Forum: Politik
Finanzminister: Scholz will Rentenniveau bis 2040 sichern
DPA

"Stabile Renten verhindern einen deutschen Trump", sagt Finanzminister Scholz laut einem Zeitungsbericht - und macht Druck auf die Union. Der SPD-Politiker fordert eine weitreichende Garantie des Rentenniveaus.

Seite 6 von 15
chlorid 19.08.2018, 11:04
50.

Zitat von alfredo24
Scholz baut wieder einen Nebenkriegsschauplatz auf. Das Rentenniveau bis 2040 zu sichern ist das geringste Problem. Das Problem werden die Armutsrentner werden. Wer 45 oder 50 Jahre gearbeitet hat (inkl. Studium), der sollte wenigsten eine Rente über der Grundsicherung haben. Das Vermögenslimit von 5.000 Euro bei der Grundsicherung, ist vom Rentenbeginn bis zum Lebensende viel zu gering. Man könnte dies schon als Witz bezeichnen, was einem klar macht, wie weit die Politik von der Realität und vom Wähler entfernt ist. Mich würde es nicht wundern, wenn die AFD in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird. Und die auf beiden Augen blinden etablierten Parteien tragen die Schuld. Ich wünsche wohl nicht, dass die AFD einmal 51 % bei einer Bundestagswahl erhält, aber 49 % halte ich inzwischen für die AFD für notwendig, damit die Politik sich ändert.
Die AfD wird gar nichts ändern. Die hat ja noch nicht mal ein Rentenkonzept. Ein Armutszeugnis für eine Partei, die eine Alternative sein will. Da kommen so blöde Vorschläge wie "Deutsche sollen mehr Rente kriegen." Was für ein Unfug. Der AfD kann man gar nichts zutrauen in Sachen Rente.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chlorid 19.08.2018, 11:12
51.

Zitat von robinlott
hat den ersten vernünftigen Kommentar hier abgesetzt. Das Umlagesystem funktioniert im Prinzip seit Bismarck. So schlecht ist es also nicht. Und Scholz hat Recht, wenn er darauf hinweist, dass ein solides Rentensystem äußerst wichtig ist für den sozialen Frieden im Land.
Ja, das sehe ich auch so. Die Rente ist von zentraler Bedeutung für den sozialen Frieden in Deutschland. Aber das Umlagesystem wird nicht mehr funktionieren. Es gibt zu wenig junge Menschen. Die, die da sind, können wir nicht noch mehr belasten. Das wäre unfair. Gleichzeitig müssen wir den Alten eine anständige Rente zahlen.

Wir werden nicht an weiterer Zuwanderung vorbeikommen. Dafür müssen Regeln aufgestellt werden. Wir brauchen junge Menschen für den Arbeitsmarkt, das steht völlig außer Frage. Darum müssen wir uns bemühen und dafür sorgen, dass diejenigen kommen, die wir auch integrieren können.

Gleichzeitig müssen wir auch jene Arbeitsplätze zur Rentenfinanzierung heranziehen, die mit Automaten, mit Robotern mit Computern (KI, eins der Zukunftsthemen!) besetzt sind. Daran werden wir nicht vorbeikommen. Immer mehr Arbeit wird nicht mehr von Menschen übernommen sondern von Automaten. Die Produktivität steigt weiterhin, Firmen profitieren davon. Die Gesellschaft muss es auch. Wenn wir davon ausgehen, dass Arbeitsleistung für die Rente besteuert werden muss, dann kommen wir da hin. Nicht Menschen müssen besteuert werden, sondern Arbeitsleistung. Egal, wer sie erbringt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haarer.15 19.08.2018, 11:20
52.

Zitat von Kurt2.1
Glaubt Herr Scholz, dem Bürger mit diesem Mist etwas Gutes zu tun? Er kann sich seine Garantie um den Hals hängen. Das Rentenniveau bei 48% zu halten, wird nicht reichen. Das Niveau muss natürlich steigen und sich deutlich von der Grundsicherung abheben. Wenn die SPD und Herr Scholz nicht mit der definitiven Zusage und dem Ziel einer Bürgerversicherung, in die ALLE einzahlen, (auch Beamte) rüberkommt, kann die SPD in der Tat ihren Laden zumachen. Die Mehrheit der Bürger will eine Bürgerversicherung für Rente und für die KV. DAS muss das Ziel sein, nicht Scholzens Pieschelkram. SO haben wir nicht gewettet!
Ich wäre auch für eine Bürgerversicherung, in der alle einzahlen - und Teile der SPD haben diese Thema doch schon zur Diskussion gebracht. Abgewürgt. Denn ohne Mitwirkung des Koalitionspartners geht halt leider gar nichts. Wie bitte soll die SPD was durchsetzen, wenn es immer einen Bremklotz namens CDU/CSU in der GroKo gibt ? Aber wir wollen es offenbar nie anders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.gu 19.08.2018, 11:23
53. Lieber Herr Scholz, nicht nur stabile Renten sondern vor allem

