Forum: Politik
Flächenfraß in Bayern: Das Heimat-Problem der CSU
DPA

Zu viel Beton, zu wenig Natur? In Bayern muss das Verfassungsgericht über ein Volksbegehren gegen den Flächenfraß entscheiden. Für viele Konservative geht es um den Erhalt der Identität - die CSU gerät im Wahljahr unter Druck.

Seite 3 von 12
geri&freki 18.06.2018, 08:55
20. Doppelmoral

Endlich wird einmal thematisiert, wo wirklich Heimat und Identität verloren gehen - und zwar tagtäglich und Hektar für Hektar, Quadratkilimeter für Quadratkilometer. Mit einem Kreuz im Eingangsbereich des neuen Gewerbegebietes bzw. des klotzigen Logistikzentrums kann man die „McDonaldisierung“ unserer Landschaften jedenfalls nicht kompensieren! Das läuft in anderen Teilen Deutschlands übrigens nicht viel besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gedu49 18.06.2018, 08:55
21. Gehe ich zu weit ??

Zitat von klaus.mueller
..............Der Versiegelung kann nur Einhalt geboten werden wenn wir punktuell höher und auch tiefer bauen, sehr hoch................
Gewerbegebiete werden einfach gebraucht um die nötigen Arbeitsplätze zu schaffen.
Eine weitaus sinnreichere Möglichkeit besteht doch aber darin die Häuslebauer im Zaum zu halten. Auf der Fläche von 8 Parzellen könnte man ein Hochhaus für 40 oder mehr Familien unterbringen. Man könnte doch Festlegungen treffen die die zur Bebauung freizugebenden Flächen endgültig eingrenzen. Damit würde der Baugrund so teuer, dass sich nur noch eine hohe Bebauung rechnet. Auch ein allmählicher Umbau unserer Städte durch ABRISS alter und nicht kulzurhistorisch wertvoller Stadtteile und dann einer angepassten aber höheren Bebauung mit viel Grün zwischen den Häusern wäre eine Lösung, die eine lebenswerte Gestaltung socher Wohngebiete zulässt ( Beispiel Jena Lobeda in Thüringen).

Eine unbequeme Idee aber aus meiner Sicht die einzige nachhaltige Variante.
Zum Thema Kosten: Wenn man das Sortiment an Fertigbauteilen deutlich erweitern würde könnte die verpönte " Platte " zum Schlüssel für eine preisgünstige und dennoch ansehenswerten Architektur werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wintersommer 18.06.2018, 08:59
22. Zustimmung

Zitat von oilak
Wie kann man in einem Bundesland vor allem mit akutem Wohnungsmangel und darausfolgenden Mondpreisen um München die Menge an Bauland beschränken wollen. Das würde wieder zu writer steigenden Peeisen führen. Das ist für mich schon ziemlich unsozial und realitätsfremd.
"Wie kann man in einem Bundesland vor allem mit akutem Wohnungsmangel und darausfolgenden Mondpreisen um München die Menge an Bauland beschränken wollen" - Ein Land muss seinen Einwohnern bezahlbaren Wohnraum bieten. Das die Immobilienlobby das Angstwort Flächenfraß in den Raum wirft ist klar. Ist ja nicht so das wir uns so vermehren das wir bald 140Mio sind, eher im Gegenteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freddygrant 18.06.2018, 09:01
23. Einfach lächerlich!

Heimat gibt es nur in Bayern der CSU dieser rückwärtsgewandten Seehofer, Söder und Populisten? Die werdensich bei der Bayern-Wahl im Herbst aber mal sowas vontäuschen. Das können die AFD-Egos um Einiges besser!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bakero 18.06.2018, 09:08
24.

Zitat von oilak
Wie kann man in einem Bundesland vor allem mit akutem Wohnungsmangel und darausfolgenden Mondpreisen um München die Menge an Bauland beschränken wollen. Das würde wieder zu writer steigenden Peeisen führen. Das ist für mich schon ziemlich unsozial und realitätsfremd.
Wohnen Sie im Gewerbegebiet, campen Sie auf dem Parkplatz oder haben Sie den Artikel nicht verstanden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kelcht 18.06.2018, 09:10
25.

