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Feindbilder: Feinstaubbelastungsleugner
DPA

Der Grenzwertezirkus hat ein neues Feindbild: Menschen, die nicht an die schlimmen Folgen des Feinstaubs glauben. Dabei gibt es gute Gründe zur Skepsis. Wo ist die Gefahr am größten? Nein, es ist nicht die Verkehrsinsel.

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mac4me 31.01.2019, 16:16
30. Eine Stimme der Vernunft...

....in der Kakophonie des Wahnsinns. Aber was soll man auch erwarten von einer Generation, denen anscheinend das Lesesinnverständnis sowie das logische Denkvermögen abhandengekommen ist. Da bleiben dann nur noch die alten weißen Männer übrig.

Die übrigens augenscheinlich alle Feinstaubattacken der letzten Jahrzehnte lebendig überstanden haben, einschließlich der Zeit vor dem Rauchverbot, als Kneipen noch zu einer Raumkategorie gehörten, die man heutzutage wohl nur noch unter Atemvollschutz betreten dürfte, nach vorheriger schriftlicher Risikoübernahme.

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der_rookie 31.01.2019, 16:16
31. Hm

Selbst an schlimmsten Tagen ist die Feinstaubbelastung in deutschen Innenstaedten ein Bruchteil von den Werten den Menschen in Wuestenrandgegenden seit Jahrtausenden ausgesetzt sind. Wenn da der Wind weht merkt man das. Jede Diskussion ueber Grenzwerte fuer den Menschen hat also reiche Daten - auch ueber Extremwerte und koennte ganz empirisch feststellen ab welchen Belastungen welche Schaeden auftreten. Bitte einmal sachlich so eine epidemiologische Studie durchfuehren und Ideologie links und rechts ignorieren.

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sok1950 31.01.2019, 16:17
32. da hat Nietzsche aber Unrecht

Zitat von Andre V
Vorsicht, Herr Fleischhauer: Sie argumentieren mit Logik und Wissenschaft, während die andere Seite Ideologie, naiven Glauben und Scheiterhaufen als Waffen hat. Sie hätten es leichter, Flat-Earther und Evolutionsleugner zu überzeugen. Hier kann man nur Nietzsche zitieren: "Du bist gekommen, den Menschen das Feuer der Erleuchtung zu bringen? Kennst Du nicht die Strafe für Brandstifter"?
Seit der Antike ist bekannt dass der Überbringer des Feuers an einen Felsen im Kaukasus gekettet wird und täglich ein Adler kommt um seine Leber anzufressen (siehe Prometheus).

Im Mittelalter wurde man geteert und gefedert, bei Wohlwollen der Richter auch "nur" auf den Scheiterhaufen geschickt.

Zu DDR-Zeiten musste man "zur Bewährung in die Produktion", heutzutage wird man gesellschaftlich, sozial und beruflich vernichtet.

Da klingt der Scheiterhaufen (ging schneller und war bei einem guten Henker fast schmerzlos) oder "zur Bewährung in die Produktion" richtig human.

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kraijjj 31.01.2019, 16:18
33. Nein

Zitat von Andre V
Vorsicht, Herr Fleischhauer: Sie argumentieren mit Logik und Wissenschaft, während die andere Seite Ideologie, naiven Glauben und Scheiterhaufen als Waffen hat. Sie hätten es leichter, Flat-Earther und Evolutionsleugner zu überzeugen. Hier kann man nur Nietzsche zitieren: "Du bist gekommen, den Menschen das Feuer der Erleuchtung zu bringen? Kennst Du nicht die Strafe für Brandstifter"?
Fleischauer übt sich in Whataboutism.
Die U-Bahnen, ach die U-Bahnen, die sind ja viel schlimmer mit ihrem Feinstaub. Ohje. Na dann ist ja alles andere halb so schlimm.
So kann man die Gegenseite auch diskreditieren in dem man ihre Überzeugung als Paranoia darstellt und/oder ins lächerliche zieht :)
Das die absolute Mehrheit der Fachärzte und Wissenscz stehen scheint – was interessierts? Das deren Meinung auf Forschung, Statistiken etc. basiert. Who cares?
Man versucht hier den Spin aber es funktioniert nicht.
Fleischauer ist nicht blöd, aber er ist kein Wissenschaftler.

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cahill 31.01.2019, 16:19
34. Sozialfall Fleischhauer

Wir kennen das aus vielen Institutionen - jede Firma hat ihre Sozialfälle, die sie irgendwie durchschleppen müssen. Ist ja auch in Ordnung. Der Spiegel hat nun mit Fleischhauer auch so einen Sozialfall, den isei durchschleppen muss . Auch o.K. Aber muss der Spiegel ihm auch noch eine Bühne für schlechten Journalismus bieten?

