Forum: Politik
Flüchtlinge in deutschen Familien: "Die Kinder sind aus dem Haus, wir haben Platz"
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Zuschauen kann jeder, bedauern auch. Aber ein Flüchtling unter dem eigenen Dach? Zwei Ehepaare aus Niedersachsen haben je einen Teenager aufgenommen - aus Syrien und dem Sudan. Wie klappt das?

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RoWisch 18.10.2015, 15:04
250.

Zitat von mauser
und für diese beiden wahrscheinlich die Rettung. Und da kann man wirklich nur DANKE sagen. Und sich darüber freuen, wie beide Seiten davon profitieren. Klar ist: auch wir Altdeutschen müssen uns integrieren, wir müssen voneinander lernen, und da wir alle das ganze Leben lang lernen, sollten wir das Leben mit den neu Angekommenen als Chance begreifen. (Zum Lernen ist es nie zu spät!)
Nicht schwätzen von "Wir" - einfach machen!
Wer hindert Sie persönlich einen oder besser Zwei Flüchtlinge aufzunehmen und zu Erfolgreichen und Glücklichen Menschen zu machen.
Schöne Reden kann Jeder halten!
Taten aber fehlen allerorts!

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heddy_77 18.10.2015, 15:07
251.

Zitat von timi_moon
Sieh an, meine erste Antwort wurde von SPON unterdrückt. Nicht schlecht.
Ich nenne es "Schiffchen versenken". Aus dem versunkenen Schiffchen kommt ein Fischchen hoch und fragt: "Was habe ich jetzt schon wieder geschrieben?"
Man kann nett und höflich sein, aber nicht jedermans Schiffchen ist hier erwünscht, weil das Fischchen das Maul zu weit aufgemacht hat.

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cafe-wien 18.10.2015, 15:07
252. So sollten alle Grünen handeln!

Es gibt ca. 63000 Mitglieder bei der Partei Die Grünen. Da sie Flüchtlinge über alles lieben (mehr noch als die eigene Bevölkerung), sollten alle diese Mitglieder zur Aufnahme von Flüchtlingen zwangsverpflichtet werden. Danach könnte man peu à peu dazu übergehen, auch Grünen-Wähler zu verpflichten. Warum tun die Grünen das nicht massenhaft? Da sieht man es mal wieder: große Klappe und nichts dahinter!

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bill_dauterive 18.10.2015, 15:09
253.

Zitat von kalle.s
Ach ja? Die "Alteingessenen" sind sich für eine Ausbildung zum Heizung-Sanitär-Installateur zu fein. Es gibt zahlreiche Berufe, die Nachwuchssorgen haben.
Nein. Die haben keine Nachwuchssorgen. Die zahlen schlicht zu wenig. Und deswegen sollen ja anscheinend auch die Flüchtlinge her. Die reinigen (so denken die Arbeitgeber und Lobbyisten) für fünfzehnhundert brutto dann die Fallrohre.
Weil der deutsche "Nachwuchs" da (vollkommen legitim) keinen Bock drauf hat.
Der Eindruck drängt sich zumindest auf.

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matokla 18.10.2015, 15:10
254.

Zitat von Lion
Das wollen Sie besser nicht wissen. Das würde ihre zarte deutsche Seele nicht vertragen. Der Junge ist dafür wahrscheinlich durch die Hölle gegangen. Das verstehen Sie nicht. Sie, der sich heldenhaft abschlachten lassen würde für ihre geliebte Familie. Sie wären den Berg runtergerannt und in die Schusslinien gelaufen und hätten als echter deutscher Held mal gezeigt, was Sache ist! Oder noch besser: Sie hätten eine Widerstandsgruppe gebildet, so wie unsere heldenhaften Vorfahren - es auch nicht getan haben! wir mussten von den Alliierten vor uns selbst gerettet werden! Vergessen Sie das nicht!
Vergessen Sie bitte nicht Elser, Scholl, Stauffenberg, etc. Freislers "Sondergerichte" machten damals Überstunden. Dass dieser Widerstand nicht erfolgreich war, ist nicht dessen Schuld, sondern das System war einfach durch Gleichschaltung und Terror übermächtig.
Das werden Sie ja wohl nicht bestreiten können.

