Forum: Politik
FDP-Parteitag: Auf der Suche nach Anschluss
Hayoung Jeon/EPA-EFE/REX

Die Umfrageerfolge der Grünen schmerzen: Auf ihrem Parteitag wollte die FDP ihr Profil in Sachen Klimaschutz und Frauenförderung schärfen. Doch ihre Antworten blieben unentschieden.

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geri&freki 28.04.2019, 18:40
20. Gesunder Menschenverstand

Zitat von wolle0601
Auch wenn ökoreligiöse Strömungen gerade hip sind - selbst bei maximaler Anbiederung würden deren Vertreter doch sowieso nicht FDP wählen. Von daher ist es besser, weiter Pragmatismus und gesunden Menschenverstand zu vertreten, auch wenn der Zeitgeist eher in Richtung gefühlsduseliger Konformismus geht und manche Journalisten gerne möchten, daß alles mit Emotions-Sauce serviert wird.
Ach - und da empfehlen Sie uns ausgerechnet die Marktreligiösen? Also jene, die unverbrüchlich an die Allheilkräfte des Marktes glauben und die wachsenden - und von ihr selbst geschaffenen - Probleme dieser Welt mit marktradikalen Gesundbetereien zu beheben meinen?

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cave68 28.04.2019, 18:53
21.

Zitat von Sportzigarette
Mir ist der ganze Klimarettungshype auch zu hysterisch und ich wünschte mir mehr Besonnenheit. Aber was die FDP zu diesem Thema sagt, nämlich abwarten, wird schon nicht so schlimm und hoffen wir auf den technischen Fortschritt, der uns dagegen absichert, ist mir wirklich zu wenig. Also ich sehe bei der FDP weder gesunden Menschenverstand noch Pragmatismus. Sie hat keine Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit: Soziale Chancengleichheit, Wohnungsnot in den Städten und Klimaschutz. Stattdessesn nach wie vor Klientelpolitik vom Feinsten, für Stuerberater/Vermeider und Versicherungsvertreter. Eine wirkliche liberale Kraft wäre für Deutschland wünschenswert, aber nur wirtschaftliberal braucht kein Mensch mehr. Dazu kommt diese Arroganz gegenüber den Grünen, weil man einfach neidisch ist, dass der gut situierte, liberale Bildungsbürger von heute lieber die Grünen wählt. Aber warum sollte er auch FDP wählen? Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, das wird auch die FDP erfahren müssen.5 Jahre Zwangsause haben leider nicht gereicht, schlauer zu werden.
da kann ich ihnen zustimmen.
Vor allem dieses FfF-Gedöns ist mir persönlich zu hysterisch.
Wenn ich dann aber sehe ,wie sich ein Herr Lindner in einer Talkshow von einer Aktivistin (Neubauer) vorführen lässt dann kann ich über Posterboy nur den Kopf schütteln.
Ich frage mich,warum Lindner überhaupt in einer Talkshow mit solch einem Thema auftritt ,müsste er doch eigentlich wissen,dass er dort nicht gut aussehen kann.
Würde dieser Mann sagen,dass er den Klimawandel am liebsten wegleugnen würde ,wäre er wenigstens ansatzweise ehrlich.

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KR-Spiegel 28.04.2019, 18:56
22. Liberale Klimapolitik fehlt

Zitat von haarer.15
Soll heißen, dass die FDP den noch nicht gefunden hat. Und weit entfernt ist, den Anschluss zu finden. In Sachen Klima-, Wohnungs-, Frauen- und Sozialpolitik, da sind die Liberalen sichtbar blank bzw. mit argen Defiziten ausgestattet. Liberale Klimapolitik, wie sie es so gern hätten, ist Unsinn - die gibt es nunmal nicht. Pure Vergack-Eierei. Erst wenn die FDP anfängt, einige ihrer Dogmen, in denen sie schmort, über Bord zu werfen, kann man sowas wie Hoffnung haben. So aber bleibt sie nur eine kleine Schattenpartei - und fällt noch zurück.
Während in den USA im Sommer die E15 Tankstellen kommen, wird bei uns der Ersatz von Benzin nicht im Ansatz unterstützt wird.
Weltweit einmalig pflastern wir unsere Dächer hochsubventioniert mit PV-Zellen zu, obwohl eigentlich Sonnenhäuser und Brennstoffzellenheizung benötigt würden. Der viele Wind der Küste erreicht uns hingegen im Süden nicht, weil keine Leitungen mit Nachdruck gebaut wurden.
Lichtblick - BHKWs statt Braunkohle wäre seit 2009 bei 2/3 weniger CO2 machbar gewesen, wenn nicht bremsende Gesetze das behindert hätten.
'Liberale Klimapolitik' würde die Dogmen wirrer Ökos durch eine Spielwiese des Neues ersetzen, so wie es andere Länder auch machen.

