Forum: Politik
Fleischhauers Abschied: Jetzt ist Schluss!
Dieter Mayr/ DER SPIEGEL

Nach achteinhalb Jahren, 438 Kolumnen und unzähligen Aufforderungen an die Chefredaktion, den Autoren zu kündigen, endet heute "Der schwarze Kanal" auf SPIEGEL ONLINE.

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wealthofnations 13.06.2019, 20:26
420. Vielen Dank, Herr Fleischhauer!

Meiner Meinung nach ein echter Verlust für SPON.
Ihnen persönlich alles Gute !

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FrieFie 13.06.2019, 20:27
421. Und wieder einmal...

bleibt man ratlos zurück. Es gab also ein Dutzend gute Gründe für Fleischhauer, beim Spiegel zu schreiben. Aber anscheinend gibt es keinen einzigen, wo anders oder gar beim Focus zu schreiben. Hofft er, dort "unter Rechten" mal als der progressive Intellektuelle auftreten zu können?
Es ist also zum Abschied nur wieder die übliche Selbstbeweihräucherung... 13Mio Klicks Jahr! ... ein Rezo hat 14Mio in drei Wochen gehabt. Das ist der Typ, über den Fleischhauer sich neulich lustig machte.
Und ja, er hat provoziert... aber nicht durch Inhalte, sondern durch das Fehlen von inhaltlicher Auseinandersetzung. Immer fand sich irgend ein Schnickschnack, um vom Thema abzulenken. Und ja, er hat auch aus dem Urlaub von sich hören lassen... mit Gedanken darüber, dass die zu Kolonialzeiten geraubte Kunst viel besser bei uns als z. B. bei den Afrikanern oder Asiaten aufgehoben ist, die sowas gar nicht zu schätzen wissen. Nun gibt es also noch einen Grund mehr, den Focus nicht zu lesen. Tschüss!

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monsieurlechef 13.06.2019, 20:31
422. Danke

Ihre Kolumnen waren das Highlight des Spiegels, danke und alles Gute!

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wodinius 13.06.2019, 20:31
423. Herr Fleischhauer hat ...

sich für die "Kuhstallwärme der Gesinnungsgemeinschaft" entschieden. Gut so. Seine Art Journalismus - einen Popanz aufbauen, auf den man dann mit Fug und Recht einschlagen kann - ist dort zu Hause.

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Apfelkomplott 13.06.2019, 20:33
424. Hurra!

Ich werde Ihre Kolumne dennoch vermissen.
Alles Gute!

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Sem Levi 13.06.2019, 20:35
425. Kuhstallwärme des Focus

Ich kann es gar nicht nachvollziehen, dass hier einige Fristen meinen, im Spiegel herrsche ein linker "Einheitsbrei" vor, den Herr F. aufgemischt hätte. Wie schon ein Kommentator vorher geschrieben hat, es gehört zu diesem relativistischen Redaktionskonzept, dass sich hier jeder wiederfinden mag, also auch die "Konservativen" und die "Liberalen" . Wer im Spiegel linke Positionierungen erkennt, ist entweder paranoid oder sollte lieber ein Nazi-Blatt lesen. Es ist ja eben diese neoliberale Vorstellung, dass Politik ideologiefrei betrieben werden kann, so etwa wie ein Austausch von Verwaltungsmeinungen. Insofern bin ich den Nazis, die ich politisch bekämpfe, dankbar, dass sie die politische Auseinandersetzung wieder reanimiert haben. Es ist eine Einladung an die wirklichen Linken, mal wieder linke Positionen zu erarbeiten und zu vertreten. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn sich Medien mal wieder eindeutig positionieren und Foren ihrer politischen Richtung sind. Die "Kuhstallwärme" ist doch dieses konfliktscheue "sowohl, als auch" , die Geringschätzung von anderen Ideologien als die neoliberale. Als sei die neoliberale Ideologie keine Ideologie sondern die reine Vernunft, so wie sie stets gesehen werden will. Insofern passt Herr F. perfekt zum Medienorgan des "gesunden Menschenverstandes". Er hätte aber auch bei diesem relativistischen Plauderblatt Spiegel bleiben können. Es ist leider egal.

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bollle 13.06.2019, 20:37
426. F-Day

So habe ich auch meinen letzten Beitrag überschrieben. (Schmeichelt Ihnen wahrscheinlich, würde es bei mir auch) Der Kühnertverriss war, und dabei bleibe ich, in Wortwahl und Intention, vergeigt und niederträchtig. Ob Stilmittel Glosse oder Kommentar. Gelesen habe ich Weiteres von Ihnen dann doch meistens, weil es zumindest nicht langweilig und platitüdiert erschien. In jedem Fall haben Sie sich, auch bei mir, einen Namen gemacht. Eine Träne werde ich ihnen nicht nachweinen, weil ich sowas nur für Verwandte und Freunde reserviere. Nur: worüber soll ich mich denn jetzt wöchentlich echouffieren? Das wird, wohl, dann ,doch, irgendwie, vielleicht leider, fehlen. Letztlich sollte Journalismus aber nicht zersetzend, infam und narzistisch sein. Sondern abwägend und, wo auch nur möglich, vereinend und brüderlich mit Protagonist und Rezipient. Ohne berechtigte Meinungen zu verschweigen. Hoffe das gelingt dann in anderen Funktionen.

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stagedoor 13.06.2019, 20:42
427. "Würdigung"

Den Begriff der Würdigung führt Fleischhauer an. Viele Themen seien aus seiner Sicht zu würdigen gewesen. Das mag aus seiner Sicht zutreffen. Aus meiner Sicht hat er einen "Aspekt" vergessen, ausreichend zu würdigen: den Menschen an sich.

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beathovenr66 13.06.2019, 20:43
428. Good News !

Ich werde Sie nicht vermissen. Der Abstieg zum Boulevardblatt "Focus" spricht Bände. Augstein war ein Verlust,
Fleischhauer nicht !

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deepbrain 13.06.2019, 20:44
429.

'ich habe es in Wahrheit selten auf Provokation angelegt. (...) Wenn das, was ich schreibe, eine Provokation darstellt, dann vor allem (...) unter Journalisten und Journalistinnen (...) in den deutschen Großstadtvierteln, in denen der Anteil von Grünen-Wählern seit Jahren verlässlich bei 40 Prozent liegt.'

Ja genau. Um Provokation genau dieser Leute ging es doch ständig. Klar, dass man mit dem one-trick-pony alles-links-der-cdu-ist-doof und Habeck-finde-ich-richtig-doof auf Matuschek-Partys niemanden provozieren kann. Aber es geht ja gar nicht um Provokation als solche, die kann ja auch durchaus gut sein. Massiv gestört hat mich in den kolumnen vielmehr die mangelhafte Recherche und das Unwissen (Beispiel: Europ. Patentamt = EU-Behörde) oder das krampfhafte Hingebiege, damit links-ist-doof dabei rauskommt (Beispiel: SPD/Barley-Plakat -> EZB-Zinspolitik -> steigende Immobilienpreise -> SPD ist iwie Schuld). War aber auch oft egal, solange der Tenor stimmte, gab es den Applaus, Argumente unwichtig.

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