Ach, ja: erst brennendes Dorf und Schüsse, er muss sofort fliehen, kann aber in D mit seiner Mutter kommunizieren? Sorry, die Geschichte stimmt hinten und vorne nicht. Tja egal, nun ist er hier und hoffentlich geht für alle Beteidigten alles gut aus.

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suppenkoch 18.10.2015, 15:14
255.

Zitat von kalle.s
Mit dem Begriff Anekdote tu ich mich schwer, Einzelfall trifft auch nicht zu - siehe Artikel. Sicher kein Rezept für die Lösung des Flüchtlingsstroms, auch nicht als Muster oder Vorbild gedacht, einfach meine persönliche Entscheidung, so habe ich es auch ausgedrückt. (Nebenbei: ich war auch in Mali und arabischen Ländern. Die Situation dort ist mir nicht fremd) Und: ja, es kommen Einwanderer, keine Gäste. Ob das funktionieren wird? Ja sicher. Das hat es immer schon. Migration hat es immer gegeben, wird es immer geben. Wegen Krieg, Hunger, Naturkatastrophen, warum auch immer. Klar sind es im Moment ziemlich viele, die gerade auch nach Deutschland kommen, und klar hat die Politik auf deutscher und europäischer Ebene hier bisher kein Gutes Bld abgegeben, aber das ist zu schaffen. Aber nur dann, wenn man die Situation als Faktum akzeptiert und versucht Lösungen zu finden, und nicht wenn man zunehmend eine Abwehrhaltung einnimmt. Der Großteil der Bevölkerung zeigt der Politik wie es gehen könnte, leider gibt es unter den Spitzen der Politik einige Brandstifter, die nicht unerheblich daran beteiligt sind, wenn die Fremdenfeindlichkeit wieder zunimmt.
Per Definition sind es keine Einwanderer, denn Einwanderung ist schon rechtlich etwas Anderes als das Beantragen von Asyl. Das bekommen unsere Politiker auch immer durcheinander, obwohl sie es besser wissen sollten. Ein Einwanderer hätte ein Visum, hätte sich in Flugzeug gesetzt und wäre hierher geflogen. Er hätte bereits einen Aufenthaltstitel und könnte anfangen zu studieren, eine Arbeitsstelle zu suchen oder eine Firma gründen. Also genau der Prozess, den Sie z.B. auch machen müssten, wenn Sie nach Australien oder Kanada auswandern wollten. Das gibt es auch in Deutschland. Diejenigen, über die wir hier reden, sind aber eben nicht solche Einwanderer, sondern Personen, die hier um Asyl bitten, weil sie in ihrer Heimat verfolgt werden.

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Fulano de Tal 18.10.2015, 15:16
256.

