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FDP sucht Neuanfang: Liberaler Selbstfindungstrip

Die FDP steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte - und sucht hektisch nach einer neuen Strategie: Die Parteispitze will weg vom Image der reinen Steuersenkungspartei - und nähert sich langsam SPD und Grünen an.

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redpirate37 16.06.2010, 19:22
10. War da nicht etwas?

Was ist denn nun mit Westerwelles Ehrenwort?

http://forum.finanzen.net/forum/jawoll-t413736

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GerwinZwo 16.06.2010, 19:24
11. Nochn Gedicht

Zitat von onzapintada
Das ist der Leistungsträger Westerwelle Der wollt mal eben auf die Schnelle Seinen mittelreichen Wählerschaften.....
Die FDP- mit schnellem Schritte-
schreitet in die "Linke Mitte"

Doch, oh Schreck, dort angekommen,
wird sie nicht mehr wahrgenommen.

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BouvardPecuchet 16.06.2010, 19:27
12. Nirwana

Zitat von sysop
Die FDP steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte - und sucht hektisch nach einer neuen Strategie: Die Parteispitze will weg vom Image der reinen Steuersenkungspartei - und nähert sich langsam SPD und Grünen an.
Das Problem der FDP dürfte wohl weniger das "Image" sein, sondern die Ausrichtung der Partei seit 1998. Man kann nicht 12 Jahre Neoliberalismus fordern und sich dann, wenn man an der Macht ist und feststellen muß, dass das eigene Konzept nicht trägt, plötzlich an anderen Parteien ausrichten. Die FDP verliert durch ihr neuerliches Taktieren nur mehr an Glaubwürdigkeit.

Ich bin gespannt, wie lange Frau Merkel das Herumlavieren noch mitmacht. Schröder hat 2005 nach der NRW-Wahl für manche überraschend früh den Schritt gewagt, eine Regierung, die in der Bevölkerung nicht mehr genügend Rückhalt hatte, zur Wahl zu stellen. Im Nachhinein muß man ihm dafür Respekt zollen. Deutschland konnte sich damals eine Regierung in Agonie nicht leisten.

Heute, unter weit schwierigeren Verhältnissen muß man leider feststellen, dass die schwarz-gelbe Regierung seit der Wahl im September nie richtig Tritt gefaßt hat. Anfänglich hat man versucht, das Nichtpassende der Programme durch Aufschieben oder Lavieren zu kaschieren. Inzwischen kommt es nach beinahe jedem Vorstoß eines der Beteiligten schon in der Koalition zum offenen Streit, gar zu Anpöbeleien. Das ist nicht nur eine schreckliche Performance, das ist auch nicht das, was die Wählerinnen und Wähler gewählt oder gewollt haben. Es wird Zeit für Neuwahlen.

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loky mcqueen 16.06.2010, 19:29
13. Das Kind ist in den Brunnen gefallen

Auch wenn jetzt diverse hochbezahlte Image- und PR Agenturen und Berater Alarm schlagen und einen schnellen Kurswechsel empfehlen, glauben kann man der FDP nicht mehr. Versagt hat ihre Gallionsfigur mit Geldadelpolitik und dubiosen, sowie bizarren Hartz IV Diskussionen, die medial schön aufbereitet von den Hofberichterstattern ins Land getragen wurden.

Es kann nicht sein, dass ein Obergaukler Westerwelle für die Zwecke seiner Partei und seiner eigenen Person mediale Propagandakampagnen lostritt, um ein Zerrbild, ein Vexierbild, der gesellschaftlichen Situation zu schaffen, welches gar nichts mehr mit der realen Situation und den Nöten dieses Landes zu tun hat.

Die veröffentlichte Sudie des DIW spricht Bände über die verfehlten neoliberale Ideologie einer kranken Wirtschafts- und Sozialpolitik der ebenso wahnwitzigen, wie faktisch nicht an Volk und Land interessierten politischen Entscheidungsträgern aus FDP und Union!

Dem Geldadel mag das egal sein, der kann sich, wenn alle Stricke reißen, absetzen, nach Mallorca, in die USA, die Schweiz, oder ein sonstiges Land seiner Wahl. Wir müssen hier bleiben und endlich kapieren, dass Demokratie, genauso wie Recht, für alle Menschen da ist und sein muss! Egal, wie reich, wie arm, egal wie gut oder wie schlecht gebildet.

Die FDP steht definitiv nicht mehr für den Mittelstand und seine Belange und Nöte, sie steht nur noch für ihr eigenes Machtstreben und den eigenen Machterhalt, dabei ist ihr so gut wie jedes Mittel recht, sogar die medial journalistische Manipulation realer Sachverhalte in Deutschland - das bleibt nach dieser Klagenummer schwarz-gelb!

Und ja, es liest sich wie ein Nachruf, denn das Vertrauen ist schlicht missbraucht worden und jede weitere Chance würde nur wieder zweckentfremdet und für die eigene Sache manipuliert werden, weit ab von den Nöten und wichtigen politischen Entscheidungen für die Deutschen oder Deutschland.

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lattifix 16.06.2010, 19:30
14. Sie bleiben Wendehälse...

