Forum: Politik
Florida: Parlament lehnt schärferes Waffenrecht ab - Schüler brechen in Tränen aus
REUTERS

Trotz des Massakers in Parkland hat Floridas Parlament gegen ein härteres Waffenrecht gestimmt. Auf der Zuschauertribüne saßen Jugendliche der betroffenen Schule, es kam zu dramatischen Szenen.

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rosenblum64 21.02.2018, 09:02
50. Jetzt mal ehrlich...

Wir nehmen es einfach hin, dass Autokonzerne, die uns alle zuvor belogen und betrogen haben, ungestraft Millionen von Menschen in Großstädten vergiften. Das gibt weniger drastische Bilder, aber es führt zum selben Ergebnis.
Deutschland sollte sich also mal wieder zuerst an die eigene Nase fassen - ganz davon abgesehen, dass der amerikanische Waffen-Wahn natürlich krank-absurde Züge trägt. Ich bezweifle jedoch, dass dies alleine mit der NRA zu tun hat, als vielmehr mit einer Spaltung der Gesellschaft in immer extremere Gruppierungen, die durch den Waffenwahn ihre Zugehörigkeit ausdrücken wollen.

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spon_2999637 21.02.2018, 09:04
51. Quellen?

Zitat von s.raudolf
Vor 50 Jahren waren mehr Schusswaffen als heute im Umlauf
Bezogen auf die USA? Quelle? Zumindest ist der Trend wieder deutlich ansteigend... "Demnach sind in den USA derzeit rund 264 Millionen Pistolen und Gewehre in Umlauf. Das seien etwa 70 Millionen mehr als 1994." (Quelle: "The Stock and Flow of US Firearms: Results from the 2015 National Firearm Survey")

Deutlicher Anstieg also in den 20 Jahren vor 2015 - für die 30 Jahre davor habe ich keine Zahlen parat, daher meine Frage nach der Quelle für die obige Aussage.

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Stefan_G 21.02.2018, 09:06
52. zu #5

Zitat von s.raudolf
Die Kids tun mir Leid und ich kann ihre Aufregung verstehen. Aber ich wünschte, die Diskussion würde sachlicher geführt und zwar von Leuten, die vom Thema was verstehen. 'Assault Rifles' waren in einer 10-jährigen Testphase in den USA verboten und es gab keine Verbesserungen in der Kriminalitätsstatistik - Null. Vor 50 Jahren waren mehr Schusswaffen als heute im Umlauf und es gab so gut wie keine Shootings, wie sie heute fast an der Tagesordnung sind. Die zugrunde liegenden Probleme sind nicht die Waffen, sondern anderweitig zu suchen. Dies ist natürlich eine weitaus komplexere Aufgabe und nicht so medienwirksam wie der reflexhafte Aufschrei nach schärferen Waffengesetzen.
Die Waffen sind nicht das einzige, wohl aber das bedeutendste der zugrundeliegenden Probleme. Ihre 10-Jahres-Statistik beweist doch lediglich, dass man für Anschläge, Amokläufe etc. eben keine Sturmgewehre braucht, sondern dass das auch mit anderen Kurz- und Langwaffen ebenso durchführbar ist.
Also muss die Anzahl ALLER Schußwaffen drastisch gesenkt werden, um eine Wirkung zu erzielen.

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Zwiling 21.02.2018, 09:06
53. Warum immer nur gegen Trump?

Weder Obama, noch Clinten, noch Busch, keiner hat am Waffengesetz gerüttelt, trotz dass es schon immer solche schlimmen Massacker gab. Die Amerikaner ticken eh anders und man sollte das Grundproblem von ihnen angehen, ihre Unzufriedenheit und manches andere. Und wenn jemand sowas plant, dann kommt er auch an Waffen, egal wie streng das Gesetz ist. Leider!

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genugistgenug 21.02.2018, 09:09
54. Zieilgruppe ändern - Sicherheitskontrollen abbauen

Es hat schon einen Grund, wieso sich Politiker/Behörden (auch in Dummenland) immer besser schützen. Vielleicht hilft es am besten wenn man die Sicherheitskontrollen abbaut und die verantwortlichen Politiker wieder mal Bus fahren müssen, statt hochgeschützt im Panzerwagen.
Denn die Massenmorde funktionieren nach der alten US Regel "Kommt ein Ein/Verbrecher und der sieht, dass ich gut geschützt bin, geht er dahin, wo es weniger Schutz gibt".
Wir wetten, dass bereits bei einer Erhöhung des eigene Risikos alle Politiker ür schärfere Gesetze stimmen werden!
PS: 71:36 da gibt es doch sicher eine Namensliste, wer gegen den Schutz der Menschen gestimmt hat

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voneisenstein 21.02.2018, 09:09
55. Demokratie ist eben (leider) kein individuelles Wunschkonzert

Ich hätte den Parkland-Schülerinnen und Schülern die Enttäuschung gerne erspart. Aber angesichts des demokratischen Abstimmungsergebnisses im Parlament von Florida - das man sicherlich auf die Vereinigten Staaten insgesamt projizieren kann - muss man doch feststellen, dass der mehr oder weniger freie Zugang zu Schusswaffen offenbar (noch) zur DNA der USA und der Mehrheit der US-Amerikaner gehört wie Coca Cola und McDonalds. Im Übrigen halte ich die Verengung der Diskussion auf strengere Waffengesetze für zu kurz gesprungen. Die tiefere (und beunruhigende) Frage lautet doch: Was für eine Gesellschaft bringt Individuen hervor, die bei Amokläufen Dutzende von Mitmenschen scheinbar vollkommen wahllos töten?
Ich persönlich halte den Zugang zu Schusswaffen in vielen Staaten der USA für zu leicht und einfach. Eine sinnvolle Beschränkung und Kontrolle sowie die Überprüfung der Zuverlässigkeit und geistigen Gesundheit der Waffenkäufer wäre meines Erachtens wünschenswert.