Zitat von Spiegelkritikus
Diese Frage drängt sich in der Tat auf und Sie haben sie auch gleich richtig beantwortet. Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland steigt ständig, demnächst sind es 350.000 Menschen, darunter viele Tausend Minderjähtige. Diese armen Bürger standen nie im politisch-medialen und damit öffentlichen Interesse wie jetzt Migranten. Die ganze Willkommenskultur ist ohne das ständige Puschen durch Politik und medien undenkbar, dazu gehört auch das selektive Auswählen von suggestiven, emotional aufrüttelnden Bildern. Insofern haben wir es nicht nur mit einem gigantischen sozialen Experiment zu tun, sondern auch mit einem medialen: neben der Meinung wird auch die gewünschte moralische Einstellung und Handlung produziert. Wer der Willkommeskultur huldigt oder Migranten aufnimmt, entspricht dem hergestellten Erwartungsdruck und wird fühlt sich durch allgemeine Anerkennung geachtet belohnt. Er sieht sich als respektablen, guten Menschen und gewinnt an Selbstachtung. Obwohl geben seliger machen soll als nehmen, haben sich die Gutmenschen bisher in aller Regel nie mit vergleichbarer persönlicher Hingabe um heimische Arme und Obdachlose gekümmert, selbst Linke nicht. Daran kann man erkennen, daß die betreffenden Bürger politischen und medialen Vorgaben folgen: Die Willkommenskultur ist angeordnet und wird deswegen befolgt. Das hat mit deutscher Obrigkeitshörigkeit zu tun, so wie auch das Akzeptieren der chaotischen Migrationspolitik Merkels, die im Ruin dieser Gesellschaft enden kann. Die Kanzlerin hat übrigens auf die Frage eines Reporters, ob sie sich vorstellen könne einen Migranten (m oder w) aufzunehmen, mit Nein geantwortet. Sie beschränkt sich offenbar darauf, anderen Tugendbefehle zu erteilen (Merkel zu den Normalbürgern: "Ihr schafft das schon"). :)
Wie kommen Sie auf 350.000 Obdachlose? In Deutschland leben ca. 20.000 Menschen auf der Straße. Das hat aber in vielen Fällen ganz andere Ursachen als der Mangel an bezahlbaren Wohnungen.

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vertitude 18.10.2015, 15:18
257.

Ich finde das Verhalten einiger fast schon chronisch, wenn hier sehr sympathische Beispiele vorgestellt werden, wo interkulturelles Zusammenleben gut funktioniert, und alles, was einigen dazu einfällt, ist "Können die ja gerne machen, aber von mir soll das mal keiner verlangen dürfen!" Wo in diesem Artikel war von der Zwangsverpflichtung die Rede, dass alle in Deutschland mit überzähligem Wohnraum jetzt Flüchtlinge aufnehmen sollen? Woher kommt dieser Eindruck, das einem immer irgendwas weggenommen werden soll?

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kleinzschachwitzer 18.10.2015, 15:18
258. ... Und ganau das ist Ihr Wunschdenken

Zitat von diskantus
Das ist eine rechte Eigenart. Die aber, wie man in dem Beitrag lesen kann, nichts fruchtet. Zwei Familien geben zwei jungen Menschen eine Chance, in Deutschland zu bleiben, zu lernen, einen Beruf zu ergreifen - und sie geben ihnen menschliche Wärme. Etwas Schöneres kann es nicht geben. Daraus abzuleiten, dass all diejenigen, die niemanden aufnehmen, als unmoralisch diffamiert werden könnten, ist nicht nur dumm, sondern auch frech. Eben rechte Denke. Natürlich nehmen Rechte niemanden auf: sie wollen ja selbst vom Kuchen naschen, den ihnen der Staat bietet. Und viele von ihnen tun das auch ausgiebig. Zu Lasten aller Steuerzahler.
... denn genau das, dass die, die eben dies nicht machen, als unmoralisch diffamiert werden, wird kommen! Wenn der Hochfinanz und die Wirtschaft Ihren Wohlstand mehren und schützen wollen ist das im Politikersprech völlig in Ordnung. Möchte aber das gemeine Volk den, durch 2 oder 3 Generationen erreichten Wohlstand schützen, ist sofort von Geiz, Unmenschlichkeit, Rasismus etc. die Rede ... mal darüber nachdenken ...

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kleinzschachwitzer 18.10.2015, 15:20
259.

Zitat von curiosus_
... hätten wir, wenn wir ein Zuwanderungsgesetz mit klaren Regeln und Auswahl vor Ort (in den Heimatländern der Flüchtlinge) hätten. Eine Auswahl derer, die Deutschland weiterbringen. Nichts anderes hat die Familie Prinzwald getan. Und kein unkontrollierter Zustrom. Den sich sicher auch die Familie Prinzwald in Bezug auf ihr Haus verbietet.
Dem ist Nichts hinzu zufügen.

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