich erst recht im Bundestag! Nicht nur für eine Legislaturperiode, sondern mindestens für zehn Jahre.

Diese Partei, die als Juniorpartner so oft die Richtlinien der Politik (mit)bestimmen durfte, braucht kein Mensch mehr, denn sie hat sich kaum jemals um das Wohl des gesamten Volkes gekümmert, sondern fast immer Partikularinteressen verfolgt, nicht erst seit dem Geschenk an die Hotelbranche. Kein vernünftiger Mensch braucht eine Partei, der Zahnärzte, der Steuerberater und Rechtsanwälte; die werden auch in den anderen Parteien gebührend berücksichtigt. Kein klar denkender Mensch braucht eine Partei der Besserverdienenden, denn die werden in den anderen Parteien auch bedacht. Kein Wähler sollte eine Partei wählen, die verhindern will, die Schuldenberge der öffentlichen Hand in Zeiten der Hochkonjunktur abzubauen, die dagegen auch heute noch stolz zu sein scheint auf ihren Spruch: "Mehr Netto vom Brutto!"

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wasabiroshi 08.04.2012, 00:29
341.

Zitat von sysop
Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?
Wer ist denn diese FDingsda,von der hier dauernd geredet wird? Kann sie in den Umfragen nicht finden. ;-)

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Frequent Traveller 08.04.2012, 00:29
342. und wenn er das nicht kann...

Zitat von sysop
Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?
...dann wird es wohl auch schwierig mit einer Anschlussverwendung fuer ihn.....

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gustavsche 08.04.2012, 00:33
343.

Zitat von eisfach
Die FDP hat kein Personen-, sondern ein Inhaltsproblem, genauer gesagt, ein Inhaltslosigkeitsproblem. Wer "liberal" fast nur noch mit Steuersenkungen und Marktgläubigkeit übersetzt, muß sich nicht wundern, wenn er vom Wähler für verzichtbar gehalten wird. Da spielt es kaum eine Rolle, ob Rösler oder jemand anders an der Spitze steht.
Das macht die FDP nicht. Das ist nur Ihre Interpretation. Ich halte fest: Die FDP ist einzige, wirkliche Bürgerrechtspartei, die auch liefert. Die als hochgejazzte Bürgerrechtspartei der Grünen war ein willfähriger Koalitionspartner für Otto Schily. Die FDP ist für die Hardliner in CDU/CSU so unbequem, dass sich Wolfgang Bosbach die große Koalition und eine Zusammenarbeit mit Wiefelspütz (SPD) wünscht. Ein besseres Kompliment kann man der FDP nicht machen.

Die drängenden Fragen der heutigen Zeit sind aber wirtschaftlicher Natur und deshalb bedürfen dieser auch einer gewissen Priorität im Wahlkampf. Urkomisch finde ich, wenn eine ZDF-Umfrage herausgefunden hat, dass x Prozent Arbeitslosigkeit und y Prozent Wirtschaft als wichtiges Wahlkampfthema ansehen. Ich dachte, die Arbeitslosigkeit wäre eine volkswirtschaftliche Kennzahl. Arbeitslosigkeit ist ein wirtschaftliches Problem.

Nun gibt es zwei Blöcke in der Bundesrepublik: Den liberalen Block, also die FDP, und den staatsorientieren, sozialdemokratischen Block, also den Rest. Die FDP ist der Meinung, dass wir zu wenig Freiheit und zu viel Staatsdirigismus haben. Der sozialdemokratische Block ist der Meinung, wir hätten zu viel "Neoliberalismus" und zu wenig Staat. Ein Blick in die Statistik würde aber belegen, dass die FDP näher an der Realität ist. Die Staatsquote ist riesig und der Staat regelt alles. Der Staat hält sich sogar für so weise, genau festzulegen, wie die Leute fürs Alter sparen, also Riester, Rürup und Betriebsrente und damit treibt der Staat diese Menschen in die Armut. Wir sehen, dass wir Ausgabenprobleme im Gesundheitswesen und bei der Rente haben und dem sozialdemokratischen Block fällt auch nichts anderes, als die Anzahl der Zahler zu erhöhen. Nun sollen Selbständige in die Rentenkasse einzahlen.

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jomo3 08.04.2012, 00:41
344.

[QUOTE=MiniDragon;9977696]Warum ist er als gelernter Arzt nicht Gesundheitsminister sondern Wirtschaftsminister geworden ? (Zu schwieriges Feld , zu feige weil riskant ?)

Brüderle, immerhin ein studierter Volkwirt, war für dieses Amt besser geeignet.
Außerdem kommt er viel besser rüber als Rösler.
Mit ihm hätte die einzig am persönlichen Machterhalt interessierte Mutti größere Probleme als mit diesem Bürschchen.( Nicht seine Schuld ,dass Asiaten wie er auf uns Europäer immer viel jünger wirken als sie es tatsächlich sind. )


hatte sie wohl eher nicht, der riesige Stimmenzuwachs ist allein Westerwelles Verdienst.

Dass der in seiner Euphorie flugs jede Diplomatie (als deutscher Chefdiplomat) in Deutschland über den Bord seines Kutters geworfen hat, war eher kennzeichnend für seine liebenswerte Spontanität.

Vermutlich wähnte er sich als Chef des Außenamtes weiterhin unter dem Welpenschutz einer großen Tageszeitung.

Na ja, war nicht so.

