Forum: Politik
Fleischhauers Abschied: Jetzt ist Schluss!
Dieter Mayr/ DER SPIEGEL

Nach achteinhalb Jahren, 438 Kolumnen und unzähligen Aufforderungen an die Chefredaktion, den Autoren zu kündigen, endet heute "Der schwarze Kanal" auf SPIEGEL ONLINE.

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klaus.mokinski 13.06.2019, 23:32
520. Endlich Friedhofsstille

Zitat von briancornway
Auch hier kein Hauch von Selbstkritik oder Einsicht. Wenn er mal inhaltlich verunsichert wird, haut er einfach einen bösen Spruch raus, seine Fans johlen und er kann ruhig schlafen. Beim 'Fokus' wird er von den Lesern keinerlei Gegenwind ertragen müssen, so kann er dann irgendwann unbelehrt in Rente gehen, in einer Gesellschaft, an deren Verrohung er seinen Anteil hatte. Tschüss, und danke für nichts .
Fein, jetzt gibt niemanden mehr, der den selbstgefälligen SPON-Debattierklub mit anderer oder gar abweichender Weltsicht stören könnte. Besonders schön passt dazu Ihr Abschiedskommentar, der Fleischhauer für den Wechsel zu Fokus Gründe unterstellt, die für Sie selbst zu 100 % gelten. Weiterhin viel Elan und Spass beim Sich-selbst-Bestätigen.

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C.frs 13.06.2019, 23:35
521. Tschüß

Sie gehen zum FOCUS? Gut. Ich werde somit wohl nur noch sehr selten von Ihnen belästigt. Trotzdem wünsche ich Ihnen alles Gute in dem Sinne, dass Sie nicht noch weiter ins rechte und antidemokratische Lager abdriften.

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Alle Tassen 13.06.2019, 23:35
522. Ach nee...

Mensch Fleischi, alte Diskurshaubitze!
Worüber soll ich mich denn jetzt ärgern, auf SPON?
Und dieser heilige, konservative, erheiternde Ernst, echt schade, du wirst mir fehlen, wirklich...
Klar, zum Focus paßt du schon irgendwie viel besser, aber hey, jetzt mal ehrlich, nur so unter uns, zum FOCUS.... ernsthaft?!
Naja, so ein Münchner Lokalblättchen kann ja auch ganz gemütlich sein.
Machs gut!

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tanztante 13.06.2019, 23:35
523. Insgesamt mal relativ sachlich

und selbstreflektiert. Aber ganz ohne Hiebe unter die Gürtellinie (sorry Kevin) und ohne eine kleine Portion Selbstverliebtheit geht es wohl nicht (sooo viele clicks... fast wie bei Rezo). Und ich denke, sie wollten doch (nur) provozieren, denn damit kommt man auf Clicks. Sie werden mir ganz bestimmt nicht fehlen beim SPIEGEL. Es ist konsequent zu gehen. Das immerhin fordert Respekt.

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besserwisser1001 13.06.2019, 23:39
524. ich kann es mir nicht verkneifen, schande über mich

bitte mehr tv auftritte wie bei maischberger, das würde ich mir auch noch wünschen (mal abgesehen von ihrem finanziellen erfolg den ich ihnen wünsche, 13 mio klicks in einem jahr, huiuiuiui, damit sind sie zwar kein influencer auf youtube basis, und halten keineswegs mit channels von hydrauischen pressen mit, aber hey, 13 millionen, woah, voll die große zahl, bestimmt 20 nullen!)

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Vernunftimkopf 13.06.2019, 23:52
525. Schade, schade, schade,

daß Sie den Spiegel verlassen. Ihre Kolumnen waren herzerfrischend offen und treffend gegenüber dem tristen moralisierendem Einheitsbrei aus den linken, grünen und femininen Ecken der meisten anderen Kolumnisten.
Sie haben zu meiner Freude oft die Miefblase menschenfremder Großstadtintelektueller mit ihren nur noch selbstreflektierenden Zirkeln aufgestochen, die viel zu oft die Medien dominieren. Aber wer, und mit welcher Geisteshaltung, wird wohl heute überwiegend Journalist ? Sie sind da eine rühmliche Ausnahme, und ich freue mich schon auf die Fortsetzung im Focus.