würdevolle Renten, von dem ein Rentner menschlich leben kann. Geschätzte 8,6 Millionen Rentner bekommen Renten weit unter 800 Euro im Monat für Mietzahlung und zum Leben. Die Folge siehe Quellen: "Deutsche Renten am niedrigsten in ganz Europa." Sowie "Länder - Vergleich: Arme deutsche Rentner - Handelsblatt." Daraus resultierend, dass ca. 1,5 Millionen Menschen betteln gehen müssen, in den Tafeln, um satt zu werden oder siehe Quelle. "Wohnungslosigkeit - 860 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Die Politiker der GroKo, auch Herr Scholz sollten sich endlich beschäftigen, siehe Quelle: "Studie mit präziseren Kriterien: Arme Familien sind ärmer als gedacht." Darunter auch Millionen von Rentnern die mit Renten zwischen 200 - 600 Euro im Monat auskommen müssen. Es gibt kein 2. westeuropäisches Land, welches an Deutschland grenzt, wo diese niedrigen Renten gezahlt werden. Sie bewegen sich nach Abzug der Miete Minimum 1 000 Euro (Österreich bei ungefähr gleichen Lebenshaltungskosten)) bis 1 600 Euro (Dänemark bei ca. 30%igen höheren Lebenshaltungskosten) im Monat zum Leben. Im reichen Deutschland ist die Mindestrente für Rentner 416 Euro, von dem man nachweisbar nur dahinvegetieren kann. Für viele deutsche Rentner ist unter den jetzigen Zuständen ein würdeloses Leben vorgezeichnet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Richenhofer 19.08.2018, 11:24
54. Die Generation 1975-2018

1. Zu Lasten der jungen Generation
Die SPD sollte sich lieber Mal um die Zukunft des Landes kümmern, anstatt Rentengeschenke zu verteilen. Diese wird bestimmt nicht von den Rentnern dieses Landes getragen. Bei unserer demografische Entwicklung muss immer auch dazu gesagt werden, wer die Rente finanzieren soll. Alles andere ist reinster Populismus, den die SPD immer gerne anderen vorwirft. Es wird zu Lasten der jungen Generation gehen, das ist die wahrschlichste Variante. Eine Generation, die in der Politik schon heute weitestgehend außen vor gelassen wird, da sie stimmentechnisch kaum eine Rolle spielt. Der Generationenvertrag ist in Gefahr!
Da geben ich Ihnen vollkommen recht!
Meine Generation ist heute volljährig. Die Generation 1999/2000. wir zahlen bald in die Rente ein aber noch nicht mal die deutsche Rentenversicherung konnte mir eine Rente garantieren. Wenn eure Generation schon die Klimaziele nicht einhält, für den Atommüll bis kein Endlager gefunden hat, dann solltet Ihr wenigstens darauf achten nicht noch mehr auf kosten unserer (der nachfolgenden) Generation zu machen. Bis 2040 würde höchstens Scholz nutzen. Wenn man davon ausgeht das bis 67 gearbeitet werden muss hätte nur die Generation vor 1973 etwas von der Zusicherung bis 2040. Die Generationen danach haben keine sichere Rente so wie kein sicheres Renten Eintrittsalter. Natürlich müsste das Eintrittsalter erhöht werden, so jedenfalls viele Wissenschaftler aber da kann den jungen Generation ja noch nicht mal ein verlässliches Alter bzw. eine verlässliche Anzahl an Beitragsjahren garantiert werden. Wenn das so weiter geht, wie es weiter gehen wird kann ich mir gut vorstellen, das SPD und CDU/CSU noch deutlich mehr an Zustimmung und in Zukunft an Wählern verlieren werden und die Altparteien ein Auslaufmodell werden. Warum sollte meine Generation CDU SPD wählen wenn von den Sachen, die für die Zukunft wichtig ist ((Klimaschutz, Digitalisierung, Bildung, Rente,)Einwanderungsgesetz)) nicht s von der regierenden Parteien in Angriff genommen wird, wir vieles schon lange verschlafen haben und es in Zukunft auch nicht so aussiehst, als ob unsere Generation noch eine akzeptable Rente bekommen wird, oder ob wir nur hohe Beiträge zahlen, uns die Rente später aber nicht zum Leben reich. Wenn selbst jetzt fast kein Rentner an 45 Beitragsjahre und 45 Jahre Einzahlung Durchschnittsgehalt rankommt.

