Forum: Politik
Flüchtlinge in Idomeni: Wir müssen das Aushalten ausschalten
AFP

Mit Tränengas gegen hilfesuchende Männer, Frauen, Kinder: Schlimm, diese Bilder, aber das müssen wir aushalten - so reden längst nicht mehr nur rechte Hetzer. Wir dürfen uns unsere Empathie nicht abtrainieren lassen.

Seite 2 von 24
ILLOO 11.04.2016, 00:13
10. sehr guter beitrag !

der unsere wahrnehmung der sache wieder zurechtruecken kann . leider hat die propaganda von rechts [maiziere,gauland und viele andere], selbst fuer auf dieser seite abgehaertete, eine unterbewusste wirkung . habe das bei mir selber festgestellt - langsam schleicht sich der wurm in's gehirn . so ist es gut z.b. daran erinnert zu werden ,dass jordanien und die tuerkei, oder auch griechenland - viel aermere und problematische laender als die EU solche mengen - millionen - von fluechtlingen beherbergen , ohne dass die welt dort einstuerzt ! leider muss man feststellen ,dass mit zunehmendem wohlstand ,umgekehrt das mitgefuehl - und damit klares denken abnimmt - oder zuletzt ganz verschwindet .

Beitrag melden
KingCrimson 11.04.2016, 00:16
11. Grenzwertig ...

> Studenten holen Flüchtlinge im Kofferraum ins Land; Aktivisten heiraten Fremde, um ihnen einen dauerhaften Aufenthalt zu ermöglichen.

Und das befürworten Sie ernsthaft!? Ich kanns kaum glauben ...

Beitrag melden
ruhrpottprolet 11.04.2016, 00:17
12. Da hat der Autor unrecht

Nein, ich sehe es nicht so, dass Empathie immer zu gerechten Entscheidungen führt. Das wäre nur der Fall, wenn es ausschließlich um denjenigen geht, dem Empathie entgegengebracht wird.Es ist aber keine sinnvolle und gerechte Hilfe, vorrangig denjenigen zu helfen, die es zu uns schaffen, weil sie sich den Schlepper leisten können, die anderen Menschen vor Ort aber zu vergessen. Dabei wäre eine Hilfe vor Ort sinnvoller. Die Menschen in Idomeni sind freiwillig an der Grenze, um sich ihre Weiterreise nach Deutschland zu erzwingen. Sie könnten auch in die offiziellen Lager gehen. Man wird sich zeitnah überlegen müssen, was wir mit ihnen machen. Zu hoffen ist, dass sie gerecht in Europa verteilt werden. Das kann aber erst erfolgen, wenn die Menschen zurück in die regulären Lager gegangen und sich die Lage beruhigt hat.Es kann nämlich nicht sein, dass die Menschen mit dem Versuch, die Weiterreise mit Gewalt durchzusetzen Erfolg haben.

Beitrag melden
Robert Fridolin 11.04.2016, 00:17
13.

Warum ist es Griechenland unmöglich die Flüchtlinge unterzubringen bzw. den Flüchtlingen nicht genehm dort unterzukommen? Warum steht die griechische Polizei passiv daneben wenn diese Flüchtlinge Mazedonische Grenzschützer angreifen? Da will man koste es was es wolle nach Mazedonien und dann? An der nächsten Grenze gleiche "Spektakel" bis man dort ankommt wo auch immer man hinwill?

Beitrag melden
Metternich 11.04.2016, 00:19
14. Andersrum?

Und wenn man das Idomeni-Problem mal andersrum betrachtet? Den Migranten an der mazedonischen Grenze wurden von griechischer Seite Busse zur Verfügung gestellt, um sie in sichere und angemessene Unterkünfte zu bringen, raus aus den nassen Zelten und dem Schlamm.
Aber sie verharren stoisch mit Kind und Kegel um mit Gewalt nach Deutschland zu kommen ohne Rücksicht auch auf die Kinder, für die sie Verantwortung tragen. Und dann die Bilder, die man nicht aushalten soll. Könnte man das nicht auch als moralische Nötigung betrachten?

