Forum: Politik
Flüchtlinge in der EU: 160.000 angekündigt - 4741 umgesiedelt
REUTERS

160.000 Flüchtlinge sollten in der EU neu verteilt werden. Das hatte Jean-Claude Juncker 2015 gefordert. Ein Jahr später ist erst ein Bruchteil geschafft - auch Deutschland hinkt weit hinterher.

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Nur ein Blog 14.09.2016, 19:18
1.

Nur als Nebenbemerkung: Norwegen und die Schweiz sind am Verteilprogramm beteiligt und haben bezahlt und übernommen, die böse Schweiz ihre 1'600 übernommen oder mindestens die Plätze bereit gestellt.
Zu Lettland:
Es liegt nicht alles an den Staaten. Die können die ihnen zugewiesenen Flüchtlinge nicht internieren. Die meisten haben ihre eigenen Vorstellungen, wo sie hin wollen.
Für Deutsche wertfreies Beispiel:
Gestern war auf 3sat ein Abend zur Integration.
Ein Beispiel eines Flüchtlings zur Motivation zur Auswahl des Ziellandes:
Ein Eritreer in der Schweiz auf die Frage, warum die Schweiz?:
Er habe einen Werbespot im gesehen für Katzenfutter. Da habe eine Frau eine Schale in einen schönen Teller gestürzt und mit Petersilie garniert. Da habe er gedacht, wenn die Leute dort so gut für die Tiere sorgen, werden sie sich noch besser um die Menschen kümmern. Der Spot sei aus der Schweiz gewesen - darum sei für ihn nur die Schweiz in Frage gekommen.
Keine nicht nachvollziehbare Überlegung, auch nicht dumm. Normal und lebenswirklich. Aber natürlich ohne jeden Bezug zum EU-Umverteilungsprogramm.
Vielleicht gibt es keinen lettischen Katzenfutterwerbespot?
Das EU-Verteilprogramm ist schon deshalb reiner Blödsinn, weil es die Motive und die Mobilität der Asylbewerber nicht mal als existent in Betracht zieht. Was glauben diese Schreibtischhelden? Flüchtlinge seien einfach "Einheiten", die beliebig verschoben werden könnten?

Auch die Geflüchteten sind eine Elite, Experten im Überlebenskampf, eine Elite an Intelligenz, Risikobereitschaft und physischer Kraft, Experten in der Einschätzung der Lage vor Ort. Sonst wären sie tot, so wie die meisten, die die EU anlockt und angelockt hat.

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Palmstroem 14.09.2016, 19:41
2. Zuviele Nullen

Man redet immer von Millionen, dabei sind es nicht einmal tausende!

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lupo44 14.09.2016, 19:44
3. es ist schon mehr als vermessen Deutschland zu krietisieren....

wegen der 23 000 Flüchtlinge von 160 000 wenn man bedenkt ,dass Deutschland 2015 mehr als eine Million Menschen aufgenommen hat. Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Es ist auch zu lesen ,das wir nun Monat für Monat 500 Flüchtlinge aufnehmen werden.Frage nach wie vor was ist mit den anderen 26 Mitgliedstaaten? oder Hat der Patzelt recht gehabt bei "Anne Will" Deutschland werde solange Flüchtlinge aufnehmen bis es selbst nicht mehr inder Lage ist Wirtschaftlich hier Perioteten zu setzen.Ein sogenannter Notstand müsse entstehen.Das sollte mich wundern.

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balotelli 14.09.2016, 19:47
4. Ich denke, dass ....

.... Deutschland seinen Verpflichtungen diesbezüglich mehr als nachgekommen ist. Die Rauf- und Runterrechnerei verdeutlicht nur eines: In Europa will man diese "Flüchtlinge" nicht. Ich verstehe auch nicht, dass immer von "Flüchtlingen" gesprochen und geschrieben wird. Es handelt sich offensichtlich nicht um "Flüchtlinge", sondern um Migranten. Die Autorin selbst gibt ja dafür am Schluss des Artikels ein anschauliches Beispiel: Von Lettland sofort nach Deutschland!

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eule_neu 14.09.2016, 20:18
5. Deutschland hinkt hinterher?

