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Flüchtlinge: Was "besorgte Bürger" sagen wollen
DPA

Was treibt "besorgte Bürger" um, die an Stammtischen und in sozialen Medien über die Flüchtlingskrise reden? Ihre Argumentation ist widersprüchlich - weil sie sich nicht trauen zu sagen, was ihnen wirklich Angst macht.

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hugahuga 12.11.2015, 12:53
690. Das, was viele Bürger denken, was ihnen Angst macht

und was sie bedrückt, werden viele hier und auch nicht anderswo äußern wollen. Grund - Leute mit einer anderen Meinung bedienen sich der Diffamierung, indem sie eine ,rechte' Gesinnung unterstellen, hetzen und auch gerne die Nazikeule schwingen. Wie das geht, kann man täglich in den ÖR seheen und hören. Deshalb dürften die kommenden Wahlen weitaus eher ein Spiegelbild der wahren Stimmung wiedergeben.

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ockhams_razor 12.11.2015, 12:53
691. Baywatch?

Zitat von syracusa
Wenn Sie an einem Verkehrsunfall mit einem voll besetzten Bus vorbei kommen, da fragt Sie auch niemand, ob Sie nur 2, 4, 6 oder gar 10 verletzte Businsassen versorgen wollen. Wenn Sie die Hilfe für das 11. Opfer unterlassen, obwohl Sie dazu fähig gewesen wären, wird der Richter Sie danach dennoch wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilen. Wenn Menschen in Not sind, dann gibt es keine Ausreden: wer helfen kann, der ist zur Hilfe verpflichtet.
Nee, aber verursachen Sie vorsätzlich solche Verkehrsunfälle, oder warten an solchen Orten, auf dass solche passieren?
Um dann helfen zu können, so sitzen auf einem Stuhl, wie bei der Verkehrszählung.

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

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Ja wenn das so ist 12.11.2015, 12:55
692. Textsicherheit

Auch wenn es schon geschrieben sein sollte, was bei über 600 Kommentaren wahrscheinlich ist: Der zitierte Liedtext am Ende "Ihr Kinderlein..." lädt alle dazu ein, Christ zu werden und Jesus zu loben. Mitnichten geht es darum, eine Einladung an alle auszusprechen, um an ihnen Nächstenliebe zu praktizieren. Leider kann ich, wenn jemand so schludrig schreibt, dann den Rest nicht mehr Ernst nehmen.

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Zappa_forever 12.11.2015, 12:55
693. Ja dann...

Zitat von fuffel
es gab nur keine Internetforen. Sprich, die Bekloppten der Republik hatten keine Chance im Minutentakt ihre Phobien unters Volk zu streuen. "Huch, ein Flüchtling hat mir unter den Rock geschaut. Hoppsala, mein Chef hat meinen Job einem Flüchtling gegeben. Flüchtlinge haben meinen Kühlschrank geleert. Jedes Weihnachten muss man nun einen Flüchtling pro gekaufter Tanne mit nachhause nehmen. Hilfe, mein VW vergiftet nun auch Ausländer" Was bitte hat sich verändert? Was außer den üblichen rechts/links Demos gibt es in Wirklichkeit? Peinliches Versagen der Organisationsweltmeister in der Versorgung von Menschen. Und n haufen Politiker, die einfach nur quasseln, bis das nächste Weißbier auf dem Tisch steht Was ich aber am Erstaunlichsten finde - wieviele Menschen in diesem Land einfach anpacken und sich einen Quark um rechtliche, logische, wirtschaftliche Begründungen kümmern. Weils darum auch nie ging. Findet ihr das nicht peinlich? Also Begründungen zu suchen, warum unser Überleben Priorität hätte?
...gehen Sie doch tatkräftig voran und nehmen ein Flüchtlingsfamilie oder wahlweise ein paar männliche Flüchtlinge (sind ja hauptsächlich junge Männer)bei sich auf. Da könne Sie dann ihre Selbstlosigkeit unter Beweis stellen und ihren Beitrag zur Weltrettung leisten. Wenn Sie damit Schiffbruch erleiden, dürfte Sie das bei ihrer Denke nicht stören, weil Ihr Überleben ja keine Priorität hat.

Wie Sie schon sagten "Die Bekloppten der Republik"...

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syracusa 12.11.2015, 12:58
694.

Zitat von immerwieder50
jeder zweite Rentner hat unter 700€. Fast 3 Millionen Kinder leben in Einkommensarmut. In Deutschland muß jeder überlegen, wieviel Kinder er sich überhaubt leisten kann. Dann sollen wir für Millionen fremder WIRTSCHAFTSFLÜCHTLINGE, die über zig sichere Länder in Merkelsozialland kommen, ein Leben lang arbeiten und zahlen?
Die Rentner, die unter 700 Euro kriegen, haben Anspruch auf Grundsicherung. Die haben eben im Erwerbsleben zu wenig vorgesorgt, oder zu wenig vorsorgen können. Ich bin zwar auch der Ansicht, dass eine um 100 Euro höhere Grundsicherung ein menschenwürdigeres Dasein ermöglicht, aber die Höhe wurde ja ganz unabhängig von der Flüchtlingsfrage entschieden. Hätten wir den Flüchtlingsstrom nicht, dann würden diese Armen auch nicht mehr kriegen.

Deutschland ist ein sehr reiches Land. Für die Verteilung dieses Reichtums ist die demokratisch legitimierte Politik zuständig. Warum gehen unsere Armen denn nicht auf die Straße? Warum zetteln sie keine Revolution an? Das wäre die richtige Antwort auf zu niedrige Löhne und Renten, und nicht die, den noch ärmeren, wirklich notleidenden Flüchtlingen die Hilfe zu verweigern.

Ihre Forderung, die Flüchtlinge in den ersten sicheren Staaten zu lassen, in die sie geraten, ist an bösartigem Zynismus nicht zu übertreffen. Die reichen Staaten ´Nord- und Westeuropas bräuchten dann ja gar keine Flüchtlinge mehr aufzunehmen, weil ja kein Flüchtling zu denen kommen kann, ohne vorher schon ein sicheres land betreten zu haben. Die ärmeren Staaten Süd- und Osteuropas müssten die Millionen Flüchtlinge dann alleine versorgen, oder müssten sie einfach zu Millionen im Mittelmeer ersaufen lassen.

95% der Flüchtlinge weltweit halten sich in Ländern der dritten und zweiten Welt auf, Nur 5% schaffen es in die reichen Staaten, und die sollen sie also Ihrer Ansicht nach in die armen Staaten zurück schicken. Haben Sie denn gar kein Schamgefühl?

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