Forum: Politik
Fleischhauer über Fleisch: Sind Vegetarier die besseren Menschen?
DPA

Man könne die Reife einer Nation an ihrem Umgang mit Tieren erkennen, hat schon Mahatma Gandhi erklärt. Klingt einleuchtend. Merkwürdig nur: Ausgerechnet die Nazis waren beim Tierschutz führend.

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marcoenmonaco 29.07.2015, 07:53
390. Grüne Polemik

Das "nicht mehr darauf herumhacken" Argumentationsmuster ist wohl eines der unangebrachtesten, wenn es um den Nationalsozialismus geht.
Lieber Freund, ich rate dir zu stringent-grünem Verhalten.

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ladislaus38 29.07.2015, 07:53
391. was für ein einfältiger Artikel !

haben die Nazis etwa auch Klobürsten benutzt ? Dann sollten wir uns vom Gebrauch derselben aber schleunigst lossagen..;)
Der Verzicht auf Fleisch aus Massentierhaltung ist für mich nicht nur die passende Antwort auf die unhaltbaren Zustände in dieser Branche, sondern hat auch meine persönliche Lebensqualität im Hinblick auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung sehr bereichert.

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DerExperte 29.07.2015, 07:57
392.

" wer die Bilder von gequälten Tieren gesehen hat - und da kann keiner sagen er habe nichts gewusst - und dann noch daran zweifelt, dass es besser ist, sich vegetarisch/vegan/bewusst zu ernähren muss schon sehr verroht sein - vor solchen Menschen habe ich Angst!"

Ich habe vor Menschen wie Ihnen Angst, die sich in ihrer Informationsbeschaffung lediglich auf PETA und Co. verlassen und dieses "Wissen" als Fakt hinstellen. Wer Tierhaltung nicht nur aus dem Fernseher kennt der weiß, dass die Bilder gewiss nicht die Realität, insbesondere nicht in der Freilandhaltung, darstellen.

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ichundsonstkeiner 29.07.2015, 08:07
393. War ja klar

Zitat von mariannamancini
Sie haben das wirklich noch nie erlebt? Vielleicht, weil Sie selbst kein Fleischesser sind. In meinem Arbeitsumfeld, in dem es einige Vegetarier gibt, höre ich immer wieder Statements in der Kantine wie: "Wie du isst eine Bratwurst, weil sie dir schmeckt? Du bist ein furchtbarer Mensch" Und das ganz ironiefrei. Ich überlege, ob das schon zur der Art von Diskriminierung zählt, wegen der man gefeuert werden kann, laut unseren Arbeitsverträgen. Wie dem auch sei. Ich kenne nur sehr wenige Veganer, die es lassen können - ganz besonders in den social medias - einem permanent den erhobenen Finger zu zeigen. Von daher finde ich ihre Aussagen etwas weltfremd.
Passt nicht in mein Weltbild = Weltfremd

Man braucht sich nur die Kommentare hier durchzulesen, offenbar haben viele Fleischesser das Bedürftnis auf jenen rumzuhacken die sich anders ernähren. Ist ja auch schön wenn man sich über jemand anders erheben kann indem man sich drüber lustig macht (und ja, es gibt auch die missionarischen Vegetarier, aber die sind hier sehr in der Unterzahl).

Ich hab kein Problem damit wenn jemand sagt er isst Fleisch weils ihm schmeckt, die abstrusen Rechtfertigungsversuche finde ich allerdings unsinnig.

Schon allein das Saitan-Argument, als ob alle Vegetarier ständig Saitan essen würden. Die meisten Vegetarier die ich kenne interessieren sich nicht für Fleisch und brauchen deshalb auch keine Fleischersatzprodukte.

Wenn Ihnen das Thema in den Sozialmedien so auf den Wecker geht habe ich einen ganz revolutionären Tip für Sie: Einfach nicht lesen, niemand wird dazu gezwungen (es sei denn Sie leiden unter Zwangshandlungen).

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Towne 29.07.2015, 08:08
394. Eigentlich ...

... ist es ein Fehler, auf diesen unsäglichen Provokateur zu reagieren. Aber hier mache ich mal eine Ausnahme: Auch ich will die historische Parallele nicht überbewerten - ABER: Adolf Hitler, und das ist eindeutig erwiesen, Herr Fleischhauer, konnte Lesen und Schreiben. Machen Sie sich mal ein paar Gedanken darüber ...

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kimmberlie67 29.07.2015, 08:08
395. Wenn es die Natur so gewollt hätte

würden wir heute Wurzeln fressen.

Aber unsere Vorfahren waren eben Jäger und Sammler.

Also ist der Mensch ein Allesfresser.

