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FDP und die Schlecker-Pleite: Röslers riskante Operation Rückgrat
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Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?

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Andreas-Schindler 30.03.2012, 20:44
270. Kündigung

Zitat von sysop
Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?
Als ich vor 2,5 Jahren in eine Transfergesellschaft abgeschoben wurde mußte ich ein Aufhebungsvertrag Unterschreiben, somit war ich auch Gekündigt mit einer Abfindung, also Gekündigt währen die 11.000 Mitarbeiter so oder so.
Das was die FDP sagt über Transfergesellschaften und den Arbeitsamt stimmt so nicht. In der Regel bekommt man über eine Transfergesellschaft eher eine Fortbildung als über das Arbeitsamt. Auch ist die Betreuung bei einer Transfergesellschaft besser.
Warum Firmen eine Transfergesellschaft wählen ist einfach, da man Unterschreiben muß das man nicht gegen die Firma Klagt auf Wiedereinstellung um eine höhere Abfindung zu bekommen. Bei 11.000 Beschäftigten würde das Zusätzliche Kosten verursachen hinzu kommt das sowas sich Hinziehen kann bis es zu einer Einigung kommt.
Auch sollte man nicht vergessen das die Gekündigten 6 Monate länger Zeit haben ein neuen Job zu finden bis sie H4 Beantragen müssten wenn sie nichts Finden.

Also die FDP hat hier für die 11.000 Gekündigten eine schlechten Dienst erwiesen.

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backshop 30.03.2012, 20:44
271. Apropos "boese Grosskonzerne"

Bestandteil oeko-sozialistischer Ideologien ist ja das Klein-Klein-Denken, was reiner Utopismus ist, denn lediglich nur kleines ist auch insgesamt ineffizient.

Wer sich mal umsieht in Deutschland, kann unschwer erkennen, dass nicht zufaellig die Gegenden wohlhabender gerechter und vernuenftiger bewirtschaftet werden, die auch viele Grosskonzerne haben.

Es sind Grosskonzerne, die ihre Angestellten besser bezahlen. Was haben die davon, wenn sie durch ideologische "boeses Grosse" ploetzlich weniger Geld verdienen?

Es sind Grosskonzerne, die auch mittlere und kleinere Betriebe im Fahrwasser mitnaehren ... zusammen mit den Mittleren Betrieben bilden sie das industrielle und sonstige Herz Deutschlands, das fuer die meisten dafuer sorgt, dass des Deutschland vergleichsweise gutgeht.

Nehmen wir mal alle Grosskonzerne weg. Kein BMW mehr, kein Daimler/Mercedes, kein VW, kein E.On, kein Siemens, kein Audi, kein Aldi, kein Ruhrstahl usw.

Glaubt hier jemand tatsaechlich, dass derlei Griechenland-aehnliche Verhaeltnisse gut sind? Dass es dann alles besser geht?

Manche scheinen vor lauter Eifer voellig die Realitaet zu vergessen, warum Deutschland ueberhaupt wirtschaftlich ganz vorne mitspielt.

Auch hier haben sich schleichend voellig falsche utopische, oeko-sozialistische, Vorstellungen angehaeuft, die extrem schaedlich sind und am Ast aller saegen.

Das vernuenftigste ist eine ausgewogene Mischung aus Grosskonzernen, mittleren und kleinen Betrieben. Logischerweise gibt es weniger Grosskonzerne als mittlere wie es auch weniger mittlere als kleine Selbstaendige gibt. Das sollte eigentlich nicht der Rede wert sein ...

Saemtliche Ressentiments, die staendig gegen Grosskonzerne gehen, die auch in Wirklichkeit von genau denen stammen, die weltweit schon immer durch ihre Enteignungen wirtschaftliche Schaeden angerichtet haben, taugen nichts. Es fatalistische Ideologien ...

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Heimatloserlinker 30.03.2012, 20:44
272.

