Forum: Politik
Flüchtlingselend in Libyen: Barbarei im Namen Europas
REUTERS

Die Europäer haben die Verantwortung für Flüchtlinge auf Staaten wie Libyen abgewälzt. Damit machen sie sich schuldig an den Verbrechen, die dort an diesen Menschen begangen werden.

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maxmayer 05.05.2019, 18:42
120. Schlechte Konfliktlöser

Genau so und keinen Deut anders habe ich mir die Reaktionen der AfD-Trolle auf diesen Artikel vorgestellt.
Globale Verantwortung oder menschliches Mitleid kennt diese Klientel nicht. Dafür seitenweise heulendes Rechtspopulisten-Elend, die Beschwörung des deutschen Weltuntergangs, und Schuldsuche bei all denen die sich menschlich engagieren.
Freu mich schon auf den Shitstorm. Anworten ausgeschlossen.

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GustavN 05.05.2019, 18:42
121.

Und genau deshalb müssen die EU-Außengrenzen endlich mal geschützt werden. Solange illegale Migranten spielen leicht nach Europa kommen können und private Seenotrettervereine sich als Schleuse betätigen, werden sich immer mehr Menschen nach Nordafrika aufmachen. Erst wenn allen Armutsmigranten klar ist, dass keine illegale Einreise nach Europa mehr möglich ist, werden auch endlich die Elendslager in Libyen verschwinden können. Unsere stille Duldung und Unterstützung von illegaler Migration ist leider einer der maßgeblichen Gründe für die Missstände dort.

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ach-nur-so 05.05.2019, 18:43
122.

Zitat von telarien
Geben wir dem Kontinent Afrika denn eine Chance?
Sie verzeihen, wenn ich anmerke, dass in Ihrer Frage sich schon Hybris versteckt. Denn hätten/haben wir es denn überhaupt (noch) in der Hand, Chancen zu verteilen oder zu verwehren? Ich sage: Nein. Heute nicht mehr. Verzeihen, weil ich eigentlich ganz Ihrer Meinung bin. Wir müssten unsere Subventionen stoppen, alle Importzölle fallen lassen und den Afrikener*innen erlauben, auf unsere Exporte die Zölle ihrer Wahl zu verlangen. Das wäre Minimum. Aber mehr und mehr ist China im rennen - und offenbar uneingeschränkt bereit, all unsere Fehler zu wiederholen. Und überall da und dort, wo sich Europa und "der Westen" zurückzieht, steht China Gewehr bei Fuß. Kann deshalb nicht erkennen, dass die (Miss)Geschicke Afrikas noch weiter in unseren Händen liegen. Wir, der zerbrechende Kontinent, sind klein und schwach. Und selbst die USA schaffen es ""nur"" noch, Länder ins Chaos zu stürzen. Von, sorry, Eroierung von Rohstoffen und Absatzmärkten (aka "Hilfe zur Selbsthilfe", haha) keine Spur mehr. Immer weniger. Nur noch panische Zuckungen, aber nichts Konstruktives.

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skeptikerin007 05.05.2019, 18:43
123. Ich würde mich schämen in Grund und Boden...

Zitat von telarien
Geben wir dem Kontinent Afrika denn eine Chance? Produkte, die sie verkaufen könnten, wollen wir nicht. Lieber Agrarsubventionen an bayrische Bauern. Ihre Rohstoffe teilen die großen Konzerne der Welt gerne unter sich auf. Den Warlords Waffen verkaufen? Ja gerne, da sind wir auch mit dabei. Natürlich sind die afrikanischen Politiker nicht anders als Unsere, also verstehen sie sich gut. Und dann flüchtet die Bevölkerung aus schierer Not und hier posten dann meine Mitbürger: wir haben nichts damit zu tun? Schämen Sie sich in Grund und Boden! Eine Lösung habe ich auch nicht, bauen wir eine Mauer und schießen wir an der Grenze. Aber tun wir es wenigstens ehrlich!
....wenn ich solche Ergüsse von mir lassen würde.
Afrika hat Billionen verschlungen, mit dem einzigen Ergebnis, grenzenlose Vermehrung.
Niemand verhindert sie und ihresgleichen, den überschüssigen Teil ihres Verdienstes denen abzugeben und sie haben bestimmt einiges übrig.
Aber uns Schuldgefühle einzureden und typisch pifkemäßig die bayerische Bauern angreifen ist charakteristisch für manche Linke.
Mit dem Geld, das von der angeblichen Retter die Leute ans Meer gelockt werden, könnte man die Lage der Leute deutlich verbessern. Aber dann können sich die „Helden“ nicht mit Glorienschein schmücken.