Mich persönlich beleidigte er nie, da ich arbeite und Lohnsteuer zahle, aber die Proklamation von Westerwelle war schon heftig.

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jomo3 08.04.2012, 01:00
345. Das ist ja das Problem !

Zitat von pubsfried
Wäre Merkel nicht so machtgeil, dann hätten wir längst Neuwahlen ! Hätte man über andere Splitterparteien in der Vergangenheit ähnlich viel diskutiert, würde die Parteienlandschaft heute anders aussehen - definitiv ! SPD und CDU sind sich längst schon über eine Große Koalition einig, die nächsten Wahlen sind genauso unnötig wie im Saarland.
Wir haben Blockparteien.

Die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Und wie wird gewählt, wenn man denn den Hintern überhaupt zum Wahllokal bewegt ?

Es spielt keine Rolle, ob SPDCDUCSUGRÜNELINKEFDP.

Die wählen wir und bewegt wird nichts, schlicht NICHTS.

Wir haben Existenzangst und bekommen vorgebetet, was sonst so in der Welt nicht stimmt.

Danke dafür, aber ich lebe jetzt und hier in D und der Rest der Welt ist mir ist mir ziemlich egal, so egal wie den Wirtschafts- und Bankenführern der Welt ........

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dieschuhh 08.04.2012, 01:26
346.

Zitat von sysop
Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?
Herr Rösler wird immer mehr zu einer tragischen Witzfigur! Es lohnt sich nicht, auf seine Erkenntnisse einzugehen. Nur auf einen:
Er merkt noch nocht einmal, dass E R der Frosch ist, der im Topf sitzt. Das Wasser wurde bereits angestellt. Mom. noch Stufe 1, Stufe 2 kommt und nach der nächsten Wahlt gehts auf Stufe 3, die überlebt kein Frosch.....
Damit solls dann auch gut sein!!!

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aldrevan 08.04.2012, 01:58
347. Gnadenersuch...

Was hat denn eine Partei, die nur auf kühl-erfolgsfixiertes Wählerklientel festgelegt ist, anderes zu erwarten in ihrer Abwärtsspirale?

Gnade?

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papayu 08.04.2012, 02:28
348. Aber bitte mit einem Mann !!

Zitat von MütterchenMüh
Der Partei fehlt ein Programm. Jahrzehntelang steht die Partei unter dem Dogma "Steuersenkung", "Subventionsabbau" und liberale Bürgerrechte. Nun sind sie in der Regierung, die Steuersenkung ist objektiv nicht nötig unter Berücksichtigung der Staatsverschuldung, und bei´m Subventionsabbau hatten sie aus Angst vor dem Wähler die Buxe schon im Vorfeld voll. Wozu braucht man bei aller Objektivität diese Partei? Diese Nischenparteien wie FDP, Linke, Piraten und langfristig auch die Grünen werden m.M.n. langsam aber sicher von den Volkspartein aufgesogen. Die "grossen" Volksparteien haben sich so angenähert, dass man als alter Sozi auch ohne schlechtem Gewissen mal die "Schwatten" wählen kann. Iss alles nich mehr so "klassenkämpferisch" wie in den 60igern oder 70igern. Die ganz ganz großen Politikbaustellen sind mit der Ostversöhnung (Brandt) und Wiedervereinigung (Kohl) abgearbeitet. Und die letzte politische Großbaustelle ist die europa/weltweite Haushalts- und Schuldenkonsolidierung (sprich Wirtschaftswachstum ohne Schuldenfinanzierung). Diese Baustelle löst man am besten im großen Konsens sprich GroKo!
Diese unfaehige, ueberforderte Landpmmeranze, oder Kohls
Maedchen( Warum wird sie so genannt?) gehoert wieder in die pommersche Einoede geschickt. Nicht einmal ihre Werbung fuer
Hosenanzuege kommt an. Eins hat ihr ja das Studium gebracht, das
Hebelgesetz! Im Aushebeln ist sie einsame Spitze!! Noch besser als der
"Kran" aus Schifferstadt.

Aber wer aus der SPD ??

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movfaltin 08.04.2012, 02:40
349. Gerne mehr Stimmen als im Saarland...

Die fdp hat arg gelitten. Daher wünsche ich ihr eine ordentliche Besserung in Sachen Wählermobilisation in NRW - schon allein, weil Röslers autosuggestiver und komplett leerer Slogan "Wachstum! Wachstum! Wachstum!" so herrlich kafkaesk-skurril und kabarettistisch wirkt... Ich warte immer darauf, dass Rösler sich die Maske vom Kopf reißt, Hans-Peter Kerkeling dahinter zum Vorschein kommt und alle neunzehn fdp-Mitglieder merken, dass sie sich jahrelang haben verschaukeln lassen und trotz offen slapstickhafter Auftritte, total widersinniger Aussagen und einer komplett verqueren Logik überhaupt nichts bemerkt haben vom "Verrat". Allein dafür - Röslerknab, mach noch ein wenig weiter...

Im Saarland waren es jüngsterdings fünfeinhalbtausend Wähler - für NRW würde ich ihr ein bisschen mehr wünschen: 6.000 Stimmen insgesamt wär schon ein äußerst befriedigendes Ergebnis für Düsseldorf (grob überschlagen würde dies knapp 0.05% bedeuten bei gut 13 Mio. Wahlberechtigten). Alles darüber ließe bloß auf einen sehr schwarzen Humor der NRWohner schließen.

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