Forum: Politik
Florida: Parlament lehnt schärferes Waffenrecht ab - Schüler brechen in Tränen aus
REUTERS

Trotz des Massakers in Parkland hat Floridas Parlament gegen ein härteres Waffenrecht gestimmt. Auf der Zuschauertribüne saßen Jugendliche der betroffenen Schule, es kam zu dramatischen Szenen.

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themistokles 21.02.2018, 09:50
90.

Zitat von jaykay2003
“Halbautomaten” sind KEINE Schnellfeuergewehre! Auch wenn einige so aussehen mögen.
An Sie und alle anderen Foristen: Hören Sie bitte mit diesem Unsinn auf. Die AR 15 ist die halbautomatische Version der M16. Das Internet ist voll von Videos und Tipps zur schnellen Modifikation der AR 15 zu einem vollautomatischen Schnellfeuergewehr. Auf den Shooting Ranges in den USA kann man problemlos (auch als Kind!) mit vollautomatischen Waffen üben. Selbst mit einer Minigung kann hier geschossen werden. Desweiteren geben NRA und die Betreiber der Shooting Ranges massenhaft Tipps zum Umbau der Waffen.

Die Unterscheidung halbautomatisch-vollautomatisch ist in dieser Diskussion absolut sinnlos und nicht zielführend.

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midastouch 21.02.2018, 09:52
91. Akzeptieren

Wir in Deutschland sollten nun akzeptieren, dass die Mehrheit der Amerikaner gegen ein Waffenverbot ist. Das Thema ist ja nicht neu und Wahlergebnisse seit Jahren dementsprechend. Die Befürworter eines Waffenverbots oder auch nur strengerer Gesetze sind in der Minderheit. Auch wenn wir uns in Deutschland das anders wünschen würden, so sind diese Amokläufe etwas, das die Mehrheit der Amerikaner bereit ist zu akzeptieren, wenn sie dafür ihre Waffen behalten dürfen.
Dementsprechend sollten wir aufhören, uns immer so entrüstet zu geben, sondern es als gegeben hinnehmen, dass die nächste Schießerei in einer amerikanischen Schule nur eine Frage der Zeit ist.

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MKAchter 21.02.2018, 09:54
92. Nicht simpel

Zitat von Ossifriese
Sie gehören alle verboten.
Mal abgesehen vom Sinn - oder eher Unsinn - solcher pauschaler Verbotsforderungen (die faktisch zum allergrößten Teil diejenigen legalen Waffenbesitzer treffen, welche verantwortungsvoll mit ihren Waffen umgehen):

Wie das in einem Land wie den USA umgesetzt werden soll, wo u.a. das Waffenrecht Sache der einzelnen Bundesstaaten (nicht von Washington) ist, wo generell rechtlicher Altbestandsschutz ernst genommen wird (was auch gut so ist), und wo schließlich in den meisten Bundesstaaten gar kein "licensing", also keine Registrierung der Waffen erfolgte... Ist ein Rätsel. Aber schlicht "Verbot!" zu rufen, das ist einfach.

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go-west 21.02.2018, 09:55
93. Der Jugend gehört die Zukunft

Nicht den Waffennarren und Ewiggestrigen, die nichts dazulernen wollen, egal was passiert. Es wird langfristig eine deutliche Verschiebung geben, da bin ich mir sicher. Die jungen Leute haben soeben verstanden, daß sie der Schlüssel dafür sind.

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crazy_swayze 21.02.2018, 10:00
94.

Zitat von Chris_7
Es ist gut, dass die Abgeordneten in Florida nicht vom Hype einer alarmistischen Minderheit haben anstecken lassen. Sondern dass sie erkannt haben, dass sich nichts verändert hat. Es gibt keine andere Sachlage, als vor 2 Wochen. Und es wird in 2 Wochen keine andere Sachlage geben als heute. Für diese Taten bestimmte Waffenmodelle oder -typen verantwortlich zu machen ist kompletter Unsinn. Sonst müssten wir un der Schweiz massenhaft solche Taten sehen. Dort hat jeder gediente Schweizer sein Sturmgewehr (und da das richtige, vollautomatische) im Schrank stehen. Daheim. Samt Munition. Also kann es nicht an den Waffen liegen. Sondern vielmehr an einer kaputten Gesellschaft, in der psychisch Gestörte nicht behandelt/ weggesperrt werden. Und in der eine darwinistische Sozialauswahl auf allen Ebenen herrscht. Es geht immer nur darum, zu gewinnen. Siehe diese sinnlose Geschichte mit Sportstipendien und Highschool- und College-Football-Teams incl. Landesmeisterschaften. Anstatt dort die Bildung und die akademische Exzellenz zu fördern werden bekloppte Sportler die im Normalfall auf dieser Schule/ Hochschule auf Grund mangelhafter schulischer Leistungen nichts zu suchen haben durchgepäppelt und als Idole gezüchtet. Und wer in diesem Wettbewerb nicht gewinnt, der fällt hinten runter. Das ist dann das Material, aus dem die ewig gemobbten späteren Amokläufer werden.
Den Unterschied zwischen einem erwachsenen, ehemaligen Soldaten und einem Teenager sollten sie inzwischen auch kennen.

