Forum: Politik
Flüchtlinge: Was "besorgte Bürger" sagen wollen
DPA

Was treibt "besorgte Bürger" um, die an Stammtischen und in sozialen Medien über die Flüchtlingskrise reden? Ihre Argumentation ist widersprüchlich - weil sie sich nicht trauen zu sagen, was ihnen wirklich Angst macht.

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guenther2009 12.11.2015, 09:51
420. Ich mag Flüchtlinge.

Viele Proteste zeigen aber wie wenig unsere Politiker mit der Wiklichkeit zu tun haben. Denke sie z.B. nur an Rentner, die unter der Armutsgrenze leben müssen, obwohl sie 45 Jahre gearbeitet haben. Das ist nur eine Gruppe. Wie sieht es mit leistbaren Wohnungen aus? Diese Menschen leben in der BRD, die Politiker ignorieren diese Menschen und was kostet uns diese Inkompetenz?

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vitamim-c 12.11.2015, 09:51
421. Es ist eine Invsionslawine von Illegalen,

und wieso, setzt man besorgte Bürger in Anführungszeichen? Will man in den Medien die Wahrheit nicht wahrhaben? Mir kommt es so vor.
Im übrigen hat Hat Helmut Schmidt schon vor Jahren gewarnt dass DE keine weiteren Migranten verträgt, er war halt Realist. Und dass Gequatsche von der Überalterung des deutschen Volkes kann ich auch nicht mehr hören, da hieß es immer wir haben kein Geld fü+r Kindergärten, Schulen usw., und jetzt wird für Illegale die Kohle rausgeworfen dass die Schwarte kracht.

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localpatriot 12.11.2015, 09:52
422. Regiering und Wähler sind gespalten

Zitat von jjcamera
Grüne und Linke holen gegen jeden, der nicht ihrer Meinung ist, die Pegida-Keule aus dem Sack. Das ist de facto eine grandiose Werbeaktion für die Rechtsparteien, weil jeder, der nicht auf ihrem Kurs ist, zu den "Rechten" gezählt wird. Die Regierung beginnt, sich ihrer Verantwortung zu besinnen. Leider viel zu spät. Angela Merkel hat nicht nur das Vertrauen in ihre Führungskraft im Volk weitgehend verloren - die CDU sinkt in den Umfragen, obwohl die CSU steigt -, sondern auch das der eigenen Partei. Die Vertrauensfrage ist nicht mehr weit, De Maizère oder Schäuble übernehmen das Ruder.
Die Kanzlerin alleine hatte die Macht die Zukunft der Nation an sich zu reissen und die Minister in diesem Schauspiel lassen sich zu Statisten umformen.

Es ist im menschlichen Verhalten nicht normal die eigene Kultur freiwillig überrennen zu lassen.

Es ist nicht dass diese Menschen nicht hilfsbeduerftig sind und dass man keine Hilfe leisten will. Das Gegenteil ist der Fall. Das Volk will hilfsbereit sein, jedoch ist die Kanzlerin nicht gewillt Hilfe im Rahmen der EU und der Normen der Volkgebundenen Nationen Europas zu leisten.

1 Milliarde $ ernährte eine Million Flüchtlinge fuer ein Jahr in den Flüchtlingslagern der Region.

Menschen mit fremder und grosenteils Intoleranter Gebräuche massenweise in das eigene Land zu schleppen und die eigen Kultur zu befremden, entbehrt auch nur die geringste Menge des gesunden Menschenverstands welche wie seit Jahrhunderten, in der deutschen Politik Mangelware war und es auch heute noch ist.

