Forum: Politik
Flüchtlingsdebatte: Männer, Monster und Muslime
Getty Images

Deutschland hat ein neues Feindbild: der muslimische Mann. "Emma" und Pegida eint die Sorge um die deutsche Frau - und ein ganz alter Rassismus.

Seite 27 von 39
Gaztelupe 02.11.2015, 20:42
260. Der Abschreiber

Die Idee mit dem sexuell induzierten Rassismus ist, sagen wir mal, »geliehen«. Genau genommen geht es dabei um nicht um die Farbe der Augen, sondern um die der Haut und die Angst des weißen Mannes vorm Ausbleiben der Erektion. Geschenkt. Das ist kein Skandal, denn nicht jeder vertretene Gedanke muss ein eigener sein, im Internet-Zeitalter schon gar nicht, und Varianten für die eigenen Zwecke zu generieren darf als ewrlaubt gelten.

Die Probleme, die massenhafte Migration in so kurzen Zeiträumen, unabhängig von Himmelsrichtung und Hautfarbe, nun einmal verursachen, bleiben freilich dieselben, vor allem wenn es stimmt, dass ein Großteil der Migranten junge Männer sind, die zudem wiederum zum allergrößten Teil einer Religion angehören, die in den letzten Jahren nicht gerade für Werte wie Dialogbereitschaft, Aufklärung, Moderne und Gleichberechtigung steht. Dieser »Migrationshintergrund« wäre auch durch Wegfall noch des geringsten rassistischen Ressentiments präsent. »Willkommenskultur« löst nicht die Konflikte, die durch Ballungen junger Männer entstehen, denn genau das ist in den Unterbringungsorten der Migranten zu befürchten.

Der Hinweis auf die deutsche Vergangenheit, das Deutschsein sozusagen, ist ebenso eine Sackgasse: Kein Land der Welt erwartet von Deutschland, massenhaft Flüchtlinge und »Flüchtlinge« aufzunehmen, um den Beweis anzutreten, man mache jetzt alles besser. Wenn etwas erwartet wird, dann lediglich, dass Deutschland endlich beginnt, sich normal zu verhalten.

Beitrag melden
dokuti1 02.11.2015, 20:43
261. Nicht relevant?

Zitat von globus1
Die Kritiker dieser Asylpolitik werden m. E. teilweise gezielt ( oder befohlen und gesteuert ) in auffällig negative Ecken getrieben? Ich habe am Wochenende bei einem Treffen mit vielen alten Bekannten sehr wohl kritische Stimmen über die Asylpolitik gehört. Die Frage ist eher, ob man so etwas noch Poltik nennen kann. Keiner hat sich über die Sexualtiät der ankommenden Flüchtlinge unterhalten. Nun - es ist auch ein Thema, das diese Menschen aber eher persönlich zusätzlich betroffen machen wird. Ich halte es für geschmacklos und stillos, darüber zu reden und so einem Thema eine relevante Diskussion zu geben.
Sie halten es für nicht relevant, dass die Zuwanderer vorwiegend der Bevölkerungsgruppe angehören, die normalerweise die Arbeitskräfte und die Verteidiger in einer Bevölkerung stellt? Ausgerechnet die jungen Männer, die stärksten in jeder Gesellschaft flüchten? Wo hat es je Flüchtlingsströme aus jungen Männern gegeben in der Geschichte der Menschheit? Wo??? Heere sahen so aus, aber keine Flüchtlingszüge! Und da soll man nicht fragen, ob das womöglich mehrheitlich Zuwanderer und Glücksritter sind und keine verfolgten Kriegs-Flüchtlinge?

Beitrag melden
dokuti1 02.11.2015, 20:52
262.

Zitat von Freezer
Übeltäter sind Übeltäter oder...aber Hauptsache versuchen immer alles misszuverstehen Die Kriminalität geht hoch PUNKT und FAKT das können SIE nicht wegrednen nichtdestotrotz ich rate jedem der spricht wie einige Politiker..Achtung jetzt wirds hart SEINE Tochter mal nach 22 Uhr an einem Asylantenheim mit 1000 Personen 10 minuten hin und her gehen zu lassen DANACH könnte man gerne nochmal darüber den so würde ich es auch jedem Politiker INS Gesicht sagen der sagt Deutschland ist sicher
Ist es so schwer, ein wenig über die islamische Geschlechtertrennung zu lesen? Das kann man nicht einfach auf unsere Gesellschaft 1 zu 1 umlegen! Da liegen Welten dazwischen!!!
Natürlich haben Frauen einen berechtigten Anlaß zur Sorge! Die Männer, die nun hier her kommen, wissen wenig über unsere Kultur und die Art, wie hier die Frauen leben, ist in ihren Ländern undenkbar! Eine Frau, die nachts alleine unterwegs ist macht sich in einem islamischen Land zum Freiwild! Selbst wenn es in den seltensten Fällen bis zur Vergewaltigung kommt, wird mit Nachstellungen, Busengrapschern und demonstrativ aggressivem Auftreten den Frauen Angst gemacht, damit sie nie mehr ohne Begleitung aus dem Haus gehen!

