Forum: Politik
Flüchtlinge: Asylzentren außerhalb der EU - ist das die Lösung?
DPA

Österreich will Migranten gar nicht mehr in die EU lassen, sondern sie in Zentren etwa in Albanien oder Nordafrika parken. Die Idee ist nicht neu - aber immer noch problematisch.

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urbanism 21.06.2018, 11:59
1. es kommt darauf an

es kommt darauf an unter welcher Führung diese Auffanglager stehen? Stehen diese Lager unter Kommando der EU nebst Hilfsorganisationen wäre es ggf. eine Alternative. Sollten diese Lager unter Führung der jeweiligen Staaten Vorort stehen, dann sollte sich die EU fragen ob sie nicht genauso Menschenverachtend mit Flüchtlingen umgeht wie zurzeit die USA oder andere Staaten in Asien und Afrika. Nur mit dem Unterschied das sich die EU nicht selbst die Hände schmutzig macht.

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peterpahn 21.06.2018, 12:12
2. Asylzentren außerhalb der EU hat Otto Schily (SPD) schon ...

Asylzentren außerhalb der EU hat Otto Schily (SPD) schon vor 14 Jahren gefordert (Link s.u.). Ich fürchte aber, dass solche Asylzentren über kurz oder lang dem Andrang nicht standhalten und letztlich alles wieder läuft, wie bislang. Es gibt Studien, die als einzige Möglichkeit sehen, in Nordafrika - irgendwo auf Höhe nördlich der Saharah - eine Mauer zu bauen. Der Vorschlag klingt absurd, zeigt aber nur das Dilemma der Situation. Nach Gallup (2009) sind es hunderte Millionen Menschen in Zentralafrika, die sich in der genannten Studio als auswanderungswillig bezeichnet haben. http://www.faz.net/aktuell/politik/asylpolitik-schily-fuer-fluechtlingslager-in-afrika-1178370.html

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EinzHeinz 21.06.2018, 12:12
3. Die Lösung ist es sicher nicht...

...aber ein Anfang. Das wird ggf. den einen oder anderen "Glücksritter", aus friedlichen Regionen, von einer Reise abhalten und für die wirklichen Kriegsflüchtlinge würden Kapazitäten frei.

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Atheist_Crusader 21.06.2018, 12:14
4.

Problematisch vielleicht, aber meiner Ansicht nach die einzig sinnvolle Lösung. Dass Jemand erst illegal europäischen Boden betreten muss um Asyl zu bekommen ist rechtlich problematisch und für die Menschen selbst teuer und gefährlich. Da ist es einfacher wenn wir die Lager vor Ort finanziell unterstützen und kontrollieren... oder vielleicht sogar selbst führen.

Am sinnvollsten wäre es, wenn man sich in jeder europäischen Botschaft und Konsulat um Aufnahme bewerben könnte. Die Leute dort kennen die örtlichen Gegebenheiten besser als Jemand der in Deutschland am Schreibtisch sitzt und können das BAMF dann mit ihren Einschätzungen unterstützen.
Wird positiv entschieden übernehmen wir den Transport, das macht die Reise sicher und ruiniert den Schleppern das Geschäft. Gleichzeitig muss jeder der illegal über die Grenze kommt sofort in unbegrenzte Abschiebehaft genommen werden um gar keinen Anreiz zu schaffen es illegal zu versuchen. Ebenso muss die Gewährung von Asyl zumindest für die ersten Jahre an das Verbleiben im jeweils zugewiesenen Land geknüpft werden, damit nicht einfach alle nach Deutschland oder Schweden strömen.
Von mir aus können wir da auch unterschiedliche prozentuale Kontingente zulassen, solange es einen Ausgleichsmechanismus gibt. Dann gibt es ein Minimum und eine Maximum und wer halt nur das Minimum nimmt, muss halt Gelder an jene weiterleiten die mehr am Maximum leisten.

Ebenso braucht es eine gemeinsame europäische Migrationspolitik um Migration von Fachkräften zu regulieren die ohne Not hier leben und arbeiten möchten.

