Forum: Politik
Flüchtlinge: Was "besorgte Bürger" sagen wollen
DPA

Was treibt "besorgte Bürger" um, die an Stammtischen und in sozialen Medien über die Flüchtlingskrise reden? Ihre Argumentation ist widersprüchlich - weil sie sich nicht trauen zu sagen, was ihnen wirklich Angst macht.

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huebif 12.11.2015, 08:22
160. Sie haben so recht!

aber, die Antworten auf die Widersprüche geben Sie nicht und die verantwortlichen Politiker auch nicht. Die Antworten sind ja auch nicht einfach! Was Ihnen aber sehr leicht fällt, ist sich über die "einfachen" Bürger zu erheben und zu lästern. Wo sind Ihre Lösungsansätze? Sie sind vermutlich auch sozial und finanziell abgesichert, so dass es Ihnen leicht fällt keine Ängste zu haben. Und zum Schluss noch einen Hinweis: Ihre Aufgabe ist es, die verantwortlichen Politiker zu kritisieren und denen "Feuer unterm Hintern zu machen"! Wo ist Ihre Häme über die andauernde Untätigkeit im Innenministerium und Kanzleramt? Wenn Sie dort den Finger in die vielen Wunden gelegt haben, dann können Sie die zu Recht über die unfähige Regierung besorgten Bürger aufklären und beruhigen. So sind Sie nur ein abgehobener arroganter Zyniker!

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snigger 12.11.2015, 08:22
161. angst

sehr guter artikel.
eigentlich einer der besten, die ich zu diesem thema gelesen habe.

als rezept gegen die furcht (und den daraus resultierenden rassismus) empfehle ich die bene-gesserit-litannei aus frank herberts wüstenplaneten:

Ich darf mich nicht fürchten.
Die Furcht tötet das Bewußtsein.
Die Furcht führt zu völliger Zerstörung.
Ich werde ihr ins Gesicht sehen.
Sie soll mich völlig durchdringen.
Und wenn sie von mir gegangen ist, wird nichts zurückbleiben.
Nichts außer mir.

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DaWE 12.11.2015, 08:22
162. Einseitige Sicht der Dinge!

Mehr schwarz- weiß geht nicht! Ich bin mir ziemlich sicher das ein Großteil der "besorgten Bürger" nicht per se gegen Flüchtlinge sind. Was diese Menschen tatsächlich wollen ist eine geregelte, kontrollierte und nicht grenzenlose Zuwanderung unter dem Mantel des Asylrechtes. Diese Menschen wollen mitbestimmen was mit ihrer Heimat passiert, wollen mitentscheiden wie die Zukunft ihres Landes aussieht. Die Menschen nehmen sehr wohl wahr, auch die im Osten, wie sich die Gesichter unserer Städte verändern und dieses Land "bunter" wird. Die Menschen haben ein feines Gespür, speziell die im Osten, für aus den Fugen geratene Entwicklungen!

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luiasogi 12.11.2015, 08:23
163. ich bin auch ein besorgte Bürger

Jeder Mensch muss mit Respekt behandelt werden. Egal ob 'guter oder schlechter ' Flüchtling, egal welche Religion oder welche Hautfarbe er hat. Das haben mir meine Eltern beigebracht. Dazu brauche ich kein GG. Allerdings wird keine sinnvolle Integration stattfinden können, wenn jedes Jahr soviel Flüchtlinge kommen. Der Kommentator interpretiert das Weihnachtslied ' Ihr Kinderlein kommet' dass Deutschland seine Grenzen öffnet. Wenn ich die Grünenchefin Peter stösst ins gleiche Horn. Bitte keine Probleme ansprechen, das triebe die Menschen den rechten Rattenfängern zu. Nein Frau Peter, Leute wie sie machen mir Angst. Leute wie sie treiben Menschen nach rechts.
Zurück zum Kommentar.
Wenn Menschen bei uns und vor allem mit uns Leben wollen sollten sie sich an uns anpassen, nicht umgekehrt. Das hat nix mit Assimilisation zu tun.
Wenn sogar Schweden nun Grenzkontrollen einführen muss, sollte das auch unseren Sozialromantikern zu denken geben. Mein Fazit ist : Die Flüchtlinge anständig behandeln, integrieren und sie annehmen. Den ungehinderten Zuzug eindämmen, damit das gelingen kann. Ich fürchte allerdings, dass dies erst der Anfang ist. Europa hat keinen Plan. Afrika wird trotz Malta bald zu einem Riesenproblem werden. Not und Elend könnte man vielleicht mit sinnvoller Entwicklungshilfe mildern. Das eigentliche Problem, die Überbevölkerung könnte man auch nur! mit einem gewissen Wohlstand in den Griff bekommen. Aber wie real ist das? Ich fürchte, dass wir das nicht schaffen.

