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Flächenfraß in Bayern: Das Heimat-Problem der CSU
DPA

Zu viel Beton, zu wenig Natur? In Bayern muss das Verfassungsgericht über ein Volksbegehren gegen den Flächenfraß entscheiden. Für viele Konservative geht es um den Erhalt der Identität - die CSU gerät im Wahljahr unter Druck.

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derdings123 18.06.2018, 08:17
1. Sehr schönes deutsches Angstwort

"Flächenfraß" - ein sehr schönes Exemplar aus der Gattung des deutschen Angstworts, ganz in der Tradition von Waldsterben, saurem Regen und Ozonloch.

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merlin 2 18.06.2018, 08:18
2. Aber sonst keine Sorgen?

Nein, sonst keine Sorgen.
Man zündet zwar grad die Koalition an, zündelt ganz nebenbei mit nationalistischen Themen und Tönen, um die 15% Verblendete zu beeindrucken und ist ansonsten auch nur noch the pain in the a.., aber sorgen tut man sich um die Größe der Naturflächen - in Bayern!
Ja, was hat sich dort denn getan? Sind sie nicht mehr grün? Sind es soviel weniger geworden? Ist München aus den Nähten geplatzt?
Liebe CSU, mein NRW-Blick sagt mir, Euch kann man nicht mehr für voll nehmen und die Konsequenz muß sein, daß die CDU sich von Euch trennt, auch in Bayern antritt und dann schauen wir mal.
Mit jemanden wie Euch, braucht man wirklich keine Feinde mehr.

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oilak 18.06.2018, 08:28
3. Realitätsfremd

Wie kann man in einem Bundesland vor allem mit akutem Wohnungsmangel und darausfolgenden Mondpreisen um München die Menge an Bauland beschränken wollen. Das würde wieder zu writer steigenden Peeisen führen. Das ist für mich schon ziemlich unsozial und realitätsfremd.

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gula19 18.06.2018, 08:31
4. Auch in Hessen

Nicht nur in Bayern, auch in Hessen zerstören wachstumsgeile Kommunalpolitiker die Umwelt und weisen immer neue Gewerbegebiete und Neubaugebiete aus. In der Umgebung von Frankfurt kann man täglich sehen wie die Umwelt zerstört und zubetonier wird. Typische Beispiele sind Hanau, Erlensee, Frankfurt.
Auch Grüne und SPD beteiligen sich aktiv an dieser ökologischen Katastrophenpolitik.

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klaus.mueller 18.06.2018, 08:32
5. höher bauen und tiefer

Der Versiegelung kann nur Einhalt geboten werden wenn wir punktuell höher und auch tiefer bauen, sehr hoch. Auch kann man München 2-3 Etagen höher bauen, da gibts Konzepte wie man Etagen auf alte Gebäude draufsetzt. Bayern wird auf lange Sicht weiterhin grossen Zuzug haben, entweder wir haben dann die Zersiedelung wie im Silicon Valley, wo eins ins andere übergeht und alles gleich aussieht oder wir nehmen das zur Kenntnis und bauen punktuell sehr hoch. Vertikale Städte. Richtig ist auch, ob der Mais da angebaut wird oder nicht nützt niemandem was, ich nehme an der Bauer muss subventioniert werden damit er den verkauft bekommt und die Tier- und Pflanzenwelt hat auch nichts davon. Dann eher landwirtschaftliche Flächen anders ausweisen damit Natur und Mensch was von hat, dann versteht auch jeder warum das nicht versiegelt werden darf.

Klaus Müller, LK Erding

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lausemann 18.06.2018, 08:32
6. Nicht nur Gewerbegebiete

Bayern ist zu Recht stolz auf seine in vielen Bereichen intakte Natur. Flächenfraß durch Gewerbegebiete bedeutet auch zusätzliche Versiegelung großer Flächen mit Verschärfung der Hochwasserspitzen und vieles mehr. Aber auch andere scheinbar touristische Attraktionen werden ohne Rücksicht auf die Natur gnadenlos vorangetrieben.
Als Beispiel mag die geplante längste Hängebrücke bei Lichtenberg gelten, die ein Naturschutzgebiet überspannen soll. Dieses Projekt wird von einigen CSU-Politikern sogar als "nachhaltig" bezeichnet! Nachhaltig ist auch hier nur der nicht wieder gutzumachende Eingriff in wertvolle Naturbereiche. So gibt es leider viele Projekte, die um kürzestfristiger Effekte wegen die Natur mit Füßen treten. Der Erhalt der Bayerischen Heimat muß jedoch sehr langfristig gemanagt werden. Parteipolitik ist da keine Lösung.

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Leser161 18.06.2018, 08:34
7. Interessanter Aspekt

Ich finde der Artikel spricht einen interessanten Aspekt an. Heimat ist halt ein vielschichtiges Thema das auch ein Heimatminister nicht auf einzelne Aspekte reduzieren sollte. Das ist genauso falsch wie den Heimatbegriff aufzuweichen a la Heimat ist überall.

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jkbremen 18.06.2018, 08:34
8. So ein Volksbegehren

müsste es überall geben.
Allenthalben sieht man in jedem noch so kleinen Dorf in Autobahnnähe sinnlose Industrie- und Gewerbegebiete aus dem Boden sprießen.
Allenthalben bauen Logistiker riesenhafte Flachläger, als ob Boden unendlich zur Verfügung stünde.
Unverändert werden Neubausiedlungen für Einfamilienhäuser zugelassen. Boden ist ja reichlich vorhanden.
Von den allenthalben im Außenbereich entstehenden landwirtschaftlichen riesigen Mastställen gar nicht zu reden. Landwirte stehen ja unter Artenschutz und dürfen Natur schädigen wie sie wollen.
Dem allen gehört Einhalt geboten, gerne auch durch Verfassungsgerichte, denn auf unsere Politiker ist keinerlei Verlass.

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toscana57 18.06.2018, 08:36
9. Den Flächenverbrauch stoppen

stand im letzten Koalitionsvertrag bzw. im Anhang zum Koalitionsvertrag der Grünen in Schleswig-Holstein. Umweltminister war auch da schon Robert Habeck. Was ist passiert ? Wie wurde die Vereinbarung umgesetzt, den Flächenverbrauch zu stoppen ?
Richtig! Überhaupt nicht....
Es ist also leider nicht die Lösung, Grün zu wählen, denn z.B. für Bebauungspläne und Flächennutzungspläne sind die Kommunen zuständig und nicht die Landesregierung....Es bedürfte schon sehr guter Regionalpläne, bzw. Regionaler Raumordnungsprogramme, für deren Erstellung das Land die Zuständigkeit haben müsste, um das Problem des Flächenfraßes einigermaßen in den Griff zu bekommen. In S-H hat das Land die Zuständigkeit für diese Pläne bzw. Programme und es war trotzdem kein Thema, hier tätig zu werden, um den Flächenfraß zu stoppen (wie großspurig im Koalitionsvertrag bzw. Anhang angekündigt) oder wenigstens stärker zu reglementieren....Im Gegenteil. In der "Haus und Grund" Zeitschrift für Mitglieder des Eigentümerverbandes) wurden die Grünen auf die Frage nach der Wohnungsnot wie folgt zitiert: "Lösung: bauen,, bauen, bauen."

Bleibt zu hoffen, dass es die Grünen in Bayern besser hinbekommen als in Schleswig-Holstein.

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