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Feindbild Maaßen: Die Treibjagd
FILIP SINGER/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Die Linke im Land ist sich einig: Hans-Georg Maaßen muss weg. Sein Vergehen: Er hat es gewagt, die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin zu kritisieren. Das ist der wahre Grund, seinen Kopf zu fordern.

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vera gehlkiel 13.09.2018, 14:44
50.

Auch wohlfeile Solidarisierungsversuche werden nichts daran ändern, dass Chemnitz endgültig klar gemacht hat, dass durch das ganze Migrationsgepolter etc. die existentielle Generalkrise des deutschen und europäischen Konservatismus nicht mehr zu übertünchen ist, ohne sich gemein mit Positionen zu machen, welche eine breite Mehrheit der Menschen in Deutschland, und weiss Gott nicht nur dort, einfach abscheulich findet. Dabei ist komplett egal, ob sie selbst konservativ oder progressiv, rechts oder links sind. Die bittere Wahrheit ist, dass Maassen und Seehofer angesichts der dortigen Vorfälle ihre offene Verachtung gegenüber denen zum Ausdruck gebracht haben, nach welchen in Chemnitz ein organisierter brauner Mob mit der blanken Tötungslust in den zusammengekniffenen Augen suchte. Wobei es denen komplett egal war, ob das wirkliche "Ausländer" sind. Wenn ein Innenminister oder der Chef des Verfassungsschutzes wohlbegründete Todesangst in zahlreichen Fällen verhonepipelt, ist Schluss mit lustig. Und da helfen auch keine flockig formulierten Querverweise in der munteren Fleischhauer-Schreibe mehr. Ob Maassen gehen muss, oder Seehofer, ist den meisten Leuten fast schon egal, jedenfalls denen, die sich ernsthaft mit Chemnitz auseinandersetzen. Denn sie wenden sich einfach mit Grausen von allem ab, was die Rechtskonservativen in ihrer öffentlichen Selbstzerfleischung hervorbringen.

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jöbra 13.09.2018, 14:44
51. Nun ist gut

Herr Fleischhauer ist nicht mehr zu ertragen. war der Spiegel nicht mal eine linksliberale Zeitschrift, die sich für den Rechtsstaaat eingesetzt hat? Dieses von oben herab und klugsch... Geschreibsel des Herrn aus Bayern ist eine Schande für Ihr Magazin.

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LariFariMogelzahn 13.09.2018, 14:44
52. "Treibjagd" als Überschrift?

Es liegen ja ganz offensichtlich keine Belege für eine Treibjagd auf Maaßen vor. Ich kann keine Hunde sehen, noch nichtmal ein Video gibt es von Hunden, die für eine Treibjagd ja wohl notwendig sind. Denn sonst kann man ja nicht von Treibjagd reden.

Es liegen keine Belege dafür vor, dass die von Herrn Fleischhauer getätigten Äußerungen zu diesem angeblichen Vorfall authentisch sind. Nach meiner vorsichtigen Bewertung sprechen gute Gründe dafür, dass es sich hier um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von den unsäglichen Äußerungen des ungeeigneten Behördenchefs abzulenken.

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austriacus 13.09.2018, 14:45
53. Das grosse Missverständnis...

Jan Fleischhauer findet nichts daran, dass der Chef einer Behörde öffentlich die Regierung kritisiert und beschreibt ihn als harmlosen Buecherwurm. Da sehe ich ein Haar in der Suppe. Privat mag der Chef des BND plappern, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Öffentlich hat er als Beamter nicht das Recht, sich in die Politik einzumischen. Wenn ihm diese nicht gefällt, sollte ihm sein Gewissen sagen, dass er den Hut nehmen muss.

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sternenguckerle 13.09.2018, 14:45
54. Nichts erhellendes

von Herrn Fleischhauer. Seine albernen Beschreibungen von Herrn Maaßen (Brille, Haar, usw.) gehören noch nicht einmal in die Gala, geschweigen denn in den Spiegel.

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parrothh 13.09.2018, 14:46
55. Es passiert schon längst...

Dass Hr. Maaßen "den Verächtern der Demokratie in die Hände spielt" kann man schon längst im braunen Sumpf diverser Verschwörungsblogs nachlesen. Da nämlich werden seine Aussagen von Verfassungsfeinden, Rassisten und Antisemiten mit Genuss zitiert.

