Forum: Politik
Feindbilder: Feinstaubbelastungsleugner
DPA

Der Grenzwertezirkus hat ein neues Feindbild: Menschen, die nicht an die schlimmen Folgen des Feinstaubs glauben. Dabei gibt es gute Gründe zur Skepsis. Wo ist die Gefahr am größten? Nein, es ist nicht die Verkehrsinsel.

Seite 28 von 48
claus.hunold 31.01.2019, 22:05
270. Danke schön!

Es spricht mir aus der Seele! Ein Vorschlag: warum es nicht in die Rubrik „alles wird schlechter“ aufnehmen? Wie war die Stickoxidemission vor 40 Jahren, vor 30 Jahren, vor 10 Jahren und dann heute? Es würde sich zeigen, dass wir in so gesunder Luft wie noch nie leben! Es ist verrückt, was in d
Deutschland abgeht....

Beitrag melden
Corriere 31.01.2019, 22:05
271. Fleischhauers Missverständnisse und Köhlers Fehler

Zitat von ebill
Herr Fleischhauer hat die - vollkommen korrekte - Argumentation von Herrn Köhler offenbar verstehen und sogar wiedergeben können. Wieso gelingt das vielen Medizinern, Wissenschaftler und - natürlich - Politikern nicht? Wenn man Untersuchungen in einer bestimmten Population anstellt - hier - Anwohner befahrener Straßen - muss man selbstverständlich berücksichtigen, welche anderen Faktoren auf diese Population einwirken. Eine epidemiologische Studie oder auch z.B. eine Arzneimittelstudie, die das nicht tut, ist einfach wertlos und vollkommen beliebig!
Herr Fleischhauer hat die Argumentation von Herrn Köhler nicht verstanden. Denn die Studien, auf denen die Grenzwerte basieren, ignorieren die Störfaktoren (andere Gesundheitsrisiken wie Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel) keineswegs, sie rechnen sie mit statistischen Methoden heraus. Was Köhler krisitisiert, ist vielmehr folgendes: Da die anderen Faktoren wie Rauchen viel größere Effekte auf die Gesundheit haben als Stickoxide und Feinstaub in den vorkommenden Konzentrationen, behauptet er, diese gingen quasi im statistischen Rauschen unter. Hier sein Paper dazu im Deutschen Ärzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/archiv/200863/Feinstaub-und-Stickstoffdioxid-(NO-sub-2-sub-)-Eine-kritische-Bewertung-der-aktuellen-Risikodiskussion

Der Artikel wurde allerdings keinem Peer Review unterzogen, also vor seiner Publikation nicht von renommierten Epidemiologen begutachtet. Köhlers These mag erst zu nehmen sein, aber da sie keiner unabhängigen fachlichen Prüfung unterzogen wurde, bleibt sie eine unbelegte Behauptung. Damit an eine nichtfachliche Öffentlichkeit gegangen zu sein, ist Köhlers Fehler. Er mag sich wie ein einsamer Rufer in der Wüste fühlen, aber wer in der Wüste einsam ruft, hat deshalb noch lange nicht recht. Er muss sich schon der kritischen Debatte stellen.

Fleischhauer erliegt gegen Ende seines Artikels einem weiteren Trugschluss: Aus dem Umstand, dass im geschlossenen Raum einer U-Bahn-Station Feinstaub aus Bremsabrieb oberhalb der Grenzwerte gemessen wurde, folgt nicht, dass man sich dort eine "Feinstaublunge" holen muss. Denn die Expositionszeiten an diesem Ort sind minimal gegenüber denen von Anwohnern viel befahrener Straßen.

Beitrag melden
checkitoutple 31.01.2019, 22:07
272. Bin dann auch fuer ein 100% iges Haustierverbot

wegen CO2 Kindern sollte man das Athmen verbieten und Menschen mit Flatuenzen sollten sofort erschossen werden.
Die Wrltuntergangpriphetwn gene ja zurueck bis ind die Bibel und schon in Wandmalereien der hoehlenmenschen konnte man diese Propheten am Werk bewundern.
In Form von Gruenen Politikern sind sie heute leider in vielen Laendern mit am Regieren.
Dabei werden Merkwuerdiger weise die echten Gefahren nie Benannt.
Denn wer Diskutiert denn schon die Umweltbelastungen durch die Armeen der Welt? Da sprechen wir von einem zig fachen des Weltweiten Verkehrs und das ohne Kriege denn wenn man die einbezieht sprechen wir von 100 fachen Belastungen der Umwelt ganz abgesehen das die Kriege im letzten Jahrhundert neben der groessen Umweltbelastung auch fuer die meisten Toten verantwortlich sind.
Panikmache gehoert zum Stimmenfang, da unterscheiden sich die Umweltpolitiker nicht von der Rechtspopulisten. Beide setzen die gleichen Werkzeuge ein. Beide lieben es zu uebertreiben zu luegen und zu Manipulieren.
Beide wollen die Wahrheit nicht wissen.
Die Studienlage reicht sicher nicht aus um eine solide Grundlage fuer einen Grenzwert zu haben. Obwohl es ja durchaus Orte gen wuerdr wi man diese ermitteln kann. im Bergbau und bei Schweissern zB falls das Interesse ernst waere haette man das schon laengst machen koennen.
Aber die Politik bevotzugt da eher Glaubenssaetze denn wenn man fuer die Umwelt ist ist man ja moralisch im Recht und dann duerfen Beobachter ja Populismus nicht mehr Populismus nennen.

Beitrag melden
djssss 31.01.2019, 22:08
273.

