Forum: Politik
Fleischhauers Abschied: Jetzt ist Schluss!
Dieter Mayr/ DER SPIEGEL

Nach achteinhalb Jahren, 438 Kolumnen und unzähligen Aufforderungen an die Chefredaktion, den Autoren zu kündigen, endet heute "Der schwarze Kanal" auf SPIEGEL ONLINE.

Seite 18 von 72
gerdaxel 13.06.2019, 15:59
170. Schade

Lieber Herr Fleischhauer, schade dass Sie SPON und den SPIEGEL verlassen. Auch wenn ich nicht immer - aber doch oft - Ihrer Meinung war, so waren Ihre Kolumnen in jedem Fall Beiträge mit Ecken und Kanten, mit erfrischenden Perspektiven und gerade deshalb so interessant, weil sie oft gegen die Generalrichtung Ihres Blattes gingen. Ich habe mich jeden Donnerstag auf Ihre Kolumne gefreut, und im neuen SPIEGEL als erstes nach Ihrem Schwarzen Kanal geschaut und diesen - sofern Sie in dieser Woche dran waren - als erstes gelesen. Das wird mir fehlen - Ihnen alles Gute!

Beitrag melden
uwereuter 13.06.2019, 16:00
171. Zum Schluus

noch einmal eine eitle SelbstbeSPIEGELung. Keine einzige Träne zum Abschied; eher eine Freudentäne. Fleischhauer und Focus: das passt viel besser. Für mich bleibt er in Zukunft ungelesen.

Beitrag melden
Bibe 13.06.2019, 16:00
172. Dass man Ihnen und Ihren Kolumnen,

lieber Herr Fleischhauer, mit so viel Hass begegnete, zeugt wie kaum etwas anderes von dem immer intoleranter werdenden Klima in unserem Land. Und wenn Sie gestatten: Ich sah mich als links zu Zeiten (70er-, 80er Jahre), als der Mainstream bürgerlich konservativ bis rechts war. Aber irgendwann nahm auch ich Reißaus vor linken Spießertum und Rechthaberei. Sie haben mir daher, wie man so sagt, oft aus der Seele gesprochen.

Beitrag melden
georg69 13.06.2019, 16:00
173.

Zitat: "Nichts ist so drückend wie die Kuhstallwärme der Gesinnungsgemeinschaft."

Und dann zum Focus?!

Beitrag melden
kael 13.06.2019, 16:01
174. Alles Gute, Herr Fleischhauer!

Ob Herrn Fleischhauer das kumpelhaft aufdringliche Du-zen einiger Foristen oder gar die Anrede "Fleischi" gefällt, weiß ich nicht. Ich glaube, eher nicht.
Wie auch immer, die Komplimente, die anlässlich seines Abschieds vom Spiegel über Herrn 'Fleischhauer ausgeschüttet werden, sind meiner Einschättzung nach nicht sonderlich gerechtfertigt. Er hat nur seinen Job gemacht. Verdient hat diese Komplimente eher die Spiegel-Chefredaktion, die einem Mann, der bewusst gegen den "Spiegel-Strom" schwamm und oft wenig zimperlich provozierte, den dafür erforderlichen journalistischen Freiraum "ohne wenn und aber" (wenn man Herrn Fleischhauer glauben darf) zur Verfügung stellte. So etwas nennt man Tolerenz dem Andersdenkenden gegenüber. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Blätter wie Focus, Welt oder Bild zu einer vergleichbaren Toleranz fähig sind.
Nun wechselt Herr Fleischhauer zum Focus. Es wächst also endlich zusammen, was zusammen gehört. Und ich frage mich, warum? Es ist doch gar nicht Fleischhauers Stil, sich irgendwo "gemütlich" einzurichten und sein Fähnchen mit dem Wind flattern zu lassen statt lustvoll gegen den Strich zu bürsten. Und dann ausgerechnet Focus, ein Wochenmagazin, das ich als BILD für konservative Oberstufenschüler bezeichne?!
Vielleicht gibt es für Herrn Fleischhauer aber auch nur rein private Gründe, die Fronten zu wechseln? Dafür hätte ich natürlich Verständnis. Ich wünsche ihm. dass sich seine Erwartungen erfüllen mögen und auch sonst alles Gute.

Beitrag melden
Nur ein Blog 13.06.2019, 16:02
175. Für die "schweigende Mehrheit" ....

Nach "unzähligen Aufforderungen" kommen hier nun die zu Wort, die den Abgang von Jan Fleischhauer bedauern.
Ich bedaure auch, nicht früher mehr Lob für "unseren Fleischi" ausgesprochen zu haben. Aber das hätte auch nichts genützt - für die "grundsätzlich Zufriedenen" interessiert sich keine Redaktion - soweit spiegelt der SPIEGEL das ganz normale Leben - allerdings immer mehr ein individuelles oder mindestens das einer selbstreferentiellen Gruppe.