Beitrag melden
syracusa 02.11.2015, 20:52
263.

Zitat von globus1
Die Kritiker dieser Asylpolitik werden m. E. teilweise gezielt ( oder befohlen und gesteuert ) in auffällig negative Ecken getrieben?
Nur mal so als Denkanstoß: könnte es eventuell auch sein, dass die "Kritiker" dieser Asylpolitik sich ganz von alleine in eine auffällig negative Ecke stellen? Wenn Sie nur Ihre Verschwörungstheorie als Alternative dazu haben, empfehle ich, einen Arzt zu konsultieren.

Beitrag melden
Freezer 02.11.2015, 20:54
264. aber ist doch logisch oder

Zitat von agua
Wir haben seit dem Wochenende Besuch aus Deutschland,aus Hamburg.Meine Freundin bringt die Argumente,die Sie auch bringen,aber sie sagt auch,dass die Flüchtlinge daran keine Schuld tragen,denn dass diese Menschen fliehen entspringt ebenfalls einer falschen Politik.Dem stimme ich zu.Dass diese falsche Politik den rechtsextremismus wieder so aktuell macht,macht mir mehr Sorgen.
bei dem einen fördert es das "rechts sein" ....oder er begeht vermehrt Gewalttaten bei MIR entsteht ein RIESIGER Hass GEGEN unsere Politiker
ABER was jetzt keine Entschuldigung sein SOLL
Gewalt ist keine Lösung abe rman sollte trotzdem nicht vergessen die URSACHE war zuerst da !!aber wie gesagt das entschuldigt natürlich keine Angriffe und oder Gewalt
Wie gesagt mein Hass richtet sich gegen die Politik
Würde ich Gewalttätig werden nein
Würde ich diese Parteien nochmal wählen nein
Fühle ich mich im Stich gelassen zu 100% ja

Beitrag melden
Campioni 02.11.2015, 21:00
265.

Zitat von dokuti1
Wo ist der Staatsschutz, wenn hier radikale Moscheen blühen? Wenn Journalisten welche die Moschee-Besucher interviewen wollen aggressiv verjagt werden mit den Worten, sie hätten vor dieser Moschee nichts zu suchen! Immer diese Jagd auf Nazis, statt der Distanzierung von ALLEN Radikalen! Diese Fakten vermisse ich bei Ihrem verbalen Engagement. Gäbe es die Parallelgesellschaften nicht, auf die unsere Gesellschaft keine Antworten hat, gäbe es weniger Ressentiments gegen die islamische Zuwanderung! Aber Ihresgleichen tut so, als gäbe es gar keinen Grund, davor Angst zu haben. Ich habe tatsächlich sehr große Angst, wenn ich in den Nachrichten die Bilder sehe von diesem unendlichen Heer an jungen Männern die in unser Land strömen und meine befreundeten Migranten macht das übrigens auch Angst!
lieber Herr dokuti1,
der Staatsschutz ist mit Sicherheit da, wenn in einzelnen (!) Moscheen Radikalismus gepredigt werden, wie alljährlich in den zahlreichen Verfassungsschutzberichten der Länder und des Bundes nachzulesen ist.

Und ich gebe Ihnen Recht, wenn diese Offensiven ebenfalls etwas lauter und aggressiver stattfinden würden. Der wichtigste Punkt ist, dass, wenn wir schon in den "Wir-hier-die-da-Modus" verfallen, "wir" uns daran erinnern müssen, dass wir erst einmal für unseren eigenen Mist verantwortlich sind, und der betet nun mal nicht zu Allah, sondern zu Odin, Thor, dem Hakenkreuz oder einfach zu unserer guten, alten deutschen Orrrdnung! Aber erst wenn wir unseren eigenen Stall in Ordnung haben, dann können wir auch auf andere Zeigen.
"Immer diese Jagd auf Nazis" ist genau die Einstellung, die im Grunde harmlos klingt, aber eben, genau, auch Harmlosigkeit suggeriert, die alles andere als angemessen ist! Parallelgesellschaften hat es in großen Gesellschaften immer gegeben und wird es immer geben, das lässt sich nicht vermeiden. Aber von Parallelgesellschaften auf das Große, Ganze zu schließen ist gefährlich. In diesem Land leben fünf Millionen Muslime. Die meisten davon sind friedlich, integriert und zahlen brav ihre Steuern. Sie haben christliche Freunde, und muslimische, und atheistische uswusw. Ich kenne aus meiner Umgebung dutzende solcher Fälle. Und wenn Sie schon einmal in Syrien waren, vor dem Krieg, und, wie ich, aus familiären Zusammenhängen heraus Syrer kennen gelernt hätten, dann wüssten Sie, dass die allermeisten davon friedliche, freundliche Menschen sind, die einfach nur eines wollen: leben! Wir wir auch.
Wo kommen eigentlich Ihre befreundeten Migranten her? Holland? Dänemark? Großbritannien?

