Forum: Politik
Feindbilder: Feinstaubbelastungsleugner
DPA

Der Grenzwertezirkus hat ein neues Feindbild: Menschen, die nicht an die schlimmen Folgen des Feinstaubs glauben. Dabei gibt es gute Gründe zur Skepsis. Wo ist die Gefahr am größten? Nein, es ist nicht die Verkehrsinsel.

Seite 32 von 48
deepbrain 01.02.2019, 07:49
310.

Ach, würde mein Opa noch leben, der alte Bergmann. Dann könnte ich ihm sagen, dass seine Staublunge nur Korrelation sei und deshalb nicht schlimm. ;)
Richtig ist, Korrelation bedeutet nicht Kausalität. Aber Fleischhauer und die anderen Feinstaubbelastungsleugner machen daraus gerne 'Korrelation sagt nichts' und das ist grob verfälschend und irreführend. V. a. in Kombination mit anderen Studien können Korrelationen viel aussagen. Und diese anderen Studien gibt es zu Feinstaub.

Beitrag melden
herb70 01.02.2019, 08:04
311. Irgendwie drollig

da fordert Scheuer-Zwilling Fleischhauer ein, man möge bei den Studien zur Feinstaubbelastung doch bitte sämtliche Faktoren mit einbeziehen...Wohnort, Kontostand, Trink- und Rauchverhalten, sportliche Aktivitäten, Material der Schuhsohle, Gebläseleistung des fürs Homeoffice genutzten Rechner usw. Ohne diese Faktoren wäre keine Aussagekraft vorhanden.
Gleichzeitig regt sich die konservative Elite dieses Landes über ein Grundsteuermodell auf, welches unglaubliche fünf Faktoren berücksichtigen will, um eine möglichst faire und realistische Grundsteuererhebung zu erreichen. Da heißt es plötzlich: Zu kompliziert, wir scheren alles einfach über einen Kamm, egal, ob die Bude nun in München-Schwabing steht oder in Bautzen.
Na, dann herzlichen Glückwunsch...vielleicht sollte man sich da Lobos gestrigen Kommentar bzgl. der Altvernunft noch einmal genauer zu Gemüte führen...

Beitrag melden
sojason 01.02.2019, 08:10
312. Was treibt Sie an?

Frage ich mich immer wieder wenn ich Ihre Artikel lese.
Wie Sie eine Methode zur Bewertung der Risiken von Luftverschmutzungen beschreiben, sugeriert, dass die Grenzwerte die zur Diskussion stehen, auf der Grundlage von Untersuchungen an einer bestimmten Gruppe von Menschen entstandenen sind, die Ihrer Schilderung nach "unterprivilegiert" sind. Das ist nicht der Fall. Was treibt Sie an, einen solchen Artikel zu verfassen?
Machen Sie sich lustig über die Diskusion an sich?
Profilieren Sie sich über Provokation?
Wir ist einfach nicht klar, warum man seine Meinung auf unfundierten Grundlagen, so gequirlt in die Welt posaunen will.
Sie haben doch mehr drauf; immerhin draue ich Ihnen durchaus einen Hochschulabschluss zu.
Freundliche Grüße

Beitrag melden
gatsue 01.02.2019, 08:15
313. So ist es

schrecklich Erkenntnis: Das Leben endet tödlich. Selbst mit Klima.

Beitrag melden
rob33 01.02.2019, 08:15
314. Sehr gut

Es ist eine Wohltat das es noch Journalisten gibt die in der Lage sind Themen vernünftig und mit gesundem Menschenverstand anzugehen. Leider gehören Sie, Herr Fleischhauer, zu einer aussterbenden Species.
Diese angefachte Hysterie und der darauf folgende ideologische Aktionismus beruht m.E. auf Nichtwissen durch Konsum von qualitativ schlechten Medien und deren Oberflächlichkeit.

Beitrag melden
ardbeg17 01.02.2019, 08:16
315.

@carbon_smithheute, 20:27 Uhr

#247. "Jaja, Wissenschaftler sind halt blöd
1. Jeder Wissenschaftler, der diese Studien macht und auswertet, ist sich des Problems mit der Korrelation und der Kausalität bewusst. 2. Ausreichend große und gute Studien, und gute Meta-Analysen, erlauben es die wichtigsten anderen Faktoren, wie Rauchen und Armut rauszurechnen. 3. Wenn dann immer noch eine Korrelation mit Feinstaub und NO2 bestehen bleibt, und das tut sie, kommt der nächste Schritt, Experimente mit Tieren und Freiwilligen.

Zu den Freiwilligenstudien hatte ich schon geschrieben - unter 200mcg hat auch bei Asthmatikern keine Studie irgendetwas finden können. In Tierversuchen waren auch nach mehreren Monaten erst bei deutlich höheren Dosen die ersten Veränderungen feststellbar. (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/3527600418.mb1010244d0049/full).
Zu ihrem Plädoyer für die Verlässlichkeit der Studien: Sie sagen, in einer Meta-Analyse könnte man bei ausreichend großer Zahl der erfassten Menschen - wie von Köhler gefordert - Störfaktoren wie Rauchen, Alkohol, Bildung/Armut etc. gut herausrechnen. Wenn man also Daten von mehreren zehntausend Menschen dementsprechend auswerten würde, bekäme man demnach einen hoch signifikanten Nachweis der Einflüsse? Und wo sind diese Studien, die das tun? Dann wäre die Diskussion doch wohl beendet?!