Ich habe mich auch schon grün und blau geärgert über Kolumnen (nicht die von Jan Fleischhauer), aber eine Kündigungsaufforderung hätte ich mir als einfacher Leser nie angemasst - nicht mal bei Claas Relotius.

Jan Fleischhauer wünsche ich alles Gute für seine berufliche Zukunft - mit Preisen wird's nun endgültig nichts mehr - obwohl er die m.E. entschieden mehr verdient hätte als manch anderer, der sie eben bekommen hat.

Beitrag melden
mife 13.06.2019, 16:03
176. Alles Gute für die Zukunft, Herr Fleischhauer..

schade, es war immer eine Freude, nicht nur Ihre Kolumnen zu lesen, (ganz gleich ob inhaltlich 100%ig d`´accord oder nicht), vielmehr schade, nun nicht mehr die empörten Kommentare der gleichgeschalteten Bessermenschen genießen zu können... die Intolleranz der sonst, ach so, Tolleranten..

Beitrag melden
hn-29223 13.06.2019, 16:03
177. Niemals geht man so ganz (hoffentlich)

In einem Wort: Schade!
Lieber Herr Fleischhauer, ich wünsche Ihnen auch beim "Focus" alles erdenklich Gute. Und ich finde es ausgesprochen bedauerlich, dass sich der - tendenziell eher links-grüne - "Spiegel" keinen "rechten" Kolumnisten (mehr) leistet.
Rudolf Augstein seligen Angedenkens würde sich im Grabe umdrehen. Nicht wegen Ihrer Positionen (bzw. bei manchen schon), sondern weil Sie "die Brücke verlassen".
Trotzdem wie gesagt: Alles Gute!

Beitrag melden
peterpeterweise 13.06.2019, 16:03
178. Schade, die einzige Kolumne die Spaß gemacht hat

Ich werde Ihre Kolumnen beim Focus weiter verfolgen. Trotzdem finde ich es schade, dass diese nicht mehr im SPON erscheinen werden. Es hat immer so viel Spaß gemacht, die Kolumne und dann die Kommentare darunter zu lesen. Zwischen Freude über das Abweichen vom Üblichen, über logische Gegenargumente bis hin zum getroffenen Aufjaulen war dort alles zu finden. Beim Focus wird in den Kommentaren wohl die Freude über das Abweichen von Grün-Roten Dogmen überwiegen. Schade, aber vielleicht bleiben Ihnen ja einige Ihrer Gegner treu und tun etwas für ihren regelmäßigen Bluthochdruck.

Beitrag melden
polza_mancini 13.06.2019, 16:04
179. Hahaha,

Zitat von der_durden
Dieses Lamentieren, ob der Einseitigkeit des Spiegels wird langsam nervig. Sie lesen auf den Seiten des SPIEGEL und wundern sich, dass die Beiträge in ihrer kontextuellen Einordnung einen SPIEGEL eigenen Spin haben? Ernsthaft? Meinen Sie, dass die FAZ nicht sehr FAZ gemäß einseitig ist? Oder der Focus? Die Süddeutsche? Die Zeit? Die Welt? Natürlich sind sie das. So funktioniert die Medienwelt in unserem Land und das ist auch gut so. Wer sich ein eigenes, umfassendes Bild machen, ja sogar eine eigene Meinung bilden möchte, der wird sich wohl kaum nur die Beiträge eines Verlags ansehen können. Sie möchten also etwas weniger SPIEGEL typische Einordnung der Geschehnisse lesen? Dann besuchen Sie doch einfach entsprechend andere Verlagsangebote zum Thema Ihrer Wahl. Ich wüsste schlichtweg nicht, warum ich der FAZ schreiben sollte, sie solle doch bitte ein wenig mehr SPIEGEL sein, oder umgekehrt. Das ist einfach absurd.
Sie haben vollkommen recht, nur: ich lese seit über 30 Jahren den Spiegel (Print) und ziemlich lange die Online-Ausgabe, weil genau deren Ausrichtung der meinen mal entsprach und ich das Investigative, den Stil und die Faktenbasiertheit mochte. Leider nicht mehr viel übrig und auch für Linke mittlerweile zu viel - sorry - Gedöhns! Oder glauben Sie, dass auch nur einer der aktuellen Kolumnisten*Innen beim alten Spiegel den Flur hätte fegen dürfen? Lobo vielleicht noch, als er bei seinen Leisten blieb, von Fleischi hätte ein Fahndungsfoto am Eingang gehangen!

Beitrag melden
Seite 18 von 72
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!