Beitrag melden
rageagainstthemachine 02.11.2015, 21:01
266.

Zitat von katzenwadel
Können Sie erklären, warum diese Menschen partout alle unbedingt nach Deutschland, und nur nach Deutschland, "fliehen" wollen? Was sagt uns das über diese Menschen?
Ich nehme an in GR, IT, ES, PT ist es einfach zu warm für Menschen aus dem kalten Norden Afrikas u. dem Nahen Osten. Die Franzosen sind bekanntermaßen etwas sehr Etepetete was ihre Sprache angeht. In England schmeckt das Essen nicht so recht.
Was bleibt also anderes übrig, ausser notgedrungen mit dem rassistischen u. ausländerfeindl. Pack in DE Vorlieb zu nehmen.....?

Beitrag melden
prologo 02.11.2015, 21:05
267. Fakten resistente Politik und Medien

Zitat von Spiegelkritikus
Augsteins Ergüsse werden mit ihrer Verachtung, um nicht zu sagen ihrem Haß auf alles Deutsche und der blauäugigen Glorifizierung alles Fremden einschließlich Islam immer peinlicher. Tatsachen werden (vermeintlich) politisch korrekt einfach negiert oder ausgeblendet, wenn sie nicht ins eigene ideologische Schema passen. Wer will Leute noch ernst nehmen, die sich ganz offensichtlich verrannt haben und in einer Sozialromantik jenseits der Realität verlieren? Der Worte sind genug gewechselt, die Positionen klar. Die künftige Entwicklung wird bei unverändertem Kurs zeigen, wie blind und fahrläßig die Politik und ihre Medien Vernunft und Verantwortung über Bord geworfen haben. Wenn die Rechte wie in anderen EU-Ländern triumphiert, haben sie sich das selbst zuzuschreiben.
Hallo Spiegelkritikus

Treffender kann man den Zustand der Politik und der Medien nicht darstellen. Es rumort in der Gesellschaft schon derartig, dass in meinem persönlichen Umfeld nur noch Unverständnis herrscht, wie in Deutschland diese Flüchtlingspolitik schön geredet und geschrieben wird.

Inzwischen haben wir schon 600 Anschläge in diesem Jahr auf Flüchtlingsheime. Lesen kann man dann, entweder gar nichts darüber, oder Brandursache noch unklar.

Diese latente Nebeltaktik der Medien und Politiker ist einfach unerträglich. Und sie schürt die Wut darauf immer mehr. Die Politiker suchen jetzt eine Einigung. Während die Helfer in Bayern schon auf dem Zahnfleisch daher kommen, suchen die noch eine Einigung.

Ich fasse es auch nicht, dass es so was gerade in Deutschland geben kann. Dem Land der Dichter und Denker.

prologo

Beitrag melden
wecan 02.11.2015, 21:06
268.

Zitat von dokuti1
Was ist für Sie ein rassistischer Kommentar? Jede Islam-Kritik? Ich habe sie so satt, diese Gesinnungs-Polizei! Ich habe mir mal die facebook-Seite von Necla Kelek angesehen, nachdem sie an einer TV-Talk-Runde teilgenommen hatte. Ich bin in Tränen ausgebrochen. Beschimpfungen von Moslems hatte ich erwartet, aber nicht von Deutschen und nicht in so hoher Zahl! Die Frau wurde von allen Seiten übles nieder gemacht! Es war so traurig, wie hierzulande mit einer Person umgegangen wird, die für Frauenrechte eintritt und eine leidenschaftliche Verfechterin der freiheitlichen Werte ist und die fertig gemacht wird, weil sie in dem Zusammenhang eine Religion kritisiert. Man hat den Islam unter Kritik-Schutz gestellt, weil die Kritik für Fremdenfeindlichkeit genutzt werden konnte. Aber es nimmt nie ein gutes Ende, wenn man die Wahrheit opfert, auch dann nicht, wenn das einem guten Ziel dienen soll. Der Preis für diese künstliche Toleranz ist die Meinungsfreiheit - und da es um Religions-Kritik geht ist der Preis noch höher: die Aufklärung!
Ja, so denke ich auch.