In jedem Fall aber müssen zwei Fehler vermieden werden:
1. Rechtsbrüche mit Bleiberecht belohnen. Andernfalls schafft man nur Anreize es auf illegalem Weg zu versuchen.
2. Illegale Wege bestrafen ohne aber legale Möglichkeiten zu eröffnen. Andernfalls zwingt man die Leute nur zu Verzweifelungstaten.

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berggala 21.06.2018, 12:16
5. Über kurz oder lang...

... werden wir hässliche Bilder zu sehen bekommen, gewöhnen sollte man sich daran aber nicht. Das Problem ist zu gross für Europa, es sind zu viele Menschen, dass Problem der Armut ist nicht durch Migration in den Westen zu lösen. Die Menschen sind auch für das Leben im Westen nicht wirklich gut vorbereitet. Ich verstehe die Träume, die haben wir alle, aber übermässige Migration führt zum Widerstand der angestammten Bevölkerung und zum Erstarken des Extremismus. Ich würde mich freuen, wenn die EU endlich beginnt, faire Handelsbeziehungen mit Afrika aufzubauen, da passiert leider nichts!!! Auch sollten wir Ausbildungsprogramme bereitstellen, nicht nur akademische. Und die Erfahrung hat gezeigt, je höher die Bildung, desto niedriger die Geburtenrate - das wäre ein Anfang!

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snoxx 21.06.2018, 12:18
6. Es gibt KEINE andere Loesung

Australien macht es Richtig. Das Asylsystem muss Globalisiert werden. Daher Asylzentren an den Brennpunkten - Nordafrika, Libanon, Bangladesch, ...
Dort wird dann entschieden ob Asylberechtigt - dann global Verteil. Fluechtling dann Lager im Umfeld der Krise oder Migrant dann Abweisung und Uebergabe an die lokalen Behoerden.

Wer das bisherige vorgehen Verteidigt, dem muss klar sein, dass er erstens Asyl nur den Starken zugesteht und zweitens fuer all die Toten "Fluechtlinge" im Mittelmeer eine Mitverantwortung hat.
Auch muss man an der Bekaempfung der Fluchtursachen arbeiten, aber Bitte nicht so wie in Irak, Syrien, Libyen geschehen.

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sven2016 21.06.2018, 12:21
7.

Solche Lager lösen kein Problem, sondern schaffen nur Flüchtlinge aus den Augen der EU.
Es wird so kommen, dass niemand sie aufnehmen und kein Land sie "zurücknehmen" will.
Dann haben wir Gefängnisse im Nicht-EU-Raum geschaffen, für die niemand richtig zuständig ist. Und einige Unternehmen und Politiker werden auch daran gut verdienen.

Das grundgesetzliche Recht auf Asyl ist dann endgültig abgeschafft, ohne das GG ändern zu müssen.

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Heinrich52 21.06.2018, 12:24
8. Einzige Lösung

Es ist wichtig dass Asyl nur in diesen Ankerzentren gewährt wird. Wo die Asylsuchenden überprüft werden und einen Pass mit einer Personalnummer bekommen. Nurmit diesem Pass können diese Asylanten die Unterstützung bekommen die ihnen zusteht. Das ist übrigens in Kanada so. so gibt es in Kanada keine Illegalität mehr.
Übrigens alle Staaten der EU sollen den Schutz der Außengrenzen an die EU in Brüssel abgeben und diese soll auch diese Ankerzentren in Nordafrika leiten. Brüssel wollte das schoin lange, aber die Nationalstaaten wollten diese Kompetenz nicht abgeben. Dies ist übrigens auch der Plan Östereichs und Italiens und des Herrn Söder und Seehofers. Ein guter Plan.

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advocatus diaboĺi 21.06.2018, 12:25
9. Einsperren von Schutzsuchenden

in Asylzentren? Was für ein irreführender Begriff für geschlossene Auffanglager, wo dann Familien mit ihren Kindern Monate lang vegetieren. Wer so etwas fordert, sollte sich über die Verhältnisse in den bestehenden Lagern in der Türkei und Libyen informieren. Auf der einen Seite über das Einsperren von undokumentiertern Einwanderern in der USA poltern und dann die Schutzsuchenden in Afrika einsperren wollen, das ist heuchlerisch.

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