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kratzdistel 12.11.2015, 09:52
423. so einfach ist das nicht

von Natur aus hat der mensch Gefühle und triebe. was ihm fremd ist, könnte ihm gefährlich werden. fast täglich wird über grausamkeiten aus islamischen ländern berichtet. einmal sind die Sunniten die opfer und einmal die Schiiten.das wird alles psychisch gespeichert und verarbeitet. im nahbereich gibt es genügend Beispiele von Verhaltensweisen, die zur allgemeinen gefühlslage des Misstrauens und ablehnens beitragen können.dann spielt es auch keine rolle mehr, wer opfer oder Täter ist, alle sind schlecht.also können sie hier auch uns bedrohen und daher rührt die ablehnende Haltung. eine kritische Reflexion findet nicht statt, ob es nur verfolgte sind. hinzu kommt die Neigung des menschen zur Konformität in der gruppe. da fühlt er sich anerkannt mit seiner Meinung und beschützt. so ist das einfach zu erklären.
warum so viele junge Männer hier sind hängt wesentlich mit Massenhinrichtungen von jungen männern durch die IS zusammen. letzteres sollten an sich verantwortliche Politiker wissen und nicht vorurteile nähren, da es darüber Videofilme gibt.

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merrailno 12.11.2015, 09:54
424.

Zitat von rainer_thomas
Herr Kazim: dies ist die simple Wahrheit, nicht mehr und nicht weniger. Dieser Mechanismus funktioniert auch z. B. bei Hartz IV. Dort müsste es eigentlich heißen: ich habe Angst davor, genau so zu enden wie Du, Arbeitsloser und deshalb verachte ich Dich. Realitätsverweigerung und Selbstverleugnug sind wesentliche Stützen des Systems.
In der Gesamtheit der Bürger ist die Tendenz zu solcher Meinung gegeben. Nur es ist nicht nur der im Kommentar angenommene Nazi der so denkt, es sind in der Mehrheit auch diejenigen die jetzt die Flüchtlinge willkommen heissen, die so denken.

Und warten Sie es ab, in drei vier, fünf Jahren wenn ein Großteil der jetzt gekommenen Flüchtlinge mangels ausreichender Arbeitsplätze Erwerbslos ist, dann werden diejenigen die jede kritische Haltung zu diesem Zustrom geächtet haben, den früheren Flüchtling und jetzt Erwerbslosen ebenso verachten.

Seit Schmidt wird eine Politik der Realitätsverweigerung und selbstverleugnung betrieben, gesteuert von wirtschaft und Anleger unterstützt von den Medien, Kohl schuf das Intrumentarium, Schröder die Agenda 2010, den Niedriglohnsektor den Zwang zu steigern, Merkel fuhr die Früchte ein und dünkte das Land mit Untätigkeit, gesellschaftliche Lethargie war die Folge.

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black-mamba 12.11.2015, 09:54
425. Eigener Tellerrand

Wenn der Autor mal über seinen eigenen Tellerrand, der aus der Anschauung "die Deutschen sind geizig, gierig und herzlos" schauen würde, könnte er sehen, dass die angeblichen Widersprüche sich aus einer. Vielzahl von Interessen ergibt. Da sind die Deutschen, die schon lange vor der aktuellen Flüchtlingskrise in ewig langen Schlangen anstanden um Wohnungen zu ergattern - klar haben die Sorge, dass das für Sie noch schlimmer wird. Dann die Arbeitslosen, die lange schon keine Arbeit finden, dann die Arbeitenden, die nicht immer die Sozialfälle finanzieren wollen (und trotzdem immer mehr Einschnitte in ihrer Altersversorgung feststellen müssen)... So geht es weiter und weiter. Diejenigen, die einfach nur keine Ausländer hier haben wollen, weil sie keine Ausländer hier uaben wollen, sind ein relativ kleiner Prozentsatz. Diejenigen, die Angst im Existenzbereich haben, haben dazu jedes Recht. Denn was aufgebaut wurde in Jahrzehnten, wurde nicht aufgebaut um es unter anderen Völkern zu verteilen, sondern weil man Sicherheit und Wohlstand haben will. Das ist menschlich, genau wie das Helfen bei Notleidenden - dass diese Hilfe aber Grenzen hat und die eigene Sicherheit nicht berühren soll ist auch menschlich... menschlich verständlich.

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tallinn1960 12.11.2015, 09:55
426.

Zitat von carlitom
Martinstag wäre ein guter Anlass gewesen, daran zu erinnern, dass es dabei nicht um Laternen und Gänsebraten ging.
Das ist auch geschehen. Z.B. hier:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/protest-aus-der-kirche-klosteraufstand-gegen-seehofers-fluechtlingspolitik-1.2731830

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taanuu 12.11.2015, 09:57
427.

