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Flüchtlinge aus Nordkorea: Lektionen für ein gespaltenes Land
Corbis/ Getty Images

Eine Schule in Seoul hilft jungen Nordkoreanern, die aus ihrer Heimat geflohen sind, sich im Alltag zurechtzufinden. Viele fühlen sich fremd. Die Regierung will das ändern.

noratofu 03.02.2019, 13:07
1.

"Finanzielle Unterstützung von christlichen Gruppen" ist wohl eine leichte Untertreibung, wenn die erste Schulstunde für den Gottesdienst vorgesehen ist (s. Foto von der Tafel).
So wie ich koreanische christliche "Gruppierungen" kenne, gehen die Schüler womöglich auch jeden Tag zum Abendgebet und am Wochenende missionieren.

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claus7447 03.02.2019, 16:21
2.

Zitat von noratofu
"Finanzielle Unterstützung von christlichen Gruppen" ist wohl eine leichte Untertreibung, wenn die erste Schulstunde für den Gottesdienst vorgesehen ist (s. Foto von der Tafel). So wie ich koreanische christliche "Gruppierungen" kenne, gehen die Schüler womöglich auch jeden Tag zum Abendgebet und am Wochenende missionieren.
Es ist ihr erster Beitrag.

Sofern sie in Korea waren, sollten Sie wissen, dass die christlichen Kirchen sich mit den Kirchen in den USA ähneln.

Nur, wenn sie hinter die Kulissen sehen, die Kirchen sind die einzigen die für sozial schwache und abgestürzte in Korea überhaupt noch da sind. Nächstenliebe selbst in der Familie ist nicht unbedingt gross geschrieben.

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hugahuga 03.02.2019, 18:51
3.

Bewegend. Man möchte sich wünschen, dass es beiden Seiten weiter gelingt, sich anzunähern und zunehmend besser zu verstehen. Mir scheint, dass man in Korea aus deutschen Fehlern gelernt hat und diese zu vermeiden trachtet. Wir können allerdings auch davon ausgehen, dass es in Südkorea und in Nordkorea Kräfte gibt, die diesem Prozess der Annäherung Steine in den Weg werfen. Allen Koreanern sei geraten, sich auf sich selbst zu besinnen und keinerlei Einflüsterungen von politischen "Freunden" fremder Länder Gehör zu schenken. Denn denen geht es nicht darum, dass aus zwei irgendwann mal ein vereinigtes Korea wird. Im Gegenteil.

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hoeffertobias 03.02.2019, 19:25
4. Immer wieder erstaunlich,...

... dass kommunistische Staaten ihre Bürger vor den kapitalistischen Staaten beschützen müssen, damit sie ja keine Bekanntschaft mit der bösen Marktwirtschaft machen. Warum bloß dürfen die Menschen diesbezüglich keine eigene Entscheidung treffen? Der real existierende Kommunismus muss noch sehr viel schlimmer sein, als sich der normalempfindsame Mensch überhäuft vorstellen kann... Ich hoffe, dass dieses Experiment irgendwann mal beendet wird.

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k70-ingo 03.02.2019, 19:40
5.

Zitat von hoeffertobias
... dass kommunistische Staaten ihre Bürger vor den kapitalistischen Staaten beschützen müssen, damit sie ja keine Bekanntschaft mit der bösen Marktwirtschaft machen. Warum bloß dürfen die Menschen diesbezüglich keine eigene Entscheidung treffen? Der real existierende Kommunismus muss noch sehr viel schlimmer sein, als sich der normalempfindsame Mensch überhäuft vorstellen kann... Ich hoffe, dass dieses Experiment irgendwann mal beendet wird.
Nordkorea ist nicht kommunistisch. Der Kommunismus wurde dort 1977 abgeschafft.
Die nordkoreanische Juche-Ideologie ist Sozialismus.

Nordkoreaner können richtig fuchtig werden, wenn man das K-Wort in Bezug auf ihr Land verwendet.
Warum auch immer, ich habe nicht nach Details gefragt, da mich Ideologiegedöns nicht interessiert.

Soweit die Theorie.
In der Praxis ist Nordkorea eine feudalistische Erbmonarchie.

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hugahuga 03.02.2019, 19:48
6.

Zitat von hoeffertobias
... dass kommunistische Staaten ihre Bürger vor den kapitalistischen Staaten beschützen müssen, damit sie ja keine Bekanntschaft mit der bösen Marktwirtschaft machen. Warum bloß dürfen die Menschen diesbezüglich keine eigene Entscheidung treffen? Der real existierende Kommunismus muss noch sehr viel schlimmer sein, als sich der normalempfindsame Mensch überhäuft vorstellen kann... Ich hoffe, dass dieses Experiment irgendwann mal beendet wird.
Ich glaube eher, dass der real existierende Kommunismus und der Raubtierkapitalismus sich nichts nehmen. In beiden Systemen ist der Normalbürger der Unterlegene bzw Ausgebeutete.

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hoeffertobias 03.02.2019, 20:33
7. Das sehen Sie...

Zitat von hugahuga
Ich glaube eher, dass der real existierende Kommunismus und der Raubtierkapitalismus sich nichts nehmen. In beiden Systemen ist der Normalbürger der Unterlegene bzw Ausgebeutete.
... komplett falsch, wohl mangels Erfahrung. Wenn Sie mal darüber nachdenken, warum Millionen Menschen in die USA ausgewandert sind und es sich noch viel mehr Menschen wünschen, dann hätte use eine gute Basis. Gerade für Menschen aus den linksregierten Staaten Lateinamerikas ist es ein riesiger Erfolg in den USA "ausgebeutet" zu werden. Was am Ende auch der Grund dafür ist, dass z.B. die USA jeden raus, aber lange nicht jeden rein lassen. Die Mär von der Ausbeutung ist also sozialromantischer Quatsch. Ohne die Produktivität von kapitalistischen Großunternehmen wäre unser Lebensstandard signifikant niedriger... Aber wer es mal als "nicht ausgebeuteter" Selbstversorger versuchen möchte, bitteschön. Ist aber verdammt hartes Brot...

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