Zitat von badscooter
was sie in ihrem artikel nicht erwähnten, ist die tatsache, dass der lungenärzteverband (wenn ich mich richtig erinnere ca 3200 mitglieder) sehr wohl sagt, die granzwerte sind nicht zu hoch und feinstaub ist schädluch. belegt mit über 400 quellenangaben inkl studien. aber sie meinen, die 100 ärzte mit einer gegenteiligen meinung ohne belege und quellen haben recht? ich hab mal mehr von ihnen gehalten, herr fleischhauer.
So, so, da gibt ein Vorstand des Lungenärzteverbandes seine Meinung kund und unsere Öko´s erklären, dies sei die Meinung von 3200 Mitgliedern. Unfassbar. - Da werden 400 Quellenangaben als Beweis für die Toxizität angeführt, wenn es aber nur eine einzige gäbe, die signifikant Gesundheitsschäden bei Konzentrationen von 40ug belegen würde, müßte man keine 400 anführen und es gäbe mit Sicherheit die ganze Diskussion nicht.

Beitrag melden
harhoe 31.01.2019, 22:08
274. Feinstaub in Wohngebieten

Interessant dürfte auch sein, dass die Feinstaubbelastung in Wohngebieten häufig viel höher ist, als auf der Kreuzung.
Abends, zum Feierabend, fahren viele Haushalte ihren Pelletsheizung hoch. Eine Heizung reicht um den Feinstaubpegel auf Kreuzungsniveau zu hilfen. Und unsere Kinder atmen das nicht nur die paar Minuten auf dem Schulweg ein, sondern die ganze Nacht.
Aber zum Glück wird in Wohngebieten nur sehr sparsam gemessen. Sonst würde ein grünes Kartenhaus zusammenfallen.

Beitrag melden
emil7685 31.01.2019, 22:11
275.

Zitat von rkonietzka
MAK-Werte oder auch Arbeitsplatzgrenzwerte gelten für gesunde Erwachsene. Umweltbezogene Grenzwerte jedoch auch für Kinder und ältere Menschen. Außerdem erfolgen Belastungen am Arbeitsplatz 8 Stunden pro Tag, 5 Tage pro Wochen und vielleicht 40 Wochen pro Jahr
Zum tausendsten Mal kommt jetzt dieser Unsinn.
MILLIONEN alte und kranke (Asthma, Allergien, Stoffwechselkrankheiten, Herzprobleme usw.) Menschen arbeiten in Industriebetrieben, Auto- und Metallbauwerkstätten. In denen die auf der Strasse geltenden Grenzwerte ums zigfache überschritten werden. Dauerhaft. Es würde mich interessieren wie hoch die Stickoxyd- und Feinstaubwerte in einer 100m2-Autowerkstatt sind wenn man dort ein Auto mit der Stahlbürste entrostet und Reparaturbleche einschweißt. Vermutlich 6.000 bis 10.000 Mikrogramm pro Kubikmeter.
Das soll alles tolerabel sein; für den 65-jährigen Automechaniker. Aber wenn er dann über den Stachus nach Hause fährt sollen 45 mikrogramm für ein paar minuten plötzlich hochgefährlich sein?

Beitrag melden
ardbeg17 31.01.2019, 22:17
276. @aberlour #249

Bevor der "VW-Skandal" losging, habe ich Veröffentlichungen wie vom UBA geglaubt. Ich glaubte auch an Seriosität und weitgehende Objektivität der Presse. Das ist vorbei. Den Fakt, dass die Abgaswerte von VW bei E5 im Mittelfeld und bei E6 an der Spitze im Internat. Vergleich liegen, fand ich - jeweils mit Hilfe von hier eingestellten links von anderen Foristen - bei einer ausländischen NGO und beim KBA. Richtig die Augen bzgl. des NO2 hat mir die Zusammenstellung des bösen Prof. Koch, der mal ein paar Verhältnisse zurechtrückte: Belastung mit Kerze und Gasherd. MESSERGEBNISSE von Ozon anstatt Behauptungen. Und noch mehr gegen den Strich der Mainstream-Berichtetstattung gebürstet. Alles mit überprüfbaren Quellenangaben.
Alles Dinge, die von der Presse, z.B. der Wissrnschaftsredaktion im Spiegel hätten kommen müssen. Kamen sie aber nicht. Ein Armutszeugnis.

Beitrag melden
spon_12 31.01.2019, 22:26
277.

"Es ist, Sie werden es nicht glauben, die U-Bahn-Station."

Wer den Unterschied zwischen einer unbewohnten U-Bahn-Station und einer stark frequentierten Wohnstraße herausfindet, ohne Fleischhauers Text komplett zu lesen, bekommt von mir einen sogenannten "Scheuer-Punkt"!

Beitrag melden
rloose 31.01.2019, 22:42
278.

Zitat von katzenhalter
Leider werden die meisten Menschen, die diesen hervorragenden Text dringend lesen müssten, von diesem wohl nicht mehr als die ersten drei, vier Sätze lesen.
Das reicht auch bei den üblichen Fleischhauerergüssen um den Rest zu kennen.

Beitrag melden
etlamu 31.01.2019, 22:45
279. Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub

Leider wurde im Artikel nicht berichtet welcher Feinstaub die U-Bahn freisetzt. Die Direkteinspritzer erzeugen den Ultafeinstaub, der sich in der Lunge festsetzt und daher sehr gefährlich ist. Dieser fällt bei den Messungen kaum ins Gewicht, da er leicht ist und der Feinstaub in Masse/m³ Luft gemessen wird. Hier täuschen die Messwerte.

Beitrag melden
Seite 28 von 48
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!