In unserer Demokratie darf man jede Religion bzw. Ideologie kritisieren, dachte ich immer.

Demonstriert man gegen z.B. Scientology, bekommt man aus allen Ecken Beifall.
Macht man sich z.B. über den Papst lustig, interessiert das so gut wie niemanden.

Aber wehe, man kritisiert diese eine bestimmte Religion.
Dann ist die Hölle los und Politiker und Medien geraten in Raserei.

Meinen Blick auf die Demokratie hat diese Beobachtung geändert und je mehr ich mich seit dem mit "unserer" Politik und den Medien beschäftige, desto fragwürdiger erscheint mir das alles.

Beitrag melden
NewHuman 02.11.2015, 21:06
269. Das Unbehagen der Frauen und der Schwulen ist berechtigt!

Halten wir uns statt an Vorurteilen doch mal mit Zahlen und Fakten auf!

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen viele Studien gemacht, in denen die Einstellungen junger Muslime in Deutschland untersucht werden. Die Ergebnisse dürften auch weitgehend repräsentativ sein für die Einstellungen der jungen muslimischen Männer, die momentan zu uns kommen.

Sie zeigen, dass unter den in D lebenden muslimischen Jugendlichen gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen recht verbreitet sind (20-25% stimmen in hohem Maße zu). Diese jungen Männer glauben z. B., dass der Mann als Familienoberhaupt sich notfalls auch mit Gewalt durchsetzen darf; dass eine Frau, die ihren Mann betrügt, geschlagen werden darf; dass ein Mann, der sich gegen Beleidigungen nicht mit Gewalt wehrt, ein Schwächling ist. Die Zustimmung zu gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen nach Migrationshintergrund: Libanon: 32%, andere islamische Länder: 24%, Türkei: 24%, ehem. Jugoslawien: 22%, …, Deutschland: 5%.

Solche Normen hängen eng mit der Häufigkeit gewalttätigen Verhaltens zusammen: Von den Jugendlichen, die diesen Normen zustimmen, haben 45 % in den letzten 12 Monaten ein Gewaltdelikt begangen, von Jugendlichen, die diese Normen ablehnen, nur 8%.
Quelle dieser impliziten Gewaltbereitschaft gegen ist fast immer die Erfahrung von Gewalt in der eigenen Familie: Die Studien zeigen, dass Migrantenkinder deutlich häufiger als andere mit Fäusten oder Gegenständen geschlagen oder zusammengeschlagen werden. Sowohl die Erfahrung als Opfer von Gewalt als auch die Erfahrung der Legitimität der Anwendung von Gewalt wird früh gelernt und prägt das Werte- und Normensystem.
Ressentiments gegenüber Schwulen sind weniger untersucht. Aber die wenigen Studien zeigen, dass eine starke Ablehnung von Schwulen weit verbreitet ist: Die Studie „Deutsch‐Türkische Lebens‐ und Wertewelten" zeigt, dass es 73% „schlimm" finden, wenn ein Mann eine sexuelle Beziehung mit einem anderen Mann hat und für 51% der Befragten ist Homosexualität krankhaft. Entsprechend zeigt der Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung z. B., dass nur 48% der Muslime Schwulen das Recht zusprechen würden, zu heiraten (D: 77%).

Das alles sind Fakten, die sehr wahrscheinlich für einen relevanten Teil der Flüchtlinge gelten und die mir als schwulem Mann auch nicht egal sind. Das Unbehagen der hier lebenden Schwulen ist schon rein theoretisch kein Rassismus: Rassismus bedeutet im Kern, dass man ganzen Menschengruppen gegenüber eine abwertende und feindselige Haltung zeigt. Aber die Schwulen, die bei der massenhaften Einwanderung junger Muslime ein großes Unbehagen empfinden, haben ganz dezidiert Sorgen und Befürchtungen nur gegenüber einwandernden Menschen, die ihnen nicht wohl gesonnen sind. Das müsste eigentlich jeder nachvollziehen können. Gegen den anderen Teil der Flüchtlinge, der liberale Haltungen und natürlich gegen homosexuelle Flüchtlinge, hat mit Sicherheit kein Schwuler in D etwas einzuwenden. Es ist eine dringende Aufgabe des Staates, den Flüchtlingen unsere demokratischen Werte zu vermitteln!

Beitrag melden
Seite 27 von 39
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!