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creatext 13.09.2018, 14:46
56. Frage

Was treibt den Kolumnisten dazu, ausgerechnet von einem rechtslastigen Innenminister und seinem ebenso rechtsorientierten Verfassungsschutzchef den Schutz der Grund- und Menschenrechte zu erwarten? Möchte er lieber in einem autoritären Staat ohne Flüchtlinge leben?

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deraccountant 13.09.2018, 14:47
57. Danke Herr Fleischhauer,

wieder mal sind Sie die wöchentliche Stimme der Vernunft im rotgrünen Biotop SPON. Ihrem Kommentar ist in der Sache nichts hinzuzufügen. Das Maaßen-Bashing der linken Kamarilla ist dermaßen plump und durchsichtig, dass selbst die durchgegrünte Kanzlerin nicht darauf eingehen wird, will sie nicht den endgültigen Bruch mit Seehofer vollziehen.

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jujo 13.09.2018, 14:47
58. ....

Die Richtigstellung der Einschätzung und Klarstellung von Herrn Maaßen hätte unverzüglich folgen müssen. Das verspätete herumgeeire spricht nicht für ihn. Jeder kann sich mal "versprechen"
So wie es aber gelaufen ist und weiterläuft glaube ich nicht mehr an Versprecher.

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hoernomat 13.09.2018, 14:48
59. Leider Falsch, Herr Fleischauer

Bei allem Respekt - Ihr Beitrag zeigt, dass sie das Problem entweder nicht verstanden haben, oder nicht verstehen wollen.
Herr Maaßen hat ungefragt ein Interview mit einem Boulevardblatt gegeben und dort nicht einfach die Politik der Kanzlerin kritisiert, sondern ohne Prüfung - also voreilig - Zweifel an einem kolportierten Video gestreut. Zudem hat er den Verdacht geäußert, damit solle von einem Mordfall abgelenkt werden, was nachweislich die Unwahrheit ist.
Herr Maaßen ist ein Verdienter Sachbearbeiter seiner Behörde, seit vielen Jahren und man darf annehmen, dass er durch seine Arbeit und seine Beförderung an die Spitze des Amtes, kein Idiot ist.
Er kennt sich in der Materie aus und er kennt den Duktus der Faschisten genau, welche die Medien in Zweifel ziehen, der eigenen Regierung Deutschenhass unterstellen und dass diese angeblich Verbrechen an Deutschen - vor allem durch Ausländer und insbesondere Schutzsuchende - nicht hinreichend bekämpft/die Bürger davor schützt.
Er weiß genau, dass seine Formulierung das exakte Gegenteil von deeskalierend gewesen sind, weil er genau das formuliert hat, was eben jene Hetzer ständig in die Kamera brüllen - Stichwort: "Lügenpresse"
Er weiß, dass es bei Chemnitz nicht um die Semantik geht - es ist völlig uninteressant, ob es eine Hetzjagd, eine Menschenjagd, oder die Verfolgung eines südländisch aussehenden Menschen mit anschließender Gewalteinwirkung gewesen ist - in der Sache ist es nicht zu akzeptieren und anstatt dies klar zu benennen und das Volk gegen die Verfassungsfeinde zu schützen, macht er sich zum Apologeten eben dieser selbst ernannten Hooligans, die darauf pochen, es habe keine Hetzjagd gegeben, als wäre nichts passiert.

Er ist kein Idiot und er weiß, dass dies keine Kritik der Politik der Kanzlerin ist, sondern etwas ganz Anderes - nämlich zumindest gefährliche Stimmungsmache.
Das ist eines Amtschefs im Staatsdienst nicht angemessen und das weiß er selbst am besten, da er vom Fach ist.

Wieso ausgerechnet Law&Order-Mann Fleischauer dies nun nicht als genau das benennt, was es ist, sondern zur - vielleicht sogar berechtigten - Kanzlerkritik umdeutet, ist offen gestanden nicht Ihre beste Stunde, nicht der Anspruch an sauberen Journalismus, dem Sie ansonsten verpflichtet scheinen.
Schade... ich hätte mehr erwartet....

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