Forum: Politik
Flüchtlingselend in Libyen: Barbarei im Namen Europas
REUTERS

Die Europäer haben die Verantwortung für Flüchtlinge auf Staaten wie Libyen abgewälzt. Damit machen sie sich schuldig an den Verbrechen, die dort an diesen Menschen begangen werden.

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citizen01 04.05.2019, 17:14
1. Interessante Vorschläge. daran hat es nie gemangelt.

Und wer soll das durchsetzten? Eigentlich ein klarer Fall für die UN. Von da kommt aber immer nur das Echo der Forderungen. Also bleibt nur die humanitäre Intervention - mit dem Aufschrei der Nichtbetroffenen.

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Palmstroem 04.05.2019, 17:16
2. Schöne Worte - böse Taten

"Sie werden misshandelt, vergewaltigt, gefoltert, versklavt, exekutiert." - Europas Sonntagsreden über Menschenrechte werden hier demaskiert. Wie will Europa noch Kritik an der Menschenrechtslage in anderen Ländern üben, wenn man selbst Mörder, Vergewaltiger und Sklavenhändler engagiert!

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remedias.cortes 04.05.2019, 17:18
3. Die Verantwortung des Westens....

das einzige, was Menschen in Afrika doch überhaupt helfen würde, wäre eine Revolution oder viele Revolutionen, um ihre miese, korrupte, unfähige, menschenverachtende Politikerkaste zu verjagen und sich der Produktionsmittel zu bemächtigen, um Bildung, Eigentum, Wohlfahrt etc. zu finanzieren. Unter anderem lässt das der Westen nicht zu. Dafür nimmt er Flüchtlingsströme in Kauf und bezahlt miese Schergen dafür, sie einzudämmen. Das ganze System ist widerlich, wird sich aber nicht grundsätzlich ändern. Beweis: Wenn schon die harmlosen Bemerkungen des Sozi- Kevins zu Hysterie führen.
Die Lösung kann doch nicht sein, Flüchtlinge aufzuhalten, zu verteilen oder umzuverteilen, sondern sie darin zu unterstützen, eine Heimat zu schaffen, in der sie "gut und gerne leben".

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Schusters-Bernd 04.05.2019, 17:22
4. Soweit alles korrekt

Wo muss ich unterschreiben?
Aber leider ist das alles bekannt, nur weiß ich auch gerade nicht, wen ich verklagen muss, und wo ich die Anklage einreichen soll, um zu ändern, dass viele geltende internationale Gesetze und Abkommen von der EU und einzelnen Mitgliedsländern mit Füßen getreten werden. Kann sich nicht mal ein einziges europäisches Land trauen und klagen?

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MikeRubato 04.05.2019, 17:22
5. Die Lösung sieht anders aus

Europa und insb. Deutschland sind nicht unmittelbar für Afrika verantwortlich, allenfalls über den relativen Wohlstand ergibt sich eine gewisse Pflicht zur Hilfe. Zuerst muss das Ertrinken im Mittelmeer gestoppt werden, und der einzige Weg dazu ist, dass niemand, der übers Mittelmeer kommt, eine Chance zur Aufnahme hat, inkl. Iris- Scan und Fingerabdruck für eine lebenslange Sperre. Dann ist dieses Problem sofort gelöst. Weiterhin müssen Fluchtgründe vor Ort geprüft werden, und diese werden dann in Europa in einer begrenzten Zahl pro Jahr aufgenommen. Die Flüchtlinge mit Anerkennung, die nicht ins europäische Kontingent passen, werden weltweit verteilt, auch an China, Russland, USA, etc. Der Rest wird in die Heimat rückgeführt. Ach so, falls die genannten Staaten da nicht mitmachen, was dann? Ja, was dann? Warum sollte Europa dann mitmachen? Ist es nicht so, dass Afrika gerade von z.B. China teils aufgebaut, teils ausgebeutet wird? Jedenfalls könnte nur die o.g. Lösung eine breite Akzeptanz in der europäischen Bevölkerung finden, die Aufnahme des afrikanischen Bevölkerungszuwachses in Europa wird auf Dauer sicher nicht akzeptiert.

