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FDP-Krise : Liberale zanken über Europa-Kurs

Nach dem Berliner Wahldebakel kommt die FDP nicht zur Ruhe. Parteichef Rösler will der Partei eine "neue Bürgerlichkeit" verordnen, um endlich aus der tiefen Krise zu kommen. Doch die interne Debatte über die Europapolitik kann er so nicht stoppen.

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Brand-Redner 20.09.2011, 09:26
1. Kakophonie bis zum Untergang

Zitat von sysop
Nach dem Berliner Wahldebakel kommt die FDP nicht zur Ruhe. Parteichef Rösler will der Partei eine "neue Bürgerlichkeit" verordnen, um endlich aus der tiefen Krise zu kommen. Doch die interne Debatte über die Europapolitik kann er so nicht stoppen.
Die FDP wäre glatt zu bedauern, hätte sie sich nicht selbst aus purer Arroganz und Ignoranz in dieses Dilemma manövriert. Nun versucht sie ´sogar die Quadratur des Kreises:

Einerseits braucht sie dringend Wählerstimmen und versucht sich deshalb per Euro-Skeptizismus beim Volk anzubiedern. Bislang ohne Erfolg.

Andererseits aber schuldet sie auch ihrer ureigenen Klientel "Gehorsam" und Verlässlichkeit. Und zu diesen letzten paar Stammwählern gehören nun mal auch all jene, die ihr leistungsloses Einkommen an der Börse erzielen und dafür den Euro und die Schulden verschiedener Euro-Länder ganz gut gebrauchen können.

So, wie es aussieht, wird die FDP keien von beiden Zielen erreichen, geschweige denn beide. Um das mit einem Spruch des Berliner Wahlgewinners zu kommentieren: "Und das ist auch gut so!"

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wibo2 20.09.2011, 09:44
2. Bürgerschreck Siggi Pop und Hexe Künast machen den bürgerlichen Aufsteigern Angst!

"Neue Bürgerlichkeit" ist ein starker Trend. Damit kann die FDP punkten, weil alle anderen Parteien nicht bürgerlich sind. Was ist dran an der Rede von der "Neuen Bürgerlichkeit"?

Dem Gemeinwohl ernsthaft verpflichtete Vorbilder findet man unter Prominenten ebenso wenig wie unter Politikern.
Hoffentlich ist das nicht schon wieder eine Mogelpackung?
Während das neoliberale Programm auf Distinktion, also auf Abgrenzung und Abschottung des Bürgertums nach unten setzt, entwirft die Utopie einer "Neuen Bürgerlichkeit" andererseits eine Utopie der allgemeinen gesellschaftlichen Teilhabe, der "Inklusion".

Das wäre für die FDP ein großer Paradigmenwechsel, ein Quantensprung sondersgleichen. Rösler wird die Utopie einer "Neuen Bürgerlichkeit" den Wählern nicht rüberbringen können, ohne diesen Widerspruch zwischen Abschottung und Teilhabe aufzulösen. Arbeitnehmer werden wohl kaum bürgerlich werden können, da fehlt einfach die Kaufkraft.
Zur Zeit sind nicht mehr als 5% der deutschen Haushalte mit einer bürgerlichen Kaufkraft ausgestattet!

Entweder bürgender und haftender Zinsknecht der Banken und EURO-Staaten sein, oder bürgerliche Kaufkraft geniessen: Tertium non datur!

Wie soll das gehen? Aber schaun wir mal, wie die jungen, smarten neoliberalen Business Masters der FDP diesen ideologischen und faktischen Widerspruch auflösen werden! Die Piraten, die wirtschaftlich kompetent sind, werden das sachgerecht kommentieren und das Volk ggf. über rhetorische Mittel und unfaire Tricks der FDP Politiker aufklären!

siehe
http://www.sueddeutsche.de/kultur/ne...-egos-1.803256

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hoppeditz2 20.09.2011, 09:48
3. Dummes Klientel-Gerede

Zitat von Brand-Redner
Die FDP wäre glatt zu bedauern, hätte sie sich nicht selbst aus purer Arroganz und Ignoranz in dieses Dilemma manövriert. Nun versucht sie ´sogar die Quadratur des Kreises: braucht sie dringend Wählerstimmen und versucht sich deshalb per Euro-Skeptizismus beim Volk anzubiedern. Bislang ohne Erfolg. Andererseits aber....
Die Anzahl der in Deutschland wahlberechtigten Personen, die mit Währungsspekulationen erzielen, dürfte im gübstigsten Fall einige Hundert kaum überschreiten. Damit kann man keine Wahlen gewinnen und deshalb ist dieses Klientel-Gerede absouter Nonsens.

