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FDP-Kritiker: "Lindner erwartet, dass man ihm bedingungslos folgt"
REUTERS

Dreikönigstreffen der FDP: Christian Lindner sucht nach der geplatzten Jamaika-Sondierung eine neue Rolle für die Liberalen. Ein früherer Weggefährte äußert sich kritisch über Kurs und Stil des Parteichefs.

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stefan taschkent 06.01.2018, 01:26
10. Fallstudie

Da distanziert sich Lindner von einem ihm wohl offenbar zu weit rechten Parteifreund, und genau diesen rechten Parteifreund kramt der Spiegel jetzt für so eine Story aus? Aber Hauptsache der FDP einen mitgegeben. Ausgewogen ist anders, und der Event hätte bestimmt den einen oder anderen Leser interessiert. Gute Fallstudie für schlechten Journalismus.

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bga 06.01.2018, 01:50
11. Sein Ego ist sein Verderben

Das ist ganz klar: Lindner wollte mit dem Kopf durch die Wand. Er ist ganz offenkundig nicht teamfaehig. Klar ist auch, dass er seiner Sache, der Sache der FDP, geschadet hat. Wer nicht kompromissfaehig ist, hat keine Chance. Absolutes Vorbild: Genscher. Der wusste, dass man besser in einer Regierung mitmischt, als sich selbst in die Opposition zu begeben und sich damit noch gross tun. Alle Begruendungen fuer das so leichtfertige Aus sind nur Ausreden. Ob er's noch lernt, vom hohen Ross herunterzusteigen? Zweifel sind angebracht.

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adsoftware 06.01.2018, 02:01
12. Sind wir nicht alle ein bißchen Diktator?

Jeder Chef eines Drei-Mann-Betriebes kann morgen pleite machen, wenn er nicht die Zügel anzieht. Wie Westerwelle sagte, einer regelt die Sache auf dem Schiff. Wer im inneren Zirkel meutert, kann doch zu den Sozis, zur CDU oder zur AfD gehen. Es ist auch eine Lüge, dass Lindner alleine entschieden hat am Ende der Sondierung. Mindestens Kubicki live war dabei. Und üblicherweise folgt man den Mehrheitsbeschlüssen der Parteitage. Die Mitglieder sind selber schuld, wenn sie auf Parteitagen nur zum Klatschen sitzen und die Chef-Idee durchwinken. Es wäre einmal wieder etwas völlig Neues, wenn es auf Parteitagen einen willigen Gegenkandiaten für den Chefposten gäbe wie seinerzeit Späth gegen Kohl, besonders in der CDU. Für einen echten Putsch sind die Wasserträger viel zu feige, in jeder Partei.

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alfreddneumann 06.01.2018, 02:13
13. Moment, erinnert an etwas...

Genau, da war doch schon einmal jemand der von jedem Schiff das segelt der eine der es regelt schwadronierte. Gute Ideen sollte man wiederholen. Deshalb: Nächste Wahl FDP 4.2 Prozent.

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dasfred 06.01.2018, 02:31
14. Die FDP hat sich als Lindner Partei verkauft

Die FDP war schon fast aus den Köpfen verschwunden, bis Lindner sie massivst wieder ins Gespräch gebracht hat. Der größte Fehler war, ihn zum alleinigen Gesicht der Partei zu machen, unterstützt von Kubicki als Steigbügelhalter. An kaum einen anderen FDP Politiker kann man sich aktuell erinner, erst recht nicht an Inhalte, die nicht von Lindner kommuniziert werden. Das von Lindner jetzt nur noch hängen geblieben ist, besser überhaupt nicht regieren, ist selbst verschuldet. Wenn sich neben ihm in der Partei keiner profiliert steht und fällt die komplette FDP mit der Tagesform ihres Vorsitzenden.

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wusel8 06.01.2018, 02:41
15. Die Rolle der FDP

Es ist schon erstaunlich: Nachdem die FDP eine fühlbare Zeit nicht mehr im Bundestag vertreten war, hätte man nach der Wahl gedacht, dass sie nun wieder eine Rolle in der Politik spielen würde. Doch weit gefehlt: Jetzt ist sie schon wieder auf der Suche nach ihrer Rolle.

Könnte es sein, dass diese Partei schon immer von der Rolle war und es auch immer noch ist?

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Wahrheit2011 06.01.2018, 02:50
16. Hä?

Spielt es irgendeine Rolle, was ein x-beliebiger ehemaliger Weggefährte zu Herrn Lindner äußert?

Im Übrigen: Lindner und seine Leute haben ihre eigene Partei vor dem bewahrt, was sich die SPD anschickt, erneut zu tun: Als kleinerer Partner mitzuregieren, und das unter Angela Merkel. Da wird man aufgerieben, das hat Lindner erkannt. Man kann ihm dankbar sein, dass er die Interessen seiner Partei im Mittelpunkt sieht und nicht der Versuchung des Regierens "erliegt".


Und es ist ganz üblich, dass ein Chef (eine Chefin) möglichst "widerspruchsarme" Tätigkeit seiner Untergebenen möchte. "Bedingungslos zu folgen" - na und? Mir scheint, da ist jemand neidisch, der es nicht an die Spitze geschafft hat.

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nestor01 06.01.2018, 05:32
17. Wenn der Unterschied zwischen Lindner und Westerwelle ist,

dass Westerwelle politische Überzeugungen und ein politisches Weltbild hatte und Lindner nicht, dann bleibt in der Tat von der FDP nur die mediale Inszenierung. Ich sehe in der FDP neben Lindner, Kubicki und Lambsdorf keine Führungsfiguren, die politisch schwergewichtig und vorzeigbar wären. Vielleicht ist das der Grund, warum Lindner die Oppositionsrolle präferiert hat.

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olmen 06.01.2018, 06:15
18. Clever allein genügt eben nicht

sondern menschliche Größe, Verantwortungsbewusstsein und keine Selbstüberschätzung sind viel wichtiger. Es geht eben nicht, anderen Parteien vorschreiben zu wollen, dass (ältere) Parteiführer ersetzt werden. Und: Kopieren der Herren Kurz und Macron klappt eben in Deutschland nicht.
Es verwundert nicht, wo die FDP mit Herrn Lindner inzwischen gelandet ist.

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go2dive 06.01.2018, 06:58
19.

Die Koalitionsverhandlungen wurden nicht abrupt abgebrochen sondern man hat sich ein Zeitfenster gegeben und dieses dann sogar noch um eine Woche überzogen - nach schon wochenlangen Verhandlungen.

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