Forum: Politik
Flüchtlingsdeal mit Ankara: Merkels gefährliche Realitätsverweigerung
REUTERS

Ist der Flüchtlingsdeal mit der Türkei noch haltbar? Darüber muss gestritten werden - aber Angela Merkel verweigert die Debatte. Damit schadet sie sich selbst.

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felisconcolor 05.08.2016, 16:32
1. Kann

sich Frau Merkel noch mehr schaden?
Anstatt mit Pomp aus dem Amt zu scheiden, wird sie in die Geschichte als Steigbügelhalterin eines Despoten in die Geschichtsbücher eingehen. Sie hat Europa ins Chaos gestürzt und Milliarden an Steuergeldern auf dem Gewissen. Liebe Fanboys und -girls, setzt eure Rosarote Brille ab und erkennt endlich die Tatsachen. Diese Frau war in keiner Weise ein Gewinn.

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Georg_Alexander 05.08.2016, 16:34
2. Ja, Erdogan ist ein Schurke, aber wir brauchen ihn

So ungefähr hätte das wohl bei Sozialdemokrat Schmidt geklungen? Ich bezweifele, dass er das auch als Bundeskanzler so direkt formuliert hätte. Als Altkanzler darf man sich natürlich undiplomatischer ausdrücken.

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seiplanlos 05.08.2016, 16:34
3. und der kleingeist ist bei spiegel angekommen...

was ist daran schlecht, der türkischen Bevölkerung klar zu machen: nicht die EU bricht ihr versprechen, sondern ihr Versager von Präsident.
Genau das passiert aktuell. Dem Volk wurde Visumfreiheit versprochen, WENN bestimmte Punkte in der Türkei umgesetzt werden. Wenn die EU jetzt aufkündigt, sagt Erdogan doch nur "alle hassen uns türken, wir müssen zusammen halten!" und geht gestärkt daraus hervor. Wenn die EU sagt: Wir stehen weiter zu unserem deal mit euch, dann muss Erdogan eingestehen, das er einige Punkte nicht umsetzten möchte. Vielleicht aus gutem Grund...ABER er ist schuld.
Normale Politik...

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c.weise 05.08.2016, 16:35
4. Man darf nicht alle Prinzipien auf dem Altar der Realpolitik opfern

Man kann mit Schurken reden und vielleicht einen Deal machen. Aber man darf sie nicht in die Familie aufnehmen. Ein EU-Beitritt ist nach den Verwicklungen der Türkei in den Syrienkonflikt und die Ölkäufe vom IS unmöglich. Wer sich dies nicht eingesteht, ist nicht in der Wirklichkeit des Jahres 2016 angekommen.

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blitzunddonner 05.08.2016, 16:35
5. angst regiert in berlin. nicht verstand.

angst regiert in berlin. nicht verstand. angst, dass der flüchtlingsdeal platzen könnte, dabei ist er das längst. nur das wahrnehmungsdatum ist in berlin noch unbekannt.

angst, dass die wirtschaftliche kooprerationen mit der türkei der heimischen wirtschaft fehlen könnten. aber der schaden ist absehbar. kalkulierbar. nicht kalkulierbar ist der schaden, wenn man sich weiter so vorführen lässt. auf jeden fall wird massiv höher sein im falle weiterer initiativlosigkeit berlins und brüssel.

die beschwichtigungen aus beiden hauptstädten bin ich echt leid.

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buchstabiererin 05.08.2016, 16:36
6.

Merkel bezieht keine Position. Das ist nichts Neues. Ich frage mich, warum sie noch so viel Rückhalt in der Bevölkerung genießt. Und ob sie noch tragbar ist als Regierungschefin.

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sir wilfried 05.08.2016, 16:36
7. Will sie nicht oder kann sie nicht?

Fehler eingestehen ist ganz sicher keine Stärke unserer Kanzlerin. Und an schweren Fehlern mangelt es wahrlich nicht.
Könnte es aber auch sein, daß sie fremdgesteuert gar nicht tun und sagen darf, was sie gern würde?
Wir wissen es nicht, und ihre Mimik gibt keinerlei Aufschluß

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erzengel1987 05.08.2016, 16:37
8. Das ist Frau Merkels Führungstil

Also bitte...
Das ist der gängige altbewehrte Führungsstil unserer Kanzlerin. Probleme werden ausgesessen und die streitereien tragen unwichtige Nebencharaktere aus. Solange bis das Thema in Vergessenheit gerät.

Zudem am Flüchtlingsdeal mit der Türkei festzuhalten ist derzeit klug. Die anderen europäischen Staaten sind immernoch nicht bereit Flüchtlinge aufzunehmen.

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klaxklix 05.08.2016, 16:40
9. Öffentliche Debatten sind hier nutzlos

Was soll es nützen, dass eine Kanzlerin hier öffentlich darüber diskutiert, was üfr Handlunsgalternativen sie hat zu dem Flüchtlingsabkommen?
Ohne die anderen EU-Mitglieder kann keine Lösung des Problems erfolgen. Da hat es genug sinnlose Verlautbarungen gegeben: Obergrenzen, Abschiebepraxis, geschlossene Routen, etc. In den Ursprungsländer der Flüchtlinge die Ursachen zu bekämpfen klingt schön, aber da hat noch niemand einen kurzfristig zielführenden Ansatz vorgeschlagen. Bleibt der Status Quo, der leidlich funktioniert, aber auf einen gewählten, jedoch despotisch agierenden, Partner angewiesen ist.
Wenn ein Kanzler hier öffentlich diskutiert, oder auch nur Partner durch falsch verstandene Verlautbarungen vergrätzt wäre er bei dem Gewicht, den die deutsche Politik mittlerweile hat, fehl am Platze.

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