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Flüchtlingsdebatte in Davos: Gaucks Standpauke für Osteuropa
REUTERS

Euch wurde geholfen, nun helft bitte auch: Mit dieser Botschaft kritisiert Bundespräsident Gauck die mangelnde Solidarität der Osteuropäer in der Flüchtlingskrise. Den Vorwurf, die Politik der Kanzlerin sei naiv, weist er zurück.

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kurt.wehrli 20.01.2016, 13:42
1. Widerspruch

Wir können und wollen und dürfen, doch nicht wirklich, die anderen sollen doch auch müssen.

Aber wenn sie nicht können und wollen?

Wer A sagt muss auch B sagen.

B sagen wenige, deshalb war das Publikum "überschaubar".

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Wunderläufer 20.01.2016, 13:46
2. Volltreffer

Ich kann aber nur schwer verstehen, wenn ausgerechnet Länder Verfolgten ihre Solidarität entziehen, deren Bürger als politisch Verfolgte einst selbst Solidarität erfahren haben"

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stempelchen 20.01.2016, 13:48
3. Gute Zusammenfassung

von Gaucks Rede, nach dem was ich bisher dazu las.

Der Versuch, Solidarität besonders der osteuropäischer Länder zu erreichen, ist 1. nicht neu und 2. bisher ohne Resonanz.

Was spricht also gegen eine zweigleisige Politik anstatt wie hier auf Apelle zu setzen. Wir gehen umgekehrt vor wie jetzt: Rückkehr zu konsequenten Grenzkontrollen und das bleibende Angebot, die Grenzen wieder zu öffnen bei entsprechend vereinbarter und durchgeführter gemeinsamer europäischer Flüchtlingspolitik.

Das erhöht den Druck auf Osteuropa ganz erheblich!

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nordschaf 20.01.2016, 13:49
4. Bravo, Herr Gauck!

Genau das ist es eigentlich auch, was mich persönlich dabei umtreibt, mich in der Jugendarbeit, aber auch in der Hilfe für Flüchtlinge zu engagieren: der Welt zeigen, dass das heutige Deutschland ein anderes ist, als das, von dem mein Opa (überzeugter Nazi) mir als Kind erzählt hat. Und in der Jugendarbeit versuche ich, genau das an die nächste Generation weiter zu geben: schaut Euch die Welt an, seid offen und solidarisch miteinander und mit anderen. Wenn das Gutmenschentum ist, dann bitte sehr. Letztlich ist doch das gesamte Neue Testament ein Buch für Gutmenschen.

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endotoxinpath 20.01.2016, 13:51
5. Anmerkung

im Prinzip gebe ich Gauck Recht, aber die Fluchtbewegungen der Deutschen aus den Ostgebieten nach dem 2. WK mit den jetzigen Wanderungsbewegungen zu vergleichen, ist ein wenig gewagt. Die Kraft und Beharrlichkeit der kulturellen Identität und Traditionen wird von der Politik ziemlich unterschätzt. Bestes Beispiel Ost- und Westdeutsche, die eigentlich kulturell eine gleiche Historie teilen und selbst nach 25 Jahren doch in vielen Ansichten so verschieden geblieben sind. Und je unterschiedlicher die Kulturen sind, desto schwerer wird es. Die meisten haben nichts gegen Einwanderung, aber in diesen unkontrollierten Massen werden wir objektive und faktische Probleme bekommen, egal wie gutwillig man auch immer sein mag.

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yadi 20.01.2016, 13:56
6. Hehre Worte...

Die hehren Worte des Bundespräsidenten werden wirkungslos verhallen. Er wie auch die Kanzlerin scheinen immer noch nicht wahrhaben zu wollen, dass Deutschland mit seinem moralischen Anspruch in der Flüchtlingskrise isoliert ist und bleiben wird. Den Versuch, die Welt zu retten, wird Deutschland auch kaum gedankt werden, eher schon die freiwillige Schwächung.

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HeisseLuft 20.01.2016, 13:57
7. Korrekt, aber

Zitat von andreaspecora
Wo war denn die Deutsche Solidarität als während Jahren kleinere Länder gemessen an Ihrer Grösse das x-fache an Flüchtlingen bei sich aufgenommen haben? Wo war die Deutsche Solidarität als vor nicht einmal 5 Jahren Italien mit der Ankunft .......
Das ist richtig.
Damit sind aber nur Italien und Griechenland entschuldigt. Vielleicht auch Spanien.

Aber Polen? Tschechien? Slowakei?
Er hat sich schließlich an diese Länder gewandt.

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bielefelder73 20.01.2016, 13:58
8. Netter, aber nutzloser Apell

Netter Versuch, Herr Gauck. Bewirken werden Sie nichts!

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finestview 20.01.2016, 13:58
9. Nur wir nicht?

Österreich will die Aufnahme von Flüchtlingen deckeln und in diesem Jahr nur noch 37 500 Asylbewerber aufnehmen.

Nur in Deutschland soll das nicht gehen...

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