Wenn jetzt einer vorschlägt die vermeintliche schwarze Null Politik zu beenden. Auf keinen Fall.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 19.08.2018, 11:34
55. Lieber Mathe-Akrobat, wenn ja, dann ...

Zitat von nic
Auch in Mathe ist das Ergebnis beeinflussbar durch die Menge der Komponenten die eine Rechnung beinhaltet. Zähle ich nur 1 und 1 zusammen, reicht es nicht für die Renten. Zähle ich aber außer 1 und 1 noch die fehlenden, durch Schröder abgeschafften, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8 usw. hinzu, sieht das Ergebnis gleich anders aus. 2 könnten z.B. der Produktion angepassten Löhne sein, 3 z.B. eine wirkliche Erbschaftssteuer auch bei Übernahme von Unternehmen, 4 z.B. die Kapitalertragssteuer wie sie vor der Einführung der 25% Regel war.
Lieber nic, ich habe von einer Rentenfinanzierung durch die Rentenbeiträge gesprochen (obwohl jetzt schon ein Teil der Renten von Sozialämtern finanziert werden ..).

Das Renten auch durch andere Einnahmen finanziert werden können, ist unstreitig.. Das ist dann aber eine politische Entscheidung.

Übrigens, Mathe war mir immer "ein Graus", aber meine besten Noten hatte ich in Statistik und Finanzmathe. Welche Ironie!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
n.wemhoener 19.08.2018, 11:37
56.

Scholz ist ein Meister im links blinken und rechts abbiegen.
Er war es, der z.B. 12 Euro Mindestlohn gefordert hat, um dann einige Wochen später den Vorschlag der Kommission von 9,19 Euro zu übernehmen. Er war es, der vollmundig angekündigt hat, dass die Finanztransaktionssteuer jetzt kommt, weil er Finanzminister sei. Inzwischen hat er sie gemeinsam mit Macron beerdigt.
Es bedarf keiner prophetischen Gaben, um vorauszusagen, dass es mit den Rentenfoderungen des Herrn Scholz ähnlich verlaufen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tinnytim 19.08.2018, 11:38
57.

Scholz betreibt auch nur Symptomkurierung, viel mehr bleibt ihm mit der Union in der Koalition auch nicht übrig.
Jeder, der über das jetzige Niveau der Renten meckert, sich also in der Rente befindet, oder kurz vor ihr, sollte sich die Frage stellen, ob er mit seinen eigenen Entscheidungen nicht auch für dieses Niveau gesorgt hat. Also zu wenig Kinder in die Welt gesetzt, oder gegen kinderfreundliche Politik gestimmt hat. Das ist nämlich dee Quell allen Übels. Seid froh, wenn Zuwanderer kommen und hier arbeiten gehen, nur so bleibt die Rente mittelfristig finanzierbar. Das bisschen Integrations- und Ausbildungskosten sind ein Klax gegenüber
2 oder 3 Rentenpunkten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fidelix 19.08.2018, 11:46
58. Rente hat Priorität

Das Rentenniveu zu sichern ist und bleibt eine der wichtigsten staatlichen Aufgaben. Die demographische Entwicklung kann nicht vom Einzelnen beeinflußt werden, also ist es Aufgabe der Gemeinschaft für einen finanziellen Ausgleich zwischen den geburtenschwachen und geburtenstarken Jahrgänge bei der Rente zu sorgen. Das gehört für mich Solidaritätsprinzip der Rente dazu. Die biologische Leistungsfähigkeit ist genetisch festgelegt, also ist es auch ungerecht, ständig das Rentenalter zu erhöhen. Es kann nicht angehen, dass einzelne Generationen wegen der geburtenschachen Jahrgänge bestraft werden, andere hingegen von den geburtenstarken finanziell profitieren, das hat mit dem Solidarprinzip nichts zu tun. Die junge Generation sollte endlich aufhören zu jammern, dass sie ungerecht behandelt wird. Diejenigen die übermorgen auf eine anständige Rente hoffen, sind diejenigen, die den heutigen Rentnern eine anständige Rente ermöglichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 19.08.2018, 11:51
59. Auch im Forum: Es fehlt an Realismus und Ehrlichkeit

Wenn man viele Beiträge liest, dominiert da sehr viel Wunsch. Aber Renten müßten/sollten sich in erster Linie selbst finanzieren. Aber in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart sind so unrealistische Erwartungen geweckt worden, bar jeder realistischen Einschätzung,
das die Vorstellungen eher einem Wunschkonzert ähneln.

Aber das Erwachen wird kommen, letztlich setzen sich immer die Gesetze der Mathematik durch. Und niemand kann die Folgen der höheren Lebenserwartung umkehren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 15