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FDP und die Schlecker-Pleite: Röslers riskante Operation Rückgrat
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Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?

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gruenbonz 30.03.2012, 17:50
10. Warmherzigkeit als Politikideal?

Zitat von sysop
Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?
keine Partei wird gewählt, weil sie "warmherzig" ist! Sondern weil sie eine für das Land gute Politik macht. Und da fehlt es bei der FDP, aber auch bei all unseren anderen Parteien, die im Moment unser Land an den finanziellen Abgrund fahren. Man sollte mit solchen Gutmenschen-kategorien aufhören, sondern konkret fragen, was eine Transfergesellschaft auf einer so diskreditierten Arbeitsebene wie ausgerechnet Schleckerdrogerien den Beschäftigten bringt. Bevor man wieder in Scheinunternehmen Dummy-Produkte in Regale einräumt und wieder ausräumt, Bewerbungsgespräche bis zur Erschöpfung simuliert und womöglich gebrauchte Puzzles zusammensetzt, sollte man den Leuten das Geld direkt geben, vorbei an den gewerkschafts-und arbeitgebernahen Firmen und auf den Personalmarkt setzen. Das wäre "warmherziger" für die Betroffenen. Und dann würde sich das Gejammer der SPD-Funktionäre schnell als Symbolpolitik entlarven. Und das gesparte Geld sollte man in Schlüsselbranchen investieren, die einen Wachtumeffekt versprechen.

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xxyxx 30.03.2012, 17:50
11. Keine "Anschlussverwendung" mehr für die FDP

Zitat von sysop
Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?
Es ist zu wünschen, daß die FDP mit dieser Entscheidung politischen Selbstmord begangen hat.
Und auch eine "Anschlussverwendung" (dies sollte übrigens das Unwort des Jahres 2012 werden) wird sich für diese kaltherzige Partei nicht mehr finden.

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syracusa 30.03.2012, 17:54
12.

Zitat von sysop
Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?
Die FDP verwechselt Marktradikalität mit Liberalismus. Anstelle des liberalen Mottos "leben und leben lassen" ist bei ihr das Recht des Stärkeren ein unmittelbarer Ausweis der Freiheit des Stärkeren, dem der Schwächere sich zu beugen hat.

Wenn die FDP die Notwendigkeit der Eigenverantwortung in den Fordergrund stellt, dann bedeutet das bei ihr die Ablehnung der Verantwortung für die Gemeinschaft. Dass auch ein Wohlhabender v.a. der größeren Freiheit wegen lieber Steuern für gemeinschaftliche Verantwortung entrichtet, anstatt - eventuell sogar billiger - für sich alleine zu sorgen, kann diese Politikerriege nicht verstehen.

Freiheit und FDP - das ist ein Widerspruch.

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Tagoide 30.03.2012, 17:55
13.

Zitat von CMH
Ich erwarte von einer Partei, dass sie vernünftige Politik macht und nach den Prinzipien handelt, wofür diese Partei steht - und zwar OHNE darauf zu schauen, ob das hundert Wähler mehr bringt oder nicht. Genau das hat die FDP in diesem Fall gemacht! Liberale Politik - auch auf die Gefahr hin, dass die grosse Masse aufheult. Das ist Rückgrat. Dafür sage ich danke.
Naja ich würde mir aber auch Prinzipentreue in Bezug auf die €-politik
wünschen das könnte wirklich %-punkte bringen ..allerdings auch Neuwahlen im Bund..

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huberwin 30.03.2012, 17:55
14. Na super

Zitat von CMH
Ich erwarte von einer Partei, dass sie vernünftige Politik macht und nach den Prinzipien handelt, wofür diese Partei steht - und zwar OHNE darauf zu schauen, ob das hundert Wähler mehr bringt oder nicht. Genau das hat die FDP in diesem Fall gemacht! Liberale Politik - auch auf die Gefahr hin, dass die grosse Masse aufheult. Das ist Rückgrat. Dafür sage ich danke.
kaltherzige Politik ohne rückgrat nur aus Parteiproporz einer Minderheitenpartei gegen die "breite Masse" wie Sie uns nennen finde ich ja toll. Diese "breite Masse" (wie sSie es nennen klingt es ein wenig wie "shit") sind immerhin mehr als 95 % der gesamten Bevölkerung! Wenn das liberale Politik ist, dann verstehe ich aber unter liberalität etwas völlig anderes.