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marioreinsch 14.06.2019, 00:04
526. Danke für nichts,

Herr Fleischhauer. Ihre Kolumne waren nicht ausnahmslos, aber in der großen Mehrheit, intellektuell flach, analytisch irgendwo zwischen falsch und primitiv, Ihr Charakter wohl eher eher zynisch als wirklich böse -- und Ihre "Meinungen" 'eh immer nur an den Linken ausgerichtet. Ihre stolze Freude am Provozieren sieht man übrigens direkt über den Zeilen, die diese abstreiten, in Ihrem bübischen Grinsen. Viel Spass dann beim Focus, lach. Und, nein, kein Filterblasenalgorithmus dieser Welt käme auf die Idee mir einen Focus-Artikel in den Newsfeed zu stellen. Ich werde Sie jetzt einfach... vergessen.

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Peter Pots 14.06.2019, 00:08
527. Fleischhauer hat seinen Job gut gemacht - alles Gute für die Zukunft

Die Diskutanten verwechseln den Kolumnisten mit der Person Fleischhauer. Sie denken naiv, dass die Kolumnisten das schreiben, was sie wirklich glauben und denken. Das ist nicht immer der Fall. Sie schreiben Texte von denen sie hoffen, dass diese ihrer journalistischen Laufbahn nutzen und ihren Status in der Redaktion absichern. Die intelligenteren von ihnen können am Dienstag das Gegenteil dessen schreiben, was sie am Montag überzeugend vorgetragen haben. Ein guter Schreiber kann sich in viele Rollen hineinversetzen und diese nach außen überzeugend repräsentieren. Heute kann er eine Rede für einen Prominenten der Linken schreiben - und morgen für Herrn Gauland. Die Leute würden sich in ihrer Blauäugigkeit wundern, wenn sie mal Mäuschen sein könnten.
Für die Diskutanten sind die Medien einer andere, fremde Welt, von der sie so wenig verstehen wie vom Wirken der Führungsgremien der kommunistischen Partei Chinas. Ein freiberuflicher Kolumnist ist in der Realität ein unbedeutender abhängig Beschäftigter - wenn er nicht gerade Augstein heißt. Er schreibt, was für ihn gut ist. Tatsächlich sitzt er auf einem Schleudersitz und kann sich schnell um Kopf und Kragen schreiben.
Herr Fleischhauer hat aufgrund einer gewissen Risikofreude und seines schwarzen Humors von seinen Vorgesetzten eine Beschäftigung mit einer klaren Jobbeschreibung übertragen bekommen. Ihm oblag es, ein wichtiges Lesersegment bei der Stange zu halten, das ohne ihn längst zur Konkurrenz abgewandert wäre. Dabei waren die hysterischen Proteste der radikalen Linken völlig ohne Belang, da diese als Feinde der Gedankenfreiheit ohnehin niemand ernst nimmt. Fleischhauer ist ein vernunftbegabter Linksliberaler, der es aufgrund eines gewissen angeborenen Zynismus schafft, die Rolle des agent provokateur zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten zu spielen. Er hatte das Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen zu sein - als der Job des "Redaktions-Rechten" gerade frei war. Vielleicht wird er bei seinem neuen Arbeitgeber der "Linke vom Dienst"? Vermutlich ist es ohnehin keine Liebesheirat. Fleischhauer lebt in München und die Focus-Redaktion ist auch in München. Diese Konstellation ist bequem und ausbaufähig.

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fx33 14.06.2019, 00:12
528. Weg ist er

Selbst entsorgt beim rechten Kampfblatt "Focus", in die "drückende Kuhstallwärme der Gesinnungsgemeinschaft" (Ausrichtung Rechts). Da passt er hin, da findet er seine Claquerure schlichten rechten Gemüts, und wenn er dann vielleicht - hoffentlich! - auch noch einen Teil der SPON-Foristen dorthin mitzieht... Kann man sich denn Besseres vorstellen?

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ali71 14.06.2019, 00:15
529. Ich verliere

nicht Fleischhauer, ich verliere SPON. Schade. Ich habe mich immer auf die Kolumnen von Fleischhauer gefreut (und offen gesagt noch mehr auf die Leserkommentare der Empörungsstandarten). Der schwarze Kanal war ein klares, gutes, offnes Zeichen des Spiegels). Bisher ist Focus bei mir nicht als must-read gebookmarked. Nun werde ich ihn mir - wegen Fleischhauer - mal antun. Leider auch ein weiterer Grund weniger SPON aufzurufen.

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