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Pragmatiker 307 28.04.2019, 19:12
23. Wirre Ökos?

Zitat von KR-Spiegel
'Liberale Klimapolitik' würde die Dogmen wirrer Ökos durch eine Spielwiese des Neues ersetzen, so wie es andere Länder auch machen.
Also die Ökos machen nun wirklich z. Zt. die geradlinigste Politik ohne Wenn und Aber. Wirres sehe ich wesentlich woanders.

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skeptikerjörg 28.04.2019, 19:15
24. Wieso Klimaschutz?

Lindner hat doch mehrmals gesagt, Klimaschutz und Klimapolitik sei etwas für Profis. Also eben nicht für Politiker. Daher braucht es auch keine Konzepte für eine Partei. Die Wirtschaft wird sich schon was einfallen lassen ... wenn sich dran verdienen lässt. Lindners Verdienst für die Partei ist, sie von 4,5 wieder auf 8% gebracht zu haben, warum auch immer. Allerdings ist er dann vor der Regierungsverantwortung geflohen - flotte Sprüche ohne Konsequenzen und Forderungen, die man nicht einlösen muss, macht man eben einfacher aus der Opposition. Das hat die FDP mit der LINKEN gemeinsam. Wie eben auch die 8 bis 9 %. Die Wähler sind eben überwiegend doch nicht so dumm. Warum soll man jemanden wählen, der nicht regieren und damit nicht gestalten will?

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inspirol 28.04.2019, 19:28
25. „Gesunder“ Menschenverstand

Wie blind muss man eigentlich sein, die FDP mit dem zitierten gesunden Menschenverstand in Verbindung zu bringen, wie wolle0601 es tut. Die FDP kennt nur das Pferdeapfelprinzip und sonst nichts. Das Pferd muss gefüttert werden, damit die Spatzen nicht hungern... Die Gloriefizierung des Pferdes, sprich Markt, hat uns doch die meisten finanziellen Krisen der jüngeren Jahe beschert. Schon vergessen?

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a.weishaupt 28.04.2019, 19:36
26. Schade dass es die FDP nicht packt

Eigentlich brauchen wir liberale Politik mehr denn je gegen einen parternalistischen Staat, der vorgibt, jedes Detail des persönlichen Lebens besser regeln zu können als man selbst, aber sich dabei verhält wie ein Vater, der langsam altersstarrsinnig wird und eigentlich selbst längst nichts mehr hinbekommt. Allein die Steuerlast für höhere Angestellte ist absurd (in Norwegen würde ich weniger EKS zahlen als hier). Da den Leuten hier aber persönliche Freiheit offenbar nichts wert ist, bekommen sie die Regierung, die sie verdienen - und die, die sie nicht verdienen leider auch.

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rohinho 28.04.2019, 19:50
27. Interessant ist,

dass die FDP bundesweit irgendwo zwischen 7 und 10% liegt, bei den SPON- Foristen aber bei o% ( bis hierhin).
Die FDP Aktivisten und Wähler die ich kenne sind eher überdurchschnittlich gebildet und mit ebensolchem Einkommen ausgestattet.

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Mastermason 28.04.2019, 19:52
28.

Bei steigenden Mitgliederzahlen in der Ära Lindner sind nur noch 21,6 Prozent der Mitglieder weiblichen Geschlechts.

Zur Wahrheit gehört, dass auch viele FDP-Frauen sich nicht zu einer Quote durchringen konnten - stattdessen wurden auf dem Parteitag "Zielvereinbarungen" beschlossen, um künftig die Repräsentation von Frauen in der FDP zu erhöhen.

Zur Wahrheit gehört auch, dass über 23% der FDP-Abgeordneten weiblich sind. Repräsentation qua Geschlecht übererfüllt, würde ich sagen

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labuday 28.04.2019, 19:54
29. Um dir FDP muss man sich keine Sorgen mehr

machen, das ist die natürliche Partei der Zukunft, nämlich der Digitalisierung. Nicht wegen der Technik, sondern wegen des Status der Digitalisierer - allesamt Selbständige und Freiberufler, die sich weder von Arbeitgebern noch Gewerkschaften was sagen lassen. Es gibt schon einige 100.000e und es weden täglich mehr, die in Netzwerken arbeiten - ohne Millionen Leistungsbezieher ohne Gegenleistung allimentieren zu müssen. Im Netz gibt es keinen Ort noch Tarifverträge und der fleissigste verdient am meisten.
Wie gesagt, um das FDP- Klientel und um die FDP muss man sich nicht mehr sorgen und dass man diesen Riesenpopanz um Klima und Umwelt nicht mitmacht, ist ein weiteres Plus. Mit dieser Verarsche haben die Grünen und die Gretas übegzogen - da zieht keiner mehr mit.
Und noch eins: die Digitalisierung und KI sind längst unterwegs. Bestellt schon mal Körbchen zum Geldsammeln.

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