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drwuerfel 12.11.2015, 08:23
164. besorgte Bürger

Hört das denn nie auf. jeden Tag neue lange Texte, die sich in geschliffenem Deutsch über alles aufregen, die kritisieren und oft auch verhöhnen, die verurteilen und stigmatisieren.
Ohne selbst klare Position zu beziehen.
Hört es denn nie auf, das jeder in diesem Land ,der ein Problem mit der derzeitigen Flüchtlingspolitik hat, automatisch in die rechte Ecke gestellt wird, zum Fremdenfeind erklärt wird, als dump und blind und egoistisch hingestellt wird.
Das muß doch auch Ihnen (Plural) als Reporter langsam mal auffallen, das diese Pauschalverleugnung zu billig ist.
Ich kanns nicht mehr lesen

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janeway67 12.11.2015, 08:24
165. Das wäre Ehrlich ?

Der Autor macht es sich leider viel zu einfach. Genauso wie alle Argumente gegen die Flüchtlinge taugt , so taugen auch alle Argumente für die Flüchtlinge. Ein angeführtes Bsp zeigt das sehr deutlich. "....Sie fordern, dass die Flüchtlinge "endlich Deutsch lernen", "sich integrieren" und "unsere Leitkultur akzeptieren und sich daran orientieren...." Was der Gegner fordert , wünscht sich auch der Befürworter für die Flüchtlinge und ist genauso richtig wie "...."Warum lernen die Deutsch? Die sollen doch gar nicht hier bleiben, sondern wieder zurück nach Hause, sobald es da wieder friedlich ist.....!" Darunter verstehe ich die ganzen Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge die kein Bleiberecht bekommen (Angesichts des sehr großen Andrangs sicherlich auch für die Befürworter ein Argument ) Beide Sätze haben ihre Berechtigung und stellen keinen Widerspruch dar.
"....Sie müssten nur sagen, was sie wirklich denken..."
Wie der Autor darauf kommt allen Gegnern Egoismus ohne Nächstenliebe zu unterstellen ist mir ein Rätsel.Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß und sicherlich gibt es ein paar wenige extreme Meinungen gegen Flüchtlinge genauso wie es auch einige extreme für die Flüchtlinge gibt aber die breite Meinung steht doch irgendwo dazwischen.
Wenn ich mich mit "besorgten " Bürgern unterhalte fällt mir meistens als erstes die Sorge nach einer ungewissen Zukunft auf, die fehlenden Strukturen / Maßnahmen zur Bewältigung und Auflösung der Flüchtlingsproblematik. Priorität hier " Wie soll das noch weitergehen". Spreche ich mit Befürwortern, höre ich immer wieder den Satz " Denn Flüchtlingen muß man helfen". Ganz im hier und jetzt agierend ohne an die wirtschaflichen / sozialen und kulturellen Konsequenzen für die Zukunft zu denken. Beides nun vernünftig zusammenzubringen ist die große Kunst.......

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dtrhnrch 12.11.2015, 08:24
166. Bitte noch ein bißcher ehrlicher

der harte Kern heißt
BESITZSTAND !!!

Und das ist tief verankert in unserer Kultur, ja es hat im Sinn der Selbstverantwortlichkeit viel für sich.

Aber es ist auch erzdumm, wenn es derart dominiert, dass die Chancen, Besitz durch TEILEN zu vermehren, völlig ausgeblendet werden.

