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FDP-Schwäche bei Europawahl: "Wir müssen die Gier von Eliten hinterfragen"
Felix Zahn/ Getty Images

Kaum Klimakompetenz, falsche Themen, Abwanderung von Stammwählern: Bei der Europawahl haben die Liberalen enttäuschend abgeschnitten. Was tun? Eine kritische Analyse des ehemaligen FDP-Innenministers Gerhart Baum.

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legeips62 01.06.2019, 17:04
1. Aber Hallo Herr Baum!

Den Gier von Eliten hinterfragen? ist die Gleichung: Elite + FDP = Gier dann falsch? Wer wählt denn die FDP? Die "Elite" oder der "Arbeiter"? Und er arme Herr Lindner... Erst war Rezo schuld an die schlechten Wahlergebnissen und nun auch der FDP Parteichef selbst? Da wird dem Sunnyboy Linder aber gleich der Dreitagesbart grau.

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thomas.kochem 01.06.2019, 17:09
2. Früher war alles besser.

Herr Baum versteht offenbar nicht, dass er selbst die Grundlagen gelegt hat, dessen Auswirkungen er heute beklagt. Die "Nimmersatten" Absahnen der 70er bis 90er Jahre, Die sich selbst alle Privilegien genehmigt haben und nun den sog. Turbokapitalismus beklagen. Und da dies nicht genügt, kommt die Hybris hinzu zu glauben, dass nur eine FDP eine liberale Partei sein kann.

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isnotnull 01.06.2019, 17:15
3. Liberal?

Ich habe Herrn Linder, und mehr kommt von der FDP bei mir nicht an, nichts weniger als liberal wahrgenommen. Wer liberal gesinnt ist, verlässt keine Verhandlung mit der Aussage, alle außer ihm selbst würden falsch regieren. Die Liberalität ist ja nicht nur Selbstzweck; sie ist auch Ausdruck der Erkenntnis, das sich jeder irren kann und niemand vor Fehler gefeit ist.
Diese Haltung sehe ich bei der Lindner Partei nicht.

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liberaleroekonom 01.06.2019, 17:23
4. Der Unterschied zwischen SPD und FDP

Wenn die Altvorderen der SPD wie Schröder, Gabriel oder Thierse sich kritisch zur SPD äußern, werden sie von der Mehrheit der SPDler angefeindet und ihre Ratschläge diffamiert.
Wenn Leutheusser-Schnarrenberger oder wie jetzt Herr Baum sich kritisch zur FDP äußern, werden sie von der Mehrheit der FDPler gefeiert und ihre Ratschläge gerne angenommen.
Her Baum hat auch diesmal (wieder) vollkommen recht.

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kael 01.06.2019, 17:24
5. Nachhilfe für Lindner

Wenn der Vorsitzende den beklagenswerten Zustand der Lindner-FDP aus Sicht der Wähler (besser Nicht-Wähler) schon nicht glaubt, vielleicht glaubt er wenigstens dem Urteil des liberalen Urgesteins Baum - oder denkt zumindest mal darüber nach.

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claus7447 01.06.2019, 17:26
6. Die FDP als Wurmfortsatz..

... der Altparteien hat sich selbst ins Aus gesetzt.

Möllemann, Westerwelle (das Spassmobil), Rössler und nun Lindner, alles Blender und Selbstdarsteller. Wer braucht so eine Partei? Ein paar alte Apotheker und Zahnärzte, Privathoteliers die in ihren halbieren Etablissements sitzen. Parteiprogramm: wir brauchen keine Regeln, das macht die Wirtschaft und Banken alleine.

Erstaunlich letztlich, das diese Partei noch über 5% kam.

Damit kann sich die FDP zur CDU und SPD setzen. Alle nicht richtig begriffen, das die Gesellschaft sich geändert hat.

Geht in Klausur, bringt neue Leute nach vorn, die vielleicht heute keiner noch kennt. Vor allem verjüngt euch.

Und man braucht keine Angst vor der Braunpartei zu haben. Deren Denken ist im Alter 80plus, da hilft auch keine moderne tierkrawatte.
Wer diese Partei wählen will tut es aus Frust, aber das sind 10%Minus.

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Peters. Einung 01.06.2019, 17:27
7. Wer die Rechtschaffenheit des Nachbarn in der Bäckerschlange

ordentlich geprüft haben will, kann nicht liberal sein.

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neptun680 01.06.2019, 17:27
8. Und es wird noch weiter gehen...

Ich unterstelle den sogenannten Eliten durchaus, dass sie sich auch menschlich weiter entwickel werden und auch mehr im Sinne der Gemeinschaft denken und handeln werden. Daraus folgt die Frage ob und in wie weit, es dann überhaupt so einseitig aufgestellte Parteien langfristig noch braucht. Die FDP hat ja ihren Nimbus, ausschließlich die Partei der Wirtschaft und der Zahlungskräftigen zu sein, nie wirklich abgeschafft.

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fc-637124 01.06.2019, 17:29
9. Herr Baum möchte die Gier der Eliten hinterfragen

und beginnt zu einem Zeitpunkt mit dem Hinterfragen, wo das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Nun bekommt dieses alte Regime eine Lehrstunde darin, was Demokratie bedeutet. Die Bürger sind es leid, von Vetternwirtschaft und Parteiklüngel bevormundet zu werden. Alle öffentliche Bereiche sind zur Zeit unter Druck der Parteien und Entscheidungen werden nicht mehr zum Wohle der Bürger sondern zum Wohle ihrer Parteikassen getroffen. Viele Abgeordnete, die über die Parteilisten ein Mandat erhalten haben, treffen ihre Entscheidungen für die Konzerne und für die Wirtschaft, in der sie nebenbei Posten bekleiden und von diesen finanziert werden.Mit Recht bläst ihnen nun ein Wind entgegen, da sie überzogen haben und diesen durch ihr Verhalten selbst herbeigeführt haben.

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