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jonath2010 05.05.2019, 18:44
124. Davonlaufen ist keine Lösung

Man kann es drehen und wenden wie man will. Es gibt keine Lösung. Zig-Millionen Afrikaner schauen sehnsüchtig nach Europa und Millionen probieren den Weg dahin (der leider Gottes über Libyen führt). Aber davonlaufen ist keine Lösung. Die Lösung wäre, die Dinge selbst in die Hand nehmen. Korrupte Stammesfürsten und Familienclans, die fast in jedem der afrikanischen Staaten an der Macht sind, davon jagen. Eine demokratische Regierung mit einer funktionierenden Verwaltung bilden und mit den Milliarden Euros und Dollars, die jährlich aus Europa und den USA nach Afrika fließen, Schulen, Kindergärten, Kinderheime, Krankenhäuser, Straßen, Brücken etc. bauen. Warum passiert das nicht? Es ist der Bremsklotz, der "afrikanische Mentalität" heißt.

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Darwins Affe 05.05.2019, 18:44
125. Einfacher Lösungsansatz

Zitat von ms_sche
Tun wir nicht so, als wissen wir nicht um diese Barbarei. Endlich wird es in den Medien prominent wahrgenommen! Es ist unerträglich und unmenschlich. Es sind menschliche Wesen wie wir, die dort aufs misshandelt und massakriert werden. Europ handelt aus Angst vor dem nationalradikalen Sumpf, der sich in zahlreichen Mitgliedsländern, so auch Deutschland, breit macht. Das was in Libyen geschieht, sind die Folgen. Rechte fühlen sich für Afrika nicht verantwortlich. Niemand, der sich auch nur ansatzweise mit der jüngeren afrikanischen Geschichte befasst hat, kann die europäische Verantwortung bestreiten. Sklaverei, Kolonialismus, kulturelle Zerstörung, Ausbeutung und Misshandlung sind ide Folgen europäischen Wirkens in Afrika. Und alle sind verantwortlich: Groß Britanien, Belgien, die Niederlande, die aus der Sklaverei erst eine Industrie gemacht hatten, Frankreich, Spanien und nicht zuletzt Portugal. Habe ich Deutschland vergessen? Sie kamen spät und sie kamen zerstörerisch und führten den 1. Genozid des 20. Jahrhunderts durch. Keine Verantwortung? Was dann ist Verantwortung?
1) Deutschland ist sich doch seiner Verantwortung bewusst: Es hat seit 2015 ca. 2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Der »nationalradikale Sumpf« sitzt in den anderen EU-Staaten, die sich bei der Flüchtlingsaufnahme vornehm zurückhielten.
2) Afrika hat ca. 1.400 Millionen Einwohner. Nach Umfragen wollen mehr als 1/3 emigrieren. Wenn ihr diese nach Deutschland holt, habt ihr schlagartig den bevölkerungsreichsten Staat der Welt.
3) Summa summarum also ein einfacher Lösungsansatz für Verantwortungsbewusstsein, fallende Geburtenraten und mangelnde Arbeitskräfte.

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aljoschu 05.05.2019, 18:45
126. Sorry, aber wieso sind wir dafür verantwortlich?

Das ist wieder so ein kolonialer Dünkel! Nein, allein die Afrikaner sind dafür verantwortlich, wer denn sonst. Die meisten Staaten sind seit über 50 Jahren souverän, sie haben unendliches Land, Bodenschätze. Wenn wir denen permanent die Probleme abnehmen, wie sollen die jemals erwachsen werden. Setzen Kinder in die Welt und kümmern sich um nichts, Korruption ohne Ende, ... Schluss mit der verlogenen „Entwicklungshilfe“, die nie auch nur etwas gebracht hat. Wird Zeit, dass wir denen auf Augenhöhe gegenübertreten. Alles andere ist krank.