Was sind das für Rechenverfahren, die auf solche Ergebnisse kommen? Deutschland hat fast 1 Mill. Flüchtlinge aufgenommen und soll nach Junkers Rechenspielen auch noch Flüchtlinge aus den infrage stehenden 160 Tsd. Menschen aufnehmen?
Irgendwo stimmen die ganzen Vereinbarungen und Vorschläge der EU nicht mehr, alle nicken mehr oder weniger bei Beschlüssen den Kopf, doch in der Realität wird sich der Umsetzung der gefassten Beschlüsse widersetzt oder die Flüchtlinge stimmen über ihr Wunschland mit den Füßen ab.
Soll das immer so weitergehen? Die EU hat, so scheint es, mehr als ein Existenzproblem, da die Akzeptanz zu den Beschlüssen seitens der osteuropäischen EU-Mitglieder immer weiter zurück geht. Wenn es um Geldzuwendungen geht, wird die EU über den Klee gelobt, wenn es um die Umsetzung von europäischen Grundwerten geht, wird eine Blockadehaltung eingenommen. Mit solchen Realitäten wird die EU nicht lange lebensfähig sein. Vielleicht muss die EU durch ein neues Gebilde ersetzt werden, dass erst einmal die europäischen Kernländer umfasst und dann Erweiterungen zulässt, die nicht die Fehler der EU-Vertragsgestaltung wiederholen. Eine EU auf einem neuen Fundament ist notwendig, nörgelnde EU-Mitglieder darf es nicht geben, andernfalls müssen solche Mitglieder mit qualifizierter Ratsmehrheit ausgeschlossen werden können.
Deutschland hinkt in der Flüchtlingsfrage nicht hinterher, sondern geht in der EU in dieser Frage voraus. beabsichtigte Unfähigkeit, wie in Griechenland darf es in der Registrierung von Flüchtlingen nicht geben. Wer meint, in seinem Land braucht es keine Flüchtlinge zu geben, dem muss der Geldhahn der EU abgedreht werden. Diese Länder bzw. deren derzeitige Regierungen haben die EU anscheinend nicht nötig, deshalb sollte man die Beziehungen zu diesen auf Sparflamme setzen und hoffen, dass sich in absehbarer Zeit wieder andere Regierungen zeigen, die den Wert der EU erkennen ...

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JKStiller 14.09.2016, 20:19
6. Papier ist geduldig

Es zeigt sich einmal mehr, wie ein EU- Beschluss vorsätzlich von den Staaten nicht umgesetzt wird. Wer hat den bis heute die zugesagten Hilfen für Flüchtlingslager des UNHCR tatsächlich in voller Höhe überwiesen? Hinzu kommt ein gegenseitiges kulturelles Unverständnis der Länder untereinander. Im erzkatholischen Polen kann man nicht einfach viele tausende Moslems in Städten wie Warschau unterbringen, ohne die ansässige Bevölkerung in deren Werten zu erschüttern. Hört sich blöd an, mag sein, ist aber so. Außerdem will doch kaum ein Refugee dorthin. Was meiner Meinung nach jedoch am schlimmsten wiegt, ist die nicht vorhandene, gemeinschaftliche Politik bezüglich der EU-Außengrenzen. Alle Mitgliedsstaaten wissen schon heute, dass weitere Millionen die Flucht wagen werden - sei es aus Levante, Mittleren Osten oder aus Afrika südlich der Sahara. Wie will man damit umgehen als EU? Wird diese Frage nicht dringend geklärt, ist die weitere Zersetzung Europas nicht aufzuhalten.

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wauz 14.09.2016, 20:53
7. Die einzig sinnvolle Umsiedlung

Eine Umsiedlung von Flüchtlingen kann sinnvoll sein - wenn die Flüchtlinge dahin kommen, wo sie eine Perspektive haben. Das heißt im Klartext: Deutschland Schweden und Italien. Einige werden vielleicht auch nach Frankreich wollen, aber Frankreich hat enorme Strukturprobleme aus der ungleichen Verteilung der Bevölkerung. Nebenbei sind die drei von mir genannten Länder auch diejenigen mit den größten demografie-Problemen auf Grund zu geringer Geburtenzahlen. Also: her mit den Leute! Sprachkurse, Ausbildungen, und ein Wohnungsbauprogramm für alle, egal welcher Herkunft. Nebenbei werden dann auch wieder ein paar Maurer mehr gebraucht... An Zement und Backsteinen fehlt es bei uns jedenfalls nicht.

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enzio 14.09.2016, 21:06
8. Schlechter Witz

Das soll wohl ein schlechter Witz sein, oder ist typisch für die sture EU-Bürokratensicht. " Deutschland hinkt hinterher!" Dabei hat Deutschland die Hauptlast bei der Aufnahme der Flüchtlingsströme mit über 1,5 Mio. getragen. Jetzt nachzukarten mit dem Hinweis, Deutschland beteilige sich aber nur unzureichend bei der Verteilung der 160000, ist jämmerlich. Allerdings treibt es einem die Schamesröte ins Gesicht, wenn man die Reaktion unsere Regierung auf diesen plumpen Vorwurf liest.

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7131972445694 14.09.2016, 21:07
9.

Aufgrund unserer überdurchschnittlichen Belastung seit dem Herbst 15, sollten wir im Rahmen dieser "Umsiedlung" keinerlei Migranten mehr aufnehmen.

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