Zwischen beidem liegt GERECHTIGKEIT,
und die ist nicht teilbar, und auch nicht mehr oder weniger da. Leute, die teilen sollen, dürfen fragen, ob die Lasten gerecht verteilt werden.

Antworten müssen Politik und Verwaltung.
Wenn die versagen, dann haben wir die wirklichen Gründe, Angst zu haben.
Glücklicherweise gibt es durchaus positive Beispiele, dass engagierte Politik und transparente Verwaltung gewürdigt werden von den Bürgern - mit hohem ehrenamtlichem Engagement.

Deshalb SPON - viel mehr Berichte bitte davon!!!

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robin-masters 12.11.2015, 08:25
167. Letzter Abschnitt

Der letzte Abschnitt ist genau das was die PEGIDA und AfD denkt und wenn man Mindestlohn bekommt oder Hartz 4, bzw. all die anderen Probleme dieser Gesellschaft (Austattung von Schulen, Polizisten etc. und enorme Steuerlast und Schuldenlast) sieht kann man hier nur rationales denken erkennen.
Sicherlich liegt vielen Linken rationales Denken fern und lust auf harte Entscheidungen hat man auch keine nicht, würde ja die Ideologie in Frage stellen.

Auch der Sozialismus ist an der Realität gescheitert, die linken Träumer werden dies auch tun.

Ich denke nicht das bei vernüftiger Erklärung durch die Politik ein paar huntertausend Kriegsflüchtlinge inkl. Familie kontrolliert ins Land kommen könnte, ggf. auch über 1-2 Jahre verteilt.

Was momentan geschieht ist jedoch eine Aufgabe des Nationalsstaats und Bankeotterklärung der politischen Führung.

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ab_wärts 12.11.2015, 08:25
168. Ja, sicher. Und wo ist das Problem?

Zitat: "Sie müssten nur sagen, was sie wirklich denken, nämlich: Wir wollen keine Flüchtlinge, wir wollen nichts von unserem Wohlstand abgeben, wir haben kein Interesse an dem Rest der Welt, Hauptsache, uns geht es gut, und wenn jemand zu uns kommt, soll er genauso sein wie wir! Aber am besten kommt niemand zu uns! Und vergesst Nächstenliebe. Wir singen an Weihnachten zwar "Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all", aber in Wahrheit sollen die uns bloß vom Leib bleiben." ----Genau, mit Einschränkungen: Interesse an der der Welt, heißt nicht, die Welt muss nach Deutschland einwandern - Und ja, wenn jemand kommt, hat er sich einzufügen (Muss ich als Besucher im Ausland auch) - Als Besucher ist die Welt willkommen - Nächstenliebe gilt halt unseren Nächsten und nicht der ganzen Welt. Mit den Anderen muss man nur auskommen/reden/handeln und sie respektieren, muss sie aber nicht lieben. Ist das egoistisch? Sicher ja, aber so ist die Welt nun mal. Wirkliche Gerechtigkeit gibt es nicht, nicht mal in Deutschland.
Und weil ich so denke, muss ich trotzdem nicht zündeln, prügeln, pöbeln oder sonstwie aggressiv gegen diese Menschen sein! - Und was hat das Weihnachtslied damit zu tun?

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nschlichtmann 12.11.2015, 08:25
169. Es liegt nicht pauschal an Ausländern

Ich glaube, dass die Ablehnung eher vom muslimischen Hintergrund dieser Flüchtlinge rührt und nicht von der Zuwanderung von Ausländern im Allgemeinen. In den frühen 90ern sind ja auch sehr viele Spätaussiedler aus der ehemaligen UDSSR zu uns gekommen, die soweit ich mich noch erinnern kann keine derartigen Massendemonstrationen hervorgerufen haben. Es ist aber den Menschen nicht zu verübeln, diesem Zustrom von Muslimen kritisch gegenüber zu stehen im Hinblick auf den weltweiten Terrorismus mit dem der Islam die Welt seit 10 Jahren überzieht. Die grausamen Bilder vom islamistischen Terrorismus der letzten Jahre tragen natürlich dazu bei ein bestimmtes "Bild" des Moslem zu formen und trägt zur ablehnenden Haltung bei.

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