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Flüchtlinge: Was "besorgte Bürger" sagen wollen
DPA

Was treibt "besorgte Bürger" um, die an Stammtischen und in sozialen Medien über die Flüchtlingskrise reden? Ihre Argumentation ist widersprüchlich - weil sie sich nicht trauen zu sagen, was ihnen wirklich Angst macht.

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trouparadix 12.11.2015, 08:06
130. Erklärungsnot

Das Problem liegt meiner Meinung nach nicht bei den Asylanten, sondern bei den Politikern, die uns nicht erklären, WIE wir das schaffen. Bis vor kurzem hatten wir noch die Debatte über die mangelnde Integration von "Ausländern" (Migranten) selbst in der zweiten und dritten Generation... woher sollen wir, "die mit den Ängsten", das Vertrauen nehmen, dass das jetzt mit 1,5 Mio zusätzlichen Asylanten alles besser wird?!? Sollen die Politiker einfach ehrlich sein und sagen, dass das sehr viel Geld kosten wird (direkte und indirekte Kosten), aber dafür dann auch alles getan wird, dass sich die, die bleiben werden und dürfen auch integrieren können.

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bernd_lauert_meer 12.11.2015, 08:06
131.

Ich hatte nie Interesse am "christlichen" Abendland. Ich bin Atheist, wie es ca. 44 % der Deutschen sind.
Schätzungen nach wird der Familiennachzug die Zahl der Flüchtlinge um den Faktor 3 - 10 bis 2020 erhöhen. Es wäre naiv zu leugnen, dass dies den Einfluss der Muslime auf unsere Kultur und auch unsere Politik massiv stärken und zu einer Rückkehr der Religionen in den deutschen Alltag führen würde. Dies ist absolut konträr zu meinen Interessen und zu meiner Lebenseinstellung und ja, Herr Kazim, ich bin nicht bereit auch nur einen Minimum meines "Wohlstands" dafür abzugeben. Oktober 2017 und dann wird neu gewürfelt...

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biesi61 12.11.2015, 08:08
132. Mir machen diese

viel, viel größere als alle Flüchtlinge zusammen. Ich bin zutiefst erschrockem, unter wie vielen jämmerlich rassistischen, mit primitivsten Mitteln gegen Hilfebedürftige aufwiegelbaren und unfassbar egoistischen Menschen ich seit Jahrzehnten lebe. Mir macht eine Regierung Angst, von der zumindest einige Mitglieder in ihrem Handeln immer schneller diesem Pack hinterher rennen. Und mir machen Medien Angst, in denen die Flüchtlinge und ihre Zehntausenden engagierten Helfer immer weniger vorkommen, dafür aber buchstäblich jeder einzelne Rassist eine immer prominentere Bühne erhält.

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elpalatino 12.11.2015, 08:08
133.

Schlicht und nahezu ergreifend richtig. Aber......was machen wir?

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GueMue 12.11.2015, 08:08
134. Korrekt

Was er schreibt. Diese Aengste sind menschlich und verdienen Respekt.

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axel_roland 12.11.2015, 08:09
135. Guter Artikel mit Richtigem Fazit

Genauso ist es. Das Fazit bringt es auf den Punkt. Die hiesige Bevölkerung führt die Debatte viel zu ideologisch. Klar möchte vermutlich ein Großteil der Bevölkerung seinen durch Arbeit erwirtschafteten Wohlstand nicht teilen. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Mir ist aber im Gegensatz zu den Nazis und Co. Egal mit wem ich das nicht möchte. Ich gebe lieber einem engagierter Geflohen etwas als einem deutschem, der aus Faulheit seit Jahren hartz4 bezieht. Ich bin nicht sozial, nein. Da stehe ich dazu.Aber ich habe jeden Respekt vor Flüchtenden: ich würde auch flüchten wenn hier Krieg herrschte.

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NewYorkRioTokio 12.11.2015, 08:09
136.