Wir wollen keine Flüchtlinge? Kein Land hat in den letzten siebzig Jahren mehr Flüchtlinge aufgenommen als die Bundesrepublik Deutschland.
Wir wollen nichts von unserem Wohlstand abgeben? Dass uns die Flüchtlingslawine etliche Milliarden kosten wird, ist schon klar? Die würden wir allerdings lieber z. B in marode Schulen und Straßen (Brücken ) investieren.
Wir haben kein Interesse an dem Rest der Welt? Überall in der Welt finden Sie haufenweise Deutsche, die diese Behauptung widerlegen.
Hauptsache, uns geht es gut. Richtig, was ist daran auszusetzen?
Wenn jemand zu uns kommt, soll er genauso sein wie wir! Nein, wir verstehen uns recht gut mit Fremden aus Portugal bis Lettland, aus Griechenland bis Irland.

Wenn wir ehrlich sind, sollten wir sagen, wir wollen keinen Import der Verhältnisse, die wir ausnahmslos überall dort finden, wo der Islam Politik und Gesellschaft beherrscht. Und die Millionen Deutschen, die sich nicht mehr von irgendeiner Form von Religion bevormunden lassen wollen, müssen besorgt sein über das Gedankengut, das mit dem Koran - "Tötet die Ungläubigen!" - jetzt nach Europa eingeschleppt wird.

Ich fürchte allerdings, dass soviel Ehrlichkeit nicht in ein Spiegelforum passt.

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HeisseLuft 12.11.2015, 09:57
428. Herzlichen Dank!

Kaum stellt ein SPON-Autor die These in den Raum, die komplett widersprüchlichen Argumentationslinien der "besorgten Bürger" seien nur dadurch zu erklären, dass sie eigentlich vor etwas anderem Angst haben.

Und prompt melden sich hunderte Freiwillige um diese These zu bestätigen. Vielen Dank, ihr könnt jetzt nach Hause gehen.

PS: und nein, das ist nicht damit zu erklären, dass unterschiedliche Positionen auf verschiedene besorgte Bürger zurückzuführen sind. Jede andere politische Position, egal zu welchem Sachverhalt, hätte ebenfalls eine unterirdische Glaubwürdigkeit, wenn sie bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit mit einander ausschließenden Argumenten vertreten würde.

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j.c78. 12.11.2015, 09:57
429. Ängste

Die Ängste entstehen auch aus der Ohnmacht die der Staat bisher im Zusammenhang mit bereits erfolgter Migration an den Tag gelegt hat. Trotz aller Beteuerungen hat er die Entstehung von Parallelgesellschaften nicht verhindern können. Das sich nachfolgende Generationen von Zuwanderern mit muslimischen Hintergrund so häufig nicht integrieren konnten, wurde auf den Bildungsstand der Eltern zurückgeführt. Nun, da ein Drittel der Flüchtlinge nicht mehr als vier Jahre die Schule besucht hat, ist mir unklar, wie eine Zuwanderung in Parallelgesellschaften - mit allen negativen Auswirkungen - verhindert werden soll.

Die Wahrheit ist doch, dass der Staat mit vielen migrationsbegleitenden Problemen überfordert ist. Das beginnt bei der Unfähigkeit Zwangsehen zu vermeiden und Mädchen den Schwimmunterricht zu ermöglichen und endet bei der faktischen Kapitulation des Rechtsstaates im Umgang mit ausländischen, zumeist muslimischen, Familien-Clans. Die offen zur Schau gestellte Hilflosigkeit des Staates macht den Bürgern - auch mir - Angst. Wenn der Staat diese Probleme konzeptionell und ohne ideologische Scheuklappen angeht, werden die Bürger dieses Landes auch den Mut zurückgewinnen und glauben, dass wir das schaffen können. Die meisten Menschen haben keine Angst vor syrischen Flüchtlingen, sie haben Angst vor den ungelösten Problemen aus den vorangegangenen Zuwanderungsbewegungen. Diese wurden zu lange tabuisiert und daher nie ernsthaft angegangen.

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