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heinrich-wilhelm 31.01.2019, 16:19
35. Au

der Artikel hat sicher vielen weh getan Macht nichts. Aber ein schwerwiegendes Versäumnis muss ich feststellen. Ich sags nicht gern, es ist der Blütenstaub. Wieviel mag der jährlich dahinraffen? Aber ich bin zuversichtlich, unsere Feinstaubversteherelite wird uns bald fundierte Grenzwerte nennen können und uns vor den eventuell tödlichen Gefahren zu warnen wissen. Bis zum Frühling lasst uns also noch unbeschwert leben.

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tallinn1960 31.01.2019, 16:20
36. Politik-Journalisten Klappe halten

Mal ganz drastisch.

Die gegenwärtige Debatte über die Grenzwerte für Feinstaub und NO2 ist keine, bei der nun jeder politikerfahrene Journalist seine die eine oder andere Seite stützende Meinung ausposaunen kann. Das Thema gehört in den Wissenschaftsjournalismus und die Debatte kann erst dann geführt werden, wenn Wissenschaftsjournalisten die behaupteten Belege für die Grenzwerte dargestellt haben und auch die Argumente der Grenzwertekritiker mal wissenschaftlich dargestellt werden, das wurden sie bisher nämlich noch nicht mal durch die Kritiker.

Dass die Debatte zur Zeit alles andere als faktenbasiert geführt wird, erkennt man z.B. daran, dass Grenzwerte miteinander verglichen werden, die ganz unterschiedlich definiert sind. Wenn darauf verwiesen wird, dass die Innenraumkonzentration von NO2 oder Feinstaub viel höher sein darf als die Grenzwerte für den Aussenraum, dann wird ein Grenzwert, der auch nur kurzfristig nicht überschritten werden darf (Innenraum, RW II (Kurz)) verglichen mit einem Grenzwert für den ganzjährigen Mittelwert (Aussenraum). So etwas muss man als Leser des heutigen Qualitätsjournalismus erst mal selbst recherchieren. Und kommt dann auch ohne naturwissenschaftliche Ausbildung (die ich habe) nicht weit.

Also, Stand der in den Allgemeinmedien verfügbaren Information ist der, dass sich Fachleute über die Grenzwerte streiten. Mehr wissen wir nicht. Und können uns deswegen auch nicht auf irgendeine Seite schlagen.

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gdg 31.01.2019, 16:20
37. Weltuntergangs-Beschwörer!

Aufhören.
Aber wenn das so einfach ginge - die Typen haben ja eine Mission.
Als Ausgleich empfehle ich: Im Januar: Schneeglöckchen suchen und pflücken
Im Februar: Krokusse suchen und pflücken
Im März: Osterglocken suchen und Pflücken
April: ....

Und hast Du nicht gesehen, ist das Jahr `rum.
Und man hat dem Rest der Menschheit nicht das Leben verpestet!

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lawlord 31.01.2019, 16:20
38. ÖPNV tötet

super, Herr Fleischhauer hat mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Und wenn man dann auch noch nachvollzieht, auf welchem hanebüchenen Weg diese Grenzwerte zustandekommen (heute sehr schön dargestellt in der FAZ auf Seite 3), wundert einen gar nichts mehr

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lenslarque 31.01.2019, 16:22
39.

Zitat von JaguarCat
Die Kausalität zwischen Feinstaubbelastung und dem früheren Ableben durch Lungenkarzinome und andere Krankheiten lässt sich relativ leicht per Tierversuch beweisen. Dass es beim Menschen nun plötzlich anders ist, dass Menschen mit Feinstaub in der Luft im Gegensatz zu Versuchstieren gar länger leben, ist eher unwahrscheinlich. Dasselbe gilt für Stickoxide. Die Feinstaubbelastung in der U-Bahn ist in der Tat ein Problem, m.E. sogar ein Skandal. Es wäre technologisch nämlich möglich, U-Bahn-Züge zu bauen, die im Regelbetrieb weder Bremsabrieb produzieren noch Öl verlieren. Zumindest für neue Züge muss entsprechende Schadstofffreiheit unbedingt eingefordert werden. Ebenso ist zu fordern, dass nicht nur Diesel-PKW und -LKW strenge Schadstoffgrenzwerte einhalten, sondern auch Dieselloks und Schiffsmotoren. Dass weder Abgase noch Schmieröl noch Bremsabrieb gesund sind, ist seit Jahrzehnten bekannt. In einem Land mit hohem Lebensstandard wie Deutschland sollten wir diese Schadstoffe daher auf das kleinstmögliche Maß reduzieren. Ohne Wenn und Aber!
Sie werden keinen einzigen Tierversuch finden, bei dem Lungenkarzinome durch die im Gesetz vorgegebene Belastung erzeugt werden. Oder, um es ganz klar zu sagen auch nicht bei der 10-fachen Menge.

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