Zitat von sysop
Die FDP steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte - und sucht hektisch nach einer neuen Strategie: Die Parteispitze will weg vom Image der reinen Steuersenkungspartei - und nähert sich langsam SPD und Grünen an.
Ich kann es nicht mehr hören oder lesen.
Ständig ist die FDP auf Stimmenjagd. Haben sie in irgendeinem Bereich eine Stimme "erlegt", wird in neuen Gefilden geschossen - Hauptsache wild um sich schießen, und somit verschleiern, dass man nichtmal weiß, welche Zielscheibe überhaupt die richtige ist.

"Steuern runter" brüllen, ohne dem dummen Wahlvolk zu erklären, dass damit die eigene Klientel gemeint ist:
Steuern runter für die Reichen.

"Arbeit muß sich wieder lohnen" auf jede Tafel schreiben, ohne zu sagen, dass hier die Aufsichtsräte gemeint sind:
Arbeitnehmer in den unteren Lohnklassen weiter ausbeuten bzw. unter Druck setzen, um jedes "Aufmucken" zu verhindern.


Wer jetzt glaubt, mit den Grünen eine Alternative zu haben, sollte vorsichtig sein - der heutige Grün-Wähler ist nur ein besserverdienender Öko. Da wird sich kaum etwas ändern.

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Huuhbär 16.06.2010, 19:30
15. ...

Mit der Wahlschlappe in NRW und dem Hin und Her der FDP, wenn sie sich politischen Gesprächen mit anderen demokratischen gewählten Parteien verweigert, zweigte recht gut auf, dass die FDP und die politischen Parteien insgesamt noch nicht in der Realität eines Fünf-Parteien-Systems angekommen sind. Schade für die Bürger und Bürgerinnen.

Mir jedenfalls sind die Köpfe mit Marxs und Engels Gedankenugut sympathischer als jene, in denen das Kapital den Blick auf die Gesamtheit vernebelt.

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stauner 16.06.2010, 19:32
16. Programmatische Unverlässlichkeit

Der Linkspartei fehlt die programmatische Verlässlichkeit - meint Gauck im Spiegel. Wie nennt er dann das, was die FDP hier bietet?? Über Nacht, von Umfragewerten gepeitscht verabschiedet sich die Partei von ihrer Linie und nähert sich SPD und Union an. Hauptsache die Sesselkleber dürfen irgendwie bleiben. Da fragt sich doch WELCHE Partei eigentlich langfristig progammatisch zuverlässig ist?

Herr Gauck, bitte schreiten sie ein!

gruss
Stauner

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Hubert Rudnick 16.06.2010, 19:40
17. Zurück auf die Oppositionsbank

Zitat von sysop
Die FDP steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte - und sucht hektisch nach einer neuen Strategie: Die Parteispitze will weg vom Image der reinen Steuersenkungspartei - und nähert sich langsam SPD und Grünen an.
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Die Regierungspartei FDP hat es allen Wählern gezeigt, dass sie sehr gut in der Lage sind die Gesellschaft grundlegends zu spalten.

Die Hasstiraden des Parteivorsitzenen und Freizeitaußenminister machten es deutlich, dass dieser Mann nie vorhatte das Land mit zu gestalten, sondern viel mehr seinem Klientel zu bedienen.

Vielleicht bekommen es nun die Wähler, die auf seine Steuersenkungsdiskussion hereingefallen sind und seine treuen Mitkameraden mit, dass dieser Parteivorsitzende zwar als ein Oppositionvorsitzenden sehr gut viele dumme Sprüche herüber bringen kann, um für sich etwas mehr Aufmerksamkeit zu erlangen, aber ein Land mitregieren ihm nicht gelingen wird.

Dieser Mann hat mit seinen Sprüchen diese Partei Luftballons beschert, die aber genau so schnell wieder geplatzt sind.

Sie alle sollten zu einer Erneuerung bereit sein, diesen Politclown absetzen und sich auf die hintersten Oppositionsbänke im Parlament begeben, um erst einmal wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

Leider hat nie nie eine Partei so etwas von sich aus getan, es wäre aber eine guter erster Schritt.
HR

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garfield 16.06.2010, 19:41
18.

Zitat von redpirate37
Was ist denn nun mit Westerwelles Ehrenwort?
Darf ich Ihnen darauf mit Müntefering antworten?
;-)

(Ich glaube, Sie wissen auf welchen seiner Sätze ich hinaus will.)

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Baikal 16.06.2010, 19:42
19. Die Möwenpigs

Zitat von lattifix
Steuern runter für die Reichen. "Arbeit muß sich wieder lohnen" auf jede Tafel schreiben, ohne zu sagen, dass hier die Aufsichtsräte gemeint sind: Arbeitnehmer in den unteren Lohnklassen weiter ausbeuten bzw. unter Druck setzen, um jedes "Aufmucken" zu verhindern. Wer jetzt glaubt, mit den Grünen eine Alternative zu haben, sollte vorsichtig sein - der heutige Grün-Wähler ist nur ein besserverdienender Öko. Da wird sich kaum etwas ändern.

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