Beitrag melden
bilgenfrosch 11.04.2016, 00:19
15.

Flüchtlinge im Kofferraum, Scheinehen und Empathie... Mal Hirn einschalten wäre zielführender.

Beitrag melden
cm1 11.04.2016, 00:20
16. Ich stimme zu

Auch die Zustände in weiten Teilen Asiens und Afrikas sollten uns bewegen. Armut, teilweise verursacht durch Ausbeutung durch westliche Unternehmen, Kriege, in denen deutsche Waffen eingesetzt, es gibt so viel Leid auf dieser Welt. Lasst uns etwas tun, aber bitte helft den Menschen, damit sie ein gutes Leben in ihrer Heimat haben und nicht, indem sie nach Deutschland kommen müssen, wo es viele Arbeitslose gibt und "Tafeln", wo Menschen ihr Essen abholen und die Arche für Kinder und Frauenhäuser, wohin Frauen vor häuslicher Gewalt flüchten. Dies ist kein guter Ort, um ein neues Leben zu beginnen.

Beitrag melden
Universaldilletant 11.04.2016, 00:20
17. Träum ich oder wach ich?

In Bingen ziehen sie eine Mahnwache gegen Nobody durch. In SPON lässt Oliver Tretkamp Eltern verzweifeln und Kinder weinen, während sie versuchen eine Grenze zu stürmen. Unsere unendliche Finanzkraft beweist er so: "Die sind ja bereits da, ohne dass jemand in Zahlungsschwierigkeiten geraten wäre." und nicht zuletzt ruft er zu Straftaten auf: "Studenten holen Flüchtlinge im Kofferraum ins Land; Aktivisten heiraten Fremde, um ihnen einen dauerhaften Aufenthalt zu ermöglichen."

Beitrag melden
philzero 11.04.2016, 00:20
18. Wo ist die Grenze?

Danke fuer diesen Artikel. Leider bin ich mir meiner Position nicht so sicher wie Sie Ihrer. Mir fehlen bei all diesen Diskussionen konstruktive Loesungsvorschlaege. Es gibt viel Elend und Armut auf dieser Welt, und ehrlich gesagt ist es nicht nachvollziehbar warum eine Familie, die in Liberia vom Hungertod bedroht ist (Wirtschaftsfluechtling) eine andere Kategorie ist als die syrische, die bombardiert wird (Kriegsfluechtling). Aber heisst das nun dass wir unsere Grenzen ganz abschaffen und jeden aufnehmen sollen? Sie sehen, wohin eine Million Menschen unsere Gesellschaft gebracht haben, wohin bringen und dann 10 oder 100 Millionen? Die Bilder in Idomeni sind zum Verzweifeln, und ich wuerde diese Menschen auch einfach aufnehmen. Aber man darf auch die Augen nicht verschliessen, dass dieses Signal das letzte bisschen Glaubwuerdigkeit aus unserer Grenzpolitik nimmt und viele weitere ermutigt, den Weg nach Europa auf sich zu nehmen. Die globalisierte Welt ist so komplex dass einfache populistische Parolen ("baut mehr Zaeune", rechts) wie ("nehmt die Menschen von Idomeni auf", links) nicht mehr greifen. Wir muessen endlich ueber eine wirkliche Loesung diskutieren!

Beitrag melden
klangbart 11.04.2016, 00:21
19.

Ich hatte viel eher damit gerechnet dass Flüchtlinge versuchen mit Gewalt über die Grenze zu kommen. Die Geduld dieser armen Menschen hat mich erstaunt.
Wir sollten unsere Hausaufgaben machen. Dann schaffen wir das.
Wer das Wort "Gutmensch" als Schimpfwort benutzt distanziert sich selbst von den guten Menschen.

Beitrag melden
Seite 2 von 24
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!