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sukowsky 30.03.2012, 17:55
15. Äußerst kaltherzig

Zitat von sysop
Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?
Aus dem Bauchgefühl kann ich nur sagen, dass war von der FDP äußerst kaltherzig und das noch zu Frauen.

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Jonny_C 30.03.2012, 17:56
16. Hahahaha...

Zitat von sysop
Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?
...FDP und Rückgrad ?
Ich lach mich schlapp.
Diese opportunistische Egoisten Truppe soll Rückgrad haben ?
SpOn Eure Überschriften werden immer lustiger.
Danke !
Jedenfalls ein guter Lacher zum Wochenende !

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Anton T 30.03.2012, 17:56
17. Aussicht

Zitat von c++
Ob es klug war, ausgerechnet zulasten von arbeitslosen Verkäuferinnen Rückgrat zu zeigen, ist zweifelhaft. Damit wird die FDP punkten, aber nur bei ihrer Klientel. Charakter hat die FDP damit nicht gezeigt
Das Problem der FDP ist, daß sie keine politische Partei ist und auch keine Wählerinnen und Wähler hat. Die FDP ist eine Interessensagentur, und sie hat Kundinnen und Kunden. Diese wählen nicht, sie bezahlen. Die Währung, in der sie bezahlen, ist die Stimme am Wahltag. Wenn dann nicht "geliefert wird"(Rösler), dann ziehen sich die FDP-Kundinnen und -Kunden maulig zurück und kaufen lieber das Buch von Sarranazi(unter keiner Anhängerschaft ist Sarranazi so populär wie unter der FDP-Kundschaft).
In ähnlicher Lage befand sich die FDP bereits in den 90ern: eine Landtagswahl nach der andern verloren, der Wiedereinzug in den Bundestag ungewiß. Die FDP ist deshalb eine Weight Watchers-Partei mit Jo-Jo-Effekt. Die Anhängerschaft ist genuin apolitisch. Es geht ihr einzig um "mehr netto vom brutto", nicht um politische Inhalte. Die FDP-Klientel ist der wohlsituierte Ochlos. Und schon die alten Griechen erkannten in der Ochlokratie die Entartung der Demokratie. Im Sinne der Demokratie wäre ein Verschwinden der FDP wünschenswert. Wer allerdings nicht verschwindet, ist der wohlsituierte Pöbel, der ab und zu FDP wählt, wenn es die Aussicht auf einen fetten Happen am Futtertrog gibt.

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syracusa 30.03.2012, 17:57
18.

Zitat von CMH
Ich erwarte von einer Partei, dass sie vernünftige Politik macht und nach den Prinzipien handelt, wofür diese Partei steht - und zwar OHNE darauf zu schauen, ob das hundert Wähler mehr bringt oder nicht. Genau das hat die FDP in diesem Fall gemacht! Liberale Politik - auch auf die Gefahr hin, dass die grosse Masse aufheult. Das ist Rückgrat. Dafür sage ich danke.
Mit Liberalismus hat diese Politik nicht das allergeringste zu tun. Wessen Freiheit wird denn bedroht oder geschmälert dadurch, dass man für die 11000 meist alleinerziehenden Niedrigverdiener, die nun ohne Arbeit auf der Straße stehen, einen sanfteren Übergang schafft?

Umgekehrt werden die Freiheitsrechte dieser 11000 Menschen massiv eingeschränkt, denn die meisten fallen wg der niedrigen Löhne unmittelbar in Hartz-4.

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hannesR 30.03.2012, 17:58
19. Zu spät

Zitat von sysop
Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?
Seit Möllemann hat es bei der FDP keinen wirklich fähigen Mann mehr gegeben.Westerwelle mit seiner Personalpolitik und wseiner Phantasielosigkeit war dann der letzte Sargnagel der FDP. Für die neuen Jungspunde Rösler und CO kann man sich als Deutscher nur noch schämen.

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