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TscheffichheißeTscheff 21.02.2018, 10:00
95. Das Einzige,

was in dieser Situation hoffnungsvoll stimmt ist doch, dass diese Kids vielleicht die Generation sein könnten, die sagt "jetzt reicht's". Die die Vertretrer der durch und durch korrupten GOP aus dem Haus jagt - soll heißen wählt - und der NRA ein Ende macht. Mir scheint es, als ob sich da eine neue Entschlossenheit unter den Jüngeren bildet.

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olli0816 21.02.2018, 10:02
96. Es wird sich nichts ändern

Ich habe irgendwo eine visuelle Darstellung der Opfer nach Tagen in den USA gesehen mit Symbolen nach getöteten Männer, Frauen und Kindern in den USA. Die Zahl war erschreckend und das alles nur für das Recht zum Tragen einer Waffe und dem Überleben der Waffenhersteller. Es ist so tief verankert in der amerikanischen Gesellschaft, dass es nicht so einfach zu verändern ist. Das gleiche gilt doch, wenn man anschaut, wie viele Leute in den Gefängnissen sitzen gemessen an der Gesamtbevölkerung. Das Justizsystem ist auf Rache zugeschnitten und genauso ein Business wie das Verkaufen der Waffen.

Andererseits bin ich skeptisch, ob man recht schnell etwas erreichen könnte, indem man Waffenverkäufe einschränkt. Es gibt so viele Waffen in der Zivilbevölkerung und es gibt sehr viele Menschen, die ihre Waffen nicht herausrücken würden, selbst wenn der Besitz unter Strafe steht.

Man muss anerkennen, dass unsere Auffassung von Waffenbesitz nicht konform zu der Auffassung vieler Amerikaner steht. Von daher bringt unsere Entrüstung nichts. Die amerikanische Gesellschaft muss schon selber erkennen, dass weniger Waffen ein Gewinn für das Zusammenleben ist. Das ist schwierig. Der Umgang untereinander ist aufgrund der vielen schwelenden Probleme wie extreme Armut, Rassismus, Drogenkonsum und weit ausgeprägter Kriminalität ganz anders als in Europa. Gehen Sie als Weißer in manche Gegenden und die Wahrscheinlichkeit, dass sie danach nirgendwo mehr hingehen ist durchaus gegeben. Umgekehrt übrigens nicht anders. Es ist eine Frage, die die USA selbstständig lösen müssen.

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kuac 21.02.2018, 10:04
97.

Der Populist Trump ist auch nur ein Handlanger der Waffenlobby. Er hat seine Chance vertan. Nie war die Lage für eine Waffenkontrolle günstiger.

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dr.eldontyrell 21.02.2018, 10:05
98. Mal drüber nachdenken...

Zitat von s.raudolf
Die Kids tun mir Leid und ich kann ihre Aufregung verstehen. Aber ich wünschte, die Diskussion würde sachlicher geführt und zwar von Leuten, die vom Thema was verstehen. 'Assault Rifles' waren in einer 10-jährigen Testphase in den USA verboten und es gab keine Verbesserungen in der Kriminalitätsstatistik - Null. Vor 50 Jahren waren mehr Schusswaffen als heute im Umlauf und es gab so gut wie keine Shootings, wie sie heute fast an der Tagesordnung sind. Die zugrunde liegenden Probleme sind nicht die Waffen, sondern anderweitig zu suchen. Dies ist natürlich eine weitaus komplexere Aufgabe und nicht so medienwirksam wie der reflexhafte Aufschrei nach schärferen Waffengesetzen.
warum in den USA am Tag (!) mehr Menschen durch Schusswaffen sterben, als in Deutschland im ganzen Jahr. Und das Problem sitzt genau bei Ihnen vor dem Bildschirm - Waffennarren mit persönlichen Defiziten.

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kastenmeier 21.02.2018, 10:05
99.

Zitat von s.raudolf
(...) Vor 50 Jahren waren mehr Schusswaffen als heute im Umlauf und es gab so gut wie keine Shootings, wie sie heute fast an der Tagesordnung sind. Die zugrunde liegenden Probleme sind nicht die Waffen, sondern anderweitig zu suchen. (...)
Das stimmt zwar, hilft aber nicht weiter. Dieser Argumentation folgend, müsste man weder Drogen noch Drogenhandel verbieten, da auch hier die Gefahr vom Motiv für Konsum ausgeht.
Warum Menschen in der Gesellschaft nicht ankommen und ihre Probleme so oder so tragisch lösen, ist eine ganz andere Baustelle - eine viel größere, ein viel schwierigerer und längerer Weg, auf dem der Zugang zu Waffen, Drogen etc. so schwer wie möglich sein sollte.

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