Forum: Politik
Flüchtlingsdebatte in Davos: Gaucks Standpauke für Osteuropa
REUTERS

Euch wurde geholfen, nun helft bitte auch: Mit dieser Botschaft kritisiert Bundespräsident Gauck die mangelnde Solidarität der Osteuropäer in der Flüchtlingskrise. Den Vorwurf, die Politik der Kanzlerin sei naiv, weist er zurück.

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kreuzloewe 20.01.2016, 16:15
130. Usa

Na ja, ausgerechnet die USA als Beispiel zu nennen... Das Land hat wahrscheinlich eine der restriktivsten Einwanderungsbestimmungen weltweit und sucht sich sehr genau aus, wer bleiben darf und wer nicht. Und da spielt in der Regel die wirtschaftliche Perspektive die größte Rolle. Kann man kritisieren, ist aber das gute Recht eines jeden Nationalstaats. Und Solidarität wird immer nur so lange gelebt, wie es nicht ans Eingemachte geht. Da haben einige unserer Politiker wohl zu rosarote Vorstellungen unserer "Wertegemeinschaft" EU.

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wecan 20.01.2016, 16:15
131.

Zitat von HeisseLuft
Ja, das ist echt unverschämt, diese Worte von Gauck, nicht? "Und er nennt auch die deutsche Nachkriegszeit als Positivbeispiel. "Deutschland, das in Trümmern lag, entwickelte sich zum Wirtschaftswunderland." Dazu hätten sowohl Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wie auch Gastarbeiter beigetragen." Also wirklich, das.....
Es waren Menschen, die INNERHALB ihres EIGENEN Landes umsiedeln mussten.
Jede weitere Analyse erübrigt sich ab hier. Wer keinen Unterschied zur heutigen Situation erkennt, der WILL halt einfach keinen erkennen.

Die Menschen reisen mittlerweile sogar von der anderen Seite der Welt (Pakistan etc.) über ein dutzend sicherer Staaten zu uns an. Machen Sie die Augen auf und kommen Sie in der Realität an.

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nilux 20.01.2016, 16:16
132. Osteuropa

Ich kann die Kritik an bestimmten politischen Tendenzen in einigen osteuropäischen Staaten absolut nachvollziehen. Was ich aber nicht verstehe ist, weshalb sich die Kritik am Verhalten in der Flüchtlingskrise immer nur an die osteuropäischen Staaten richtet.

EU-Kommissar Oettinger antwortete beispielsweise gestern im Interview auf die Frage, warum nicht auch Frankreich mehr tut damit, dass Präsident Hollande aufgrund der finanziellen Probleme und des rechtspopulistischen Front National "kein Spielraum" bleibt. Ist das alles? Wird da nicht mit zweierlei Maß gemessen?

Selbst Italien ist nicht einmal bereit, in den Türkei-Topf einzuzahlen.

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moritz27 20.01.2016, 16:17
133. So irre,

dass die anderen EU-Staaten wie Lemminge unserer Größten Kanzlerin aller Zeiten alle widerspruchslos einfach folgen, kann doch auch ein Bundespräsident nicht sein. Oder ich irre mich?

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cemerxx 20.01.2016, 16:17
134. Warum gibt es flüchtlinge?

Türkei pochte seit vier Jahren auf eine Sicherheitszone in Nordsyrien mit modernen Siedlungen usw. . Es wurde staendig ignoriert. Jetzt habt ihr den Salat. Warum soll die Welt falsche Aussenpolitik von USA und bestimmenden EU Laender ausbaden. USA wollte wegen eigenen Interessen eine kurdische Staat in Nordsyrien. Dazu hat USA PYD erlaubt, dass die Kurden Araber, Turkmenen und andere Minderheiten aus Nordsyrien vertreiben(mehrzahl der Flüchtlinge). Diese Tatsache steht in AI Berichten. USA baut Mist, nimmt selbst paar tausend Flüchtlinge und Osteuropaeische Staaten mit wackliger Wirtschaften sollen die Folgen mittragen.

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christian0061 20.01.2016, 16:17
135. Österreich

Nach Einführung einer Flüchtlingsobergrenze in Österreich sind Merkel und Gauck in Europa aber "allein zuhaus"!

Aber keine Panik, die beiden schaffen uns!

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magic88wand 20.01.2016, 16:20
136. Die Osteuropäer SIND solidarisch

Sie sind bereit, Deutschland und andere bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu unterstützen, z.B. durch Sicherung der Außengrenzen. Solidarität bedeutet aber nicht, die Geisterfahrerpolitik einer bestimmten nationalen Regierung zu unterstützen.

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HeisseLuft 20.01.2016, 16:22
137. Augen auf

Zitat von wecan
Es waren Menschen, die INNERHALB ihres EIGENEN Landes umsiedeln mussten. Jede weitere Analyse erübrigt sich ab hier. Wer keinen Unterschied zur heutigen Situation erkennt, der WILL halt einfach keinen erkennen. Die Menschen reisen mittlerweile sogar von der anderen Seite der Welt (Pakistan etc.) über ein dutzend sicherer Staaten zu uns an. Machen Sie die Augen auf und kommen Sie in der Realität an.
Ich sehe einen Unterschied. Aber ich teile die implizit geäußerte Wertung meines Vorredners nicht.

Aber ich nehme mal an, dass WOLLEN Sie nicht zur Kenntnis nehmen.

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wut62 20.01.2016, 16:22
138.

Zitat von Berg
Ich bin zwar kein Oberlehrer, versuche trotzdem eine Erklärung: Erstens ist Ihr Zahlen-Vergleich zwischen brit. Königshaus und Bundespräsidialamt eine Milchmädchenrechnung (was wird alles gezählt an Immobilien, Empfängen, Personal usw.) Zweitens kann man den gesellschaftlichen, politischen Wert einer solchen Repräsentantion nicht daran festmachen, was sie kostet. Drittens: die Beträge von ca 1 Euro pro Einwohner dürften die "sozialen System" nur unwesentlich unterstützen. Vielleicht mal eine Briefmarke im Jahr. :-)
Sie haben meinen Ansatz nicht verstanden. Ich denke, unser Bundespräsident ist genau so überflüssig, wie das englische Königshaus! Finden Sie es richtig, dass einige unserer früheren Bundespräsidenten sich mit jüngeren, neuen Frauen umgeben, die dann zum Teil auf Staatskosten leben?
Punkt 3 Ihres Kommentars, verstehe ich nicht.

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anjo1970 20.01.2016, 16:22
139. Vertriebene damals - Flüchtlinge heute

Muss man nicht noch einen Schritt weiter gehen? Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gab es Menschen, die aus Ostpreußen und weiteren Gebieten ins Ruhrgebiet kamen - nach heutigem Sprachgebrauch waren das Wirtschaftsflüchtlinge. Meine Urgroßeltern gehörten dazu. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen Vertriebene ins Ruhrgebiet, die nicht aus wirtschaftlichen, sondern politischen Gründen kamen. Meine Großeltern gehörten dazu. Heute kommen Menschen aus beiden Gründen hierher. Was alle eint ist die Abgrenzung derjenigen, die hier "schon immer" lebten. Aufgrund der Geschichte meiner Familie habe ich kein Verständnis für die Ausgrenzung von Menschen, die sich auf den Weg in ein neues Leben machen.

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