Zitat von kahabe
Die Damen bei Schlecker haben wohl überwiegend keinen Anspruch auf ALG I. Das gibt es nur für Beitragszahler in die Arbeitslosenversicherung. Alle anderen ALG II, vulgär Hartz IV vom Gas-Gerd! Uns Steuerzahler freut's.
Nicht richtig! Schleckerfrauen werden nach Tarif bezahlt. in der Regel in Vollzeit. Oft über 45 Jahre alt. Oft Russlanddeutsche.
Löhnen muss also die Arbeitslosenversicherung und nicht der Steuerzahler. Dürfte der FDP aber ziemlich recht sein, hat doch von deren Mandatsträgern bisher kaum einer Beiträge gezahlt!

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Heimatloserlinker 30.03.2012, 20:46
273.

Zitat von reswer
Scheint aber zu wirken, wie bei der Anti-Wulff-Kampagne der Springerpresse auch: Politbarometer: 60 % meinen, dass die FDP überflüssig sei! Alle Macht der Presse: AUGSTEIN for Kanzler
Was ist flüssiger als Wasser?
Klar doch die FDP.
Die ist überflüssig!!![/QUOTE]
Falsch. Die FDP hat noch eine letzte Funktion, nämlich der CDU soviele Stimmen abzujagen wie es geht und dabei selbst unter 5 Prozent zu bleiben!

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famulus 30.03.2012, 20:47
274. Ihre Lügen -

Zitat von Karl2009
Sie wissen um Ihre Lüge?! Die Transfergesellschaft wäre von der KfW zwischenfinanziert worden - als Bürge wären die Länder aufgetreten. Als Sicherheit für die Bürgen hätten diese die ausländischen Tochtergesellschaften im Wert von rund 200 Millionen € erhalten. Dem Steuerzahler wäre damit sogar im schlimmsten Fall kein einziger Cent an Zahlungen zugemutet worden. Mit der Transfergesellschaft hätte der Insolvenzverwalter für die restlichen 13.000 Mitarbeiter eine reelle Chance gesehen. Aufgrund des Neins der FDP werden jetzt eine Reihe von Interessenten abspringen - vielleicht auch alle, wenn die 10.000 gekündigten Mitarbeiter den Rat von Herrn Kubicki befolgen und Kündigungsschutzklagen einreichen. Dann springt auch der allerletzte Interessent ab. Die warten dann die endgültige rechtliche Abwicklung ab und werden sich aus den verbleibenden Stücken die Besten herauspicken. Bravo FDP - tolle Leistung! Geht noch mehr Inkompetenz bei einer angeblichen Partei für die Wirtschaft? Hoffentlich bald aus allen Landtagen draussen! Hier der Link zu den Erläuterungen des Insolvenzverwalters:
oder ist es Naivität? Von Blödheit zu reden, verbietet mir meine Erziehung.

Was ist denn die KfW? Eine staatlich aus Steuern - ja, unseren Steuern - finanzierte Bank. Wer soll sich denn für das völlig falsch strukturierte Unternehmen Schlecker interessieren? Niemand. Schlecker braucht niemand. Es wären unsere Steuergelder zum Fenster rausgeschmissen.

Sie zahlen wahrscheinlich keine Steuern. Ich schon!

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global_architect 30.03.2012, 20:47
275. "FDP-Bashing"

Zitat von sysop
Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?
Diese ewige und vor allem populistische FDP Bashing ist mittlerweile ziemlich lächerlich.

Wer denkt die Wirtschaftskrise wurde von den angeblich so "Neoliberalen" der FDP verursacht kann auch gleich an den Weihnachtsmann glauben.

Man sollte nicht vergessen, dass die aktuelle Robustheit der deutschen Wirtschaft in erster Linie der "neoliberalen" Agenda 2010 von einem gewissen Kanzler Schröder zu verdanken ist.

Wer meint die Grünen, die Linken oder gar die CDU sind die Behüter der deutschen Demokratie sollten sich ebenso nicht von dem ewigen Populismusgeschacher blenden lassen.