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mostly_harmless 21.02.2018, 09:11
56.

Zitat von s.raudolf
Die Kids tun mir Leid und ich kann ihre Aufregung verstehen. Aber ich wünschte, die Diskussion würde sachlicher geführt und zwar von Leuten, die vom Thema was verstehen. 'Assault Rifles' waren in einer 10-jährigen Testphase in den USA verboten und es gab keine Verbesserungen in der Kriminalitätsstatistik - Null. [...]
Offen gesagt lohnt sich eine Diskussion schlicht nicht, wenn Leute absruserweise behaupten, es habe keine Effekte, wenn sich nicht mehr jeder Psychopath im Supermarkt um die Ecke in einer halben Stunde mit halbautomatischen Waffen und ausreichend Munition ausstatten kann, um eine Kleinstadt zu entvölkern.
Das ist ein Ausmaß an Realitätsverweigerung, das einfach sprachlos macht.
Achja, ich hätte gerne einen Link zu der "Testphase", in der angeblich 'Assault Rifles' in den USA verboten waren.

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jjcamera 21.02.2018, 09:11
57. Zu spät

Das Tragen (und Verwenden) von Handfeuerwaffen hätte man spätestens im 19. Jahrhundert verbieten sollen. Mittlerweile ist es unverrückbarer Bestandteil der Kultur eines Landes, das mit Waffengewalt erobert und besiedelt wurde. Man denke nur an die nicht enden wollende Ballerei in Hollywood-Blockbustern.
325 Millionen Amerikaner, von denen die meisten eine Waffe besitzen, zu entwaffnen, ist ebenso aussichtslos, wie der Versuch, zum Mond zu schwimmen.

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mostly_harmless 21.02.2018, 09:13
58.

Plakate aufhängen mit den Gesichtern der Politiker, die die schärferen Gesetze abgelehnt haben. UND den Beträgen, die diese Poltiker von der NRA und ähnliche Lobbyorganisationen erhalten.

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Koda 21.02.2018, 09:14
59. Das mag zwar sein, aber strengere Waffengesetze...

Zitat von s.raudolf
Mal darüber nachdenken.... Die Kids tun mir Leid und ich kann ihre Aufregung verstehen. Aber ich wünschte, die Diskussion würde sachlicher geführt und zwar von Leuten, die vom Thema was verstehen. 'Assault Rifles' waren in einer 10-jährigen Testphase in den USA verboten und es gab keine Verbesserungen in der Kriminalitätsstatistik - Null. Vor 50 Jahren waren mehr Schusswaffen als heute im Umlauf und es gab so gut wie keine Shootings, wie sie heute fast an der Tagesordnung sind. Die zugrunde liegenden Probleme sind nicht die Waffen, sondern anderweitig zu suchen. Dies ist natürlich eine weitaus komplexere Aufgabe und nicht so medienwirksam wie der reflexhafte Aufschrei nach schärferen Waffengesetzen.
... sind nun mal das vordergründig einfachste Mittel, das Problem in den Griff zu kriegen.
Man kann das auch mit der Freigabe von Drogen vergleichen, die sicherlich häufiger konsumiert würden, wenn man sie frei an der nächsten Ecke erwerben könnte.

Ob es vor 50 Jahren MEHR Schusswaffen gab als heute, lässt sich sicher schwer nachvollziehen, genauso ob dieses MEHR an Schusswaffen evt. pro Kopf in Privatbesitz solche halbautomatischen Waffen waren oder alte Schrotflinten oder 6-Schüsser wie aus dem Western.
Jedenfalls haben die Amerikaner irgendein gesellschaftliches Problem mit der Gewalt, sei es durch ein Mentalitätsproblem (Hang, Problem mit Gewalt zu lösen) löchrigeres Sozialsystem, fehlende Krankenversicherungen oder einfach nur eine durch Kino & Film verursachte Gewaltaffinität, die in der Darstellung sich über die letzten Generationen stark gewandelt hat => Gewaltfilme von vor 50 Jahren reißen heute kaum noch die Leute vom Hocker, es müssen dann schon schärfere Sachen sein.

ABER: eine Lösung hier zu finden, ist sicher noch schwieriger als strengere Kontrollen bzgl. Waffenbesitz zu ermöglichen.

Nur mal als Hinweis:
Der Mörder war 19 Jahre alt, durfte kein Alkohol kaufen, aber evt. mit 16 schon den Führerschein und sich mit 18 eine Waffe legal erwerben.
Um ein Auto fahren zu können, muss man Prüfungen bestehen; um eine Waffe - mit der man eigentlich nur töten kann - dagegen nicht.
Nun ist eine Waffe wohl auch leichter zu bedienen als ein Auto, trotzdem sterben wohl in jedem Jahr zig Amerikaner auch durch Unfälle beim Hantieren mit der Waffe.

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