Im Gegenteil: Die FDP ist z.Z. die einzige Partei, die den angeblich alternativlosen Rettungs-Automatismus in Frage stellt.

Und das ist richtig so.

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kdshp 20.09.2011, 10:01
4. Berlin find ich gut!

Zitat von sysop
Nach dem Berliner Wahldebakel kommt die FDP nicht zur Ruhe. Parteichef Rösler will der Partei eine "neue Bürgerlichkeit" verordnen, um endlich aus der tiefen Krise zu kommen. Doch die interne Debatte über die Europapolitik kann er so nicht stoppen.
Hallo,
äh warum auch sollte ER das ER hat vor 2 tagen im TV gesagt das es wichtig ist das man sagen kann was gesagt werden muss UND die "interne Debatte über die Europapolitik" ist so was wo wohl auch die FDP mitglieder was zu sagen haben. Also liebe FDP leute nehmt euch ein beispiel an herrn rössler (FDP) und "zankt" euch weiter über die politische richtung zur europa politik dieser FDP da.

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janne2109 20.09.2011, 10:01
5. wibo2

wibo2 ... der Satz soll ein Scherz sein, oder?
Die Piraten, die wirtschaftlich kompetent sind, werden das sachgerecht kommentieren und das Volk ggf. über rhetorische Mittel und unfaire Tricks der FDP Politiker aufklären!

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MichaelKuss 20.09.2011, 10:20
6. Warum wird dieser Splittergruppe überhaupt noch Aufmerksamkeit geschenkt?

Mal ehrlich und realistisch: Diese politische Kleinstgruppe namens FDP rangiert unter "ferner liefen" und ist höchstens noch bei der Tierschutzpartei oder anderen Sektirergruppen einzuordnen. Aber in der Presse bekommen diese Scharlatane einen Platz, als hätten sie das Rad neu erfunden. Wenn sie auch nur einen Funken von Ehrgefühl hätten, würden sie sich auflösen und sofort die schwarz-gelbe Koalition verlassen. Momentan schaden sie Deutschland und sind meineidig. Sie gehören vor Gericht gestellt.

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ratbag 20.09.2011, 10:35
7. Hoteliers

Zitat von hoppeditz2
Die Anzahl der in Deutschland wahlberechtigten Personen, die mit Währungsspekulationen erzielen, dürfte im gübstigsten Fall einige Hundert kaum überschreiten. Damit kann man keine Wahlen gewinnen und deshalb ist dieses Klientel-Gerede absouter Nonsens. Im Gegenteil: Die FDP ist z.Z. die einzige Partei, die den angeblich alternativlosen Rettungs-Automatismus in Frage stellt. Und das ist richtig so.
Der Vorredner hatte die Hoteliers vergessen.

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limauniform 20.09.2011, 10:37
8. Notwendige Debatte

Zitat von sysop
Nach dem Berliner Wahldebakel kommt die FDP nicht zur Ruhe. Parteichef Rösler will der Partei eine "neue Bürgerlichkeit" verordnen, um endlich aus der tiefen Krise zu kommen. Doch die interne Debatte über die Europapolitik kann er so nicht stoppen.
Die Überschrift insinuiert etwas, was man bei objektiver Sicht auf die Dinge auch als Debatte oder Diskussion bezeichnen könnte. Doch das würde der SPON- Absicht, die letzte bürgerliche Partei raus zu schreiben, wohl nicht gerecht.

Eine Positionsdebatte der Liberalen aber ist unbedingt nötig, um deutlich zu machen, für was die FDP letztlich steht. Bleibt sie die Partei der vermeintlich Besserverdienenden oder besinnt sie sich zurück auf ihre liberalen Grundwerte. Der denkende, ideologiefreie Bürger erwartet ein Eintreten gegen Bürgerbevormundung, für Bildungs-, Leistungs- und Chancengerechtigkeit und ornungspolitische Standfestigkeit gegenüber den Finanzmärkten, um nur einige Bereiche zu nennen.

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ekland 20.09.2011, 11:24
9. BÜrgerlich

gestanzt von Bertelsmann.
als wenn man damit die Leute abholen könnte.
Na lizzy, freuen wir uns ein drittes ?

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