Die Liberalen haben sehr wohl ihre Berechtigung...sobald die Parteiführung mal wieder verlässliche und sachorientierte Politik betreibt anstatt mit aroganter Inkompetenz die Wähler zu verprellen.

Zum Thema Schlecker gibt es genauso so viel zu sagen wie zum Thema Quelle, Karstadt, Holzmann und Opel: Vater Staat ist kein Freilosticket.

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Heimatloserlinker 30.03.2012, 20:48
276.

Zitat von schönbergwebernberg
Was heißt das? Meinen Sie, FDP-Anhängern kommen massenhaft herbeigeströmt und kommentieren Ihren Was die Schlecker-Entscheidung angeht, mag es ausgeglichen sein. Natürlich ist es nicht repräsentativ, aber Sie tun so, als würden die Kritiker stark überwiegen. Das bezweifle ich. Die Leute mit dem Feindbild FDP sind besonders motiviert, ihre Gülle hier abzulassen. Ich warte auf die ersten repräsentativen Umfragen. Die Kanzlerin hat sich auch schon zur FDP-Entscheidung positiv geäußert. Und bei den nächsten Landtagswahlen schafft die FDP den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Da bin ich mir sicher.
Aber Sie etwa eine Rückversicherung abgeschlossen?

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famulus 30.03.2012, 20:48
277. Nein,

Zitat von Heimatloserlinker
Aber bitte erst abwarten, wie die Wahl in Frankreich ausgeht!
da braucht man nichtr abzuwarten. Frankreich will sich mit deutschen Steuergeldern sanieren. Egal, ob Sarkötzi oder Hollandkäse.

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backshop 30.03.2012, 20:50
278. FDP Gegner koennen nicht argumentieren

Zitat von martin-gott@gmx.de
was ist rational daran die Umsatzsteuer zu senken so das Hotelrechnungen in der Regel zwei Steuersätze haben. Das dürfte die Verwaltungskosten in allen deutschen Firmen etwas erhöht haben.
Nein, da man dafuer gar nichts umstrukturieren muss. Es ist ja nicht so, dass eine Umsatzsteuer an sich neu eingefuehrt wurde. Saemtliche Software laesst derlei also einfach umstellen.

Der entscheidende Punkt ist aber doch ohnehin ein ganz anderer, naemlich die entsprechenden Ressentiments. Wieso entsteht ueberhaupt ein Ressentiment gegen die FDP wenn bei einer reinen Sachfrage wie man den Standort Deutschland verbessert bzw. mehr Jobs schafft auf diese oder jene Loesung kommt? Das ist eigentlich reine Alltagspolitik, die aber selektiv gegenueber der FDP hochgejazzt und zum Ressentiment wurde, das ohne Sinn und Verstand abgefloskelt wird.

Das gilt auch fuer saemtliche "Argumente", die mit Prozentzahlen oder pauschalem "nur fuer die Reichen" oder sonstigen Populismen agieren. Das sind oeko-sozialistische Parolen, mehr nicht. Mit echten Argumenten hat das nichts zu tun.

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backtoblack 30.03.2012, 20:50
279. Kündigungsschutz

Zitat von -mowgli-
Für eine Klage vor dem Arbeitsgericht ist kein Anwalt notwendig. Und bei den üppigen Gehältern, die Schlecker zahlte, würde es ohnehin Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe geben. Warum sollen die Abfindungen nicht üppig ausfallen? Für die Transfergesellschaft hätte man doch angeblich noch einige Millionen in Reserve.

In diesem Zusammenhang verstehe ich ohnehin nicht, warum die Schlecker-Betriebsräte das Thema Kündigungsschutzklage nicht viel mehr in den Vordergrund stellen. Diese Klagen sind doch schlicht ihr gutes Recht.

Die weiblichen Betriebsräte erscheinen in der TV-Öffentlichkeit nur als tränenreiche Opfer. So lange sie ihre Sprache nicht finden, werden sie zum Spielball eines zynischen Politspiels. Schade.

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