Zitat von derdings123
"Flächenfraß" - ein sehr schönes Exemplar aus der Gattung des deutschen Angstworts, ganz in der Tradition von Waldsterben, saurem Regen und Ozonloch.
Das Waldsterben gibt es immer noch und geht nicht von alleine Weg. Waldbesitzer setzen verstärkt auf Mischwälder oder resistentere Hölzer wie die Duglasie. Diese dinge gehen nicht von alleine Weg, auch der bayrische Flächenfraß der z.B. durch Outletcentren, Einkaufmeilen verursacht wird könnte durch den boomenden Onlinehandel einigermaßen gebremst werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
salomon17 18.06.2018, 09:11
26. "Konservativ" kommt von "Erhalten"

Dieser Widerspruch fällt mir schon sehr lange auf: Die konservativen Parteien tragen sehr wenig zu Erhalt von Landschaft und intakten Naturräumen bei. Stattdessen geht es um den Erhalt ihrer Pfründe und der ihrer Klientel. Auch Parteispenden von Großunternehmen weisen auf die Richtigkeit dieser Annahme hin. Ich hoffe, dass diese Unehrlichkeit der CSU jetzt vor die Füße fällt. Von Heimat schwafeln und gleichzeitig die Zerstörung der Heimat beschleunigen, das ist Betrug am Wähler.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
outsider-realist 18.06.2018, 09:13
27. Schlagwort

Zitat von oilak
Wie kann man in einem Bundesland vor allem mit akutem Wohnungsmangel und darausfolgenden Mondpreisen um München die Menge an Bauland beschränken wollen. Das würde wieder zu writer steigenden Peeisen führen. Das ist für mich schon ziemlich unsozial und realitätsfremd.
Das ist ja das Problem.....mit den Schlagworten Wohnungsnot und Arbeitsplatz wird jedes Bauvorhaben gerechtfertigt, auch wenn es überhaupt gar keinen Zusammenhang gibt. Beton ist Wachstum. Es gab gerade vor kurzem einen Bericht auf SPON, in dem aufgezeigt wird, wie Dörfer im Zentrum verfallen und um die Dörfer herum Neubaugebiete aus dem Boden gestampft werden. Gewerbegebiete werden gebaut obwohl kein akuter Bedarf besteht. Flughäfen werden errichtet obwohl ihn keiner braucht ( bspw. Kassel). Bauen ist Fortschritt ist das Denken alter Betonköpfe.
Und was München angeht.......Die Preise für Wohnraum dort werden nicht gesenkt, wenn man das Allgäu zubetoniert und jedes Haus mit einer Umgehungsstrasse ausstattet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thorongil 18.06.2018, 09:14
28. Und warum macht er lokal keinen Rabatz?

Ich weiß ja nicht, wie es in Mittelstetten so zugeht, aber wenn bei uns (15k-Gemeinde BW) ein Bürger genug Rabatz macht sterben solche Projekte durchaus. Wenn er hunderte Unterstützer hat, was ist das Problem?

Zugezogener der am falschen Platz gekauft hat?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der-junge-scharwenka 18.06.2018, 09:15
29. Warum Heimat?

Das Thema Flächenfraß hat ja seine Berechtigung. In der Sache geht es aber um Raumplanung und Ökologie. Einen Bezug speziell zum Begriff "Heimat" kann beim besten Willen ich nicht erkennen. Wenn man diesen Begriff so weit fassen wollte, könnte man jedes beliebige Thema dem Heimatministerium zuschlagen. Zum Beispiel das Versammlungsrecht: "Wer seine Heimat liebt, stellt sicher, dass sein Dorf nicht durch aus dem Ruder laufende Demonstrationen aus der Ruhe gebracht wird." Der Ansatz ist absurd, keine Frage. Aber er zeigt, wie albern es ist, "Heimat" zur Aufgabe eines Ministeriums zu machen (noch dazu ein Ministerium des Bundes).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 12