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walligundlach 04.05.2019, 17:23
6. Die Europäer müssen aufhören

Kriege im Namen von Demokratie und Freiheit zu unterstützen. Sowohl die offene als auch die verdeckte Teilnahme an den Regime-Change Absichten muß ein Ende haben! Es kann nicht sein, daß Europa, oder Teile Europas mit den USA sich dort einmischen und die Kriege befördern - und hinterher nicht die USA sondern Europa, insbesondere Italien, Türkei, Griechenland - und zuletzt Deutschland, für die Schäden verantwortlich sind und für die Flüchtlinge zu sorgen haben. Der Aufruf muß sich an die USA richten! Die beschriebenen Menschen sind zu bedauern. Aber die Anklage sollte sich dorthin richten, wo das Unheil herkommt.

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anders_denker 04.05.2019, 17:24
7. Es gibt legale Wege

die führen aber meist über Botschaften, VISA, notwendige Einladungen, nachweis von Unterkunft und Arbeit. Viele Leute halten sich daran, auch wenn sie aus wirtschaftlichen Gründen kommen. Diejenigen, die aber meinen mit den Füßen abstimmen zu müssen und denken man kann sich einfach "nehmen" was man will, diese Leute irren. Wen Hilfe, dann ganz einfach den Weg zurück in deren Heimat zeigen. Die Staaten der Erde haben sich auf nicht immer einfache Regeln über Grenzübertritte und Aufenthalte geeinigt. Es gibt keinen Grund diese Regeln in Frage zu stellen!

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twister13 04.05.2019, 17:26
8. Kollaps

Wie schnell Europa untergehen soll bestimmt einzig und allein die Anzahl von Flüchtlingen die anlanden.

Wenn Europa (also Im wesentlichen D) alle Flüchtlinge aus Libyen einfliegen lassen werden die nachrückenden Flüchtlingsströme die Ausmasse von Völkerwanderungen annehmen und nicht mehr zu stoppen sein.

Das wäre ein verherendes Signal!

Europa ist nicht an allem schuld. Schon gar nicht was ein Land wie Libyen mit Flüchtlingen anstellt. Nur weil alle zu uns wollen heisst dass nicht dass wir auch automatisch die Verantwortung haben.

Jeder Mensch ist erstmal selbst für sich und seine Taten verantwortlich. Dann kommt das Land dessen Pass er bei sich trägt, dann kommt das Land in dem er sich aufhält.

Wieso Europa für Reisende innerhalb Afrikas verantwortlich sein soll erschliesst sich mir nicht.

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seine-et-marnais 04.05.2019, 17:30
9. Da muss man aber mal kräftig protestieren

Niemand zwingt diese Menschen nach Libyen zu migrieren um dann nach Europa zu gelangen.
Kritik an der 'Entwicklungspolitik' des 'Westens' ist gerechtfertigt, Kritik an der Anerkennung von Unrechtssystemen ist gerechtfertigt, Kritik an der Politik die Libyen zu dem gemacht haben was es heute ist ist gerechtfertigt.
Aber das Zitat "Die EU-Staaten haben die Migrationsabwehr an Libyen ausgelagert. Sie bezahlen Verbrecherbanden und Milizen, damit diese Menschen an der Flucht nach Europa hindern - egal mit welchen Mitteln." ist weitgehend Unsinn.
Die Flüchtlinge in Libyen sind freiwillig dorthin gegangen, und die meisten wussten was sie riskieren. Die Charity-Industrie in der EU ist an ihre Grenzen gelangt. Wenn man im Sinne des Autors EU-Politik macht, dann rutscht die EU ganz schnell nach rechtsaussen ab. Und damit ist niemandem gedient, nicht den Flüchtlingen in Libyen, nicht einer gerechten Afrikapolitik in Ökonomie und nach rechtsstaatlichen Prinzipien, und auch nicht der Demokratie in Europa.

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