Beitrag melden
etlamu 01.02.2019, 08:30
316.

Zitat von Freund_Fettsack
Die DUH sollte sich mal überlegen, die Sahara zu verbieten - wegen Feinstaub! Oder alternativ den Bau einer 20 Km hohen Mauer in West-Ost-Richtung über die ganzen Alpen fordern, und notfalls gerichtlich einzuklagen. Damit der Feinstaub keine Schongs hat, zu uns zu kommen, und damit Trump mal sieht, wie's geht... Ein weiteres Feld, auf dem Herr Resch und seine zwanghaften Pharisäer aktiv werden können, ist das gerichtliche Verbot von Vulkanausbrüchen - allerdings nur in Innenstädten! Noch ein Vorschlag an die DUH: Fordert doch endlich den gerichtlichen Beschluss zum Verbot von Pollenflug! Merkt ihr was? Das Verbandsklagerecht gehört geändert, um diesen Amoklauf zu beenden!!!
Sie verkennen, dass die durch die Autos erzeugten Schadstoffe und die Mobilfunkstrahlung eine ZUSÄTZLICHE Belastung zu den anderen Umwelteinflüssen darstellt und direkt zu den Bewohnern getragen wird. Diese können durchaus das (Gesundheits)Fass zum überlaufen bringen.

Wir haben es schon mit einem sehr starken Artensterben zu tun und in Bayern läuft gerade eine Petition gegen das Insektensterben. Leider wird die Mobilfunkstrahlung dort nicht erwähnt, die die Bienen auch beeinflusst.

Bei uns gilt doch das Vorsorgeprinzip und alle, die die Grenzwerte erhöhen wollen, müssen wissenschaftlich nachweisen, dass die Erhöhung nicht gesundheitsschädlich ist. Eins ist aber klar: Je niedriger der Grenzwert ist, desto weniger Kranke sind zu befürchten. Wir haben es mit einer sehr starken Industrielobby zu tun und Lungenärzte, die nicht für einen Grenzwert 0 sind, sollten - bevor sie dem Mund aufmachen - wissenschaftlich nachweisen, dass die Schadstoffe bis zu ihren Lieblingsgrenzwert unschädlich ist. Sie haben immerhin den hippokratischen Eid geleistet, der besagt für die Gesundheit der Menschen da zu sein und nicht für die Industrie.

Beitrag melden
fritz_baum 01.02.2019, 08:40
317. Armutsbashing vom Feinsten

Unabhängig von der derzeitigen Feinstaub Diskussion halte ich das Armuts-Bashing von Jan Fleischhauer für beleidigend. Ohne irgendeinen Beweis dafür anzuführen behauptet er, dass arme Menschen mehr saufen, rauchen, weniger Sport treiben und sich schlechter ernähren als wohlhabendere Menschen. Chauvinismus in Reinkultur!

Beitrag melden
frankasten 01.02.2019, 08:40
318. Glaubensfrage?

Zitat, dem ich voll umfänglich zustimmen kann und gar nicht erst weiterlesen muß:
"weil sie nicht glauben, dass Feinstaub und Stickoxid so schädlich sind..."
Die 100 Lungenfachärzte (komisch, wenn ich einen Solchen suchte, fände ich keinen) glauben also, und außer Ihrem festen Glauben haben sie nichts weiter vorzutragen. Das hat natürlich mit Wissenschaft (selbst mit der heutigen verluderten und gekauften Wissenschaft) nichts zu tun, weil da nirgends Zahlen stehen, die man anzweifeln bzw. widerlegen könnte. Also in meinen Augen ein Haufen umtriebiger Ärzte, die auch nichts wissen, davon aber öffentlichkeitswirksam Gebrauch machen, weil sie mit ihren V8 "Panzern" nicht mehr bis vor die Praxistür kommen. Sie festigen damit meine Überzeugung, daß man um Ärzte einen großen Bogen machen sollte, solange diese mit Geld zu tun haben und tgl. durch Interessenkonflikte waten.

Beitrag melden
zahlendompteur123 01.02.2019, 08:45
319. Frotanl 21 Bericht von dieser Woche angucken

Frontal 21 hat den Initiator und die 100 unterzeichnenden Ärzte unter die Lupe genommen. Es sind Lungenfachärzte aber keine Epidemiologen. Es konnte bei den meisten Unterzeichnern nicht ein Artikel zu dem Thema in wissenschaftlich anerkannten Fachblättern gefunden werden. Ganz anders die weltweiten Studien zum Thema Feinstaub, die alle erst nach aufwendigen Prüfungsmethoden veröffentlich wurden. Frontal 21 hat die Ärzte dann kontaktiert. Alle, die antworteten, mussten zurückrudern und zugeben, dass sie von der Materie keine Ahnung haben. Der Autor des Artikels ist hier demselben Schwindel aufgesessen. Dass die BILD so etwas gleich auf Seite 1 schreibt, ist ok aber von SPON hätte ich hier mehr Hintergrundrecherche erwartet.

Beitrag melden
Seite 32 von 48
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!