Forum: Politik
Flüchtlingsdebatte: Leben und sterben lassen
AFP

Wenn es ums Sterben im Mittelmeer geht, finden inzwischen auch zivilisierte Bildungsbürger gute Gründe fürs Nichtstun. Die Migrationskrise ist zur Krise unserer Moral geworden.

Seite 2 von 42
Rubikon_2016 16.07.2018, 14:06
10. Ich bin auch dafür,

jeden Menschen aus dem Mittelmeer zu retten. Allerdings bin ich nicht dafür, diese Geretteten nach Europa zu bringen. Das Grundübel ist die Bevölkerungsexplosion der letzten Jahrzehnte in Afrika und Asien. Viel mehr Menschen fordern den gleichen Lebensstandard wie wir. Das kann natürlich nicht funktionieren. Außerdem bin ich auch nicht bereit, zu teilen. Ich bin allerdings dazu bereit, eine faire Globalisierung zu starten. In meinen Augen ist das die einzige Möglichkeit, verbunden mit einer rigorosen Geburtenkontrolle. Es gibt schließlich kein Recht auf Kinder. Außer, die Erde wäre uns egal und wir stellten Gleichheit über Zukunftsfähigkeit. Dann kostet das Kilo Bananen eben ? 15 und der Kaffee pro Kilo ?30. Na und? Und der Liter Sprit ?8, damit die Förderländer die Einnahmen in zukunftsträchtige Projekte investieren können. Abgesehen davon brauchen wir Demokratien, auch überall in Afrika und Asien. Und wir sollten bereit sein, dafür Krieg zu führen. Denn mit autokratischen Staaten wird es definitiv immer ein Flüchtlingsproblem geben. Es gibt viel zu diskutieren und noch viel mehr zu ändern. Aber wer fängt an???

Beitrag melden
law-and-ice 16.07.2018, 14:06
11. Unfassbar

Was ein Artikel!

Erstens: Es ist eine humanitäre Selbstverständlichkeit, Ertrinkende zu retten, ohne wenn und aber. Das ist das eine.
Zweitens: Der Vergleich mit Auschwitz ist unsäglich, unfassbar und einfach nur mies. Sehr geehrter Herr Augstein, damals wurden hier lebende Menschen ermordet. Menschen, die als Bürger mit ihren Familien zum Teil über Jahrzehnte, Jahrhunderte hier lebten. Menschen, die teilweise unsere geistige Elite waren, Wissenschaftler, Universitätslehrer, Musiker, Kunstsammler, Ärzte, usw. Menschen, die im ersten Weltkrieg ihren Kopf für dieses Land hingehalten haben.
Das hat nichts, aber auch gar nichts zu tun, mit dem Versuch ungezügelte Zuwanderung zu unterbinden. Letzteres hat poltisch zu erfolgen - und dabei gilt uneingeschränkt Punkt eins dieses Beitrags.

Beitrag melden
GSYBE 16.07.2018, 14:06
12. Herr Augstein,...

...ich fühle mich angesprochen, deshalb dringendst etwas tun, und zwar retten gemäss des int. Seerechts.

Beitrag melden
seinedurchlaucht 16.07.2018, 14:06
13.

Das Problem lässt sich ganz einfach lösen: Retten und zurück an die Küste bringen, von der sie losgefahren sind. Es darf nicht sein, dass Rettenlassen bedeutet, dass man künftig in einem europäischen Land seiner Wahl leben darf.

Beitrag melden
stuly 16.07.2018, 14:07
14. Leben retten bei rücksichsichtloses Selbstverschulden ist verlogen.

Wieso müssen wir uns moralisch dazu verpflichtet fühlen, Menschen zu retten die sich absichtlich in Gefahr/Seenot begeben?
Aber wenn ihr unbedingt meint man kann das Schiksal nicht seinen Lauf nemen lassen, dann rettet und zurück nach Afrika. Das sterben wird in wenigen Tagen aufhören wenn die Schlepper NGOs die Menschen zurück bringen statt nach Europa. Oder Sozialhilfe für Migranten abschaffen. Einfach die Belohnung der Überfahrt nehmen und schon kommt keiner mehr.

Beitrag melden
einerkeiner 16.07.2018, 14:08
15. Retten ja, überfahrt nach Europa - Nein!

Es könnten viel mehr Menschen gerettet werden wenn sie 20km zurück an die lybische Küste gebracht würden, anstatt 500km nach Italien - während der langen Überfahrt werden wertvolle Kapazitäten blockiert. Alleine das beweist dass es den "Rettern" nicht primär um das Leben der Migranten geht, sondern um eine Migrations-Hilfe - die entsprechenden Kreise (inkl. Augstein) betrachten es scheinbar als Menschenrecht in Europa einwandern zu dürfen.

Beitrag melden
dan-krik 16.07.2018, 14:08
16.

Die einen sind halt böse und möchten keine Migranten aus dem Meer fischen. Die anderen sind halt gut und möchten ihre Ärmsten dem Hunger preisgeben indem sie den Sozialstaat abschaffen. So ist das eben, nicht wahr Herr Augustin? Wir warten noch immer gespannt auf ihre Vorschläge, was denn statt des Sozialstaats in D-Land kommen soll. Herr Millionär, wir hören.

Beitrag melden
arminiuszumba 16.07.2018, 14:08
17. Leben und Sterben lassen

Das Geschäftsmodell der Schleuserbanden ist die Einbindung der Rettungsschiffe. Rettungsschiffe das macht nur Sinn.,wenn die Flüchtlinge zurückgebracht werden.Die Afrikaner informieren mit Flugblätter,Radio und Fernsehen das Europa sich sperrt Flüchtlinge aufzunehmen.Humanität hat Grenzen auch wenn Mutter Theresa das nicht einsieht.und immer noch hofft auf ein Nobelpreis.Herr Seehofer ist zum Vergleich Realist.

Beitrag melden
wolly21 16.07.2018, 14:13
18. Selbstverständlich

müssen wir Ertrinkende retten.
Aber wir müssen sie nicht in unseren Sozialstaat integrieren.
Die Migranten müssen in ihrem eigenen Umfeld für Sicherheit sorgen, für ihre eigene Freiheit und Sicherheit SELBST kämpfen.
"Wir" haben es vor 229 Jahren auch getan.
Die Revolutionäre vom 14.Juli 1789 wurden auch nicht von irgend jemand gerettet.
Wir sollten Migrationswilligen in ihrer Heimat helfen. Aber die müssen auch selbst dabei mitmachen.

Beitrag melden
sunisland 16.07.2018, 14:13
19. Was eine unsinnige Behauptung..

Niemand will die Leute absaufen lassen. Es geht nur darum, wohin die Geretteten hinterher gebracht werden.

Beitrag melden
Seite 2 von 42
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!