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Festgenommener Geistlicher: Nordkorea führt kanadischen Pfarrer vor
REUTERS

Ein kanadischer Pfarrer soll versucht haben, das Regime in Nordkorea zu stürzen. Während einer Pressekonferenz in Pjöngjang hat Pastor Hyeon Soo Lim ein angebliches Geständnis abgelegt. Kanadas Regierung ist alarmiert.

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hschmitter 31.07.2015, 06:06
1.

"Soll versucht haben" - das wird ja normalerweise geschrieben, wenn man von Verdächtigen in Staaten mit halbwegs funktionierenden Rechtssystemen schreibt. In dem Zusammenhang hier kann man es wohl problemlos weglassen und sagen "wird behauptet, daß er ...." - kein Mensch mit etwas Verstand wird es für glaubwürdig halten, daß ein kanadischer Pfarrer Nordkorea umkrempeln will.

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brotherandrew 31.07.2015, 07:41
2. Es ist ...

... verbrecherisch, einen Menschen derart unter Druck zu setzen, daß er so einen Schwachsinn "gesteht". Ich nehme an, daß ihm gedroht wird, daß sonst andere Menschen ermordet oder gefoltert werden.

Das radikalatheistische Regime in Nordkorea, das die bedingungslose "Anbetung" der Kim-Dynastie fordert, beweist damit einmal mehr, was passiert, wenn das Grundrecht vauf Religionsfreiheit abgeschafft wird.

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vwievendetta 31.07.2015, 07:55
3. Klobürste of Death

Und wieder zeigt der teigige Nordkoreanische Eigenbarbier Sinn für die ihm eigene und plumpe Idiotie, von dem sich der Rest der Welt unkommentiert unterhalten lässt. Ich denke, er will nur einen neue Hinrichtungsart ausprobieren. Das letzte Mal Flak und nun? Kreuzigen? Legt diesem Pilzkopf der Hölle endlich das Handwerk.

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medienzar1 31.07.2015, 08:02
4. Beim besten Willen...

...fehlt mir das Verständnis. Wer als Pfarrer in das Land reist, muss doch damit rechnen, festgesetzt zu werden. Jetzt ist der Jammer wieder groß und irgendwelche Altpräsidenten dürfen nach Nordkorea reisen, um ihn da rauszuholen. Maximale Publicity für Kim. Gut gemacht Herr Pfarrer...

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schwerpunkt 31.07.2015, 08:13
5.

"Regime"? Lässt sich die nordkoreanische Regierung tatsächlich bei den diktierten Geständnissen so nennen?

Also wenn ein einzelner Pfarrer auf einsamer Mission in NK tatsächlich den Sturz des gesamten Regimes bewirken könnte, dann kann es mit deren Stabilität ja nicht weit her sein. Dann hätte ich an Stelle von Kim Jong Un auch Angst demnächst in Seoul Hartz4 beantragen, oder was auch immer es dort an entsprechendem gibt.

Wobei er sicherlich mit Vorträgen, Büchern und Auftritten in Talkshows im Westen eine Menge Geld verdienen könnte.

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fabwil2 31.07.2015, 08:31
6. Einzelkämpfer ohne Chance

Lt. Foto und Namen ist der Pfarrer Koreaner. Das er als umgebauter Kanadier besonders vom Regime beobachtet wird dürfte ihm klar sein. Jeder Staat würde Angriffe verurteilen, die zur Instabilität des Staates führen könnten. Die Nordkoreaner sind nicht zu unterschätzen. Der Ami hat sich ja damals eine blutige Nase geholt. Keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten, sonst muss das Volk darunter leiden.

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k70-ingo 31.07.2015, 08:32
7. Es geht eher um Geld als um Religion

Der interessanteste Nebensatz ist: "soll an verschiedenen Firmen in Nordkorea beteiligt sein." Abgesehen von der schieren Menge an Reisen dorthin ein Indiz, daß der Hirte nicht Ärger mit seinen richtigen Schäfchen hate, sondern mit denen, die er ins Trockene bringen wollte. Die nordkoreanische Geschäftswelt ist fest in den Händen entweder der Partei oder der Armee (die ihre Differenzen untereinander gerne auf rustikale Weise lösen). Da ist man sich ins Gehege gekommen.

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feri-aus-berlin 31.07.2015, 08:36
8.

Egal wie konstruiert der Fall sein mag, wer mal mit so einem Gläubigen diskutiert hat, egal welcher Art, wird sich die Haare ausgerissen haben wir welcher Stumpfsinnigkeit, Blauäugigkeit, Naivität und Selbstgerechtigkeit da argumentiert wird. Und was soll an einem religiösen Staat gut sein. GAR NICHTS!

Hausgemachte Probleme. Das ist nun mal eine ganz besondere Zielgruppe des Regims, wieso also provozieren? Wieso schickt man nicht neutrale Personen. Wieso einen geistlichen der oben drauf noch Südkoreaner ist... oh man

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openminded 31.07.2015, 08:41
9.

Zitat von ftb7
Wenn man bedenkt welche Schäden und welches Unglück Religionen über all auf der Welt verursachen ist es nur konsequent konsequent dagegen vorzugehen. Religiöse Missionierung unter dem Deckmäntelchen der humanitären Hilfe ist einfach nur widerlich und gehört weltweit geächtet.
Korrekt. Wer humanitäre Hilfe leisten möchte - was natürlich per se durchweg positiv ist - kann dies doch durchaus ohne Bezug zu seiner Religion. Man kann ja seinem Glauben folgen, evtl. gerade aufgrund seines Glaubens etwas tun, ohne offenen Bezug zum Glauben. Ist bei einem Berufsgläubigen natürlich etwas schwieriger...

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