Es geht um die schiere Menge an Flüchtlingen welche den besorgten Bürgern Kopfzerbrechen bereiten.
Ich finde es keinesfalls verwerflich wenn man versucht den geschaffenen Wohlstand zu sichern und seine Werte in Gefahr sieht.
Nach wie vor gibt es keinerlei Bestrebungen eine Obergrenze festzulegen, und wenn man den apostrophierten Familiennachzug hinzurechnet, dann kommt auch unsere Gesellschaftliche Statik ins wanken.
Abgesehen davon, muss dies alles auch bezahlbar sein.
So dämlich es klingt, man muss sich das ganze auch leisten können.
Angesichts der Tatsache das schon heute ein nicht unerheblicher Teil der Bürger sich bei der Tafel versorgen muss, Altersarmut keine Fata Morgana ist und ein Millionenheer nur prekär beschäftigt ist fragt man sich schon wie das ganze finanzierbar sein soll.
Alle kann man einfach nicht retten.
Wir schaffen es nicht!

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jadenew1 12.11.2015, 08:09
137. Fällt das nur mir auf?

Diese unsäglichen Debatten führen doch zu Nichts - bzw. zu Nichts Guten. Leider verhält es sich so, dass die Menschen nachher verwaltet werden, wie auch Hartz IV Empfänger. Seit Monaten werden Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt, nur damit dieses unsägliche System weiter läuft. Glaubt man denn hier wirklich, dass die Verwaltung und Integration von Menschen mal so easy von Statten geht? Es ist ja noch nicht mal gelungen, Hartz IV Empfänger in diese Gesellschaft zu integrieren. Ab einem gewissen Punkt, gibt es keinerlei Chance, sein Leben selber zu Gestalten. Diesen Monat werden wieder tausende von Briefen vom Jobcenter rausgeschickt, dass die Miete zu hoch ist und dann nur noch 6 Monate vollständig gezahlt wird, danach soll man dann vom Existenzminimum auf die "angemessene" genehmigte Miete drauflegen oder man wird zum Umzug gezwungen bzw. findet sich eventuell in der Obdachlosigkeit wieder. Nur wohin, bei dieser großen Wohnungsknappheit. Wo Mieten immer die "angemessenen" Märchenmietbeträge des Amtes überschreiten. Wo keiner einem Langzeitarbeitslosen eine Wohnung vermieten will. Die Angst geht um, das gilt für Flüchtlinge genauso wie für Menschen, die von sozialen Transferleistungen leben müssen. Jeden Tag mehr Alltagsterror seitens Behörden. Es macht krank und hoffnungslos. Es kommen Tausende dazu, die dann genauso in dieser Hoffnungslosigkeit hängen bleiben - weil dieses kranke System nicht wirklich funktioniert. Mir fällt nur auf, dass die sogenannten Eliten über etwas diskutieren, wovon sie wirklich keine Ahnung haben. Wie es den Menschen dabei geht, die es wirklich betrifft und bedroht, fragt ja, wie immer, keiner.

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ostkraft 12.11.2015, 08:10
138. Wirklich?!?

Ich lese in mehreren Online-Medien, die auch Kommentare oder Foren anbieten. Neben SPON ist das z.B. Zeit Online, NZZ Online, Berliner Tagesspiegel und Telepolis.
In keinem dieser Foren oder Kommentarseiten habe ich in den letzten Monaten solche direkte und plumpe Aussage gelesen. Ja Herr Kazim, ist gibt viele Äußerungen dort, die ängstlich und besorgt formuliert sind, aber ich sehe dort nicht Schwarz-Weiß sondern viele Grautöne.
Neben dem nervigen und dummen gegenseitigen Gebashe verkappter Nazi vs. naiver Gutmensch-Grünen-Linker benennen die Teilnehmer mehr oder weniger konkrete Befürchtungen und begründen diese auch.
Vielleicht sollten sie konkretere Angaben machen, wo sie auf solche plumpen Aussagen stoßen?

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prof.unrat 12.11.2015, 08:10
139. Wo bleibt der Anstand?

Es tut mir leid, aber es gibt keinen wirklich anständigen Grund, um ein besorgter Bürger zu sein. Es gibt nur egoistische Gründe. Jeder muss selbst wissen, wie weit er seinen Egoismus treiben will. Dass als Argumente das Abendland, das Christentum oder auch der Wohlstand herhalten müssen, entlarvt eigentlich die Selbstbezogenheit dieser besorgten Bürger.

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