Nur weil es Schick ist muß man nicht zum

Pflanzenfresser werden

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Urali 29.07.2015, 08:10
396. Liebe Mitforisten,

leider suchen die Meisten von euch bei diesem Artikel mit einem Bagger nach dem Sinn, obwohl hier auch eine Schaufel reichen würde.

Ich glaube nicht, dass der Artikel hier dazu dienen Soll Vegitarier und Veganer als schlechte Menschen oder gar schlechter als Nationalsozialisten abzustempeln.

Viel mehr sollte man einfach, über den Beispiel: Man könne den Zivilisationsgrad einer Gesellschaft daran erkennen, wie sie mit ihren Tieren umgeht. Nicht einfach abnicken sondern auch mal nachdenken im welchen Kontext dieser entstanden ist.

Und vielleicht zusätzlich akzeptieren, dass die Entscheidungen von uns, die wir heute treffen ungeahnte Entwicklungen in Gang setzen können.

Wer nur Gemüse isst, hilft den Tieren, welchen? Die nie gezüchtet und geschlachtet werden, weil der Bedarf niedriger ist. Sicher lobenswert, aber es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass für Soja und andere Produkte viele Lebensräume der Tiere zerstört werden. Das Grünzeug wird, nunmal leider nicht in ehemaligen Städten angebaut die dafür eingeebnet werden sondern auf dem ehemaligen Regenwald Gebiet.

Fleischfresser dagegen können sich zwar damit trösten, dass Sie den Grünzeugverbrauch auf den ersten Blick in grenzen halten, aber spätestens sobald, das Rindvieh mit diesem Grünzeug gefüttert wird, stehen wir wie die Vegitarier, am Anfang des Kreislaufs.

Wer wirklich helfen will steigt auf regionale Produkte um und zwar nicht nur auf Endprodukte, ein deutsches Rindvieh das mit Grünzeug aus Brasilien gefüttert wird oder der leckere Sojaschnitzel das in Deutschland produziert wird mit den Zutaten aus Brasilien, führt nicht unbedingt zur Rettung der Tiere oder der Welt.

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klausbrause 29.07.2015, 08:16
397.

Zitat von Brutella
Ich denke schon immer, dass Fleischesser die besseren Menschen sind. Moralisch eben. Viel weniger Pflanzen müssen den Tod erleiden, wenn man Fleisch statt Pflanzen frisst, das ist unbestreitbar. Dazu ermögliche ich durch meinen Fleischkonsum erst das Leben vieler Tiere. Man muss sich nur vorstellen was passiert wenn alle Menschen Veganer werden. Rinder, Schweine und Hühner werden einem Genozid zugeführt. Ausgestorben.
Genau si isses. Undenkbar, Mrd. von Hühnern aus Legebatterien, Schweine und Rinder aus Massenhaltung beten jeden Tag darum, daß da auch ja kein Vegetarier des Weges daherkommt. Es würde ja auch ein Großteil unserer Kultur verlorengehen, wenn diese Massenkasernen wegfallen und durch bäuerliche Haltungsformen ersetzt würden.
Undenkbar eben. Und Genozid ist da noch ein viel zu schwaches Wort.

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harryklein 29.07.2015, 08:19
398. Link

Es wäre sicher besser gewesen, den Blogeintrag zu verlinken, der "ziemlichen Wirbel verursacht" hat, damit man sich als Leser selber ein Urteil bilden kann, statt die SPON-Rubriken "ernaehrung" und "vegane_ernaehrung". Ich weiß schon, SEO und so, aber das bringt's wirklich nicht.

Ach Gott, ja, und diese uralte Nazikeule gegen Vegetarier ist wirklich ermüdend. Was ist das? Sommerloch im Sommerloch?

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klausbrause 29.07.2015, 08:19
399.

Zitat von uventrix
Gerücht. Ich würde das verdammte Rindvieh eigenhändig erwürgen, ausnehmen und dann zersägen wenn ich sonst an kein gutes Stück Fleisch mehr komme! Das Problem an euch Vegetariern ist, dass ihr kleine Pienzchen seid und das auf den Rest der Bevölkerung übertragt. Was soll denn an den Produktionabläufen in einer anständigen Schlachterei jetzt appetitverderbend sein??? Nichts!
Wenn es sich nicht anbieten würde, würde ich jetzt von Maulheldentum sprechen. Aber ich lasse es lieber.

Vielleicht wäre es durchaus überlegenswert, dass jeder Fleischesser künftig ein Mal im Jahr (oder auch mehrmals) in den Schlachthof seines Vertrauens fährt und dort ein Tier nach seiner Wahl tötet und zerlegt.
Begründung: siehe oben.

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