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ditta 05.05.2019, 18:45
127. Europa MUSS

zunächst gar nichts mehr! Die Jahre der teilweise gewaltsamen Kolonisierung, durch die Afrika nolens volens aus vorindustrieller Verfaßtheit herausgelöst wurde, sind durch jahrzehntelange Finanztransfers abgegolten worden. Und Eisenbahnen, Häfen, Krankenhäuser, Schulen waren eben leider keine afrikanische Erfindung, brachten aber den Menschen den schnellen Anschluß an die Moderne.
Nach dem zweiten Weltkrieg wollten Afrikaner ihr Schicksal in eigene Hände nehmen, jagten den weißen Mann davon und erfreuten sich ihrer Unabhängigkeit in der Überzeugung, daß es ohne den Europäer besser ginge. Leider haben die neuen Herren nur die hinterlassenen Vorratskammern geleert, aber nicht nachgefüllt, sondern in Bruderzwist oder gar Bürgerkrieg ihre Potentiale verkümmern lassen oder die Ressourcen ihrer Länder an das Ausland verschleudert.
Das weltweit einmalige Bevölkerungswachstum - Niger z.B. wuchs von 3,1 Millionen 1961 auf über 21 Millionen heute - hat alle Ansätze auf eigenverantwortliche Entwicklungspolitik zunichte gemacht. 80 Prozent der Bevölkerung dieses Landes, welches Frau Merkel eben besuchte, sind Analphabeten. 400 000 junge Nigrer pro Jahr brauchten einen Arbeitsplatz, der nicht vom Himmel fällt. Da sind die zugesagten Millionenhilfen ein Tropfen auf dem heißen Stein! Zum Glück gibt es auch positive Beispiele, z.B. Äthiopien.
Afrika kann seine Zukunft nicht in der Migrationsförderung von Menschen sehen, welche dort weder auf Arbeits- noch Heiratsmarkt eine Chance haben und dazu dauerhaft europäische Leistungen erheischen. Die korrupten Eliten sind froh über jeden Unzufriedenen, dessen Zorn sie nicht zu befürchten haben, der das gefährliche Sprungbrett Libyen nach Europa nutzt und möglichst bald Geld überweist. Unsere Vorratskammern sind auch nicht mehr prall gefüllt. Afrikas Zukunft liegt in Afrika selbst - das sollte man hier wie dort endlich begreifen.

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HeisseLuft 05.05.2019, 18:45
128. Um mal klarzustellen

Zitat von hsc71@gmx.de
Um mal klarzustellen - diese Menschen sind FREIWILLIG in Libyen und können jederzeit wieder zurück in ihre Heimat. Niemand zwingt sie in Libyen zu verweilen. Europa hat mit diesen Menschen nichts zu tun und alles was der Westen macht wird die Lage immer mehr verschlimmern, denn dann sind es bald nicht nur ein paar tausend, sondern es werden sich Millionen auf den Weg machen.
Sicher. Und sie haben sicher vollkommen ohne Anlass eine waghalsige Reise quer durch die Wüste unternommen, bestenfalls auf überladenen Lastern. in den Händen von Schleppern, stets in Gefahr ausgeraubt oder auch schwer verletzt oder einfach umgebracht zu werden. Um dann zu riskieren in Libyen festzusitzen, Folgen hier beschrieben.

Freiwillig, ja. Nur welche andere Wahl hatten sie wohl?

Und Sie, hsc71@gmx.de, wohin würden Sie fliehen? Und wie?

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schroedgt 05.05.2019, 18:45
129. Ich schlage Ungarn oder Polen vor!

Zitat von Schusters-Bernd
Wo muss ich unterschreiben? Aber leider ist das alles bekannt, nur weiß ich auch gerade nicht, wen ich verklagen muss, und wo ich die Anklage einreichen soll, um zu ändern, dass viele geltende internationale Gesetze und Abkommen von der EU und einzelnen Mitgliedsländern mit Füßen getreten werden. Kann sich nicht mal ein einziges europäisches Land trauen und klagen?
Die machen das!

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